Verstärker für JBL 4675C

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gameuno
Ist häufiger hier
#1 erstellt: 02. Jan 2019, 19:53
Guten Abend,

ich habe nun seit ein paar Wochen endlich meine neuen alten JBL 4675C in Betrieb. (https://www.jblpro.com/ProductAttachments/4675c.pdf)

Und zwar an meinem Pioneer A-757 Vollverstärker. Von dem Klang bin ich bisher ziemlich begeistert, aber ich weiß natürlich, dass man aus diesen Lautsprechern noch weit mehr rausholen kann.

Daher möchte ich mir gebraucht Verstärker kaufen. Ich bin günstig an eine aktive JBL-Weiche gekommen, die genau für die Lautsprecher gemacht ist, mir geht nämlich biamping nicht mehr aus dem Kopf...

Daher meine Fragen: Soll ich biampen oder nicht? Was für Verstärker bieten sich an? (Röhre?)

Als Budget für Gebrauchtes könnte ich wohl so 1500€ auftreiben. Hohe Lautstärke ist nicht benötigt, mein Zimmer hat 3m auf 4,5m.

Danke schonmal im Voraus
Costanza
Ist häufiger hier
#2 erstellt: 02. Jan 2019, 20:01
Hallo,

weder Bi-Wiring noch Bi-Amping bringen einen klanglichen Vorteil. Verstärker haben zudem keinen eigenen Klang, falls dein alter Amp keinen Defekt hat, gibt es keinen Grund für eine Neuanschaffung. Spar dein Geld oder investiere in die Optimierung deiner Raumakustik.

Grüße
Costanza


[Beitrag von Costanza am 02. Jan 2019, 20:02 bearbeitet]
kobold58
Inventar
#3 erstellt: 02. Jan 2019, 20:05
Genau so-
gameuno
Ist häufiger hier
#4 erstellt: 02. Jan 2019, 20:38
Bi-Wiring ist nutzlos, aber Bi-Amping hat sehr wohl Vorteile:
Eine Aktivweiche trennt die Frequenzen präziser mit weniger Verzerrung, da eine Passivweiche immer etwas der zugeführten Leistung verschluckt und außerdem dabei musikalisches Detail verloren geht. Bei guten Boxen ist das hörbar. Zusätzlich entsteht in den getrennten Endstufen, die verschiedene Frequenzbänder verstärken, weniger Intermodulationsverzerrung...

Verstärker haben keinen eigenen Klang? Und warum gibt es dann 10.000€ Verstärker, die dieselbe Leistung bereitstellen wie welche für einen Bruchteil des Preises?

Und Röhrenlautsprecher haben wohl auch keinen Sinn?
kobold58
Inventar
#5 erstellt: 02. Jan 2019, 20:46
Wieder son Schlaumeier.
gameuno
Ist häufiger hier
#6 erstellt: 02. Jan 2019, 21:20
Naja, ich weiß ja nicht...

Tut mir ja leid, ich beschäftige mich jetzt seit ein paar Monaten mit der Materie und mir ist es einfach schwer begreiflich, wie man auf die Idee kommen kann, dass ein 10000€ Mcintosh-Röhrenverstärker genauso klingt wie ein 50€ Verstärker von Amazon Basics... Also wirklich jetzt, das kann doch nicht euer Ernst sein?

Und wenn dann sachliche Argumentation als unsympathisch empfunden wird, dann weiß ich nicht, ob es Sinn hat, hier weiterzuschreiben...
kobold58
Inventar
#7 erstellt: 02. Jan 2019, 21:22
Vielleicht hat die Beschäftigungszeit noch nicht gereicht?
gameuno
Ist häufiger hier
#8 erstellt: 02. Jan 2019, 21:26
Die Beschäftigungszeit hat gereicht.

Vom Gegenteil könnte ich mich allerdings trotzdem überzeugen lassen, wenn du gegenargumentieren und meine Aussagen widerlegen würdest.

Aber jemand mit nem Yamaha-AVR muss sich ja auskennen, wenn es um Highend-Endstufen geht...
kobold58
Inventar
#9 erstellt: 02. Jan 2019, 21:29
Da ist mir die Zeit zu schade.
gameuno
Ist häufiger hier
#10 erstellt: 02. Jan 2019, 21:31
Haha, einfach unfassbar...
.JC.
Inventar
#11 erstellt: 02. Jan 2019, 21:37
Hi,


gameuno (Beitrag #4) schrieb:
Und warum gibt es dann 10.000€ Verstärker, die dieselbe Leistung bereitstellen wie welche für einen Bruchteil des Preises?


weil man damit Geld machen kann.

Warum gibt es Accuphase CD Player für 18.000 € ?
(weil sie besser aussehen)
Tischi89
Neuling
#12 erstellt: 06. Jan 2019, 11:11
Schade bin auch Neuling und lese mich grade durch die Threads und versuche die Basics aufzusaugen. Natürlich verwirren mich diese Aussagen, dass ein 10000 Euro Produkt nicht besser klingt als ein 100 Euro Produkt. Ich denke mir fehlen da einfach die Grundlagen...hätte gerne was gelernt

Gibt es einen empfehlenswerten Grundlagenthread zu Kaufberatung von Verstärkern?
gameuno
Ist häufiger hier
#13 erstellt: 06. Jan 2019, 14:04
Also ich habe mich die letzten Tage noch mehr mit der Materie beschäftigt, und da scheint wirklich was dran zu sein, dass Verstärker im Klang einen vergleichsweise kleinen Unterschied machen, sodass diese riesigen Preisdifferenzen nicht wirklich gerechtfertigt scheinen.

Im professionellen Bereich scheint das anders auszusehen - klar, die Profis kann man halt auch nicht über den Tisch ziehen.

Andererseits gibt es dann wieder Leute wie der vom Youtube-Kanal PS-Audio - sehr hilfreich für die Grundlagen -, die behaupten, dass selbst Kabel den Klang entscheidend beeinflussen können, und Verstärker sowieso. Und der Mensch hat sich auch immerhin sein Leben lang mit dem Zeug beschäftigt, hat ja seine eigene Firma.

Wer da jetzt recht hat, die wissenschaftlichen Artikel, die sagen, Verstärker klingen alle fast gleich, oder doch die unzähligen "Audiophiles", die Tausende für teure Verstärker ausgeben und einen Unterschied zu hören scheinen, tja, das steht in den Sternen.
kobold58
Inventar
#14 erstellt: 06. Jan 2019, 14:08
.JC.
Inventar
#15 erstellt: 06. Jan 2019, 23:46
Hi,


gameuno (Beitrag #13) schrieb:
.. und da scheint wirklich was dran zu sein, dass Verstärker im Klang einen vergleichsweise kleinen Unterschied machen, ..


der Unterschied ist so klein (im normalen Rahmen, also dein A-757 gg. 10 k€ Accuphase) dass
Du Schwierigkeiten hättest sie im A/B Blindvergleich sicher zu unterscheiden.
Und das reicht dann ja auch.
Sockenpuppe
Stammgast
#16 erstellt: 06. Jan 2019, 23:53

Natürlich verwirren mich diese Aussagen, dass ein 10000 Euro Produkt nicht besser klingt als ein 100 Euro Produkt. Ich denke mir fehlen da einfach die Grundlagen...hätte gerne was gelernt


Die Aussage bezieht sich auf Verstärker u. CD-Player, nicht auf Lautsprecher. Wer finanziell nicht ganz so gut aufgestellt ist, dem sollte die Feststellung durchaus nützen.

@Tischi89

Besser du schmökerst hier, anstatt dich von widersprüchlichen Meinungen irritieren zu lassen. Ist halt die Frage, ob man/n das Gras wachsen hören möchte oder einfach nur Musik genießen möchte.

mit frdl. Gruß


[Beitrag von Sockenpuppe am 06. Jan 2019, 23:58 bearbeitet]
gameuno
Ist häufiger hier
#17 erstellt: 09. Jan 2019, 17:06
Danke, Sockenpuppe, ich habe auf der Hifi-Aktiv-Seite jetzt so ziemlich jeden Artikel gelesen. Hat sich gelohnt!
WilliO
Inventar
#18 erstellt: 09. Jan 2019, 18:35
Hallo gameuno
hast du wirklich die genannten JBL's in den beschriebenen Raum gestellt?

Grundsätzlich möchte ich den bisherigen Beiträgen größtenteills zustimmen. Insbesondere was Bi-Amping und Bi-Wiring angeht.

Aaaber, für solche Boxen brauchst du für souveränen Sound -der muss nicht laut sein- eine potente Profi-Endstufe -die auch nicht teuer sein muss!
Aus eigener Erfahrung (mit einem JBL2245H -das ist ein 18"-Studio-Subbass) kann ich dir sagen das solche Speaker -auch für leise- die richtige Ansteuerung brauchen! Du hast mit diesen Boxen definitiv den Bereich "hifi" verlassen und bewegst dich nun im Profi-Bereich. Diesbezüglich gibt es dann schon '"Verstärkerklang" - den nicht wirklich- aber die Profi-Endstufen liefern gerade in Verbindung mit aktiven Frequenzweichen einen stabileren Sound. Ein "Hifi-Verstärkerchen" ala Pioneer kommt da einfach nicht mit.

Und, Profiendstufen kannst du oft sehr gut gebraucht kaufen.

Gutes Gelingen!

Gruß
Willi
PS. in meinem Profil kannst du lesen was ich meine und wie ich meine Anlage aufgebaut habe!
Sockenpuppe
Stammgast
#19 erstellt: 10. Jan 2019, 09:23
Würde ich jetzt so nicht vermuten.


Sensitivity: 100 dB 1 W (2.83 V) 1 m (3.3 ft)


mit frdl. Gruß
cptnkuno
Inventar
#20 erstellt: 10. Jan 2019, 10:16

gameuno (Beitrag #1) schrieb:

Was für Verstärker bieten sich an? (Röhre?)

zwei kleine Studioendstufen ohne Lüfter
.JC.
Inventar
#21 erstellt: 10. Jan 2019, 10:28
Hi,


gameuno (Beitrag #17) schrieb:
.. ich habe auf der Hifi-Aktiv-Seite jetzt so ziemlich jeden Artikel gelesen.


wenn Du nun noch alles verstanden haben wirst, dann werden viele Fragen unnötig.
(es dauert manchmal bis man die Relationen richtig versteht)


WilliO (Beitrag #18) schrieb:
Ein "Hifi-Verstärkerchen" ala Pioneer kommt da einfach nicht mit.


lol !

bei deinen JBL reichen die echten 100 W vom A 757 völlig aus
Dauerleistung (bei Klirrfaktor)
8 Ohm: 2 x 95 W / 0,003%
4 Ohm: 2 x 140 W

der wird da nicht mal warm


[Beitrag von .JC. am 10. Jan 2019, 10:28 bearbeitet]
WilliO
Inventar
#22 erstellt: 10. Jan 2019, 11:33
Hallo Leute!
Ich weiß nicht welche praktischen Erfahrungen ihr mit JBLpro-Bässen gemacht habt! Na, wer hat oder hattte welche im Einsatz??

Wie schon gesagt habe ich meine Zeilen auf langjährigen persönlichen, praktischen, Erfahrungen geschrieben.
Man kann diese herrlichen "Ungetüme" auch mit dem "Pioneerschen" betreiben. Den typischen "JBL-Sound" bekommt so aber nicht.

Mir ist das letztlich egal - ich muss mir dieses "Gewummere" ja nicht anhören!


Gruß
Willi
Sockenpuppe
Stammgast
#23 erstellt: 10. Jan 2019, 13:53
@WilliO

Klär mich bitte auf, warum der Pioneer kein adäquater Spielpartner für die JBL sein soll. Gegen Raummoden wäre auch eine Studioendstufe machtlos, sofern diese kein DSP beherbergt. Der 14er aus der Ti 250 ließ sich auch problemlos mit Hifi-Equipment betreiben. Oder geht es darum das Haus abzureissen?

Wenn der Spieltrieb juckt, nur zu. Erfahrung macht klug.

mit frdl. Gruß


[Beitrag von Sockenpuppe am 10. Jan 2019, 14:03 bearbeitet]
WilliO
Inventar
#24 erstellt: 10. Jan 2019, 14:40
Hallo Sockenpuupe,
ok, ich will es nachfolgend versuchen!

Bei den JBLpro-Bässen handelt es sich um Hochleistungs-Chassis mit u.a. 10cm Schwingspulen und großen 15" Membranen = große bewegte Masse.
Das maßgebliche Problem besteht darin das diese schwingenden Einheiten nicht nur "beschleunigt" - sondern auch "gebremst" werden müssen.
Potente Profi-Endstufen (und auch wirklich leistungsfähige Hifi-Endstufen) sind darauf ausgelegt genau dieses Ein- und Ausschwingen, was sich ja im Millisekunden-Bereich abspielt, in hoher Perfektion zu erreichen. Nicht umsonst gibt es auch im Profi-Bereich diesbezüglich große Unterschiede die sich natürlich auch im Preis wiederspiegeln. In diesem Zusammenhang kannst du dich ja mal informieren was z.B. LAB-Endstufen kosten.
Die Frage ist natürlich immer : Was braucht man - für welchen Anwendungszweck?

Aus eigener -auch teurer- Erfahrung kann ich dir sagen:
Ich hatte vor vielen Jahren den JBL-Bass 2235H (15") als Subbass. Dieses Chassis wurde damals über ein Hifi-Subbass Modul von Inosic (die hatten damals einen guten Namen!) angesteuert. Dieses Modul sollte eine Nennleistung von 300W an 8 Ohm haben. Bei geringen bis mittleren Pegeln bekam dieses Hifi-Modul das JBL-Chassis auch sauber angesteuert, d.h., es wurde ein sauberer (knackiger) Subbass geliefert. Bei höheren bis hohen Pegeln ging dieses Modul -trotz versprochener 300W- aber stark in die Knie. Es bekam das Ein- und Auschwingen nicht mehr geregelt.
Über den weiteren Ausbau meines HK habe ich mir nachfolgend den großen Bruder des 2235H -den 2245H, ein bekannter 18" JBL-Studio-Subbass, in den USA gekauft.
Aus meiner Erfahrung mit dem 2235H und dem Inosic- Modul habe nur mal zum Spaß versucht den 2245H mit diesem Modul anzutreiben -was natürlich direkt "in die Hose" gegangen ist. Resultat war ein unsägliches Gewummere, ein völlig undefinierter Tiefbass.
Aus diesem Grund habe ich mir eine gebrauchte, aber amtliche, Profi-Endstufe (Roland SR5000? -2x 400W- 8 Ohm) mit 28 Kg netto zugelgt. Dieses Ding ersetzte zwar meine Raumheizung aber eine jederzeit überzeugende Ansteuerung meines 2245H bekam ich damit nicht hin. Keine Ahnung, ob an dieser Endstufe eventuell die Netzteil-Elkos nicht mehr voll leistungsfähig waren....
Als Mitglied des Lansing-Heritage-Forums hatte ich gelesen das irgendwer in den USA für die Ansteuerung des 2245H einen potenten Amp von ca. 600 Watt/8 Ohm empfahl. Und so bin ich im Anschluß an meine Yamaha XP 5000 (2x 500W/8 Ohm gekommen. Das ist eine absolut souveräne Endstufe aus dem Studio-/Klein-PA Bereich deren linker Kanal seit Jahren den Bass jederzeit souverän -ohne Clipping- im Zaum hat.

Ich denke, das meine geschilderten Erfahrungen deutlich machen warum ich von "Hifi-Verstärkerchen" gesprochen habe.
Für den Antrieb des Hornsystems reicht ein Hifit-Versärker dagegen völlig aus weil in diesem Bereich die schwingende Masse (das Diaphragma) extrem klein ist. Meine JBL-MT-/HT-Treiber werden ebefalls von kleinen Studio-Amps (Apart Champ 4 / 4x 75 Watt an 8 Ohm) angetrieben. Die werden auch nicht warm!

In diesem Sinne:
Dem TE wünsche ich "gutes Gelingen"!

Gruß
Willi


[Beitrag von WilliO am 10. Jan 2019, 14:46 bearbeitet]
gameuno
Ist häufiger hier
#25 erstellt: 11. Jan 2019, 14:21
Wirklich vielen Dank für all eure Tipps!
Ich werde jetzt wohl auch auf zwei professionelle Amps - vielleicht auch gleich JBL - gehen, allerdings werde ich auf 600W oder mehr getrost verzichten.

Die Sache mit der Abbremsung der Membranen klingt schon sehr interessant, ich versuche mal herauszufinden, ob es da echt Unterschiede von "Pro" zu "Hifi" gibt.

Dann versuche ich mich vielleicht, nachdem ich für die Verstärker ja nun scheinbar doch nicht meinen letzten Pfännig rausrücken muss, an DSP oder - und das würde mir noch viel besser gefallen - an aktiver Modenabsaugung an der hinteren Wand meines Raumes.

Wirklich vielen Dank!

P.S. Hab auf Lansing Heritage das gleiche gefragt, da wird auch noch fleißig gestritten
.JC.
Inventar
#26 erstellt: 11. Jan 2019, 15:10
Hi,

Willi meint den Dämpfungdfaktor, kannst es dir ja mal durchlesen,
ist schon wichtig die Sache.

Wir kennen nicht den Innenwiderstand der Endstufe im A 757 können also nicht rechnen.
Aber schätzen können wir und (von mir) geschätzt hat deine Kombi > 150 fach, also völlig ausreichend.

Es geht immer besser, die Frage ist da nur: was brauche ich wirklich?
Und da Du dein Geld nur einmal ausgeben kannst: kümmere Dich besser um DSP
Nur muss man das erst mal lernen, wie das geht.
Aber hier im Forum findet sich schon Einiges, auch Leute die dir, falls du da was startest,
bestimmt helfen werden.
gameuno
Ist häufiger hier
#27 erstellt: 11. Jan 2019, 16:30
Ich habe absolut kein Problem damit, mich in komplexe Gebiete einzuarbeiten.
Bin zwar noch gar nicht lang dabei im Hifi-Bereich (jetzt scheinbar schon im Pro-Bereich? :D), aber das wird schon. Danke für die angebotene Hilfe, wird vielleicht nötig sein.

Am bi-amping mit meiner Aktivweiche werde ich allerdings auf jeden Fall festhalten, da bin ich vom Nutzen überzeugt.
WilliO
Inventar
#28 erstellt: 11. Jan 2019, 16:46
@gameuno:
Dieser Link ist der wichtigste Beitrag aus dem L H F:

http://www.jblpro.co...e_DangerLowPower.pdf

Auch der Hinweis von Ian ist absolut richtig! Ich habe aber nicht den Eindruck das du dich schon so weit in die Materie eingearbeitet hast.
Die passiven Weichen sind bestimmt nicht das Optimum...insbesondere was die Korrektur des Horns angeht. Das habe ich aber erstmal außen vor gelassen weil das alles wieder ein ganz anderes Thema ist. Ich habe in meinen Rears ja den kleinen Bruder: 3 x 2344 -auch bekannt als "Arschbacke"
- das Horn der bekannten Monitore 4430 u. 4435 natürlich mit Orignal JBL-Treiber. .
Bei mir ist alles über DSP-Geräte = vollaktiv gesteuert - auf Basis (vieler) REW-Messungen. (Bei Interesse kannst du dir mein Profil (Bilder) ausschauen!

Der Hinweis eines User bzgl. Dynamik ist absolut richtig! Das habe ich mit "Beschleunigen" umschrieben.

@JC:
Ich habe bewußt Begriffe wie "Dämpfungsfaktor" nicht genannt. Deine Darstellung ist somit richtig. Wenn der Pio tatsächlich 150 hat ist die Frage bei welcher Frequenz? Bei 1 Khz nutzt dem TE das nicht viel.
Meine Yamaha-XP Endstufen haben >350 über den ganzen Frequenzbereich. Das ist ein g r o ß e r Unterschied und das macht eben den Sound -oder die Dynamik- insbesondere im Bass aus.

Gruß
Willi
gameuno
Ist häufiger hier
#29 erstellt: 11. Jan 2019, 16:57
Habe das PDF-Dokument schon gelesen, aber ich bin nicht der Meinung, dass es die Verwendung von 600W+ Verstärkern in meiner Situation rechtfertigt. In dem Artikel steht ja wortwörtlich, dass man eben nicht so viel Leistung braucht, wenn man den Lautsprecher nicht an seine Grenzen bringen möchte. Überhaupt verlieren dann alle in dem Dokument getroffenen Aussagen ihre Bedeutung, wenn man mit max. 20W betreibt.

Wenn ich schon Experte auf diesem Gebiet wäre, dann würde ich hier ja auch keine Fragen stellen.

Die Korrektur des Horns ist wichtig, deshalb habe ich ja auch genau das aktive Crossover ersteigert, welches das auch richtig kann.

Das mit der Dynamik und dem Dämpfungsfaktor werde ich natürlich im Hinterkopf behalten.

Die Bilder auf deinem Profil habe ich schon längst angeschaut. Wirklich beeindruckend... Lautsprecher in den Wänden? Hab ich auch noch nicht gesehen.
WilliO
Inventar
#30 erstellt: 11. Jan 2019, 18:01
Danke für die Blumen!
S.g. In-Wall-Speaker sind halt die akutisch beste Aufstellungsposition. In großen Tonstudios werden sogar die großen Monitore komplett in Vorbauwände integriert. Wäre das bei mir ohne riesigen Aufwand möglich gewesen wären zumindest die Mains auch "inWall" gebaut worden. Aber, das sind halt die Kompromisse die man eingehen muss. Bei den Rears L u. R ging das -wenn auch mir erheblichem Aufwand!

Was die Korrektur des Horns angeht: Ich kenne jetzt nicht im Details die Funktionen der JBL 553. Soweit ich weiß funktioniert die über eine spezielle Steckkarte und ist somit sehr fixiert. Zudem ist das Ger#t aus einem "anderen Jahrhundert".
Die heutigen -modernen- DSP (Digital speaker processor) können ein Vielfaches und das für -je nach Modell- zum erschwinglichen Preis.
Klar, alles kostet, aber wenn man sich schon auf's "JBLpro-Eis" begibt und "Ja" sagt das gibt es halt eine gewisse Basis um der gesamten Sache auch gerecht zu werden.

Du musst wahrlich keine 600 Watt-Endstufe zur Ansteuerung einsetzen. An dieser Stelle möchte ich dir Firma Thomann empfehlen. Dort kannst du dir eine oder zwei Endstufen bestellen, an deinen Boxen testen, und bei Nichtgefallen innerhalb von 30 Tagen retour senden. Mit Geldzurück-Garantie.

An dieser Stelle sage ich schon einmal prognostisch:
"Wenn du einmal z.B. eine Yamaha-Endstufe aus der preiswerten -und für deine Zwecke völlig ausreichenden P-Serie (oder die neuere PX-Serie mit DSP ) gehört hast wirst du dein "Pio-Verstärkerchen" nicht mehr anschauen.
Doch, noch einmal, zum Verkauf!!

Gruß
Willi

PS Ich möchte hier keine Werbung für irgendeinen Hersteller machen und habe Yamaha nur exemplarisch genannt!
gameuno
Ist häufiger hier
#31 erstellt: 11. Jan 2019, 21:16
In-wall-speaker werden für mich wohl so schnell nichts, aber in jedem Fall beeidruckend!

In der JBL M553 gebt es Jumper, die man richtig setzen muss, damit kriegt man den richtigen Horn-EQ an den gewünschten Output.

Das JBL-Pro-Eis... wenn ich was mache, dann will ich es auch gut machen Klar kann man auch einfach irgendwelche Hifi-Speaker für viel Geld kaufen und dann für immer zufrieden sein, aber der "wissenschaftlichere" Weg gefällt mir dann doch besser, auch wenn er vielleicht anfangs steininger ist.

Bin sehr gespannt, ob deine Prognose eintreten wird.
.JC.
Inventar
#32 erstellt: 11. Jan 2019, 21:29

WilliO (Beitrag #28) schrieb:
Wenn der Pio tatsächlich 150 hat ist die Frage bei welcher Frequenz?


das war lediglich eine Schätzung, denn wie o.g. ...
so wichtig ist das aber jetzt idF auch wieder nicht, die JBL Bässe sind ja gutmütige Gesellen

Also die Boxen in dem Zimmer .. --> DSP
WilliO
Inventar
#33 erstellt: 12. Jan 2019, 01:21
@JC.
Ich bin, was DSP im Zimmer des TE angeht absolut gleicher Meinung! Ob die JBL 553 in diesem Bereich ausreichend ist kann nur der TE einschätzen resp. bewerten. .
Angesichts der Tatsache was die heutigen DSP's (eigentlich aller Preisklassen) zu leisten im Stande sind geht eigentlich kein Weg daran vorbei. Das gilt insbesondere für Boxen dieser Kategorie. Stichwort: Versatz der Schallquellen. Diesbezüglich habe ich auch so meine Erfahrungen! Delay ist bei solchen Boxen das Thema schlechthin!
Ich bin aber absolut anderer Meinung was die "Gutmütigkeit der JBL-Bässe" angeht. Das wird der TE aber sicher auch noch feststellen. Im LHF spricht man nicht von ungefähr vom "Beast" 2226H
Und ich weiß aus eigener, bereits geschilderter, Erfahrung das ich diese Bässe auch eher in den Bereich "Beast" klassifiziere!

@gameuno:
Ja, ich bin auch gespannt ob deiner Erfahrungen! Das ist wirklich ein spannendes Experiment was Spaß macht! Ich bin mir aber sehr sicher das meine Einschätzung, basierend auf persönlichen Erfahrungen, zutreffend ist. Aber, warten wir's mal ab. Ich bin jedenfalls sehr gespannt!
Ich finde deine Motivation wirklich gut...was das JBL-Eis angeht....und das du daraus wirklich etwas Gutes machen willst. Ich hatte/habe die gleiche Mentalität und bin soweit angekommen! Aaaber wenn sich noch eine Verbesserung ergeben sollte wäre ich direkt dabei!

Beste Grüße
Willi


[Beitrag von WilliO am 12. Jan 2019, 01:26 bearbeitet]
gameuno
Ist häufiger hier
#34 erstellt: 12. Jan 2019, 09:41
Ich kann hier ja schreiben, wenn ich biamping umgesetzt habe.

Aber klar, dass mir das nicht schon früher aufgefallen ist...Der Horntreiber ist ja immer so 60cm weiter vom Hörer entfernt als die Bassmembranen, da muss man dann ja mit Delay arbeiten schätze ich! Danke für diesen weiteren wertvollen Tipp.
WilliO
Inventar
#35 erstellt: 12. Jan 2019, 13:15
Hallo gameuno,
gern geschehen!
Wie ich schon schrieb finde ich deine Motivation klasse weil sie mich sehr an meine -seit Jahrzehnten gepflegte- erinnert!

Was das den Versatz der MT-Treiber angeht: Das ist ein bekanntes Problem u.a. bei der berühmten Visaton Monitor 890 deren Holzhorn ich ja den 3 Fronts im Einsatz habe. Bei mir sind die JBL-Treiber 2426H resp. der 2421A (im Front-Center) "nur" ca. 35cm gegenüber Bass und HT 2405 versetzt.

Durch den Umbau von passiv auf vollaktiv mittels DSP's war ich in der Lage diesen Versatz durch Delay auszugleichen was ein deutlich hörbares Resultat im gesamten Klangbild ergeben hat. Viele andere Einstellungen in den DSP's haben natürlich auch einen großen Beitrag geliefert. Das ist aber ein anderes Thema.
In diesem Zusammenhang denke ich das sich bei dir -wegen des geringen Hörabstands- dieser Ausgleich über Delay auch sehr bemerkbar machen wird. Deine 4675C sind ja für große Kinoräume konzipiert, d.h., der Hörabstand ist im Regelfall sehr groß wodurch dieser "Versatz" im Sound reduziert wird, also nicht mehr soo hörbar ist.

In den letzten Jahren hat sich Mini-DSP sehr gut im Consumer-Bereich etabliert was auch für dich eine gute Alternative zu den Profi-DSP's wäre.

Noch etwas: Achte vor der Bestellung von Profi-Amp's auf einen möglichst hohen Signal-/Rauschabstand. Der sollte auf jeden Fall >100 (SN-Ratio) sein. Die JBL-Treiber haben ja einen sehr hohen SPL was auch geringes Rauschen des Amps sehr gut hörbar macht.

Auf deine weiteren Berichte freue ich mich schon heute.....ja, das ist wirklich spannend!

In diesem Sinne: "Good luck!"

Beste Grüße
Willi
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