Westone UM 30 Pro

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haudegen
Stammgast
#1 erstellt: 14. Nov 2013, 23:45
Moin moin!
Ursprünglich hatte ich mir die UM2 und den UM3x als Demo Hörer bei mp4audio bestellt. Der UM2 ist allerdings gerade nicht verfügbar. Da der UM3x laut Adam ausläuft hat er mir gleich den UM 30 Pro als Demo Hörer zugeschickt. Bei einem Preis von 400,00 Euro hatte ich den eigentlich gar nicht auf meiner Liste. Jedoch wollte ich schon immer mal einen der besseren, teureren universal in-ears testen.

Heute kam dann das Paket bei mir an und ich hab mich gleich dran gemacht die UM 30 Pro in meinen DAC (Essence ONE) zu stecken und los zu hören. Was mir jedoch zuerst aufgefallen ist, die UM 30 sind verdammt empfindlich. Es rauscht zwar nix, aber wenn ich den Lautstärkeregler richtung 1/4 Bewege fliegen mir fast die Ohren weg.

Ich besitze an in-ears derzeit die Westone UM1 und die Shure SE215. Die UM1 haben mir für Musik schon seit langer Zeit nicht mehr gefallen, weshalb ich zu den Shure gewechselt bin. Wenn ich nicht unterwegs bin, höre ich zu Hause mit meinen Denon AH-D2000 der mir seit vielen Jahren Freude bereitet - ich liebe ihn. Ich suche also nicht gerade den linearen oder analytischen Sound, sondern gerne auch die eher spassige Abstimmung. Allerdings habe ich die SE215 mittels Rockbox EQ etwas entschärft (habe mich da nach den EQ Empfehlungen aus dem SE215 Thread hier aus dem Forum orientiert), die waren mir dann doch etwas zu Basslastig. Egal, zum Thema.

(folgende Text basiert auf einer rein subjektiven Wahrnehmung )
Nun zu den UM 30 Pro .. Ich habe, auch gerade nachdem ich viele Berichte hier gelesen hatte, schon eine recht hohe Erwartungshaltung gehabt. In Sachen Auflösung und Abstimmung war ich der Hoffnung erlegen hier etwas zu finden was in die Richtung des D2000 geht. Anscheinend habe ich mich da getäuscht.
Beim ersten starten der Playlist ist mir weder die Kinnlade runter geklappt noch hat sich irgend eine Art AHA-Erlebnis eingestellt.. im Gegenteil, Ernüchterung macht sich breit. Das soll einer der besten universal in-ears sein? Der erste Höreindruck lässt sich am besten mit Dumpf, leicht Dosenartig beschreiben. Der Bass ist durchaus gut, nicht zuviel, präzise und einigermaßen schnell. Höhen sind mir definitiv zu wenig vorhanden. Die Mitten sind sehr präsent, klingen bei Stimmen schön warm, aber gleichzeitig auch etwas Dumpf.. und Dieses dumpfe verschwindet irgendwie auch nicht, egal welche Musikrichtung (höre Progressive Rock, Indie, Female Singer-Songwriter und Soundtracks derzeit).

So im direkten Vergleich zum Shure SE215 merkt man schon die technische Überlegenheit des Westone. Die Auflösung ist besser und er spielt einfach entspannter. Nur leider gefällt mir die Abstimmung nicht.. das ist ein für mich sehr überraschendes Ergebnis. Ich glaube auch fast dass ich den UM2 gar nicht mehr testen brauche da er ja noch wärmer spielen soll.

Tja.. und jetzt? .. Ich habe keine Ahnung welche in-ears jetzt noch in Frage kommen, habt ihr das Empfehlungen die möglichst die 350 Euro nicht übersteigen?

Viele Grüße

PS:
Ich hab mal ein bischen den EQ verbogen, das ist ein bischen Extrem, dient aber der Veranschaulichung evtl ganz gut um zu zeigen was ich mir beim UM 30 Pro erhofft hatte. EQ Weston UM 30 Pro
Soundwise
Inventar
#2 erstellt: 15. Nov 2013, 09:12
Das kann ich bestätigen. Ich hatte den Um30 Pro nur kurz im Ohr aber er hat mich sehr an den alten W4 erinnert.
Insgesamt recht warm aber etwas "bedeckt" abgestimmt.

Viele Grüße
Günther


[Beitrag von Soundwise am 15. Nov 2013, 09:13 bearbeitet]
Dieselrocker
Hat sich gelöscht
#3 erstellt: 15. Nov 2013, 09:26
Deinen EQ Einstellungen zu urteilen, wäre vielleicht der momentan günstig zu beziehende UE900 eine Idee.
Der hat weniger Mittelton, was diese dosenartige Abstimmung ausmacht sowie einen guten Hochton.
Alternativ ein Shure SE425, wobei der sehr neutral und im Hochton abfallend abgestimmt ist.
Ezeqiel
Inventar
#4 erstellt: 16. Nov 2013, 01:01
Wo ist den der UE900 gerade so günstig zu beziehen?

Viele Grüße,
Ezeqiel
Dieselrocker
Hat sich gelöscht
#5 erstellt: 16. Nov 2013, 08:42
Den gab es noch vor wenigen Tagen auf der Logitech Homepage für 199 €. Momentan kann man ihn dort nicht erwerben.
Ob die Aktion vorbei ist oder auf Grund von Lieferengpässen vorerst gestopp wurde, kann ich nicht sagen.
Abgesehen vom Shure, könnte aber auch der Fischer Amps FA-3 für dich interessant sein.
M_i_c_h_a_e_l
Stammgast
#6 erstellt: 16. Nov 2013, 09:09
Oh, dann bin ich mal gespannt wie mir die UM 30 PRO gefallen werden, hab mir auch die Demos bestellt. Zusätzlich jetzt noch die Fischer Amps FA-3, die jetzt schon mehrfach genannt wurden. Wie sind die FA-3 im Vergleich zu den FA-2?


[Beitrag von M_i_c_h_a_e_l am 16. Nov 2013, 09:11 bearbeitet]
Tob8i
Inventar
#7 erstellt: 16. Nov 2013, 10:50
Dass der UM 30 wohl nicht passt, wenn man einen D2000 als In-Ear sucht, ist relativ klar. Der D2000 hat schon ziemlich viel Bass und auch bei den Höhen ist einiges mehr vorhanden. Da würden mir eher der Sennheiser IE80 oder der FA-3 XB einfallen.

Der UM 30 sollte wie der alte UM3x abgestimmt sein. Mir hat er damals ziemlich gut gefallen, auch wenn ich jetzt keine so warme Abstimmung mehr haben wollte. Beim UM3x stehen halt Kickbass und Mitten deutlich im Vordergrund.
haudegen
Stammgast
#8 erstellt: 16. Nov 2013, 13:38
ich werde mir nächste Woche mal die UE 900 und den Stage Diver 2 als Demo zukommen lassen und mir die mal anhören. Die FA3 und IE80 behalte ich mal im Kopf falls mir die beiden auch überhaupt nicht zusagen.
Tob8i
Inventar
#9 erstellt: 16. Nov 2013, 14:30
Die beiden sind aber ziemlich neutral im Vergleich zu deinem Denon.
haudegen
Stammgast
#10 erstellt: 16. Nov 2013, 14:47
ja, das habe ich auch schon aus den Reviews raus gelesen. Aber nachdem ich mit dem Westone so daneben gegriffen habe wollte ich auch mal was neutrales testen. Ich werde zu dem UE900 und dem SD2 auch nochmal den FA-3 XB als Demo Hörer bestellen. Muss an dieser Stelle auch mal sagen, dass ich den Demo-Hörservice von mp4Audio klasse finde.. wo hat man sonst die Möglichkeit bessere In-Ears gleichzeitig zu vergleichen.

Ich würde mich auf keinen Fall als Basshead bezeichnen, aber für meinen Geschmack ist der Bass des D2000 genau richtig. Bei den Höhen dürfte es auch etwas weniger sein, so gerade im Mittelhochton... im direkten Vergleich klingt da der D2000 doch etwas metallisch, man könnte auch fast von Zisch-lauten sprechen.. aber das fällt mir nur im direkten Vergleich mit dem UM 30 pro auf. Insgesamt kommt das Klangbild des Denons schon sehr meinem Geschmack entgegen. Ein In-Ear muss jezt nicht exakt so klingen, wie auch, aber in die Richtung darf es gehen - da ich aber noch nie einen neutralen Hörer hatte, wollte ich das jetzt auch einfach mal versuchen.

EDIT:
Evtl sollte ich anstelle der SD2 lieber die SD3 mal testen weil die eine Bassbetonung haben? Wären für den Fall dass sie mir gefallen nur leider mit 485 eigentlich über meinem angesetzten Budget.. dann würde ein neuer MP3 Player ausbleiben (derzeit Clip+, angedacht war ein DX50)..


[Beitrag von haudegen am 16. Nov 2013, 15:16 bearbeitet]
Stan-S
Stammgast
#11 erstellt: 18. Nov 2013, 13:24
Also, wenn dir der SE215 zu wenig Höhen hatte, dann wirst du mit den SD3 möglicherweise auch nicht glücklich. Die Performance ist zwar im Allgemeinen deutlich besser als beim Shure, aber die HÖhen fallen doch schon äußerst stark ab und der Bass spielt mächtig im Vordergrund.

Ich besitze unter anderem auch einen D2000 und einen T90 und bin für unterwegs mit dem FA4 XB ziemlich zufrieden. Der hat eine schöne Anhebung im Tiefbass und ist in den Höhen weniger aufdringlich, löst aber trotzdem sehr gut auf.
Sleeptab
Hat sich gelöscht
#12 erstellt: 22. Dez 2013, 22:35
Gibt es schon einen Frequency Response Graph vom UM 30 Pro? Bisher sehe ich in den Beschreibungen nämlich doch relativ oft Unterschiede. Die meistens sagen zwar, dass sie wie der Vorgänger klingen sollen, andere erkennen aber auch wieder eine Annäherung an den W4.
Oder hat einer von Euch alle drei Hörer (oder zumindest UM3x und 30 Pro) und kann da einen genauen Zusammenhang nach Einspielen bestätigen?
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