Kopfhörer und Spotify

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paul1
Stammgast
#1 erstellt: 31. Mrz 2019, 10:45
Gibt es eigentlich Kopfhörer die streamingfähig sind? Ich meine damit kein Funk oder Bluetooth, sondern so ähnlich wie es viele Lautsprecher können.
Diese könnten dann ja auch direkt Spotify streamen ohne das man Bluetooth oder AirPlay nutzen müsste.
k.e.
Ist häufiger hier
#2 erstellt: 02. Apr 2019, 07:48
Und wie willst du den bedienen? Du brauchst dafür ein Display, eine Tastatur, WLAN, Festplatte und Akku. Das willst du alles am Kopf haben?
gapigen
Inventar
#3 erstellt: 02. Apr 2019, 07:52
Wenn es welche geben sollte, die solche Funktionen integriert haben, dann vermutlich bei Pearl. Ob sie dann gut klingen ist was ganz anderes...
ZeeeM
Inventar
#4 erstellt: 02. Apr 2019, 07:57
Irgendein Benutzerinterface wird man schon hinbasteln können, das rudimentär bedienbar ist.
Aber Spotify müsste dauerhaft online sein, oder Speicher für Offline haben.
Ich sehe da nicht den Markt.
a-lexx1
Inventar
#5 erstellt: 02. Apr 2019, 13:04
Bedienkonzept und Markt könnten dieselben wie für die ganzen streaming LS sein. Am Händy/Tablet den KH als Endpunkt auswählen, fertig.

Warum es aber wohl eher nicht gemacht wird: es bedarf auch einer Zusammenarbeit mit dem Content Provider, die würden keine Zeit mit so einem Nischenmarkt verplempern. Ausserdem ist WiFi nicht so energieeffizient wie BT, das heisst so ein KH müsste auch über einen viel grösseren Akku verfügen...

Daraus wird wohl nichts werden...
paul1
Stammgast
#6 erstellt: 02. Apr 2019, 20:34
Es gab wohl mal Versuche so etwas auf den Markt zu bringen. Zum Beispiel gab mal etwas bei Kickstarter. Der Grund warum man so etwas noch nicht am Markt hat liegt wohl daran, das die WLAN Reichweite sehr begrenzt ist. Technologisch dürfte es kein Problem sein, da WLAN Empfänger nicht sehr groß sind, wie man ja bei den Lautsprechern auch sehen kann.

Wäre es denn dann vielleicht eine Alternative, einen Funkkopfhörer zu nutzen? Den Sender könnte ich ja zum Beispiel per Toslink an den Digitalausgang meines AVR anschließen. Die Frage ist nur, was wird eigentlich am optischen Ausgang eines AVR ausgegeben?
a-lexx1
Inventar
#7 erstellt: 03. Apr 2019, 09:06
Warum so umständlich? Wenn es denn unbedingt wireless sein soll, ist BT nicht so schlecht, wie sein Ruf. Hat ja auch mit aptX dieselbe bitrate wie Spotify in extreme Quality, mit LDAC noch besser. Auch mit dem AAC-Codec ist er nicht schlechter als iTunes... Die ‚Gerüchte‘ über die schlechte Qualität sind fast immer Vorurteile oder sind in der schlechten Implementierung mit dem suboptimal genutzten SBC begründet...

Ansonsten kann man doch einen x-beliebigen iphone/ ipod touch nehmen und mit dem KH seiner Wahl Spotify streamen, wo ist da das Problem?

Dass ich hier nur von i-Devices als Zuspueler spreche, hat den Grund, dass Android fast auf allen Smartphones eine Bitratenkonvertierung von 44.1k auf 48k macht, die praktisch immer mit Artefakten behaftet ist, somit scheiden sich die meisten Androide bei mir aus. Apple macht das nicht und liefert auch am KH-Ausgang dank des Cirrus-DACs ordentliche Qualität, wenn auch auf 0.5V beschnitten in Europa...


[Beitrag von a-lexx1 am 03. Apr 2019, 09:21 bearbeitet]
paul1
Stammgast
#8 erstellt: 04. Apr 2019, 09:00
Wenn ich mit dem Handy streamen und dazu noch per Bluetooth übertrage, muss das Handy ständig laufen was die Akkulaufzeit erheblich verkürzen dürfte. Wenn ich Spotify direkt auf das Endgerät streame (zum Beispiel auf Chromecast) benötige ich das Handy oder Tablet lediglich zur Steuerung.
a-lexx1
Inventar
#9 erstellt: 04. Apr 2019, 09:40
Na ja, mit deiner Argumentation müsstest du auch den Widerspruch selbst sehen. Denn du sagst, das Handy saugt zu viel Saft beim Streamen (was ja auch stimmt). BT ist da eher vernachlässigbar...
Du musst aber bedenken, das ein Handy schon einen ordentlich Akku hat. Die KHs haben viel kleinere Akkus.

Und das Streamen benötigt wirklich viel Saft. Somit müsste das ganze sehr gross und schwer ausfallen, denn keiner würde einen KH kaufen, der nur vielleich 30 Minuten bis max. 2 Stunden läuft...
Also: unwirtschaftlich, teuer, unpraktisch -> macht deshalb keiner...
ZeeeM
Inventar
#10 erstellt: 04. Apr 2019, 09:42
Man kommt trotzdem nicht darum, das Wlan vergleichsweise energieaufwändig ist.
Man arbeit an WLan Low Energy in Konkurrenz zu Bluetooth, aber wirkliches Thema im Markt ist das noch nicht.
Ich kenne das aus dem Bereich Smarthome. Wlan-Themostate gibt es nicht, die nutzen andere Protokolle und Lösungen von Sensoren, die Wlan nutzen und sparsam mit Energie umgehen, transferieren ihre Daten in größeren Zeitabständen. In dem Bereich gibt es einen Anbieter, Shelly, der einen Sensor hat, der 1 Jahr mit Batterien per Wlan überträgt. Das können die, weil die Sendeleistung auf 1mW beschränkt wird, ggfs. nicht prickelnd für die Reichweite und nur alle 6 Stunden gesammelte Daten übertragen.
paul1
Stammgast
#11 erstellt: 04. Apr 2019, 12:10
Mir geht es ja gar nicht um das Stromsparen, sondern darum nicht andauernd das Handy laden zu müssen (oder das Tablet) WLAN kommt ja quasi aus der Steckdose
Wie groß ist denn die Reichweite bei Bluetooth? Mit einem Funkkopfhörer könnte ich wahrscheinlich im Haus und Garten spazieren gehen (funktioniert zumindest auch mit meinem DECT Telefon). Geht das mit Bluetooth auch oder muss ich das Tablet ständig mit mir herumschleppen?
a-lexx1
Inventar
#12 erstellt: 04. Apr 2019, 12:24
Nein, WLAN kommt nicht aus der Dose! Dein KH müsste fürs Streaming über WLAN dann genauso an der Dose hängen, willst du das? Auch WLAN im Empfänger verbaucht beim Streaming sehr viel Leistung, genau deshalb wird ja auch der Akku deines Handy beim Streaming schnell leer!

Die Reichweite von BT ist vom Gerät zu Gerät unterschiedlich, in einer grösseren Wohnung wird's wohl nicht überall funktionieren, innerhalb von 2-3 angrenzeden Zimmern würde es aber eher funktionieren, wenn nicht alle Wände aus Stahlbeton sind...
gapigen
Inventar
#13 erstellt: 04. Apr 2019, 18:58

sondern darum nicht andauernd das Handy laden zu müssen

Wenn ich vom Handy Musik auf meinen Belkin BT-Adapter oder auch auf BT-Kopfhörer streame, dann hält die Akkulaufzeit eine gefühlte Ewigkeit. Die BT-Reichweite beträgt nur wenige Meter. Dann stecke ich beim Spaziergang im Garten das Handy notfalls in die Hosentasche - wie sonst auch
a-lexx1
Inventar
#14 erstellt: 04. Apr 2019, 19:34

gapigen (Beitrag #13) schrieb:

sondern darum nicht andauernd das Handy laden zu müssen

Wenn ich vom Handy Musik auf meinen Belkin BT-Adapter oder auch auf BT-Kopfhörer streame, dann hält die Akkulaufzeit eine gefühlte Ewigkeit. Die BT-Reichweite beträgt nur wenige Meter. Dann stecke ich beim Spaziergang im Garten das Handy notfalls in die Hosentasche - wie sonst auch :D


Es geht nicht ums Streamen vom Handy auf den KH über BT, sondern ums Streamen von Spotify-Inhalten aus dem Internet über WiFi auf das Handy - das plättet den Akku in wenigen Stunden...
paul1
Stammgast
#15 erstellt: 04. Apr 2019, 20:52
Wenn ich im Sommer in der Badehose auf der Terasse sitze, kann ich mir das Tablet schlecht zwischen die Backen klemmen.
Deshalb nochmals die Frage
Wäre dann vielleicht ein Funkkopfhörer sinnvoller? An meinem AVR gibt es einen Digitalausgang. Dort würde man wahrscheinlich den Funktransmitter anschließen. Wird denn auf dem Digitalausgang immer das Tonsignal der ausgewählten Quelle ausgegeben? Ich nehmen mal an, das ich dann den AVR leise drehe und die Lautstärke vom Kopfhörer separat einstellen kann.
a-lexx1
Inventar
#16 erstellt: 04. Apr 2019, 21:05
Du wirst mit einem normalen Funkkopfhörer niemals die Qualität eines guten BT-Kopfhörers erreichen.

Wozu alles so umständlich, kauf dir doch einfach einen vernünftigen BT-KH, dein Tablet liegt dann irgendwo 5 bis 10 Meter weiter, und streamt alles auf den KH über BT. Dann kannst du am KH direkt nicht nur die Lautstärke einstellen, sondern auch zwischen den Songs hin und herschalten und bei Bedarf pausieren...
fama1
Ist häufiger hier
#17 erstellt: 04. Apr 2019, 22:12

a-lexx1 (Beitrag #7) schrieb:
Dass ich hier nur von i-Devices als Zuspueler spreche, hat den Grund, dass Android fast auf allen Smartphones eine Bitratenkonvertierung von 44.1k auf 48k macht, die praktisch immer mit Artefakten behaftet ist, somit scheiden sich die meisten Androide bei mir aus. Apple macht das nicht und liefert auch am KH-Ausgang dank des Cirrus-DACs ordentliche Qualität, wenn auch auf 0.5V beschnitten in Europa...


Der Resampler von Android (ab Version 5.0) hat einen Kaiser windowed sinc Filter mit 98 db Stopband rejection und einer Polyphase interpolation/decimation. Das wirst Du sicherlich nicht hören.
a-lexx1
Inventar
#18 erstellt: 04. Apr 2019, 23:20
Mag sogar sein, nur ist es nicht wirklich möglich blind zu testen, da nicht abschaltbar, und aus irgendeinem Grund klingt UAPP subjektiv doch besser als ohne, nur funktioniert UAPP eben nicht mit allen Streaminganbietern... Jedenfalls ist das Upsampling vollkommen unnötig und verbessert die Qualität schon mal nicht.


[Beitrag von a-lexx1 am 05. Apr 2019, 07:56 bearbeitet]
paul1
Stammgast
#19 erstellt: 05. Apr 2019, 07:28
Sicherlich ist so ein BT Kopfhörer auf dem ersten Blick sicherlich weniger aufwendig und auch die Auswahl ist ungleich größer da die Funkkopfhörer aussterben.
Allerdings hat mich dieser Beitrag hier etwas ins grübeln gebracht.

Funkkopfhörer Test
a-lexx1
Inventar
#20 erstellt: 05. Apr 2019, 07:46
Mit einem Funk-KH hast du aber 0 Kontrolle über deine Quelle...

Und der Beitrag den du verlinkt hast, ist sehr laienhaft und teilweise auch falsch. Analoge Funk-KH sind erstmal nur fürs Musikhören nicht gut zu gebrauchen, weil die rauschen. Digitale Funk-KH rauschen nicht, komprimieren die Daten dagegen verlustbehaftet, und du weisst nicht mal wie stark, weil es nirgendwo erörtert wird...

Ich sehe es eher so, dass Funk-KH eher zum Fernsehen benutzt werden, weil die sich in die Anlage leicht integrieren lassen. BT-KH dann zum mobilen Musikhören über mobile Zuspieler. Habe auch beide Varianten selbst zu Haus und nutze das auch so...

Was die Wiedergabequalität angeht, sind z.B. Amiron Wireless (teuer) oder Sennheiser Momentum Wireless ganz ordentlich
gapigen
Inventar
#21 erstellt: 05. Apr 2019, 07:51

Wozu alles so umständlich, kauf dir doch einfach einen vernünftigen BT-KH, dein Tablet liegt dann irgendwo 5 bis 10 Meter weiter, und streamt alles auf den KH über BT.

Sehe ich genauso. Im übrigen scheint der Markt bzgl. Funkkopfhörer eher überschaubar zu sein. Und ich möchte im Sommer nicht so einen Trümmer von Funk-Kopfhörer tragen der lt. verlinkten und völlig unprofessionellen Test „sehr gut klingt“ - was immer das bedeuten mag.
Das alles macht Mut, mit so einem Teil so richtig ins Klo zu greifen.

Und zum o.g. hohem Stromverbrauch bei Spotify: Das halte ich für Blödsinn. Das ist vollkommen praxistauglich bzgl. Laufzeit.


[Beitrag von gapigen am 05. Apr 2019, 07:53 bearbeitet]
Basstian85
Inventar
#22 erstellt: 05. Apr 2019, 08:29
Ich behaupte mal, dass mein alter Sennheiser Funk KH, auch wenn er ein Klotz bzw. "Trümmer" ist wesentlich kühler und angenehmer zu tragen ist als so ein geschlossener meist kompakter Pleatherpad bluetooth KH.

Und die digitalen, teureren Funk KHs von Sennheiser sollen wirklich gut sein, ich meine die können sogar verlustfrei digital übertragen. Tyll erwähnte auf einer Messe, dass Sennheiser selbst so zuversichtlich ist und ihn direkt zum Vergleichen neben einen HD650 gestellt haben Youtube


[Beitrag von Basstian85 am 05. Apr 2019, 08:32 bearbeitet]
Soul_searcher
Stammgast
#23 erstellt: 05. Apr 2019, 10:21

paul1 (Beitrag #19) schrieb:

Allerdings hat mich dieser Beitrag hier etwas ins grübeln gebracht.

Funkkopfhörer Test



Wie kann man solche Seiten ernst nehmen? Es sind reine SEO Seiten um Links zu Shops zu platzieren, niemand hat dort Interesse an technischen Fakten, nur das verkaufen zählt.
Basstian85
Inventar
#24 erstellt: 05. Apr 2019, 11:20
Da stehen aber einige Vorteile für Funk die durchaus der Wahrheit entsprechen

Muss jeder selbst entscheiden. Ich möchte und kann einen Funk KH jedenfalls nicht missen.
Soul_searcher
Stammgast
#25 erstellt: 05. Apr 2019, 11:33

Basstian85 (Beitrag #24) schrieb:
Da stehen aber einige Vorteile für Funk die durchaus der Wahrheit entsprechen


das wollen wir hoffen, trotzdem ist das Ziel zu verkaufen.
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