Elektrostat: Kopfhörer verliert Spannung bei leisen Passagen ESP 6a Modifizieren ?

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vismars
Stammgast
#1 erstellt: 22. Okt 2004, 00:00
Hi!

Ich hab noch nen alten KOSS ESP 6A.
Es handelt sich dabei um einen Elektrostaten, der an einem normalen Kopfhöreranschluss betrieben werden kann.
Allerdings braucht er normal nochmal einen Adapter (der die Spannung hochtransformiert?? vllt auch nur damit man ihn an die LS-Ausg. anschliessen kann ? hab das Teil nie in gehabt), ich betreibe ihn direkt an den Lautsprecher-Ausgängen.

Da die Polarisationsspannung aus dem Signal gewonnen wird nimmt sie in leisen Passagen ab.
-> Anti-Compressor : Leise Passagen werden noch leiser, Laute relativ dazu noch lauter

Kann man da irgendwas machen? Ich habe darüber nachgedacht vielleicht ein stark hoch- oder niederfrequentes Signal mit einzuspeisen, so dass auch in leisen Passagen die Pol. Spannung aufrecht erhalten werden könnte. Bis jetzt hat das noch nicht so gut geklappt ...

Vielleicht weiss ja jemand wie man das Problem noch lösen könnte ?

Ich kann gerne Photos vom Kopfhörer machen, in den Muscheln sind nochmal ein Paar Spulen, Wiederstände und jeweils ein Trafo, aber keine Cs - die Pol. Spannung wird also offenbar nur durch die Membran selbst gehalten.

mfg Tom
jecklin_freak
Ist häufiger hier
#2 erstellt: 26. Okt 2004, 15:42
Hallo vismars,
habe mir das Teil mal bei ebay angeguckt, es müsste sich doch eigentlich um einen Elektret handeln, da bei normalen Elektrostaten ja das Spreisegerät für die Spannung benötigt wird und sie deshalb nicht am Kopfhörerausgang laufen. Ich weiss nur, dass es bei Elektret-Kopfhörern wohl nach 10 bis 15 Jahren duch Verschleisserscheinungen an den Membranen wohl zu Problemen mit der Polarisationsspannung kommen kann. Das scheint ja bei Deinem Kopfhörer wohl der Fall zu sein. Wie ist das, wenn Du einen seperaten Kopfhörerverstärker zwischenschalten würdest? Der müsste doch den optionalen externen Adapter zumindest teilweise ersetzen können, zudem die Klinke am Stecker doch passen würde.
Noch eine Frage zu Deinem Jecklin: Welcher Serie entstammt Dein Elektrostat? Meiner ist Serie 1 und den will ich Weihnachten überholen bzw. nachrüsten lassen. Habe bei Krings in Bonn den Jecklin der letzten aufgelegten Elektrostatenserie gehört, der Unterschied im Bassbereich ist schon enorm. Bei Klassik wirkt sich das nicht so aus, aber bei anderen Musikrichtungen schon.
Aber vielleicht mach ich mal ein eigenen Thema zum Jecklin auf.
Gruss Klaus
vismars
Stammgast
#3 erstellt: 26. Okt 2004, 16:24
Hi Klaus!

Danke für die Antwort

Mein Jecklin Elektrostat ist allererste Serie, wohl noch vom Meister selbst gefertigt. Der Bass ist im Vergleich mit Stax, aber auch mit dem Koss doch deutlich zurückhaltend, ja.
Den neueren Jecklin habe ich nie gehört, wäre mal interessant.
Leider hab ich mir das Speiseteil mit nem Feedback zerschossen und suche momentan Ersatz *heul*.
Bei Precide gibts ja die Schaumstoffteile noch, hast du die schonmal bestellt? Erfahrungen wären interessant.
Evtl. bekommt man auch noch Ersatz-Einheiten, weiss ich aber nicht sicher.
Was genau willst du überholen lassen? Also die neuen dünneren Membranen bzw komplette Treiber austauschen ?
Werd evtl. auch mal den Hörer einzeln verkaufen, ist halt Schade dass man nix mehr bekommt. Momentan hör ich kaum Kopfhörer, da ich ne gute Abschottung zu den Nachbarn habe.
(Anbau, Zwischenwand doppelt gemauert)
Falls bei deiner Überholung ein altes Speiseteil abfällt, wäre ich durchaus interessiert.
Photos von der Schaltung würden mir evtl. auch helfen, glaube beim Reperaturversuch eine Diode falschrum eingelötet zu haben, vielleicht ist aber auch ein C oder etwas anderes auch noch kaputt, und der Fehler liegt nicht in meinen 'Reperaturkünsten'


Der Koss ist definitiv ein Elektrostat. Ich hatte das Teil schon zerlegt, meine da Membran und Stator erkannt zu haben, auch die Recherche ergab das: Es steht in grossen Lettern "ELECTROSTATIC STEREOPHONEs" drauf, Internet etc.
Funktioniert im Prinzip wie die Self-Biasing Stax-Teile die es ja auch mal gab.
Bassmässig ist der dem Jecklin deutlich überlegen, aber er ist durch die Trafos in den Muscheln doch unheimlich schwer und daher nicht praktikabel über längere Zeit zu benutzen.
Ich hab mir überlegt evtl. Die Elektronik komplett auszulagern und über ein Kabel anzubinden wie beim Jecklin.
Es ist ja ungemein schwer einen gut abschirmenden Elektrostaten zu finden, denke in einem solchen Bereich ist er sehr gut, denn Geräusche von außen kommen wirklich nicht durch, auch umgekehrt ist außen kaum was zu hören. Wenn halt nicht der Anti-Kompressor-Effekt wäre *grrrr*
Wenn du mal einen günstig auf Ebay siehts, schiess ihn dir. Ich hab 17 Euro bezahlt, was schon ein wenig unverschämt ist :o) dafür ist halt der Adapter nicht mit gewesen ..

mfg Tom
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