STAX Lambda 1 Professional

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maxben
Schaut ab und zu mal vorbei
#1 erstellt: 12. Apr 2007, 12:54
Hallo!!

Ich hätte die Gelegenheit einen Stax Lambda 1 Professional
mit SR D7 Professional Neupreis: € 1100,00
für € 490,00 in neuwertigem Zustand zu kaufen.

Meine Frage ist jetzt ob das Angebot eurer Meinung nach gut ist und wie gut der Lambda pro ist?

Kann er mit den heutigen Modellen von Stax mithalten?

Hat irgendjemad nähere Informationen oder besitzt viellicht selbst einen Lambda Pro?

lg maxben
Flauto_Magico
Stammgast
#2 erstellt: 12. Apr 2007, 14:00
Der Preis ist ganz ok. Der Hörer auch. Das SRD7 hingegen ist ein gewisser Schwachpunkt, das war nicht der beste Stax Verstärker, schon damals nicht.

SRM 1 MK II (Transistor) oder das Röhrtenteil SRM-T-1 (Modellbezeichnung nicht genau im Kopf) sind ganz deutlich besser.

Die neueren Stax Modelle (Signature, Classic und spätere) haben eine dünnere Membran, 1.5 Mikron und sprechen etwas besser an und lösen etwas feiner auf.

Schwachpunkt bei wie bei allen Elektrostaten: Der Tiefbass. die Basspotenz. Stärke: Die wahnsinnig gute Auflösung und eine gute Räumlichkeit. Das haben auch die "billigen" Modelle.

Sieh Dir mal die japanische website von Stax an (leicht zu googeln, einfach nach Stax suchen). Dort sind alle historischen und aktuellen Stax Hörer und Versorgungsteile abgebildet und mit technischen Daten (englisch) beschrieben.

Auch in Deutschland gibt es zwei oder drei Händler die das komplette Programm auf ihren websites präsentieren.

Die heutigen Modelle werden nicht mehr mit den Namen Lambda, Gamma, Omega etc. bezeichnet sondern nur nach Modellnummern. Sie entsprechen aber im wesentlichen den früheren Modellen.

Neu hinzugekommen: Der erste geschlossene KH von Stax, Modell 4070. Kostet ohne Verstärker aber über 2.000 EURO.
Ein Elektrostat, aber mit Bass der einen Vergleich mit dynamischen KH nicht zu scheuen braucht.
a-lexx1
Inventar
#3 erstellt: 12. Apr 2007, 16:43

maxben schrieb:
Hallo!!

Ich hätte die Gelegenheit einen Stax Lambda 1 Professional
mit SR D7 Professional Neupreis: € 1100,00
für € 490,00 in neuwertigem Zustand zu kaufen.

Meine Frage ist jetzt ob das Angebot eurer Meinung nach gut ist und wie gut der Lambda pro ist?

Kann er mit den heutigen Modellen von Stax mithalten?

Hat irgendjemad nähere Informationen oder besitzt viellicht selbst einen Lambda Pro?

lg maxben


Ich weiss nicht, ob es Dir bewusst ist, dass der SRD7 kein Verstaerker ist, sondern nur ein Versorgungsteil mit einem eingebauten Trafo. Das heisst, um den Stax so nutzen zu koennen, brauchst Du noch einen Vollverstaerker, an dessen LS-Ausgaenge Du den SRD7 anschliessen musst.

Ansonsten halte ich den Preis fuer etwa 150,- zu hoch. Bei ebay gehen des oeffteren Teile mit einem richtigen Verstaerker (srm-1 mk2) fuer 350-400 Euro weg. Ich habe noch nie eine SRD7-Kombi gesehen, die fuer ueber 350,- Euro weg ging...

Du musst bedenken, der KH ist in etwa 25 Jahre alt. Fuer unter 500,- Euro kriegst Du heute einen nagelneuen Stax 3030 (bei pricejapan), der grob gesagt ein Nachfolger des Nachfolgers vom Lambda Pro mit srm1mk2 ist.

Klingen tut der Lambda Pro uebrigens hervorragend, nicht besser oder schlechter als die heutigen Lambdas, nur ein bisschen anders. Besitze selbst einen Lambda Pro vom ebay, die sind auf ebay wirklich keine seltenheit, es gibt fast immer welche im Angebot.
Flauto_Magico
Stammgast
#4 erstellt: 12. Apr 2007, 19:29
Habs mal recherchiert. A-lexx1 hat Recht !

Man bekommt den alten Lambda Pro und ein SRM 1 Mk 2 gebraucht für ca. 500.- und auch mal günstiger, und diese Kombi ist mehr wert als die mit SRD 7, der nur die elektrostatische Vorspannung des Kopfhörers erzeugt aber nicht das Signal verstärkt , richtig A-lexx1 ?

Bei der Preisbeurteilung ist natürlich das Alter und der Zustand zu berücksichtigen. Es gibt stark benutzte Geräte und wirklich fast unbenutzte. Das schlägt sich im Preis nieder.

Abweichend klingende Stax Hörer waren der ovale Gamma (heller "leichter", mehr für Jazz und Pop geeignet und der ganz alte Sigma (dreieckiges Gehäuse, sehr räumlicher und dunkler Klang, ein Exot den es kaum noch gibt).

Im positiven abweichend natürlich der große runde Omega und der Omega II und der neue geschlossene Monitor 4070.

Die diversen Lambda Versionen klingen alle recht ähnlich, entscheidend ist aber gerade bei Stax das Versorgungsteil und vor allem auch die Qualität der Signalquelle.

Die Hörer decken gnadenlos schlechte Geräte auf die vorgeschaltet sind und sind auch "cinchkabel-kritisch".

Ein Stax ist besser geignet um Klangunterschiede von CD-Playern und Cinchkabeln aufzudecken als fast jeder Lautsprecher. Am besten schaltet man ihn direkt an den Fix Out eines sehr guten CD Players oder DA Wandlers oder einer Phonovorstufe und vermeidet den Umweg über den Vor- oder Vollverstärker.(Tape out, Fix out).

Ich habe mich vor einigen Tagen nach vielen Jahren Stax von meinem letzten Lambda Signature getrennt, habe auch die anderen erwähnten Modelle kürzere oder längere Zeit gehabt. Habe mich für einen Grado GS1000 entschieden, weil ich keine Lust mehr auf die recht schweren netzstromabhängigen Versorgungsteile von Stax hatte, die kaum mobil einsetzbar sind. (Obwohl es auch mal ein kleines batteriebetriebenes Versorgungsteil gab.)

Aber Stax bleibt Stax und vielleicht kommt mal wieder einer ins Haus.

Elektrostat und dynamischer KH sind einfach verschiedene Philosophien. Negativ anzumerken ist bei ALLEN Stax KH (außer Omega und 4070): Die Verarbeitungsqualität und die verwendeten Materialien stehen in keinem Verhältnis zum Anspruch und zum Preis. Diese Gitterkörbchen aus Plastik quietschen bei jeder Kopfbewegung und machen einen billigen Eindruck. Wenn man den Hörer vorsichtig behandelt halten sie aber lange. Die Wertigkeit und äußere Qualität der viel billigeren Topmodelle von AKG, Sennheiser und Grado ist wesentlich höher. Ein Nichtkenner der Materie wird einem Stax Lambda niemals den Preis ansehen und ihn wegen seiner Optik für was eher Billiges halten. Das ist schade.
embe
Stammgast
#5 erstellt: 13. Apr 2007, 07:35
Hi,
seit 1986 spielt mein Lambda Pro ohne Mucken am SRM 1 mk 2.
Es kam bei mir noch nie der Wunsch einen neuen Stax zu kaufen auf.
Dabei habe ich fast alle Nachfolger in Ruhe hören können.
Die Unterschiede waren für mich persönlich nicht den horrenden Aufpreis wert.
Ich bleibe dabei solange das Teil läuft.
Von Schwächen im Bass hab ich nix gehört, allerdings hör ich keine populäre Musik über KH
Als Gegenspieler sind folgende Sennis HD 600 u. 560. in Gebrauch.
Auch einige noch ältere Dynamische kommen schon mal zum Einsatz. Am ähnlichsten klingt meines Erachtens der alte DT 880 von Beyer.

Mir wäre der Preis aber auch zu hoch für das Alter, such lieber noch ein wenig

Gruß
embe
Kulf
Stammgast
#6 erstellt: 26. Jun 2009, 10:28
Mal ne Frage zum Klang:
ich finde den Pro etwas harsch und schlecht aufgelöst in den Höhen. Kann / sollte man da mal nach 25 Jahren was reparieren lassen (Kondensatoren? )
Class_B
Hat sich gelöscht
#7 erstellt: 26. Jun 2009, 11:34
Ich würde an deiner Stelle den SR -303 selbst importierenklick
und das Versorgungsteil SRD-7mk II bei ibäh ersteigern(ca.100 Euro)
Insgesamt(mit Zoll)liegst du dann bei ca.430 Euro und besitzt einen neuen Hörer.

Gruß
Thomas


[Beitrag von Class_B am 26. Jun 2009, 11:38 bearbeitet]
klangoholic
Stammgast
#8 erstellt: 09. Jul 2009, 10:01
Ich würde den 303 nicht nehmen. Obwohl materialmässig besser (Membran)- leider, imo, im Klang nicht so gut wie alte Lambda. Naja - ich habe zwei Pros und hatte mal einen 303. Bei Lambdas gibt es keine Kondensatoren sondern Treiber mit dünner Membran. Die klangerzeugende Membran steht unter Spannung von 580V (bei Pros) und schwingt in Takt des Musiksignals an den beiden Membran ummantelnden Metallelektroden. Reparieren (lassen)? Je nach dem, was für Fehler Du hörst. Vielleicht ist der Kabel gebrochen? Ansonst: Die Ohrpolster abziehen, die Treiber rausnehmen, und vorsichtig die Schmutzpartikel hinter dem Gitter rausklopfen. Zustand der Schutzfolie auf beiden Seiten des Treibers begutachten. Ein Loch führt meistens zu irreparablen Schaden! Vorsicht: meist gibt es aufgelöste, bröcklige Staubschutzreste (Stoff). Alles dann rausnehmen und für Ersatz sorgen. Kabel - Anschüsse, Lötstellen prüfen. Oder gleich zum Service bringen...


[Beitrag von klangoholic am 09. Jul 2009, 10:17 bearbeitet]
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