Markenübergreifende Klangunterschiede

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Xxtest83
Ist häufiger hier
#1 erstellt: 24. Jun 2005, 11:00
Hallo,

je mehr ich über Klangbeschreibungen verschiedenster Kopfhörer lese, desto mehr bin ich verwirrt, welcher für mich der richtige ist. Leider werde ich in absehbarer Zeit nicht die Möglichkeit besitzen, verschiedene Modelle selbst zu vergleichen. Vielleicht würden markenübergreifende Klangberichte nicht nur mir, sondern auch viele anderen in einer ähnlichen Situation weiterhelfen. Daher bitte ich Euch, Kopfhörer verschiedener Marken (Grado, Sennheiser, Stax, Sony..) im höheren Preisbereich im Klang zu vergleichen. Was ich bisher gehört habe, hat z.B. ein Stax einen sehr sterilen und ein Sennheiser einen eher dumpfen Klang. Viele hier haben den richtigen Kopfhörer für sich bereits gefunden und jeder schätzt andere Details an ihm. Wenn man nun weiß, welche Richtung einem selbst näher liegt als andere und welche Geräte welchen Klang bieten, könnte man sich zumindest schon mal auf die Marke einigen. Persönlich würde mich der Vergleich zwischen den Flagschiffen der Marken (z.b. HD 650 bei Sennheiser) interessieren
Viele Grüße und Dank für die Aufklärung

Stefan
xxlMusikfreak
Hat sich gelöscht
#2 erstellt: 24. Jun 2005, 12:00
Ok ich erzähl mal aus dem Nähkästchen:
Folgende KHs habe ich bereits direkt verglichen:
- Stax 4040Set

- Sennheiser HD 6X0
- Grado SR325
- AKG 271
alle am X-Can V³

mein (ganz subjektiver) "Klangbericht":

Stax: sehr klarer, heller Klang; viele Details; leichtes Zischeln bei s-Lauten; bei Rock/Pop leicht steril, bei Klassik sehr natürlich und bei Jazz irgendwie platt (z.B. der Kontrabass wirkte viel zu klein)
Fazit: der "Klassik"er

AKG: sehr mittenbetonter, klarer Klang; nicht Bassbetont aber der Bass war in allen Frequenzen vorhanden; ganz selten leichtes Zischeln; Räumlichkeit für einen geschlossenen ausgezeichnet, sonst nur mittelmäßig
Fazit: der Analytiker

Grado: sehr direkter leicht dunkler Klang; Räumlichkeit geht zugunsten von Intimität fast vollkommen flöten; detailreiches Klangbild (auch bedingt durch das "direkt aufs Ohr-Klangbild); Instrumente wirken voluminös
Fazit: DER Jazzhörer - für mich

Sennheiser: sehr gutes (!) räumliches und differenziertes Klangbild; unterstützt sphärische Musik (Pink Floyd, Dire Straits etc.)
HD600: eher analytisch und kälter als HD 650: sehr warm und eher dunkler Sound
Fazit: Der Allrounder für entspanntes Hören


Für das "normale" Hören nutze ich denn Senn 650 und bin sehr zufrieden aber der AKG und ein Grado bleiben bei mir für bestimmte Anlässe aber im Schrank. Ein Stax würde ich mir in Zukunft für Klassik vielleicht mal zulegen, aber bisher rechnet es sich nicht.
Xxtest83
Ist häufiger hier
#3 erstellt: 24. Jun 2005, 12:22
Danke für den Einblick in dein Nähkästchen
Nach deiner Beschreibung wäre für mich der HD 650 ideal. Was "dunkler" bedeutet, kann ich leider nur erahnen, bin aber schon gespannt, wenn ich das Gerät in absehbarer Zukunft in den Händen halte.
MusikGurke
Hat sich gelöscht
#4 erstellt: 24. Jun 2005, 17:19
höhr die auch mal die sonys an... die neue serie ist prima, dazu gibts hier sogar nen thread...
Xxtest83
Ist häufiger hier
#5 erstellt: 25. Jun 2005, 02:24
Mir gehts ja gerade darum, dass ich selbst solche teuren Hörer kaum Probehören kann.. daher frage ich ja gerade nach Beschreibungen für die Unterschiede. Habe den Sony Thread übrigens schon vor dem Erstellen dieses Threads schon gelesen aber sehr schlau bin ich (markenübergreifend) nicht geworden
MusikGurke
Hat sich gelöscht
#6 erstellt: 25. Jun 2005, 08:38
ich behaupte einfach mal sony ist das beste. und ein gutes stück von senneheiser und co entfernt. an den satz glaube ich mitlerweile sogar von tiefsten herzen.

und? kann sein das die grado besser gefällt? wenn ich beim equipment kauf auf einige ratschläge aus dem forum gehöhrt hätte, hätte ich jetzt vermutlich irgendwas von koss porta. und für diesen ramsch ist meiner meinung nach das wort "ami-müll" noch sehr positiv.

wenn einer der koss porta fans einen sony auf dem kopf hat, wird er vermutlich auch ein wenig höfliches wort benutzen.

du musst erstens schauen ob der kopfhöhrer rein mechanisch auf ´deinen kopf passt, und er auch noch nach einigen minuten bequem sitzt. und du musst schauen ob der sound natürlich ist. was am meisten nach konzertsaal klingt. und da gehen die meinungen weit auseinander. man wird im hifi sektor ohne selber höhren einfach nicht glücklich. tut mir echt leid.
cosmopragma
Inventar
#7 erstellt: 26. Jun 2005, 21:17
Und um die Sache noch schlimmer zu machen, kann bei den meisten Marken von einem "Markensound" nicht die Rede sein.
Die verschiedenen Grados gehen in die gleiche Richtung, aber das ist auch eine kleine "Garagenfirma".Die verschiedenen höherwertigen Sonys, die ich gehört habe, gehen auch noch in eine ähnliche Richtung, alles keine Bassmonster, unterscheiden sich aber in der tonalen Balance stärker voneinander als Grados.
AKG, Beyerdynamic und Sennheiser bieten jeweils eine Vielzahl von Modellen an, die sich sehr stark voneinander unterscheiden.
cosmopragma
Inventar
#8 erstellt: 26. Jun 2005, 21:27
Musikgurke
ich behaupte einfach mal sony ist das beste. und ein gutes stück von senneheiser und co entfernt.
ist wohl wirklich Geschmackssache.
Der einzige gute Sony, den ich jemals gehört habe, ist der R1.Bissken teuer und wird nicht mehr gebaut.
CD 1700 und CD 3000 würde ich sofort weiterverschenken.
Die neueren SA- und Qualia hab ich noch nicht gehört.
Über 90 % aller unter dem Label angebotenen Modelle sind allerschlimmster Schrott.Wie man so mit einer Marke umgehen kann, ist jenseits meines Verständnisses, aber sie zahlen ja schon den Preis für diese bizarre Markenpolitik, mit denen geht es abwärts.
MusikGurke
Hat sich gelöscht
#9 erstellt: 27. Jun 2005, 07:07

ist wohl wirklich Geschmackssache.


stimmt


Die neueren SA- und Qualia hab ich noch nicht gehört.


wenn möglich, nachhohlen.


Über 90 % aller unter dem Label angebotenen Modelle sind allerschlimmster Schrott.


die verarbeitungsqualität der laptops z.B. finde ich teilweise auch etwas dreist... aber meine ohrstöpsel und die neuen hai ent kopfhöhrer von ihnen sind eigentlich ziemlich ordentlich...


sie zahlen ja schon den Preis für diese bizarre Markenpolitik, mit denen geht es abwärts.


keine frage, aber die neuen kh sind ein schritt in die richtige richtung...
Nickchen66
Inventar
#10 erstellt: 27. Jun 2005, 13:35
Mein Nähkästchen ist natürlich der Beyerdynamic DT 770. Den Thread dazu gibt's hier http://www.hifi-foru...931&postID=last#last

Meinen alten DT 990 hier zu besprechen, wäre unfair, da er völlig ausgelutscht ist und wohl auch anders konstruiert als die heute unter diesem Namen vertriebenen Modelle.

Habe mich mal mit 'nem Sennheisser HD 595 beschäftigt:
PRO: Glasklar, neutral, analytisch, natürlich, gut verarbeitet, saumäßig bequem, klingt auch an der schwächsten Buchse gut
CONTRA: Manchmal etwas sachlich und langweilig, wenig beeindruckender Bass, wenig räumliches Hören (quasi-Mono), genervte Mitmenschen wg. unfreiwilliger "Mitversorgung"
Fazit: Gut für Klassik, Jazz und alles, wo akustische Instrumente eingesetzt werden. Absolut ungeeignet für modernere Musik >1990 à la Björk, Underworld etc. Also eher für brave Bürger als für üble Freaks.
Barabas
Hat sich gelöscht
#11 erstellt: 30. Jun 2005, 19:15
Also ich möchte nicht zusätzlich noch für Verwirrung sorgen in dem auch ich noch Empfehlungen abgebe oder Statements über den einen oder anderen Kopfhörer oder Marke abgebe die oft auch den persönlichen Vorlieben entspricht, ...da lässt sich dann oft herzlich darüber Streiten oder Debatieren.:)
Wichtig erscheint mir eigentlich nur, - und das gilt für HIFI im allgemeinen, du solltest Dir unbedingt die Geräte (..oder Kopfhörer) selbst anhören und nicht auf eine Empfehlung hin "blind" kaufen. Dir, und nur Dir muss er gefallen ! Letzters dient eigentlich nur um die Auswahl etwas einzuschränken.
MusikGurke
Hat sich gelöscht
#12 erstellt: 01. Jul 2005, 12:27

Habe mich mal mit 'nem Sennheisser HD 595 beschäftigt:


hab ich auch mal... fand die saßen recht bequem, aber der aufpreis auf den hd 600er war klanglich absolut gerechtfertigt.


du solltest Dir unbedingt die Geräte (..oder Kopfhörer) selbst anhören und nicht auf eine Empfehlung hin "blind" kaufen


stimmt. aber wenn man seine höhreindrücke hier schildert bekommt man öfters von leuten mit ähnlichem geschmack noch einige alternativen...

und sätze wie "ich hatte das ding ne weile, ist sofort auseinandergefallen" würden mich durchaus in meiner kaufentscheidung beeinflussen...
Nickchen66
Inventar
#13 erstellt: 04. Jul 2005, 10:59

MusikGurke schrieb:
und sätze wie "ich hatte das ding ne weile, ist sofort auseinandergefallen" würden mich durchaus in meiner kaufentscheidung beeinflussen...
[Heftiges Nicken]
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