Dynavox Röhren - bi - amping ?

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blockpipeface
Ist häufiger hier
#1 erstellt: 30. Nov 2007, 14:12
Hallo beisammen,

kurze frage wie ihr meine überlegungen einschätzt

habe seit 3 wochen den dynavox vr 70e2.
V V röhren habe ich getauscht auf zwei 6gh8a exemplare.
der klang hat dadurch mächtig an klarheit raum und livegefühl gewonnen.

ich betreibe zwei elac 209.2 und die kommen eigentlich sehr gut mit dem kleinen dynavox zurecht.

die elac sind auftrennbar, so dass bi wirering oder bi amping möglich wäre.

hat einer von euch sowas mit röhren verstärkern schon mal ausprobiert? wie sind da eure erfahungen?

ich überlege gerade ne zweite VR70e2 anzuschaffen oder evtl. auf die VR80 monos umzusteigen...

über ein paar meinungen oder tips würde ich mich freuen


[Beitrag von blockpipeface am 30. Nov 2007, 14:12 bearbeitet]
richi44
Hat sich gelöscht
#2 erstellt: 02. Dez 2007, 13:52
Zuerst eine Frage: Hast Du Dich versichert, dass die beiden Röhren 6F8 und 6GH8 auch wirklich identisch sind?
Wenn man einfach Röhren austauscht, nur weil der Sockel identisch ist, ohne die Daten der Röhren zu vergleichen, kann das bisweilen böse enden! Und in jedem Fall, wo die Daten nicht identisch sind, ist es eine Vergewaltigung der Röhre!

Nun zu Deiner eigentlichen Frage:
Wenn ein Röhrenverstärker ohne Last betrieben wird, ist es möglich, dass er Schaden nimmt.
Der Hintergrund ist folgender: Der Ausgangstrafo ist so gebaut, dass er bei der tiefsten zu übertragenden Frequenz eine Leerlauf-Impedanz besitzt, die etwa 3 mal so gross ist wie die Nennimpedanz der Röhrenschaltung es verlangt. Und mit steigender Frequenz steigt diese Impedanz, bis sie irgendwann wieder sinkt. Das ist aber weit ausserhalb des Nutzbereichs.
Weiter ist die Ausgangsspannung von der Impedanz der Anodenlast abhängig. Je höher diese Impedanz (bei Pentodenverstärkern ohne Gegenkopplung), desto höher die Spannung.
Wenn man also einen solchen Verstärker ohne Last betreibt, so kann seine Ausgangsspannung gerade bei hohen Frequenzen so gross werden, dass es zu Durchschlägen in der Schaltung, im Ausgangstrafo und den Röhren kommt. Das kann das Aus bedeuten. Und auch Schaltungen mit einer Gegenkopplung sind normalerweise dagegen nicht 100%ig gesichert.



Hier mal ein prinzipielles Schaltbild eines Verstärkers mit einem Zweiweglautsprecher. Die beiden Kurven stellen den Impedanzverlauf des Tief- und Hochtonzweiges dar.

Wenn man also an den Röhrenverstärker nur den Hoch- oder Tieftonzweig anschliesst, was bei Biamping ja der Fall ist, so steigt am Tieftonzweig die Ausgangsspannung mit der Frequenz an, weil die Last zusehends hochohmiger wird. Das hebt erstens die Funktion der Weiche auf, und zweitens führt dies zu besagten höheren Ausgangsspannungen.

Und nicht nur, dass es zu Überschlägen kommen kann, die höheren Spannungen führen möglicherweise innerhalb der Schaltung zu Rückkopplungen und damit zum Schwingen. Das kann den Verstärker ebenfalls zerstören, und wenn man Pech hat, auch den Lautsprecher.

Ein Biamping ist eigentlich nur möglich, wenn der Verstärker einen tiefen Ri hat (hoher Dämpfungsfaktor) und das ist üblicherweise bei Röhrengeräten nicht gegeben. Ich würde daher davon abraten, weil es einmal für Geräte und Lautsprecher kritisch bis zerstörerisch werden kann und weil es ausserdem meist eine deutliche klangliche Verschlechterung (Ausschalten der Weichenwirkung, also unsaubere Trennung der Lautsprecherwege) mit sich bringt.
Gelscht
Gelöscht
#3 erstellt: 05. Dez 2007, 16:22
ich verstehe richi´s beitrag nicht so recht.

ich dachte bisher beim bi-amping wird vor die enstufen eine frequenzweiche geschaltet (aktiv passiv oder wie auch immer - keine ahnung) und dann bekommt ein amp die hohen und einer die tiefen frequenzen, und den jeweiligen teil des lautsprechers angeschlossen?
das dürfte ja dann für einen röhrenamp eigentlich keine problem sein.

oder funktioniert das beim bi-amping doch e bissl anders?
_axel_
Inventar
#4 erstellt: 05. Dez 2007, 16:45

crish_crush schrieb:
ich dachte bisher beim bi-amping wird vor die enstufen eine frequenzweiche geschaltet

Das wäre eine aktive Frequenzweiche ... das ist dann aber streng genommen kein Bi-Amping mehr. Woher sollte in Deinem Fall auch die Weiche kommen und wer stellt sie zum LS passend ein? Im LS ist ja weiterhin die passive Weiche im Signalweg.
Gruß
richi44
Hat sich gelöscht
#5 erstellt: 05. Dez 2007, 16:56
Wenn es so wäre, wäre es ideal.
Aber wenn man einen Lautsprecher, also eine komplette Box konstruiert, kann man selten davon ausgehen, dass der Impedanzverlauf und der Pegelverlauf absolut ideal sind.
Wären sie ideal, könnte man die Weiche berechnen. Der Impedanzverlauf spielt bei einer Weiche VOR der Endstufe noch keine Rolle, wohl aber der Pegelverlauf. Das bedeutet, dass man eine Weiche haben muss, die zusätzlich mit einem Equalizer für jeden Frequenzbereich ausgestattet ist. Dann kann man die Unzulänglichkeiten der Chassis genau so ausgleichen, wie dies in der Weiche der passiver Box geschieht.
Und bei einer Dreiwegbox werden es dann halt drei Endstufen und bei Vierweg deren vier.

Dies alles ist der Grund, warum man mit einer Aktivbox weiter kommt als mit einem passiven Ding. Da wird wirklich individuell entzerrt.

Nun ist aber die Elac 209 eine Vierwegbox, also müsste man dazu eine Vierwegweiche mit vierfachem parametrischem Equalizer mit jeweils mindestens 4 Parametern einsetzen und ausserdem vier Endstufen.
Da dies letztlich finanzieller Unsinn würde, geht man davon aus, dass die Weiche in der Box verbleibt und somit die Aufteilung (Trennung vermutlich bei 1kHz) in der Box erfolgt.
Und so, wie die Frage formuliert war, muss ich annehmen, dass unser Blockflötengesicht nicht wirklich das Messequipment zur Verfügung hat, eine solche Vierwegweiche mit allem Drum und Dran entsprechend auszumessen und einzustellen.
richi44
Hat sich gelöscht
#6 erstellt: 06. Dez 2007, 11:26
Hallo blockpipeface
Axel meinte, dass ich Dich mit meiner freien Übersetzung Deines Namens beleidigt hätte. Das war mit Sicherheit nicht meine Absicht und wenn es diesen Anschein hatte, so entschuldige ich mich in aller Form dafür


Richi
blockpipeface
Ist häufiger hier
#7 erstellt: 03. Jan 2008, 12:35
unsinn....

der name ist programm ;-)

ich fahre jetzt seit 2 wochen bi wireing und nutze dazu (bitte nicht lachen) je box zwei cat6 kabel

der klang ist jetzt sehr fein und erheblich räumlicher
das cat-kabel hatte hierbei aber sicher den größten anteil.

jetzt stellt sich halt nur die frage....ne zweite VR70?
oder lieber auf was vernünftiges (was wäre das überhaupt?)
sparen?
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