"monika" von K.A. Schmitt, Offenbach-Main

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schirmgitter
Stammgast
#1 erstellt: 23. Okt 2015, 16:23
Nochmal guten Tag,

kann jemand mit oben genannter Bezeichnung was anfangen? Oder noch besser, kennt jemand dieses Gerät?
Das ist ein ganz altes Schätzchen, lt. Aufdruck von 1955. War wohl mit eine der ersten "Combos".
Bestückung: EZ80, 2xEL84, 2xECC81 und eine EF804
Hier mal ein paar Bilder
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Ach ja, eine EM85 gibt`s auch noch.
Wäre für jede Info über dieses Gerät sehr dankbar. Nach einem Schaltbild zu fragen traue ich mich nicht....

Schönes Wochenende, SG
P-Force
Schaut ab und zu mal vorbei
#2 erstellt: 23. Okt 2015, 16:57
Hallo,

in Offenbach gibt es eine Firma K.A.Schmitt, im Internet unter kaschmitt.de zu finden.

Vielleicht mal dort anfragen !

Viel Erfolg,

Rainer
schirmgitter
Stammgast
#3 erstellt: 05. Nov 2015, 17:47
Hallo Rainer,

die von Dir genannte Firma konnte da auch nicht helfen.
Aber, nach dem Erneuern "einiger weniger" Bauteile und dem Umrüsten von EM85 auf EM80 (derweil die EM85 ja nur noch zu Wucherpreiesen zu bekommen ist) macht die "Monika" wieder richtig Radau.
Eine EF804 habe ich zum Glück noch in meinen Katakomben gefunden.
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Die zwei alten und müden Becherelkos habe ich zwecks Optik an ihrem Platz gelassen und unter dem Chassis die neuen Elko`s versteckt.

Gruß, SG
pragmatiker
Administrator
#4 erstellt: 05. Nov 2015, 20:52

schirmgitter (Beitrag #3) schrieb:
nach dem Erneuern "einiger weniger" Bauteile

Ca. 45....50 defekte Bauteile - WOW! Waren die wirklich alle hin? Oder ist da etliches präventiv rausgeflogen?

Grüße

Herbert
schirmgitter
Stammgast
#5 erstellt: 06. Nov 2015, 10:12

pragmatiker (Beitrag #4) schrieb:

schirmgitter (Beitrag #3) schrieb:
nach dem Erneuern "einiger weniger" Bauteile

Ca. 45....50 defekte Bauteile - WOW! Waren die wirklich alle hin? Oder ist da etliches präventiv rausgeflogen?

Grüße

Herbert



Guten Morgen,

nun, diese "Kappenwiderstände" sind eigentlich fast alle aus dem Ruder gelaufen, also hochohmig geworden und die Kondensatoren, na ja...
Die Teile kosten ja nicht die Welt und wenn man schon mal dabei ist macht mans halt so, dass danach Ruhe ist und nicht nach ein paar Wochen das nächste Wehwehchen auftritt.

Gruß, SG
hifi-collector
Stammgast
#6 erstellt: 11. Nov 2015, 10:49
Optisch passende und hochwertige Becherelkos mit tw. mehreren Kapazitäten gibt es doch inzwischen recht preisgüpnstig bei Jan Wüsten (Frag Jan zuerst). mit denen habe ich sehr gute Erfahrungen gemacht.

Gruß

Andreas
pragmatiker
Administrator
#7 erstellt: 11. Nov 2015, 11:40

schirmgitter (Beitrag #5) schrieb:
nun, diese "Kappenwiderstände" sind eigentlich fast alle aus dem Ruder gelaufen, also hochohmig geworden

Das scheint sehr auf den Hersteller anzukommen - in Rohde & Schwarz Meßgeräten aus den 1950ern und sehr frühen 1960ern hatte ich mit diesen Kappenwiderständen praktisch noch nie ein Problem - und da sind häufig Präzisionstypen mit Genauigkeiten von 1% oder besser drin.

Grüße

Herbert
schirmgitter
Stammgast
#8 erstellt: 11. Nov 2015, 17:56

pragmatiker (Beitrag #7) schrieb:

schirmgitter (Beitrag #5) schrieb:
nun, diese "Kappenwiderstände" sind eigentlich fast alle aus dem Ruder gelaufen, also hochohmig geworden

Das scheint sehr auf den Hersteller anzukommen - in Rohde & Schwarz Meßgeräten aus den 1950ern und sehr frühen 1960ern hatte ich mit diesen Kappenwiderständen praktisch noch nie ein Problem - und da sind häufig Präzisionstypen mit Genauigkeiten von 1% oder besser drin.

Grüße

Herbert


Hallo,

das ist durchaus möglich. Allerdings habe ich in den "paar Tagen" in denen ich mich Röhrengeräten rumschlage die Erfahrung gemacht, dass diese Biester nicht nur gerne sondern auch sehr oft heftig hochohmig geworden sind.
Gut, ich repariere zum Grossteil die schönen alten Radios. Und da ist das schon extrem. Bevor ich bei so einem Gerät mit der eigentlichen Fehlersuche beginne messe ich drei oder vier von diesen Widerständen. Sind die Werte da (wie meistens) völlig daneben löte ich erst mal neue rein. Das erleichtert die eigentliche Fehlersuche dramatisch.
Das Vergnügen an einem Rhode & Schwarz Gerät zu schrauben hatte ich in FFB. Also vor gut 40 Jahren.

Gruß, SG


[Beitrag von schirmgitter am 11. Nov 2015, 18:02 bearbeitet]
fixed_bias
Neuling
#9 erstellt: 13. Nov 2015, 03:54
Guten Tag: Sorry über die Schreibweise bin ich mit Google Translator.
Ich hätte nie gedacht, ich würde ein anderes von diesem Model KV3K zu finden, aber hier sind wir beide!
Ich bin in Kanada, das Gerät wurde ursprünglich in Deutschland gekauft. Die internen Lautsprecher abgeschaltet sind, können Sie mir helfen, richtig schließen Sie sie? Ich bin nicht sicher, ob sie auf die Rückseite Buchsen mit den Ausgangstransformator angeschlossen oder direkt?
Danke
schirmgitter
Stammgast
#10 erstellt: 13. Nov 2015, 13:00
Hallo,

die zwei Lautsprecher sind parallel geschaltet und am Ausgangsübertrager an der 4 Ohm Wicklung direkt angeschlossen.
Die Buchsen sind 100V (ok, hier eher 25V) Ausgänge. Da wird übrigens auch die Gegenkopplung abgegriffen.

Gruß, SG
fixed_bias
Neuling
#11 erstellt: 14. Nov 2015, 04:45
Vielen Dank! Ich wollte nicht, um das Gerät ohne eine richtige Last einzuschalten (wird langsam mit variac einschalten).
Normalerweise würde ich erwarten, dass die Buchsen "Lautsprecher" markiert, um regelmäßig Lautsprecher zu gehen, aber das Wicklung gemessen 25 Ohm, so dachte ich, vielleicht war es für 100 V (25 V hier). Also ich bin froh zu hören, das ist richtig. Ich werde sie an die 4 Ohm Hahn zu verbinden.
Was ist der EM85 soll zeigen? Ist es wie eine VU-Meter?
Danke.
schirmgitter
Stammgast
#12 erstellt: 18. Nov 2015, 19:30

pragmatiker (Beitrag #7) schrieb:

schirmgitter (Beitrag #5) schrieb:
nun, diese "Kappenwiderstände" sind eigentlich fast alle aus dem Ruder gelaufen, also hochohmig geworden

Das scheint sehr auf den Hersteller anzukommen - in Rohde & Schwarz Meßgeräten aus den 1950ern und sehr frühen 1960ern hatte ich mit diesen Kappenwiderständen praktisch noch nie ein Problem - und da sind häufig Präzisionstypen mit Genauigkeiten von 1% oder besser drin.

Grüße

Herbert


Hallo Herbert,

ich habe gerade einen "Telefunken Jubilate 8" zusammengeflickt. Macht wieder Musik.
Und auch hier waren (neben den üblichen Tätern, also Ratio-Elko und Koppelkondensatoren) diese "Kappenwiderstände" die Hauptursache. Zum Glück waren da nur ein paar wenige verbaut, aber diese Dinger waren alle hochohmig geworden.
Ich gehe mal davon aus, dass die Herren bei Telefunken, Grundig, Philips und alle Anderen an die verbauten Teile
nicht die Ansprüche gelegt haben wie z.B. "Rost und Schwer".
002
001

Schöne Grüße, SG
pragmatiker
Administrator
#13 erstellt: 18. Nov 2015, 20:08
Servus schirmgitter,

schirmgitter (Beitrag #12) schrieb:
Ich gehe mal davon aus, dass die Herren bei Telefunken, Grundig, Philips und alle Anderen an die verbauten Teile
nicht die Ansprüche gelegt haben wie z.B. "Rost und Schwer".

mag durchaus sein. Hier mal ein paar Widerstandsbilder aus einem Rohde & Schwarz "NGU" Labornetzgerät, das sämtliche seiner Spezifikationen auch heute noch lockerst einhält, ohne daß auch nur ein einziger dieser Kappenschichtwiderstände ausgetauscht wurde, was man sehr schön an den Kontrolllackpunkten der Lötstellen sieht:

Die kleinen, 1%-igen Kappenwiderstände direkt am Spannungsteilerschalter:


Die Widerstandsplatte unter dem Gerätechassis:

In höherauflösend: http://666kb.com/i/d3x7igwqxvy48cmqx.jpg

Die Herstellerlogos, die auf dem vorstehenden Bild zu sehen sind, sind übrigens das der Firma "Resista" (das Ohm-Symbol im Dreieck) sowie das der Firma "Rosenthal" (auf den blauen Widerständen; heute "CeramTec").

Das Fertigungsdatum:

In höherauflösend: http://666kb.com/i/d3x7j9j4op7tkc3s9.jpg

Bis auf einen Drahtwiderstand mit Kappenelektroden (der wegen eines Anwenderkurzschlusses an den Ausgangsklemmen schlicht abgebrannt ist - und das sollte er auch, weil er die Strombegrenzungsnotbremse für einen MP-Kondensator ist) und einem von mir präventiv getauschten 50[µF] Niedervoltelko (15 / 18[V]) hat das Gerät seit seiner Herstellung (also seit nunmehr 55 Jahren) definitiv noch nie eine Reparatur oder Kalibrierung gesehen (einzige Ausnahme: Austausch eines brüchig gewordenen Netzkabels) - und funktioniert (wie gesagt, komplett innerhalb seiner Spezifikationen) nach wie vor wie am ersten Tag. Und das ist kein Einzelfall: Ich habe noch ein zweites NGU (Labornetzgeräte kann man nie genug haben), das sich exakt identisch zum ersten NGU verhält.

Grüße

Herbert


[Beitrag von pragmatiker am 18. Nov 2015, 20:24 bearbeitet]
Jeck-G
Inventar
#14 erstellt: 18. Nov 2015, 23:36
Na, das 2. Bild sieht aus wie "Frisch vom Werk", wenn man mal die altertümliche (bzw. damals übliche) Verdrahtungsmethode weglässt (na, gut, die Sorte an Widerständen gibt es auch nicht mehr, aber alles so sauber, wie neu).

@fixed_bias:
Don't power up the amplifier without load (speaker or suitable power resistor) or it can blow up the output transformer (no load -> voltage gets higher and higher -> arcs between windings).

You can also write your original english* text under the translation. Sometimes it is better to read than from Google Translator.

*) Hope you aren't one of those people who can only speak french (yes, it's possible in Quebec). Had it 10 years ago at the motel at "Manic 5" (150km north of Baie Comeau).


[Beitrag von Jeck-G am 18. Nov 2015, 23:39 bearbeitet]
fixed_bias
Neuling
#15 erstellt: 27. Nov 2015, 06:38

Jeck-G (Beitrag #14) schrieb:

@fixed_bias:
Don't power up the amplifier without load (speaker or suitable power resistor) or it can blow up the output transformer (no load -> voltage gets higher and higher -> arcs between windings).

You can also write your original english* text under the translation. Sometimes it is better to read than from Google Translator.

*) Hope you aren't one of those people who can only speak french (yes, it's possible in Quebec). Had it 10 years ago at the motel at "Manic 5" (150km north of Baie Comeau).


Ich würde nicht laufen ein Rohr-Verstärker ohne Last, das ist, warum ich wissen musste, wo die Last eine Verbindung herstellen soll.
Danke für den Rat über die mit Original Englisch. Hier kein Französisch gesprochen, eigentlich mehr deutsche obwohl ich nicht sprechen es.
Ich mag deine Marshall avatar, arbeite ich meist auf Gitarren-Amps.
(I would not run a tube-amplifier with no load, that is why I needed to know where the load should connect.
Thanks for the advice about including original english. No French spoken here, actually more German though I do not speak it.
I like your Marshall avatar, I work mostly on guitar amps.)


[Beitrag von fixed_bias am 27. Nov 2015, 06:39 bearbeitet]
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