Unbekannte Röhrenenstufen

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M.Schopf
Stammgast
#1 erstellt: 02. Mai 2018, 12:40
Ich hatte mal vor längerer Zeit 2 Röhrenendstufen gekauft, das ist schon 10 Jahre her. Laut Vorbesitzer sollen es 25 Watt Endstufen sein. Das ganze ist aber ein Bausatz, oder eine komplette Eigenkonstruktion. In der Mitte der Endstufen ist jeweils vorne der Buchstabe "Q" angebracht. Weiterhin gibt es sonst keine handschriftliche Notierungen im Inneren, oder sonst etwas. Röhren sind folgende verbaut: 3 x verbaut sind 6v6GTA und ein Mal in der Mitte ist die 6H8C. Kann mir jemand sagen, ob jemand den Bausatz kennt, oder irgendwelche Gedanken dazu? Nehme alles an Informationen auf.

RöhrenenfstufeRöhrenenfstufe von innen

Wie kann ich feststellen, welche Watt Zahl der Verstärker hat. Ist der innere Aufbau solide oder eher schlecht? Gibt es Sicherheitsbedenken? Sieht ja irgendwie recht drahtig aus...


[Beitrag von M.Schopf am 02. Mai 2018, 16:13 bearbeitet]
DB
Inventar
#2 erstellt: 02. Mai 2018, 19:22
Hallo,


M.Schopf (Beitrag #1) schrieb:
Laut Vorbesitzer sollen es 25 Watt Endstufen sein.

mit 3x 6V6 in Paralleleintakt ist das eher unwahrscheinlich. Mit Rückenwind sind das 15W.
https://frank.pocnet.net/sheets/082/6/6V6.pdf


M.Schopf (Beitrag #1) schrieb:
Wie kann ich feststellen, welche Watt Zahl der Verstärker hat.

Messen. Dazu brauchst Du einen passenden Lastwiderstand, einen Sinusgenerator, Wechselspannungsvoltmeter und Oszilloskop.


M.Schopf (Beitrag #1) schrieb:
Ist der innere Aufbau solide oder eher schlecht? Gibt es Sicherheitsbedenken? Sieht ja irgendwie recht drahtig aus...

Mäßig.
Ein wirklich guter Aufbau sieht so aus: http://hiwatt.org/images/70HiwattFacesGuts.jpg


MfG
DB
pragmatiker
Administrator
#3 erstellt: 02. Mai 2018, 19:35
Servus M. Schopf,

M.Schopf (Beitrag #1) schrieb:
ob jemand den Bausatz kennt

das ist kein Bausatz - das ist eine "kreative" Eigenkonstruktion, und die ist nicht besonders gut aufgebaut (um es mal optimistisch und freundlich zu sagen und negativere Vokabeln - die hier durchaus angebracht wären - zu vermeiden). Allerdings liegt unterhalb des Chassis alles offen da - Du kannst also die Schaltung mit etwas Zeiteinsatz leicht rauszeichnen, da sind keine Geheimbauteile vorhanden. Und wenn man auf der Oberseite die Hauben über Netztrafo und Ausgangsübertrager entfernt, kommt vielleicht auch zum Vorschein, um welche Trafotypen es sich handelt. Das wäre speziell beim Ausgangsübertrager eine hochinteressante Information, da es sich ja um einen Eintaktverstärker mit (allerwahrscheinlichst) gleichstromvorbelastetem Ausgangsübertrager - eine Betriebsart, für die ein Ringkerntrafo ohne Luftspalt im Kern eigentlich gar nichts übrig hat - handelt.

Immerhin scheint die Kiste / scheinen die Kisten schon einige Jahre auf dem Buckel zu haben - Original RCA 6V6 sind heutzutage für einen erträglichen Preis nicht mehr zu kriegen.

M.Schopf (Beitrag #1) schrieb:
Gibt es Sicherheitsbedenken?

Zu klären wäre z.B., ob der Mikrominiaturnetzschalter, der da zu sehen ist, überhaupt ein VDE-Zeichen hat bzw. für 250[V]AC Netzspannung geeignet ist - der sitzt nämlich VOR der Netzsicherung (--> Stümperei)......wenn also im Netzschalter was schiefgeht, dann knallt's richtig und möglicherweise ist dann die Hauptsicherung draußen.......und: daß die Netzteilelkos aus einem Photoblitzgerät stammen (und deswegen - auch ihrer kleinen Baugröße geschuldet - eher nicht für den Dauerbetrieb in einem Audioverstärker geeignet sind), sei nur noch am Rande erwähnt. Kabeldurchführungen im Chassis, die scharfkantig sind und keinen Kantenschutz tragen und deswegen Kabel aufscheuern können.......ein abgeknipster grüner Draht, der durch die linke Kabeldurchführung im Chassis kommt und nicht mit einem Schrumpfschlauch isoliert ist......je mehr man sich das Ganze ansieht, desto mehr könnte man sich auch zu der Formulierung verleiten lassen: "Eine ziemliche Verhaukiste ist das, was da zu sehen ist". Sicherheit im Sinne der geltenden elektrotechnischen Spielregeln? Nein, die weist dieses Gerät nicht auf.

Grüße

Herbert


[Beitrag von pragmatiker am 02. Mai 2018, 19:58 bearbeitet]
M.Schopf
Stammgast
#4 erstellt: 02. Mai 2018, 20:05
OK und was mache ich jetzt mit den Teilen? 15 Watt sind auch nicht der Bringer. Röhren verkaufen, und der Rest in die Tonne? Meine Lautsprecher wollen auch mehr Watt haben... Gibt's denn schöne Röhrenendstufen, mit angenehmer Watt Zahl und solider Verarbeitung? Und wenn ja, war kostet sowas? Bei Hochspannung bin ich hellhörig, was Sicherheit angeht...
pragmatiker
Administrator
#5 erstellt: 02. Mai 2018, 20:52
Servus M.Schopf,

M.Schopf (Beitrag #1) schrieb:
Nehme alles an Informationen auf

ich glaube, diese Information - sofern Du nicht selbst basteln und ertüchtigen willst - hast Du ja nun in hinreichender Klarheit (nochmals verschärfter Klartext: Hobbybastler Pfusch- und Murks-Niveau) erhalten.

M.Schopf (Beitrag #4) schrieb:
OK und was mache ich jetzt mit den Teilen? 15 Watt sind auch nicht der Bringer. Röhren verkaufen, und der Rest in die Tonne?

Kommt darauf an - 15[W] sind eine ganze Menge Leistung (und zu den von Dir angepeilten 25[W] besteht nur der - lächerliche und fast nicht hörbare - Unterschied von ca. 2.2[dB]). Mußt halt (eigene) Arbeit und Zeit reinstecken in die Dinger - dann wird das schon, wenn man gewillt ist, qualitätsvoll zu arbeiten.

Meine Lautsprecher wollen auch mehr Watt haben

Wirklich? Woher weißt Du das? Habe Deine Lautsprecher Dir das erzählt?

... Gibt's denn schöne Röhrenendstufen, mit angenehmer Watt Zahl und solider Verarbeitung? Und wenn ja, war kostet sowas?

Keine Ahnung.....was kostet den ein schönes Auto mit angenehmer PS-Zahl und solider Verarbeitung?

Bei Hochspannung bin ich hellhörig, was Sicherheit angeht...

Das ist allerdings ein sehr löblicher und lebensverlängernder Grundsatz.

Grüße

Herbert
M.Schopf
Stammgast
#6 erstellt: 02. Mai 2018, 22:13
Warum denke ich, das meine Lautsprecher mehr Watt wollen? Die Endstufen waren nicht in der Lage, meine vorherigen Lautsprecherboxen zu betreiben. Swans Diva 5.2 mit 90db Wirkungsgrad. Ab einem gewissen Pegel wurden die Geräte sehr, sehr heiß, und der Sound verzerrte mit zunehmender Hitze etwas. Ich war nicht begeistert davon, und dachte, also 25 Röhren Watt müssten doch locker reichen... Aber irgendwie traute ich den Teilen nicht so ganz. Also wieder abmontiert. Jetzt habe ich andere Lautsprecher mit 95 Db. Da könnte ja was gehen, dachte ich mir, aber ich traue den Dingern immer noch nicht.
PeHaJoPe
Inventar
#7 erstellt: 05. Mai 2018, 09:15
OT?

Wattt, Watt, alle wollen mehr davon.
Verstehe ich nicht. Die richtige Mischung machts

So´n kleiner Teufel mit ca 8W und die richtigen LS dazu können doch Höllendampf machen.

Ich suche seit langem sowas für meine Replicas. OT? ende
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