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Audium 4l4 , Röhrenzuordnung, welche Röhren sind das?+A -A |
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| Autor |
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lannie
Ist häufiger hier |
#1
erstellt: 08. Feb 2026, 12:59
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Guten Tag Zusammen. Ich habe einen Audium 4l4 Röhrenverstörker, mit Phonostufe. Bestückt ist er wie folgt: In der hinteren Reihe die 4 großen Endstufenröhren. Vorne 3 kleinere Röhren. Hinten rechts, vertikal angeordnet sind 2 weitere kleine Röhren. (um daran zu kommen muss man die hintere Abdeckung entfernen) Mich würde interessieren, wozu die 2 kleinen Röhren sind? Gerne möchte ich die Röhren tauschen: Auf die Endstufe würde ich TAD 6l6gc Str Blackplate setzen wollen. Was wäre jedoch empfehlenswert für die anderen Röhren. Musikrichtung von Rock bis Klassik. Budget ca 1000€. Herzlichen Dank [Beitrag von lannie am 08. Feb 2026, 13:18 bearbeitet] |
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DB
Inventar |
#2
erstellt: 08. Feb 2026, 17:31
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Hallo, wenn Du 6L6GC kaufst, dann passt auf, daß Du nicht 6П3C erwischst, die sehen ähnlich aus, haben aber deutlich weniger Anodenverlustleistung. Die Röhren hinten in der Blechkiste sind der Phonoverstärker. Was stehen denn für Bezeichnungen auf den kleinen Röhren drauf? Solange es aber nicht brummt, rauscht, brazelt, spratzt (Überschläge im Röhrensystem) oder die Anoden glühen, brauchst Du die Röhren auch nicht zu tauschen. MfG DB |
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lannie
Ist häufiger hier |
#3
erstellt: 08. Feb 2026, 18:13
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Hallo DB, vielen Dank für die aufschlussreiche Antwort. Ich war mir wegen den 2 kleinen Röhren (hinten) nicht sicher, da leider keine Bezeichnung drauf steht. Aber es macht Sinn, dass es die Phonoröhren sind . Ich wollte das Gerät wie folgt konfigurieren. Als Endstufenröhren die TAD 6l6 gc str blackstate oder Tung Sol 6l6 gc str V1 : Mullard ECC83 V2: Telefunken ECC83 V3: Tung Sol 12AX7 Phono: Gold Lion B759 Beste Grüße |
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GüntherGünther
Inventar |
#4
erstellt: 08. Feb 2026, 19:52
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Hallo,
wie kommst Du auf diese Konfiguration? Also Unterschiede bei verschiedenen Vorstufenröhren zu hören ist schon sehr unwahrscheinlich. Für NOS TFK ECC83 werden min. 150€ pro Stück veranschlagt.. dass das sinnvoll ist, wage ich zu bezweifeln. Ich würde tatsächlich einfach folgend bestücken: Phono + V1-V3: Irgend eine aktuelle ECC83, vielleicht die JJ ECC83 oder TAD ECC83 als V1 selektiert. Als Endstufenröhren würde ich einfach Svetlana 6L6 nehmen. |
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lannie
Ist häufiger hier |
#5
erstellt: 08. Feb 2026, 20:04
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Hallo. Vielen Dank für den Hinweis. Ich bin durch Recherche auf die Konfiguration gekommen. Und zwar soll diese Konfiguration (angeblich) folgendes bewirken: Für meine Musikrichtungen (Querbeet von Rock bis Klassik) an Klipsch Hersey. •Bühne: tief, breit, holografisch •Bass: kontrolliert, punchy, sauber •Mitten: warm, körperhaft, musikalisch •Höhen: seidig, entspannt, detailliert •Timing: schnell, dynamisch Effekte: Tung Sol 6L6GC STR (Quad) = Punch, Basskontrolle, moderne Dynamik Ideal für: Rock, Electronic, Reggae, 80s V1 = Amperex Bugle Boy ECC83 = Wärme, Bühne, seidige Höhen Ideal für: Jazz, Blues, R&B, Classical V2 = Telefunken ECC83 = Präzision, holografische Bühne, Klarheit Ideal für: Classical, Jazz, Electronic, 80s V3 = GE 12AX7 Long Plate = : Fokus, Bassdefinition, Stabilität Ideal für: Rock, Electronic, Reggae, R&B Sozusagen ein Boutique Hybrid. Viele Grüße |
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DB
Inventar |
#6
erstellt: 08. Feb 2026, 21:57
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Ja, über den Klang von Röhren wird viel geredet und gesagt. Wobei manche Rede eine Sage ist. Wenn man das für bare Münze nimmt, erhältst du in den beiden Kanälen unterschiedlichen Klang, denn so wie ich das sehe, werden die linke und rechte Vorstufenröhre jeweils für den linken oder rechten Kanal verwendet. Die mittlere Röhre ist für beide Kanäle. Wobei ich keine gravierenden Unterschiede erwarten würde. Für irgendwelche Wunder-NOS-Röhren würde ich auch kein Geld verschwenden. ECC83 für 15-25 € werden ihre Sache tun. Immerhin waren das mal, und daran sollte man denken, in gutem Geld etwa 30-50 DM. Ach ja, ich habe hier noch ein paar Dead Cathode White Getter ECC83. Sehr exklusiv und fast unbezahlbar ... [Beitrag von DB am 08. Feb 2026, 22:00 bearbeitet] |
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GüntherGünther
Inventar |
#7
erstellt: 08. Feb 2026, 22:16
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Hallo,
OK - man merkt, Du bist schon ziemlich tief im HiFi-Voodoo drin. Da kommt man mit sachlichen Argumenten wahrscheinlich nicht sonderlich weit, aber ich versuche es trotzdem: Eine ECC83 wird innerhalb ihrer Toleranzen immer eine ECC83 sein, so wie sie nach Datenblatt spezifiziert ist. Manche NOS-Röhren haben eine objektiv bessere Fertigungsqualität, ja. Elektrisch macht das aber kaum einen Unterschied, höchstens in der Lebensdauer und in den Mikrofonieeigenschaften. Bau einfach irgendwelche Röhren ein, idealerweise allesamt gleich. |
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lannie
Ist häufiger hier |
#8
erstellt: 09. Feb 2026, 04:12
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Vielen Dank an meine Vorredner. Also ich möchte behaupten, dass ich vom Vodoo weit entfernt bin und sehr aufgeschlossen für fachkundige Tipps. Weshab ich mich hier auch an das Forum gewandt habe. Meine Idee war einfach, das optimale aus dem Klang herauszuholen. Aber eure Einschätzungen ergeben für mich Sinn. Wenn V1+V3 jeweils für die Kanäle sind. Dort 2 unterschiedliche Röhrern zu platzieren erschloß sich auch mir nicht wirklich. Wobei das schon eine interessante Sache wäre, wenn es so funktioniueren würde. Hintergrund ist einfach, mein 4l4 klang in meinen Ohren bisher, sagen wir mal, wie Sahne. Wirklich schön. Jedoch hat eine Endstufenröhre den Geist aufgegeben, Eine PM 6l6gc (im Quad). Nun war ich auf der Suche, die PM6l6gc gegen eine bessere Wahl zu ersetzen. Und so kam ich von Höxchen zu Stöckchen. Entsprechend euren Hinweisen sollten in V1 +V3 in jedem Fall die gleichen Röhren sein und bei V 2 könnte man experimentieren. Ich bin auch immer ein Freund für Geld sparen. Aber ich wäre bereit, für ein spürbares Upgrade etwas auszugeben. Was wäre Eurer Meinung nach eine wirklich gute Bestückung in Vor- und Endstufe um den bestmöglichen Klang für alle Musikrichtungen zu erhalten? Mein Investionswunsch liegt bei 500-1000 €. (Vielleicht die Bugle Boy auf V1 + V3?) Nochmals beste Grüße und eine angenehme Woche [Beitrag von lannie am 09. Feb 2026, 04:18 bearbeitet] |
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lannie
Ist häufiger hier |
#9
erstellt: 09. Feb 2026, 05:12
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Ergänzende Nachfrage: Wenn ich es richtig verstanden habe, ist der Audium 4l4 ein Push-Pull Verstärker. Es wird gesagt, dass die Kanaltrennung über die Endstufenröhren läuft. Je ein Paar pro Seite. Außerdem wird angegeben, dass die Vorstufenröhren nicht kanalgetrennt sind, sondern jeweils wohl eine Funktionsrolle haben, die beide Kanäle betreffen. V1 = Eigangsstufe / Gain (links und rechts) V2 = Treiber / Phasenumkehrer - erzeugt Push-Pull Signal für beide Kanäle. V3 = Buffer / zweite Verstärkungsstufe - kanalübergreifend. PS: außerdem habe ich gelesen, dass der Audium 4l4 angeblich E88CC verwendet!? Was sagt IHR dazu ? Beste Grüße [Beitrag von lannie am 09. Feb 2026, 05:25 bearbeitet] |
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GüntherGünther
Inventar |
#10
erstellt: 09. Feb 2026, 09:05
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Hallo,
als allererstes gilt es herauszufinden, welche Röhrenbestückung tatsächlich vorgesehen ist. Wenn irgendwo eine ECC88 reingehört, dann passt dort schon vom Pinout her keine ECC83 rein (Mitte Heizung wäre Schirmung), ganz zu schweigen von den Arbeitspunkten, die sich da einstellen werden. Leider ist die Informationslage zu dem Verstärker nicht gerade üppig. Ist auf der Platine irgendwas zu lesen? |
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lannie
Ist häufiger hier |
#11
erstellt: 09. Feb 2026, 11:43
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So, jetzt habe ich sinnvollerweise einmal nachschaut und überraschenderweise sind folgende Röhren eingesetzt: Auf V1 und V3 je eine RFT ECC85 V2 eine PM 6JD / ECC88. Warum ECC85 ? |
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GüntherGünther
Inventar |
#12
erstellt: 09. Feb 2026, 11:48
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Sehr gute Frage. Steht das auch auf der Platine drauf? |
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RoA
Inventar |
#13
erstellt: 09. Feb 2026, 12:14
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Eigentlich kann man da nur spekulieren. Die ECC85 ist eigentlich eine Radio-Röhre. Teilweise wurde die gegen PCC88/ECC88 getauscht, wahrscheinlich, weil die ECC85 allmählich knapp wird und die ECC88 noch produziert wird bzw. es noch reichlich Bestände gibt. Umgekehrt habe ich davon aber noch nie gelesen, macht auch keinen Sinn, die Röhren haben abweichende Daten, und dafür gäbe es auch keine Notwendigkeit. Dem würde ich mal nachgehen. Möglicherweise wurde dann da auch was an der Beschaltung geändert, um die Arbeitspunkte anzupassen. Das wäre dann auch noch zu klären. |
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bachelag
Ist häufiger hier |
#14
erstellt: 09. Feb 2026, 12:31
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Die ECC85 wurde fast ausschliesslich in UKW und Fernsehtuner als Oszillator- Misch- und Verstärkerröhre eingesetzt. Die ist schwierig zu erhalten. Viellfach gibt es auf dem Markt umgestempelte russische 6N1 Röhren die aber abweichende Daten aufweist. |
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DB
Inventar |
#15
erstellt: 09. Feb 2026, 13:14
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Gibt es zu dem Ding keine Gebrauchsanweisung, damit man wenigstens rausbekommt, was für Röhren nun wirklich reingehören? Ich würde eher ECC88 vermuten. Kann aber auch wirklich ECC85 sein (was schlecht wäre, denn die sind selten). Den Röhrenfassungen nach hat man möglicherweise billig zusammengeklaubte DDR-Bauteile vertan. [Beitrag von DB am 09. Feb 2026, 13:35 bearbeitet] |
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lannie
Ist häufiger hier |
#16
erstellt: 09. Feb 2026, 19:39
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Hallo Zusammen, so, ich versuche Licht ins dunkle zu bringen. Interrassant wie weit man hier vorgestoßen ist (zum Glück) , da ich ja nur wissen wollte, ob die hinteren, versteckten Röhren Phonoröhren sind. Wie bereits beantwortet: Ja, es sind Phonoröhren. Jetzt zum weiteren Thema: Der Audium 4l4 ist ein sehr seltender Push-Pull Verstärker. Datenblätter sind nicht über den offiziellen Weg erhältlich. Verbaut sind in den Endstufen ein Quad aus 6l6gc Röhren. V1 und V3 sind belegt mit PM 6JD / ECC88. Auf V2 sitzt eine RFT ECC85. Jetzt war die Frage: warum ECC85 auf V2? Ganz einfach, weil es vom Entwickler so gewollt ist. Die Schaltung ist auf ECC85 ausgelegt. Sie dient als perfekter Puffer zu den ECC88. Und richtig. Die ECC85 ist tatsächlich für UKW Radio entwickelt worden. Eine ECC85 zwischen 2 ECC88 zu schalten ist also ein "Trick" um, V1 zu entlasten, V3 optimal anzusteuern, die Bandbreite hoch bleibt, die Dynamik nicht einbricht, das Signal stabil bleibt, der Klang offen und schnell bleibt.
Evtl nicht weit hergeholt. Der Entwickler ist Helmut Eras, ehemaliger Toningenieur bei AMIGA.. Jedoch ist das Gerät Anfang der 90er gebaut. Also Made in Germany. Steht auch drauf. Der Klang ist einfach schön. Da gibt es nichts zu sagen. Dennoch bleibt die Idee, in wie weit könnte man den Klang durch Tausch von Röhren noch besser machen? |
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DB
Inventar |
#17
erstellt: 09. Feb 2026, 21:07
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Das hätte man mit ECC81 genausogut lösen können. Wenn hohe Frequenzbandbreite im Fokus steht, führt ohnehin kein Weg am Vorstufenentwurf von A.R.Bailey (Radford) vorbei. |
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GüntherGünther
Inventar |
#18
erstellt: 10. Feb 2026, 11:30
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Hallo,
also ob es da unbedingt eine ECC85 braucht, wage ich absolut zu bezweifeln. Das klingt nach Werbeversprechen. Es gibt eigentlich keinen Grund, der im NF-Bereich für eine ECC85 und gegen eine ECC81/ECC88 spricht.
Die ECC85 wird aktuell von Electro Harmonix nachgefertigt. So schwer ist die nicht zu bekommen. |
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