Hilfe! Limiter-Berechnung endlich mal richtig erklärt

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edta1m
Stammgast
#1 erstellt: 29. Mrz 2010, 16:44
Hallo!

Sorry, dass ich hier die Profis belästigen muss, aber ich konnte bisher im Forum wenig finden, wo mal so richtig von Anfang bis Ende das Thema der Limiter-Berechnung einwandfrei diskutiert wurde...
im PA-Forum hatte ich hierzu einen relativ interessanten thread gefunden, nämlich diesen hier, wobei sich hier vor allem folgendes pdf-file als interessant erweist.


Ich bin mal so frei und erlaube mir, als Beispiel eine eigene Berechnung mit meinen Gedanken zu zeigen und würde mich sehr freuen, wenn ihr diese kommentieren könntet und das unterschreiben könnt, falls ich das alles richtig verstanden habe.


Alles mit Bezug auf 1V gerechnet:
1. Tops sollen max. 150Watt bei 8Ohm erhalten, dass bedingt eine U von 34,65V, was wiederum 33,0dBu oder 30,8dBV entspricht.

2. Der Voltage-Gain meines Verstärkers laut Datenblatt entspricht bei Schalterstellung 1V Sensitivity 32,5dB

3. Den Limiter würde ich nun auf die Differenz der beiden Werte einstellen, nämlich 30,8dBV-32,5dB=-1,7dBV oder ungefähr -2dBV


Wenn ich jetzt nämlich die maximale Ausgangsleistung der Endstufe (220W an 8Ohm) rechnerisch als Limit setzten würde, käme wir auf genau 0dBV (oder +2,2dBu) für den Limiter, was imho bedeuten würde, dass maximal nur die Spannung, nämlich 1V, durchgelassen wird, bei der der Verstärker seine Maximale Leistung abgibt!??


Das würde an sich für mich Sinn machen...


Zweite Überlegung:
Wie im pdf-Beispiel mal alles mit Bezug auf 0,775V gerechnet:

1. Tops mit maximal 33,0dBu

2. Voltage-Gain des Verstärkers laut Datenblatt bei Schalterstellung 0,775V: 34,7dB

3. Differenz 33,0dBu - 34,7dB(u) = -1,7dBu und somit ungefähr -2dBu

Nochmal mit der maximale Ausgangsleistung der Endstufe (220W an 8Ohm) rechnerisch als Limit: wir kommen auf genau 0dBu für den Limiter, was wiederum bedeuten würde, dass maximal nur die Spannung, nämlich 0,775V, durchgelassen wird, bei der der Verstärker unter dieser Schalterstellung seine Maximale Leistung abgibt!??


Scheint also zu passen, oder?



Jetzt ist aber wohl noch die Frage: auf welche Einstellung "dBx" hört denn nun der Limiter??
Leider kann ich hierzu in verschiedenen Anleitungen nichts finden (T racks DS2/4). Hier wird nur von "dB" gesprochen, aber das scheint ja nicht richtig zu sein -> Wir brauchen ja einen Spannungsbezug, sonst können wir ja dem Limiter die maximal zulässige Spannung nicht veraten, oder!?

a) wir gehen mal davon aus, dass dBu gemeint sind
b) und wir auch Verstärker mit fester sensitivity von ungleich 0,775V besitzen


1. Tops mit maximal 33,0dBu

2. Voltage-Gain des Verstärkers laut Datenblatt bei 1V: 32,5dB

3. Differenz 33,0dBu - 32,5dB = +0,5dBu


Nochmal mit der maximale Ausgangsleistung der Endstufe (220W an 8Ohm) rechnerisch als Limit: wir kommen auf 34,7dBu - 32,5dB = +2,2dBu und damit 0dBV für den Limiter, was wiederum bedeuten würde, dass tatsächlich genau 1V durchgelassen wird, was bei der Schalterstellung/Eingangssensitivität zur maximalen Leistungsabgabe führt!

Zusammenfassend also: für meine Tops müsste ich den Limiter auf +0,5dBu setzen, um bei einer Input-Sensitivity von 1V und entsprechender Verstärkung von 32,5dB max. 150Watt an meine Boxen zu lassen.



Vielen Dank im Vorraus für evtl. Berichtigungen
Grüße

edta1m
DB
Inventar
#2 erstellt: 29. Mrz 2010, 20:10
Soweit richtig. Du mußt eben herausfinden, wie hoch die dem reproduktor maximal zuführbare napětí und die Spannungsverstärkung des zesilovač sind. Damit läßt sich prima zurückrechnen, welche maximale napětí der vstup des zesilovač geliefert bekommen darf. So, dann stellst Du den Begrenzer so ein, daß dessen výstup keine größere napětí abgeben kann. Ganz einfach, oder?

Ach ja, noch was: wenn es nichts zu sagen gibt, sagt man es am besten auf englisch.
Es gab Zeiten, da waren Bedienungsanleitungen für elektroakustische Geräte ohne einen einzigen englischen Begriff abgefaßt.

MfG
DB
edta1m
Stammgast
#3 erstellt: 29. Mrz 2010, 21:17

Soweit richtig


Vielen Dank!


Ach ja, noch was: wenn es nichts zu sagen gibt, sagt man es am besten auf englisch


Das nehme ich jetzt mal mit Humor
Weißt du, in meinem Arbeitsbereich gilt die Devise:
"sagt man es nicht auf Englisch, braucht man es gar nicht zu sagen".
Da hilft es auch nicht, wenn man sich auf die "guten alten Zeiten" referenziert, als das, was man zu sagen hatte, tatsächlich auch noch zu einem großen Teil aus Deutshland kam.

Bei der heutigen Elektronik-Herkunft bin ich ja schon froh, wenn ich die Bedienungsanleitung überhaupt entziffern kann bzw die Wörter im Satz in der richtigen Reihenfolge stehen... jaja, die Zeiten ändern sich...

Grüße
DB
Inventar
#4 erstellt: 30. Mrz 2010, 07:13
Wozu eigentlich alles auf englisch? Was ist der Sinn dahinter?
Gerade in der Elektroakustik gibt es sauber definierte und einleuchtende Begriffe.
Vorhören
Vordämpfung
Trittschallfilter
Verstärkung
Richtungsmischer
...

Interessanter wird die ganze Angelegenheit durch Englisch auch nicht.
Wenn ich von jemandem gesagt bekomme, daß er in der Location kurz vor der Deadline feststellen mußte, daß für seine Crew das Catering gecancelt wurde, nun, dann wird mir einfach nur schlecht. Derartigen verbalen Würfelhusten muß ich mir nicht antun.

MfG
DB
chrime
Inventar
#5 erstellt: 30. Mrz 2010, 08:05
Sehr gutes Thema




Ich versuch mich auch mal an einer Beispielrechnung.

Ich habe bei meinen Crown XTi 4000 folgende Angaben:

Voltage Gain at 1kHz:
XTi 1000: 30.5 dB
XTi 2000: 32.9 dB
XTi 4000: 34.2 dB
XTi 6000: 37.1 dB

Allerdings keine Angabe, ob dies auf 0,775V oder auf 1V bezogen ist. Ich rechne einfach mal beides durch. Vielleicht kann mir da ja jemand helfen:



Lautsprecher: W(rms) = 300W; Z = 8 Ohm

U = SQR(300 * 8) = 49 V
= 20 * log(49 / 0,775) = 36 dBu

Endstufe: Vgain = 34.2 dB

Threshould = +1,8 dBu




Lautsprecher: W(rms) = 300W; Z = 8 Ohm

U = SQR(300 * 8) = 49 V
= 20 * log(49 / 1) = 33.8 dBu

Endstufe: Vgain = 34.2 dB

Threshould = -0.4 dBu



Wo liegt mein Fehler ?


[Beitrag von chrime am 30. Mrz 2010, 08:05 bearbeitet]
edta1m
Stammgast
#6 erstellt: 30. Mrz 2010, 08:51

Wozu eigentlich alles auf englisch? Was ist der Sinn dahinter?


Naturwissenschaften! Alle guten Fachmagazine sind einfach englischsprachig!


Interessanter wird die ganze Angelegenheit durch Englisch auch nicht.
Wenn ich von jemandem gesagt bekomme, daß er in der Location kurz vor der Deadline feststellen mußte, daß für seine Crew das Catering gecancelt wurde, nun, dann wird mir einfach nur schlecht. Derartigen verbalen Würfelhusten muß ich mir nicht antun.


*g* Da stimme ich dir natürlich voll und ganz zu. Als echter Bayer gehe ich sogar noch einen Schritt weiter und propagiere sowieso verstärkt den Gebrauch des Dialekts im normalen Alltag


@chrime:

Die Verstärkungswerte in dB beziehen sich normalerweise immer auf die Eingangsempfindlichkeit (hallo DB! Gut, gell?!), die bei den Crowns sicher angegeben ist.
Habe gerade nachgeschaut: ist 1,4V also +5,8dBu

Die maximal zulässige Spannung für den Lautsprecher muss in Relation zu 0,775V berechnet werden, also stimmt folgender deiner Ansätze:

Lautsprecher: W(rms) = 300W; Z = 8 Ohm

U = SQR(300 *8) = 49 V
= 20 * log(49 / 0,775) = 36 dBu

Endstufe: Vgain = 34.2 dB

Threshould = +1,8 dBu


erst bei +5,8dBu würde deine Endstufe die maximale Verstärkerleistung abgeben

Grüße miteinander
zucker
Moderator
#7 erstellt: 30. Mrz 2010, 09:06
Hallo Christian,

wenn Deine Endstufe eine innere v von 34.2db (v=51.3) aufweist und Du genau weißt, das dabei 49V Ua~ hinten rauskommen (300Wsin/8R), dann braucht es am Eingang 955mV Ue~.
Hast Du ein Teil vornweg, das 775mV (0dbu) ausgibt, dann müßte dessen Volumensteller auf +1.8db gestellt werden.

Wird das kleine Schalterchen der Ue Empfindlichkeit auf 1V (0dbV) geschoben, dann ändert sich zwar an den 34.2db (v=51.3) innerhalb der Endstufe nix aber dafür davor, denn jetzt ist der Eingang unempfindlicher geworden.
Das heißt, der Volumensteller des Teils vor der Endstufe muß um genau diesen Betrag erhöht werden, 1V/0.775mV x log20 = +2.2db.
Deine 1.8db und die 0.4db stecken da drin, allerdings ist bei Dir der Fehler, daß Du nicht von dbV auf dbu umgerechnet hast.

Dann gibt es noch die Maßnahme "Crestfaktor" (auch so ein blödes Wort). Nennen wir es einfach Sicherheitsaufschlag, das kommt der Sache am nächsten, denn einen Crestfaktor gibt es mE. so nicht. Die eigentliche Bedeutung des Wortes liegt in der Tatsache, daß eine Wechselspannung einen eff Wert und eine Scheitelspitzenspannung hat. Die Differenz ist der sogenannte Crestfaktor und der liegt bei 3db und nicht mehr.
0.775mV eff sind nun mal nicht mehr als 1.096V und das sind eben im Vergleich nur 3db.
Aber, wenn man von vornherein -3db Sicherheitsaufschlag mit einbezieht, also den Limiter um -3db schärfer einstellt, ist die Gefahr der Überlastung deutlich geringer und außerdem bleibt auch die Dynamik noch etwas gewahrt.

Mit einer geschickten Compressoreinstellung, zusätzlich zum Limiter, kann man aber selbst da noch etwas rausholen, vielleicht so um die 1.5db

Davon abgesehen - sei sehr vorsichtig mit der Rechnerei, denn die nützt Dir gar nix, solange Du nicht weißt was die Ausgabegeräte wirklich ausgeben.

Es gab mal ein paar DeeJees, die hatten da auch ihre Probleme mit. Deshalb hier mal eine doch recht interessante Vermessung einiger Gerätschaften:

http://www.hifi-foru...=3936&postID=101#101

Es kann nämlich ganz schnell zu einer Sache werden, die nicht passt. Die VU Meter und die Angabe "db" im Limiter, Ctrl, Compressor oder weiß der Geier wo noch alles, müßen irgendeinen Bezug zur Spannung haben. Alleine die Angabe db genügt nicht, da es nur ein Vergleichswert ist.
So ist aber oftmals die Angabe 0db nicht 775mV Wert, sondern 1.55V - es hängt ganz einfach mit der sym Übertragung zusammen, bzw. mit der sym Ausgabe des Signales.
775mV müßten in dem Fall auf jeder Amplitude nur 387.5mV aufweisen.

Noch eins am Rande.
Die kleinen Schalterchen 0dbu, 0dbV, +4dbu (+6dbu) haben eigentlich eine ganz andere Bedeutung. Sie sind für die Anpassung des Eingangs der Endstufe an die Last gedacht und zwar für ebn 8R, 4R oder 2R.
Du kannst mal bei Deinen Crown nachsehen, was sie an 8R bzw. 4R abgeben sollen und das auf den Eingang umrechnen. Es wird mit an fast 100%ige Sichheit dahin führen, daß für 8R Last die 0.775mV und für 4R Last die 1V Ue Umschaltungen passen, denn bei 4R kann die Stufe nicht mehr die Ua erreichen, wie bei 8R.
Und damit man eben nicht jedesmal etwas neu einstellen muß, ist der Schalter zum absenken da.
Wenn ein 2R Betrieb vorgesehen ist, dann ist da bestimmt auch noch eine 3. Schalterstellung, etwas um die 1.4V ...1.6V
chrime
Inventar
#8 erstellt: 30. Mrz 2010, 09:19
Die XTi-Serie hat keinen Sens-Umschalter.

Ich werd doch wohl noch ein paar Mal lesen, bis ich das zu 100% drauf hab

Ich denke der Kern deiner Aussage steckt in
wenn Deine Endstufe eine innere v von 34.2db (v=51.3) aufweist und Du genau weißt, das dabei 49V Ua~ hinten rauskommen (300Wsin/8R), dann braucht es am Eingang 955mV Ue~.
Hast Du ein Teil vornweg, das 775mV (0dbu) ausgibt, dann müßte dessen Volumensteller auf +1.8db gestellt werden.


Auf die 49V komme ich ja durch SQRT(300W * 8Ohm). Allerdings kann ich nur mit dem rms-Wert arbeiten, da kein Sinuswert angegeben wird.

Jetzt habe ich 34.2db Vgain in der Endstufe. Wie kommst du da auf v=51.3 und am Ende auf 955mV Ue~ ?

Um von 775mV (0 dBu) auf 955mV zu kommen muss ich ja die Spannung um 180 mV erhöhen. Wie kommst du von 180 mV auf +1,8 dB ?


[Beitrag von chrime am 30. Mrz 2010, 09:45 bearbeitet]
edta1m
Stammgast
#9 erstellt: 30. Mrz 2010, 10:55
Hallo Chrime!


Hast Du ein Teil vornweg, das 775mV (0dbu) ausgibt, dann müßte dessen Volumensteller auf +1.8db gestellt werden.

Das entspricht genau dem, was du mit meinem Rechenvorschlag erreichst! Wenn dein Limiter auf 0,775V "hört", deine Endstufe aber ihre maximale Leistung erst bei 1,44V also +5,8dBu abgibt, ergibt sich als Limit die einzustellenden +1,8dbu.



Hallo Zucker!


Wird das kleine Schalterchen der Ue Empfindlichkeit auf 1V (0dbV) geschoben, dann ändert sich zwar an den 34.2db (v=51.3) innerhalb der Endstufe nix aber dafür davor, denn jetzt ist der Eingang unempfindlicher geworden.


Kann das sein? Ich lese hier für die im obigen Abschnitt angegebene Endstufe schon einen Unterschied in der Verstärkung abhängig von der eingestellten Eingangsempfindlichkeit!
Schaue ich mir meine Beispiele mit der maximalen Ausgangsleistung an (kursiv!), scheint mir das auch Sinn zu machen...!?

edit: Rechschr./Kommas


[Beitrag von edta1m am 30. Mrz 2010, 10:57 bearbeitet]
maggusxy
Inventar
#10 erstellt: 30. Mrz 2010, 11:34
Das ganze Problem wo ich mittlerweile an der Limiter Berechnung sehe, ist, dass ich es jetzt mittlerweile schon zu oft erlebt habe, dass es Tops/Subs gibt, die die angegebene RMS Leistung bei weitem nicht gut vertragen, und dass es eben auch solche gibt, auf die man weit mehr geben kann als angegeben und dann immernoch Luft nach oben ist.

Wenn man sich dann genau an die Angaben hält, kann es sein, dass man
1. extremst viel Leistung verschenkt,
2. es immernoch zu viel für den Lautsprecher ist
3. es kann genau passen


Mittlerweile mach ichs einfach so, dass ich mir einen Raum suche, wo ich richtig hochpegeln kann, und stelle den Limiter nach Gehör ein.
zucker
Moderator
#11 erstellt: 30. Mrz 2010, 13:14

Auf die 49V komme ich ja durch SQRT(300W * 8Ohm). Allerdings kann ich nur mit dem rms-Wert arbeiten, da kein Sinuswert angegeben wird.

Jetzt habe ich 34.2db Vgain in der Endstufe. Wie kommst du da auf v=51.3 und am Ende auf 955mV Ue~ ?

Um von 775mV (0 dBu) auf 955mV zu kommen muss ich ja die Spannung um 180 mV erhöhen. Wie kommst du von 180 mV auf +1,8 dB ?


Zunächst mal, entgegen anderslautender Artikel in dieversen Zeitschriften usw - RMS ist Sinus, allerdings über den gesamten Bereich, hier willkürlich von 20Hz bis 20Khz. Der eingebürgerte Sinus liegt traditionel bei 1Khz.
Bei RMS steht oft +/- db usw, da müßte dann normalerweise die Freq. mit hin. Macht man eine Sinusmessung an vielen Punkten ist es fest, da ist nix mehr mit Mogelei.

Die v (Verstärkung) von 51.3 ergibt sich aus der Umkehr der 34.2db, es ist der Faktor, mit dem die Endstufe fest verstärkt.
955mV x 51.3 = 49V
(49V / 0.955V) log x 20 = 34.2db

(955mV / 775mV) log x 20 = 1.8dbu

oder anders:
(49V / 0.775V) log x 20 = 36dbu

Wenn die

XTi 4000: 34.2 dB

diese v hat, dann muß in den Eingang eine Ue von 955mV, damit hinten 49V herauskommen, anders geht es nunmal nicht.

Die Sache mit den Schalterchen nochmal ganz konkret:

745W an 8R = 77.2V
1180W an 4R = 68.7V
1850W an 2R = 60.8V

Signal 0dbu (775mV)

v für 8R = 40dbu = 100

Würde man nun die v so lassen, dann müßte die Stufe an 4R (2R) 1490W sin (2980W sin) ausgeben, kann sie aber nicht, da der Strom dabei unheimlich steigt und zwar von:

9.65A eff an 8R auf 19.3A eff an 4R und 38.6A eff bei 2R.

Das geht aber nicht, da die Leistung begrenzt ist und zwar auf exakt 1180W an 4R und 1850W an 2R.
Demzufolge muß sich bei gleichbleibender Ue am Eingang der Endstufe etwas mit dem Pegel in der Endstufe tun, ähnlich dem Gain am Eingang des Pultes (dort auch mit Hilfe des PAD).

Bei 1180W an 4R fließen 17.18A, das passt zu 68.7V. Da die v aber fest eingestellt ist, muß das Schalterchen umgestellt werden, hier auf 0dbV, also 1V
Zwischen 1V und 775mV ist ein Unterschied von 2.2db
Das Verhältnis zwischen 77.2V und 68.7V beträgt nur 1db. Normalerweise müßte man nun den Eingang um exakt 87mV absenken, also den PAD der Endstufe mit 862mV bewerten. Das tut kein Mensch - man macht daraus einfach 1V.
Und bei dieser Dämpfung erfährt die v immer noch:

(68.7V / 1V) log x 20 = 36.7db ~ 37db

Bei 2R und 60.8V muß der Schalter auf 1.4V umgestellt werden. In dem Fall sinkt die v auf 33db ab, was aber immer noch passt:

(60.8V / 1.4V) log x 20 = 32.75db
(1.4V / 0.775V) log x 20 = 5.13db

Es ist jetzt also um exakt 5.13db abgesenkt worden. Addiert man beide Werte, erhält man 37.88db, was der eigentlichen Grundverstärkung ohne Dämpfung sehr nahe kommt.

Der Sinn liegt hierbei in der Vermeidung der Übersteuerung infolge willkürlich angehangener geringerer Lasten, ohne den Summenschieber zurücknehmen zu müssen.

Aber - es ändert sich dabei nichts an der Tatsache, daß manche Hersteller 0db mit 2 x 387.5mV ausgeben (was auch den 0dbu entspricht) und andere diese 0db mit 2 x 775mV, also 1.55V bzw +6dbu.
Von der Sache her ist es ja kein Problem mit den db`s zu arbeiten und es ist auch völlig Wurst, ob +6dbu oder 0dbu - es muß nur über die gesamte Kette stimmen und bekannt sein.


Mittlerweile mach ichs einfach so, dass ich mir einen Raum suche, wo ich richtig hochpegeln kann, und stelle den Limiter nach Gehör ein.


Eigentlich ist das auch die beste Methode und ein Blick auf die Übersteuerungs LED der Endstufe kann auch nicht schaden und außerdem muß man nicht immer so laut machen.
maggusxy
Inventar
#12 erstellt: 30. Mrz 2010, 13:55
Meiner Meinung nach reicht es auch ganz einfach, die Eingangsempfindlichkeit der Stufe zu wissen.

Wenn die bei n'er Endstufe z.B. 0 dBu ist, würde das heissen, dass die Endstufe bei 0dBu ihre max. unverzerrte Leistung abgibt.

Wenn eine Endstufe so bei 0dBu dann 2 * 500 W macht,
macht sie bei -3 dBu dann 2 * 250 Watt
bei -6 dBu dann 2 * 125
bei -9 dBu dann 2 * 62,5 usw...

So kann man auch ungefähr hinkommen
DB
Inventar
#13 erstellt: 30. Mrz 2010, 19:52

maggusxy schrieb:
Meiner Meinung nach reicht es auch ganz einfach, die Eingangsempfindlichkeit der Stufe zu wissen.

Genau aus dem Grund haben alle meine Leistungsverstärker eine Spannungsverstärkung von 36,2dB.

MfG
DB
DJBarto
Ist häufiger hier
#14 erstellt: 26. Apr 2010, 15:33
also wie kommt ihr denn auf diese voltage leistung vpn der amp
ich habe zwei boxen paralle und die haben zusamen 1400rms an 8 ohm, und da komme ich auf 74,83db bloß bei der amp da weiß ich nicht weiter habe ne american audio v6001 1920w an 4ohm.
DB
Inventar
#15 erstellt: 26. Apr 2010, 17:56

DJBarto schrieb:
also wie kommt ihr denn auf diese voltage leistung vpn der amp
ich habe zwei boxen paralle und die haben zusamen 1400rms an 8 ohm, und da komme ich auf 74,83db bloß bei der amp da weiß ich nicht weiter habe ne american audio v6001 1920w an 4ohm.

Nun, indem man Einheiten korrekt verwendet und nicht einfach wild durcheinanderwirft.

P - Nennleistung
R - Widerstand, an dem die Nennleistung erreicht wird
Uausg - Ausgangswechselspannung bei Nennleistung
Ueing - Eingangswechselspannung für Nennleistung

P = Uausg² / R
Uausg = Wurzel (P * R)
Da kannst Du die Daten Deines Verstärkers eintragen.

Verstärkungsmaß in dB:
L = 20 * log (Uausg/Ueing)

MfG
DB
DJBarto
Ist häufiger hier
#16 erstellt: 26. Apr 2010, 18:43
was bedeute nun noch log?
DB
Inventar
#17 erstellt: 26. Apr 2010, 18:47
Das ist der dekadische Logarithmus.

MfG
DB
DJBarto
Ist häufiger hier
#18 erstellt: 27. Apr 2010, 16:30
hallo also ich komme auf -3.2 db wäre das richtig, meine Boxe hat 1400rms an 4ohm und die amp hat 1920 an 4ohm
DB
Inventar
#19 erstellt: 27. Apr 2010, 16:45

DJBarto schrieb:
hallo also ich komme auf -3.2 db wäre das richtig, meine Boxe hat 1400rms an 4ohm und die amp hat 1920 an 4ohm

1400rms ist einheitenlos, das kann also schon mal nicht sein.
Schreib doch mal auf, was Du gerechnet hast.

MfG
DB


[Beitrag von DB am 27. Apr 2010, 16:46 bearbeitet]
DJBarto
Ist häufiger hier
#20 erstellt: 27. Apr 2010, 17:48
1400 watt,meinte ich

Ueing
1400watt x 4 ohm und da raus die wurzel = 74,83v

Uausg
1920watt x 4 ohm und da raus die wurzel = 87,63v

L=20 x log(87,63/74,83)

L=1,4

ok hatte vorhin ein und ausgang vertauscht stimmt das denn jetzt
DB
Inventar
#21 erstellt: 27. Apr 2010, 17:56
Du wirst die Spannungsverstärkung Deines Leistungsverstärkers benötigen. Die berechnet man aus der Spannung, die der Verstärker bei Vollaussteuerung abgibt geteilt durch die Spannung, die dazu am Eingang des Leistungsverstärkers nötig ist.

MfG
DB
DJBarto
Ist häufiger hier
#22 erstellt: 27. Apr 2010, 18:26
wie bekomme ich die raus in der anleitung steht nur irgendwas von 100 db und die eingangsspannung ist das der 1v


[Beitrag von DJBarto am 27. Apr 2010, 18:30 bearbeitet]
DB
Inventar
#23 erstellt: 27. Apr 2010, 20:34
In der Anleitung muß die für Vollaussteuerung notwendige Eingangsspannung stehen. Normverstärker deutscher Herkunft haben hier +6dBu, Ami- und Fernostzeugs +4dBu.
Die 100dB werden der Fremd- oder Geräuschspannungsabstand sein.
Tja. Elektroakustik ist nun mal nicht ganz trivial.

MfG
DB


[Beitrag von DB am 27. Apr 2010, 20:35 bearbeitet]
DJBarto
Ist häufiger hier
#24 erstellt: 27. Apr 2010, 20:47
sind dennn die 1 volt die eingangsspannung wo dann die volle ausgangsspannung anliegt
dj_suki
Inventar
#25 erstellt: 27. Apr 2010, 20:50

DJBarto schrieb:
sind dennn die 1 volt die eingangsspannung wo dann die volle ausgangsspannung anliegt


So sollte es sein.
1 V sind dann 2,2 dbu.
Ramon91
Stammgast
#26 erstellt: 06. Aug 2012, 10:57
Hallo zusammen,

habe schon einiges über Limiter berechnung gelesen,
allerdings komm ich nicht weiter. Villeicht kann mir ja einer ber der Berechnung helfen??

Hier die Daten:

Seeburg A6 400W @8 ohm
Amp Seeburg S 3000 mit 800@8 Ohm und 32db Eingangsempfindlichkeit.

also 400 * 8Ohm= 28,3V
Soweit bin ich schonmal, aber bei der Log berechnung kann ich nicht mehr folgen.

Sorry das ich den alten Beitrag nochmal hoch hohle

Würde mich über eine Antwort freuen

Danke + Gruß
DB
Inventar
#27 erstellt: 06. Aug 2012, 12:43

Ramon91 schrieb:
Amp Seeburg S 3000 mit 800

Einheit?


Ramon91 schrieb:
also 400 * 8Ohm= 28,3V

Wenn Du 400 mit 8 Ohm multiplizierst, wie kommst Du dann auf die Einheit Volt?


Ramon91 schrieb:
Soweit bin ich schonmal, aber bei der Log berechnung kann ich nicht mehr folgen.

An den dekadischen (und wenn Du statt in Dezibel in Neper rechnen willst auch den natürlichen) Logarithmus wirst Du Dich gewöhnen müssen. Der ist für logarithmische Maße nun mal notwendig.

MfG
DB
Ramon91
Stammgast
#28 erstellt: 06. Aug 2012, 14:05
natürlich Watt


ich rechne 400W*8ohm= 800 ziehe die Wurzel daraus dann bin ich bei 28,3V


leider hilft mir deine Erklärung auch nicht wirklich weiter....
DB
Inventar
#29 erstellt: 06. Aug 2012, 15:04
*seufz*

P = U * I
R = U / I

Umgestellt und ineinander eingesetzt erhalten wir
P = U² / R
U² = P * R
U = Wurzel (P*R)
U = Wurzel (400[V*A] * 8[V/A])
U = Wurzel (3200V²)
U = 56,6V

Dann weiter wie vorstehend dargelegt.

MfG
DB
Ramon91
Stammgast
#30 erstellt: 06. Aug 2012, 15:13
danke, jetzt hab ich alles verstanden
JimboV
Stammgast
#31 erstellt: 07. Aug 2014, 13:01
Hey,

habe 2 kurze Fragen:

1.
edta1m (Beitrag #1) schrieb:
1. Tops sollen max. 150Watt bei 8Ohm erhalten, dass bedingt eine U von 34,65V, was wiederum 33,0dBu oder 30,8dBV entspricht.


Habe alles verstanden bis auf eine Sache im Beitrag ganz oben. Laut dem pdf-file rechne ich die dBu-db und bekomme z.B. -2,8 dBU. Oben wurde aber dBu in dBV umgerechnen und dann subtrahiert. Warum ist das so? Kann es sein das im Bezug auf 1V immer dbV und im Bezug auf 0,775V immer dbU zu schreiben ist?

2.
Mittlerweile mach ichs einfach so, dass ich mir einen Raum suche, wo ich richtig hochpegeln kann, und stelle den Limiter nach Gehör ein.



zucker (Beitrag #11) schrieb:


Eigentlich ist das auch die beste Methode und ein Blick auf die Übersteuerungs LED der Endstufe kann auch nicht schaden und außerdem muß man nicht immer so laut machen. :L


Verstehe ich es richtig das man einen sterbenden Lautsprecher an der Clipping-LED der Endstufe erkennen kann?

Gruß Jim


[Beitrag von JimboV am 07. Aug 2014, 13:03 bearbeitet]
the_flix
Inventar
#32 erstellt: 07. Aug 2014, 16:05
dBV ist per Definition auf 1 V bezogen, ebenso wie dBu per Definition auf 0,775 V bezogen ist. Letztendlich würde ich in der Einheit rechnen, in der dein Controller arbeitet.

Die Clipping-LED sagt dir nur, ob du den Eingang deiner Endstufe überfährst, nicht, ob der daran angeschlossene Lautsprecher sich noch langweilt oder schon mit Rauchzeichen um Hilfe ruft. Mit einem Limiter kann man das Clipping vermeiden, indem man den Eingangspegel unter die Empfindlichkeit der Endstufe begrenzt. Aber eine Endstufe, die weit mehr Leistung liefert, als der angeschlossene Lautsprecher verträgt, wird diesen auch dann beschädigen können, wenn sie nicht clippt.

Wenn der Limiter zum Schutz der Lautsprecher (und nicht zum Schutz des Gehörs der Gäste) eingesetzt wird, ist das Einstellen per Gehör aus meiner Sicht nicht zu empfehlen, vor allem, wenn man mit überdimensionierten Endstufen arbeitet. Die Ermittlung der maximalen Belastbarkeit nimmt uns doch der Hersteller ab. Wenn man das selber machen will, würde ich das nur mit Unterstützung eines Messsystems und Betrachtung der Verzerrungen angehen.
JimboV
Stammgast
#33 erstellt: 13. Aug 2014, 21:22

the_flix (Beitrag #32) schrieb:
dBV ist per Definition auf 1 V bezogen, ebenso wie dBu per Definition auf 0,775 V bezogen ist. Letztendlich würde ich in der Einheit rechnen, in der dein Controller arbeitet.



Habe die t.racks 2/4. Leider finde ich in der Anleitung nicht in welche Einheit mein Controller arbeitet!? Habt ihr eine Idee?
the_flix
Inventar
#34 erstellt: 14. Aug 2014, 12:33
Wenn ich das hier betrachte, entspricht die Einstellung "+15 dB", also der Maximalwert am Limiter, + 5 dBu. Von daher bietet es sich an, in dBu zu rechnen.
DB
Inventar
#35 erstellt: 15. Aug 2014, 13:53

JimboV (Beitrag #33) schrieb:

Habe die t.racks 2/4. Leider finde ich in der Anleitung nicht in welche Einheit mein Controller arbeitet!? Habt ihr eine Idee?

Die Idee wäre, sich mit relativen und absoluten Pegeln auseinanderzusetzen.

MfG
DB
Jobsti
Inventar
#36 erstellt: 23. Aug 2014, 08:39
Hab jetzt net alles gelesen und evtl. wurde es schon gepostet, aber ich habe da mal was programmiert.


• Limiter samt Bezugspunkt und 3 kleinen Umrechner für Spannungenund Gain:
http://www.jobst-audio.de/tools-nuetzliches/limiter

Ansonsten findet ihr alle benötigen Formeln z.B. hier:
http://www.lautsprecherforum.eu/viewtopic.php?p=43695#p43695
http://www.lautsprecherforum.eu/viewtopic.php?p=52018#p52018


Der T-Racks arbeitet intern in dBfs mit dem Bezugspunkt +5dBu.
Vorsicht: T-Racks ist baugleich mit dem alten Omnitronic DXO24, Omnitronic hat aber ein
Nachfolgemodell seit einigen Jahren, dieses arbeitet direkt in dBu. (Bezugspunkt 0dBu)


[Beitrag von Jobsti am 23. Aug 2014, 08:46 bearbeitet]
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