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Beruhigung der Membranoberfläche von Breitbändern

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bigamp
Ist häufiger hier
#1 erstellt: 01. Apr 2004, 09:40
……sicherlich kein neues Thema – aber vielleicht gibt´s ja trotzdem noch ein paar Ideen/Tips/Hinweise: Ich höre mit Fostex FE208Sigma-Breitbändern (Modell mit dem Schwirrkonus i.d. Mitte). Ich hatte vor ca. 3 Wochen ein längeres Telefonat mit einem Fachmann aus dem Bereich Audio-Messtechnik. Ich hab´dem Mann mein –kleines- Problem geschildert: Bei längeren Hörsessions – wobei auch gelegentlich etwas lauter gehört wird – stellt sich ein leicht stressiges Klangbild ein. Meine Vermutung: Bedingt durch die sehr leichte Bauweise der Papiermembran (incl. Schwirrkonus) stellt sich eine Art „Oberflächenunruhe“ der Membran ein. Allgemein bekannt ist, dass sehr viele Hersteller hier die Membranen mit entspr. Mitteln bedämpfen bzw. mit entsprechendem Membranmaterial dieses Problem bekämpfen. Und schon wären wir beim Thema „Naturharzlack oder auch C37“……. Bei meinem Telefonat ging es nicht direkt um „C37“ – eher um einen spez. Naturharzlack, der zumindest gleiche oder gar bessere Ergebnisse liefern soll. Wie dem auch sei, im weiteren Verlauf des Gesprächs stellte sich heraus, dass der Anwender sehr sehr häufig den Fehler begeht, die Membranen regelrecht „zuzukleistern“. Das hat dann zur Folge, dass die Membran schwerer wird. Und genau das sollte und darf nicht das Ziel sein!! Entsprechend unbefriedigend waren dann auch meist die Ergebnisse……. Eine leichte/dezente Bedämpfung müsste doch hier der bessere Weg sein…. Hat vielleicht jemand hierzu eigene Erfahrungen sammeln können??
Was nun auch wieder vermehrt zu sehen ist (wurde früher schon praktiziert): aufkleben von Filz-pads oder –ringen auf die Membrane – soll angeblich auch sehr gut funktionieren. Auch hier die Frage: Wer hat hierzu Erfahrungen sammeln können?
Zum Schluß möchte ich freundlichst bitten, auf „spez. Kommentare“ – die man nur hier zu häufig im Forum lesen muß – zu verzichten – das bringt uns nicht wirklich weiter. Außerdem habe ich durch viele Selbstversuche, denen ich vorher „keine Chance“ gegeben hatte, da sie nicht techn. logisch erschienen, eine absolut „neutrale“ Einstellung zu diesen „Voodoo“-Themen. Musik ist ein großes Stück Lebensqualität – und wenn ich durch „Modifikationen“ irgendwelcher Art einen für mich hörbaren Zugewinn erfahre, bin ich mit mir und der Welt zufrieden – ende……
Über Eure Erfahrungen würde ich mich sehr freuen,
viele Grüsse,
Ingolf
Dragonsage
Inventar
#2 erstellt: 01. Apr 2004, 17:42
Erste Erfahrungen mit C37 Lack hat Clockwork lt. eigener Aussage bei Pappmembranen gemacht und diese fanden die Ergebnisse 'verblüffend'. Dieser wird verdünnt aufgetragen.

Aber im Zweifel sich mal an die www.clockwork.de wenden.

Solltest Du den Lack einsetzten, würde ich mich über einen Erfahrungsbericht (aber frühsten nach 8 Wochen ab letzter Lackierung) freuen.

Gruß DS
nathan_west
Gesperrt
#3 erstellt: 01. Apr 2004, 18:12

Bei längeren Hörsessions – wobei auch gelegentlich etwas lauter gehört wird – stellt sich ein leicht stressiges Klangbild ein. Meine Vermutung: Bedingt durch die sehr leichte Bauweise der Papiermembran (incl. Schwirrkonus) stellt sich eine Art „Oberflächenunruhe“ der Membran ein.


Die Vermutung scheint aber grösstenteils geraten zu sein...
Eine Oberflächenunruhe wie du es jetzt im negativen Sinne meinst kann ja durchaus vorhanden sein, aber davon auszugehen das sich diese erst nach "längeren Sessions" einstellt ist unlogisch, der Membran ist es ziemlich latte ob sie nun seit 5 Sekunden oder 5 Stunden schwingt.
PPM
Stammgast
#4 erstellt: 02. Apr 2004, 06:00
Hallo,
da sich das Problem erst bei längeren Hörsessions eintritt, tippe ich auf die Elektronik (Amp)?
Ansonsten habe ich auch schon gelesen, daß ein Haargummi, vorsichtig um den Schwirrkonus gespannt, Beruhigung bringen soll, manche Lowtherbesitzer legen auch einen Ring aus Watte (selber drehen) um den Schwirrkonus oder legen eine Scheibe aus Schaumstoff, paßgenau zugeschnitten, in den Schwirrkonus, sodaß die Scheibe etwa auf halber Höhe des Konus hält.
Mit dem Aufkleben von Filzpads (auf der Membran im Bereich der Schwingspule) hat Robert Bastanis Erfahrung, vielleicht hilft er Dir weiter (einfach mal unverbindlich nach dem Sinn dieser Maßnahme in seinem Forum fragen).
Eine C37-Maßnahme ist ja leider nicht rückgängig zu machen.
Gruß
Patrick
bigamp
Ist häufiger hier
#5 erstellt: 02. Apr 2004, 08:01
@Nathan
natürlich hast Du recht – ich habe mich wohl hier etwas unglücklich ausgedrückt. Genauer: Mit zunehmender Zeit höre ich häufig auch zunehmend lauter. Durch den höheren LS-Pegel erhöhen sich folglich die Membranhübe/-bewegungen u. diese „leichte“ Unruhe stellt sich ein…..Hier könnte der Übeltäter der Schwirrkonus sein. Werde noch einige kleine Versuche starten, um dahinter zu kommen…….

@Dragonsage
Clockwork ist bekannt, danke für Deinen Hinweis. Und wenn es wirklich dazu kommen sollte, dass ich meine Fostex-Chassis in dieser Art „manipuliere“, werde ich meine persönlichen Hörerfahrungen auf jeden Fall weitergeben! Könnte mir vorstellen, hier mit einer einzigen, dezenten Beschichtung zu beginnen. Ob dann ein zweites oder gar drittes Auftragen nötig wird, würde ich erst nach mehreren Wochen entscheiden…….

@PPM
Daß der Amp der Übeltäter ist, glaube ich nicht – ich kann´s aber auch nicht zu 100 Prozent ausschließen. Über Deinen Hinweis mit dem Haargummi musste ich schmunzeln, hab´nämlich vor ca 14 Tagen meiner Frau zwei von den Dingern „geklaut“ und es auch schon ausprobiert – klappt nicht!! Aber – auf die Gefahr hin, dass man mich auslacht: Vor einiger Zeit hatte ich – mehr durch Zufall – ein Stück Küchenrolle genommen, die einzelnen Lagen aufgetrennt, sodaß ich letztendlich ein sehr sehr leichtes Stückchen Flies in der Hand hatte. Vorsichtig eine „Wurst“ draus geformt und um den Schwirrkonus gelegt. Ich gewann den Eindruck, dass diese Maßnahme wirklich was brachte. Es klang m.E. etwas angenehmer. Man muß mit solchen „Ergebnissen“ immer sehr vorsichtig umgehen, da viele andere Punkte wie „Erwartungshaltung“ und „Tagesform“ hinzukommen. Man sollte so was an mehreren Tagen und besser noch zu verschiedenen Tageszeiten durchführen, um vielleicht etwas mehr Neutralität zu gewinnen. Vielleicht liegt ja die Erklärung darin, dass ich mit dieser Maßnahme irgendeine „Spitze“ im Frequenzbereich bedämpft habe – möglich wäre das…….
Den Bericht von R. Bastanis habe ich gelesen (Dipolstrahler mit Breitbändern). Nicht nur, dass der hier Filzpads aufgebracht hat, er behandelt die Breitbänder auch mit einem „speziellen Öl“…….. Und die Geschichte mit den Filzringen scheint tatsächlich ein „ganz alter Hut“ zu sein (man sieht´s gelegentlich auf alten Fotos v. Lautsprechern od. Breitbändern).
Und wie Du schon richtig schreibst, eine C37-Behandlung kann man nicht rückgängig machen. Und zu allem Übel kommt ja auch noch hinzu, dass die Chassis nicht gerade billig sind und in dieser Ausführung heute nicht mehr hergestellt werden……..

Auf jeden Fall vielen Dank für die ersten Reaktionen! Ich habe mich in den letzten Wochen u.a. mit dem Testen von versch. „300B-Endstufenröhren“ beschäftigt (Electro Harmonix, AVVT, FullMusic, Cetron, Western Electric usw.) – das hat mich mal wieder ein ganzes Stückchen weitergebracht. Ebenfalls habe ich versch. Vorstufenröhren ausprobiert und bin nun an 6SN7GTB (NOS) von Sylvania hängengeblieben. Wenn hierzu jemand Informationen braucht, einfach nachfragen……
Viele Grüsse
Ingolf
Dragonsage
Inventar
#6 erstellt: 02. Apr 2004, 08:02

Eine C37-Maßnahme ist ja leider nicht rückgängig zu machen.

Deswegen würde ich mal bei Clockwork anfragen, ob die mit den von Dir verwendeten Chassis Erfahrungen gemacht haben. Ein Anruf kostet ja nicht viel...

Was aber wohl auch leicht zu prüfen ist, wäre der Hinweis von PPM: Elektronik. Vielleicht kannst Du das mal durch Austausch (leihweise) was probieren. Ich kennen das Gegenteil. Wenn men Amp länger ganz aus war und mache Ihn an und höre gleich Mucke, könnte ich einen Affen kriegen. Frühstens nach einer Stunde ist es hablwegs akzeptable...

Gruß DS
PPM
Stammgast
#7 erstellt: 02. Apr 2004, 08:59
Ich bin mal etwas ketzerisch: dieses "spezielle Öl", keine Ahnung was das ist, sehr geheimnisvoll, soll wohl als Rechtfertigung dafür dienen, einen relativ billigen Beyma-Tieftöner als relativ teuren Breitbänder zu verkaufen
Aber gut klingen kann er schon!

Patrick
bigamp
Ist häufiger hier
#8 erstellt: 02. Apr 2004, 09:52
Hallo Patrick,
die Sache mit dem „speziellen Öl“ wird sicherlich genau so gerechtfertigt sein, wie das Aufkleben der Filzpads. Fakt ist: In der letzten „Klang & Ton“ stand ja der Bericht über die Dipolstrahler. Und hier kann man schon davon ausgehen, dass „kritische Ohren“ am Werke waren/sind. Absolut faszinierend in diesem Zusammenhang finde ich übrigens, dass viele „alte Sachen“ aus der HiFi-Aera heute immer häufiger wieder aufkeimen (Breitbänder, offene Schallwand, Hören mit Röhren usw. usw.)
Und noch ein Beispiel: Vor ca. 1 Monat habe ich einen Receiver erstanden – einen Sanyo von 1978!! Ein regelrechtes Monster: ca. 25kg Kampfgewicht. Ein wirkliches Wahnsinnsteil – hier wurde noch verschwenderisch und aus dem Vollen geschöpft. Jeder wollte damals der Beste sein – wahre „Materialschlachten“ waren die Folge. Wenn ich diesen Receiver aufschraube und hineinschaue, gehen Dir die Augen über!!! Hier wurde wirklich nur vom Feinsten verbaut!! Und das Teil hat einen Klang, den Du heute SOOO wahrscheinlich nur mit sehr hohem finanziellen Aufwand erreichen würdest…… Kaufkriterium für mich war: das Teil hat eine auftrennbare Vor-/Endstufe. Zur Zeit nutze ich vom Sanyo nur die Vorstufe, um den Röhrenamp anzusteuern. Warum?? Weil die Vorstufe hervorragend aufgebaut ist. Im Bedarfsfalle verfügt man hier auch über ein excellentes Klangregelnetzwerk, um etwaigen raumakustischen Problemen entgegenwirken zu können……
Tja, jetzt tauchen auch „alte Hornsysteme“ plötzlich wieder auf – und auf einmal stellt man fest, dass die Dinger doch verdammt gut klingen………manche „HighEnd-Speaker aus der heutigen Aera sehen da ganz schön alt aus…….Aber auch hier wieder: Es ist alles ne Geschmacksfrage, jeder hat so seine Hörgewohnheiten und seine eigenen Vorstellungen, wie eine „Anlage zu klingen“ hat…….
Bis später,
Ingolf
PPM
Stammgast
#9 erstellt: 02. Apr 2004, 10:17
@Ingolf
Mein Dad hat(te) einen Tandberg-Receiver, ebenfalls ein echtes Monster! Irgendwann habe ich als Stereoplay-höriger Halbstarker meinem Dad einen NAD-Testsieger-Verstärker aufgeschwatzt...
...was soll ich sagen, der NAD ist mittlerweile Schrott, klang nie so gut wie der Tandberg, den Tandberg gibt Daddy nicht mehr her, mir kommen die Tränen...
Patrick
bigamp
Ist häufiger hier
#10 erstellt: 02. Apr 2004, 10:35
@Patrick
Hmm, tatsächlich erfreuen sich diese "alten Kisten" heute größter Beliebtheit. Wenn ich mir heute einen Verstärker/Receiver kaufen würde: KEIN NEUGERÄT - ich würde Ausschau halten nach ´nem schönen Marantz-Receiver (o,ä.) aus den 70ern. Auch wenn man hier etwas mehr investiert - sagen wir mal ca. 200 Euro - und was nimmt, was vorher meßtechnisch gecheckt wurde - es lohnt sich ALLEMAL!!! Mit solch einem Teil und entsprechenden LS kannst Du noch JAHRE Musik vom Feinsten genießen.....
Gruß,
Ingolf
wolfi
Inventar
#11 erstellt: 05. Apr 2004, 13:58
Hallo,
die Problematik könnte " systembedingt " sein. Breitbänder führen zwangsläufig bei größeren Lautstärken zu erhöhten Modulationsverzerrungen.
Fidelity
Ist häufiger hier
#12 erstellt: 06. Apr 2004, 16:33
Hol dir aus der Apotheke ein kleines Fläschchen mit der Flüssigkeit die "Wasserglas"heißt.


Fidelity
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