Akai GXC 750 D Überholung

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Plattensucht
Ist häufiger hier
#1 erstellt: 20. Jan 2014, 19:15
Hallo zusammen

habe ein neues Spielzeug erworben.
Ein AKAI GXC 750 D.
Zustand optisch gut bis sehr gut.
P1010951
P1010950
Technisch defekt wurde auch so angegeben. Abspielen geht nicht. Spult dann vor.
Tastenbeleuchtung Play geht nicht.
Nach der ersten Sichtung war der Defekt schnell lokalisiert.
1.Riemen zu Zählwerk ausgeleiert und damit auch der Impulsgeber nicht immer in Funktion.
2.Verharzung des rechten Andruckrollenarmes. Daher konnte der Schlitten nicht einrasten.

Super dachte ich Probleme gelöst bis auf ein neues.
Gerät war ausgeschaltet und dann gingen irgendwann die VU Beleuchtungen an
Probiert und probiert. Blieb so. Dann wurden diese dunkler ich war happy bis der Geruch war genommen wurde. Schnell Stecker gezogen und Kiste geöffnet. Zum Glück kein Brand.
Dafür das
9447c3ed.l

Ein aufgeplatzter Kondensator schein der Grund.
Antriebsgummis , Andruckrollen und Kondensatoren bestellt.

Wer kann mir einen Tipp geben wo man die Birnen für die Tastenbeleuchtung herbekommt.
Wie am besten die Potis reinigen?
Was muß ich noch bei der Überholung beachten?
Gruß Lars


[Beitrag von Plattensucht am 20. Jan 2014, 20:59 bearbeitet]
Lennart777
Inventar
#2 erstellt: 21. Jan 2014, 09:12
Ah, ja Lars - Du hast eine email bekommen (mit einem Angebot für passende Lampen) - so klein ist die Welt!

Grüße
Lennart
Plattensucht
Ist häufiger hier
#3 erstellt: 21. Jan 2014, 19:43
Hallo
und Danke für die Antwort. Habe auch schon in einer neuen E-Mail geantwortet.
Vielleicht noch einen Tipp zur Platinenreinigung ohne Bauteile zu zerstören bzw.die Bezeichnungen zu entfernen oder aber einen Film zu hinterlassen der den neuen Staub erst recht bindet.
Wie die Potis reinigen?

Wie sind die klanglichen Eigenschaften dieses Tapedecks. Beim ersten Probehören bis zum Kondensatordefekt war ich angenehm überrascht.

Gruß
Lennart777
Inventar
#4 erstellt: 22. Jan 2014, 09:30
Wenn die laufen, sind die richtig gut! Hast schon Antwort, Lars.

Grüße
Lennart
Plattensucht
Ist häufiger hier
#5 erstellt: 23. Jan 2014, 12:44
Hallo Lennart

vielleicht noch einen Tip für mich?
Wie am besten die Platinen reinigen?
Wie am besten die Potis reinigen?
Was muß ich noch bei der Überholung beachten?

Ist meine erste Überholung und mag da nichts falsch machen.

Gruß Lars
Lennart777
Inventar
#6 erstellt: 23. Jan 2014, 12:53
Potis reinigen: mal die Suchfunktion benutzen!
Platine reinigen: am besten mit Zahnbürste und Kontakt WL (Bremsenreiniger geht auch).

Grüße
Lennart
Plattensucht
Ist häufiger hier
#7 erstellt: 23. Jan 2014, 20:51

Lennart777 (Beitrag #6) schrieb:
Potis reinigen: mal die Suchfunktion benutzen!
Platine reinigen: am besten mit Zahnbürste und Kontakt WL (Bremsenreiniger geht auch).

Grüße
Lennart


das mit der Suchfunktion habe ich gemacht aber habe den Eindruck das alle was anderes machen und jeder eine andere Chemie einsetzt.

Beim Reinigen der Platine mit der Zahnbürste leiden da nicht die Beschriftungen der Bauelemente da die ja doch relativ hart ist?

Werde am Wochenende erst mal die 2 Rifa Kondensatoren tauschen in der Hoffnung das Tape bleibt bei aus auch aus und nicht wieder die Beleuchtung angeht. .

Gruß Lars
Plattensucht
Ist häufiger hier
#8 erstellt: 25. Jan 2014, 12:20
Hallo
gestern die Rifa Kondensatoren getauscht.
610f9299.m

dann Gerät eingeschaltet läuft. Gut hat er ja vorher auch getan.
Nun ausgeschaltet und gewartet.
Es blieb aus und kein Gestank.

Jetzt Frontplatte abnehmen und welche Schrauben muß ich entfernen um das Laufwerk auszubauen?
Denke viele. Haben mir dann dieses gemalt um am Ende wieder alle Schrauben dahin zu bekommen wo Sie her kamen. Nicht lachen.
56030412.m
Darin habe ich alle Schrauben befestigt.
Endlich.
4edb6cf6.m
e2c65113.m

Was für ein Brocken. Capstanmotor, Riemenräder und 2 Spulmotoren. Alles in Metall und schwer.
Erst mal Pause machen

Gruß
Plattensucht
Ist häufiger hier
#9 erstellt: 26. Jan 2014, 16:58
und weiter mit dem Basteln.
habe die Andruckrollenarme ausgebaut und hier ein typisches Problem festgestellt. Beide Wellen waren durch verharztes Fett mit den Armen verklebt. Das war auch am Anfang der Grund warum Play nicht funktionierte. Der Kopfträger fuhr nicht hoch.
a8b7acc2.m

hoffe die Verharzung ist gut zu erkennen.
Dann die Mechanik zerlegt, gereinigt, gefettet ,die Rollen erneuert und alles wieder zusammengebaut..

2cc76d34.m

bei dieser Mechanik zum Glück kein Problem. Kopfträger und Andruckrollenarme gingen jetzt leicht nach oben.
Captanteller ausgebaut und neu gefettet. Beim Ausbau der Capstanteller bitte nicht verkanten die sind sehr schwer. Riemen erneuert

33b73a99.m

und den vom Zählwerk auch. Dieser war total ausgeleiert. Mit diesem wird eine Art Impulsgeber bewegt der meldet ob sich das Band bewegt und dann am Ende abschaltet.
86ec5fb1.m

Kassettenfach eingebaut und das Laufwerk wieder im Rahmen montiert. Dann das vordere Rahmenteil befestigt incl. VU-Anzeigen und Dolby Anzeige.
412d7b55.m

353451af.s

Gruß und bis bald.
Plattensucht
Ist häufiger hier
#10 erstellt: 27. Jan 2014, 18:16
Hallo
und weiter mit der Bastelei.
Jetzt mußte die Beleuchtung der Playtaste ersetzt werden. Denke mal Birne defekt. Ganze Einheit ausgebaut und aufgeschraubt. Zum Glück das einfachste dieses Abenteuers.
Das einzige was mich hier stört ist das man irgendwann Probleme mit den Tastenkontakten bekommen wird. Die sind aus Gummi .

51ca4c72.m

Defekte Birne getauscht und Danke noch einmal an Armin und Lennart für den Ersatz.

Jetzt die Potis gespült. Am meisten Sorgen machten mir die vom linken RecCal und das vom Output. Dazu noch mehr.
Alufront gereinigt ( könnte aber besser sein. Flecken) und dann die Holz Gehäuseabdeckung geölt.
Dann endlich der Zusammenbau.
Fertig.

Endlich mal wieder ein Fenster wo man die Kassette sieht.
11fd38d0.m

VU mit Zeiger ohne LED gezucke.
b28396ce.m

Die Tastenbeleuchtung.
922764e5.m

Im Ganzen.
0b0116c2.l

und spielt. Leider muß ich noch einmal an die 2 vorher genannten Problem Potis ran. Das Kratzen ist leider nicht ganz weg.

Gruß und hoffe es hat gefallen.
Lennart777
Inventar
#11 erstellt: 27. Jan 2014, 18:57
Klar gefällt das und es zeigt, dass man, mit etwas Mut, ganz schön weit kommt!

Grüße
Lennart
Plattensucht
Ist häufiger hier
#12 erstellt: 02. Dez 2014, 19:42
Hallo zusammen
und leider erst jetzt wieder mal hier. Leider nie viel Zeit und zu viele Hobbies.
Nachdem ich hier über die Überholung meines AKAI GXC 750 berichtet habe kam schnell die Ernüchterung in Punkto 2 Fehler.
1.Aufnahme sehr schnell beim Austeuern verzerrt.
2. Aus dem Vorspulen stoppen erzeugte mal mehr/weniger eine Schlaufe die der Rückspulmotor wieder straffte.
Vor Frust und Null Bock auf wieder zerlegen das Tape in die Ecke gestellt.

Gestern mal wieder angeschlossen, Tape eingelegt und laufen lassen. Nach ca. 30 min. Ende.
Tape stoppte. Wieder auf Start gedrückt stoppte es wieder. Capstanwellen drehten sich nicht.
Gummi ?
Ausgeschaltet und Gehäuse geöffnet. Einschalten und sehe das Motor nicht läuft. Motorgehäuse ist heiß und die Welle läßt sicht nur schwer drehen.

Wut kommt auf und der Wunsch zu schnellen Entsorgung.

Dann doch wieder in die Ecke gestellt.

Vielleicht hat jemand Tips zu den Fehlern , was ist mit dem Motor los und kann helfen beim reparieren.
Gruß Lars
Plattensucht
Ist häufiger hier
#13 erstellt: 06. Dez 2014, 16:54
Hallo
hab vorhin noch einmal den Deckel aufgeschraubt. Die Welle des Motores ließ sich kaum bewegen. Dann kurz und vorsichtig die Welle vor und zurück geschoben und alles ging wieder leicht auch das drehen. Dann das Tape am Strom angeschlossen und den Motor kurz laufen lassen. Scheint ohne Probleme zu laufen. Dann aber wieder ausgeschaltet. Ursache muß erst gefunden werden. Laut Schaltbild ist dem Motor ein Kondensator paralell geschaltet. Könnte ein Defekt dieses Kondensatores das Problem für den heißen Motor sein?

Gruß
Lars
bukongahelas
Inventar
#14 erstellt: 06. Dez 2014, 21:29

2. Aus dem Vorspulen stoppen erzeugte mal mehr/weniger eine Schlaufe die der Rückspulmotor wieder straffte.

Das kann an den Bandteller-Bremsen bzw deren verschlissenen Filz/Gummibelägen liegen .
Aus FF oder REW nach PLAY stoppen diese Bremsen die Bandteller/Wickeldorne .
Wäre an jedem Bandteller eine Abfrage obs dreht oder stillsteht (Lichtschranke mit Reflexscheibe) ,
könnte die Elektronik abwarten bis der Bandteller steht und dann erst PLAY freigeben .
Hier läufts wohl ohne Abfrage über eine "dumme" Wartezeit zwischen REW/FF Ende und PLAY Start ,
vermutlich ein zeitbestimmender Kondensator/Elko .
Man sollte die Bremsen reparieren und evtl zusätzlich die Wartezeit verlängern , C vergrößern .

Motor: Wenns ein DC-Standardmotor ist , lohnen Experimente nicht , besser neu .
Es geht um Drehzahl (zB 2400 U/min) und Drehrichtung (cw oder ccw) und müßte auf dem alten Motor
(codiert) draufstehen .

RecLevel verzerrt schnell:
Ist evtl "nur" die Eingangsstufe durch zu hohen Pegel der Programmquelle übersteuert ?
So als würde man einen CD-Player an einen Phono/Mic Eingang anschließen ?

Wenn das OK ist , hilft nur Signalverfolgung vom Input über RecAmp bis zum Tonkopf .
Was ist mit den Kontakten des REC-PLAY Umschalters ?
Werden hochausgesteuerte fremdbespielte MC korrekt wiedergegeben ?
(Liegt der Fehler im REC oder PLAY Amp ?)
Auch sehr fehleingestellter Bias kann solche Effekte erzeugen .
Bekommt der RecAmp korrekte Betriebsspannung und Masse ?

Wenn Kleinsignaltransistoren 2SC458 eingebaut sein sollten , 1:1 pinkompatibel durch 2SC2240 ersetzen.
2SC458 neigt zu Knackstörungen+Ausfällen .

Die lange Bastelei erinnert mich an eigene Reparaturen :
Kaum hat man alles was möglich scheint erneuert , treten neue unwahrscheinliche Fehler auf .
Hat man aber alle Fehler beseitigt , laufen solche Akais noch Jahrzehnte .

Akai Reeltapes haben etwa dieselben Probleme , sind aber einfacher weil "grober" zu reparieren ,
außer der GX-77 , das ist praktisch ein aufgeblasener CassRecorder .
Mit einer GX-630 liegt man da auf der sicheren Seite . Stabil wie ein Stahlwerk , leicht zu reparieren
und gebraucht günstig zu haben .
Der Klang ist wegen der doppelt so breiten Spuren und xfacher Geschwindigkeit besser als CassRecorder .
Wer Autoreverse braucht nimmt die GX-635 . Die 747 ist voller Spielereien und zu teuer .

bukongahelas
Lennart777
Inventar
#15 erstellt: 08. Dez 2014, 09:35
Der GXC-750D hat einen Synchron-AC-Motor mit Anlasskondesator, daher sind die Standardmotore nicht als Ersatz verwendbar. Diese Motoren zu erneuern ist kaum möglich, man bekommt so gut wie keinen Ersatz.

Grüße
Lennart
bukongahelas
Inventar
#16 erstellt: 08. Dez 2014, 12:16
Falls der Motor paßt könnte ich einen aus dem GXC-715-D abgeben .
bukongahelas
Plattensucht
Ist häufiger hier
#17 erstellt: 09. Dez 2014, 20:09
Hallo

Danke für die Antworten. Frage an Lennart der mir schon bei diesem Tape geholfen hat. Was kann der Grund für das Heißlaufen des Motors sein?
Wie gesagt beim letzten Test lief er hab ihn aber auch nicht lange laufen lassen. Hab einen Kondensator in Verdacht. Könnte das sein?
Hat der Motor einen Entstörkondensator im oder Außerhalb des Gehäuses?
Gruß Lars
Lennart777
Inventar
#18 erstellt: 10. Dez 2014, 08:55
Nein, der Kondensator ist bei Erwärmung nicht die Ursache, eher würde ich hier auf einen agerschaden im Motor tippen - oder die Schwungmassen rotieren nicht leichtgängig. Ich würde an Deiner Stelle beides prüfen. Als drite möglichkeit käme noch ein zu kleiner Riemen in Betracht.

Grüße
Lennart
Plattensucht
Ist häufiger hier
#19 erstellt: 09. Dez 2018, 18:04
Hallo zusammen

nun ist schon wieder einige Zeit her seit dem letzten Beitrag zu meinem AKAI GXC 750 D. Es hat wieder mal geschafft aus der Verbannung im Keller in die Wohnung getragen zu werden. Ich hatte die Probleme mit dem Motor hier beschrieben und der letzte Stand war der das es auch zu Laufgeräuschen kam. Daher ab in den Keller. Kurz vor der Entsorgung habe ich jetzt doch noch einmal den Versuch gestartet und mich des Problemes angenommen. Motor konnte am Pulley kaum gedreht werden.Chassis komplett ausgebaut und den Motor dann auch ausgebaut. Geduld ist hier in dem Fall angesagt. Diesen geöffnet,Hier muß dann erst der Motorpulley durch erwärmen agezogen werden.Eine einfachere Lösung wäre mir lieber. Lager gereinigt und mit Sinteröl versehen. Am nächsten Tag wieder alles zusammengebaut. Motor ließ sich jetzt leicht am Pulley drehen. Wieder alles zusammen gebaut und dann bei geöffnetem Gehäuse laufen lassen. Leise ohne Geräusche und Motorgehäuse auch nicht warm oder heiß wie vorher. Zumindest im offenen Gehäusezustand.Scheint also erst einmal geholfen zu haben.
Im geschlossenen Gehäusezustand wird es in diesem Gerät doch sehr warm.

Nun ist es aber so das damit nicht alle Sorgen bzw. Baustellen gelöst sind.

1. Das senkrechte Kühlblech von 4 Tansitoren wird doch sehr heiß. Scheint aber kein Einzellfall zu sein.
2. Aufnahmecalibration hat bei Hinterband eine mit Zunahme der Db-Aussteuerung eine Abweichung zwischen dem linken und rechten Kannal.Bei allen Bandsorten. Ab-5 Db .
3. Aufnahmeausteuerung führt ab -5 Db zu Verzerrungen.

Schade eigentlich und der Keller ruft wieder.

Gruß
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