Marantz 2245

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-Franz73-
Ist häufiger hier
#1 erstellt: 27. Mrz 2016, 23:00
Hallo Leute,

ich besitze seit kurzem einen Marantz 2245. Ich habe ihn mit meinen alten nicht besonders guten LS getestet habe und es hat alles funktioniert.
Gestern habe ich meine neue Focal Aria 905 bekommen und heute hatte ich endlich Zeit um Musik zu hören.
Am Anfang lief alles sehr gut und dann begann der rechte LS immer wieder mal zu knacksen und auch ganz auszufallen um dann mit nochmaligen knacksen normal weiterzuspielen, bis zum nächsten Aussetzer.

Verabschiedet sich hier ein Teil im Marantz?
Ich gehe mal davon aus, dass es nicht am neuen LS liegt.

Liebe Grüße,
Franz


[Beitrag von -Franz73- am 27. Mrz 2016, 23:25 bearbeitet]
Ralf_Hoffmann
Inventar
#2 erstellt: 27. Mrz 2016, 23:21
Hallo Franz,

das ist beinahe eine "klassische" Fehlerbeschreibung für übliche Zipperlein von 40 Jahre altem Hifi.
Dieses knacken und zeitweilige Kanalausfälle, die dann entweder von alleine, oder nach betätigen eines Schalters, wieder verschwinden, deuten zumeist auf Kontaktprobleme hin. Anderes ist natürlich (zusätzlich) auch noch möglich.
Die Hauptkandidaten dafür sind das Lautsprecherschutzrelais und/oder div. Schalter und Poti. Im besten Fall reicht schon eine Reinigung dieser Bauteile.
Das kann man durchaus selber versuchen - über die Suche Funktion findest du da reichlich Tipps.
Wenn du dich da nicht ran traust, bliebe noch der Weg zum "Hifi-Doktor". Es gibt noch eine Reihe von Werkstätten, die sich auf Klassiker wie z.B. Marantz verstehen - mit Wartezeiten bis zu 6 Monaten .
Allerdings ist die Sache, je nach Umfang, nicht billig.

Gruß
Ralf
Rabia_sorda
Inventar
#3 erstellt: 27. Mrz 2016, 23:37
Womöglich Oxidation an Schaltern, Potis und/oder Relais.
Auch kalte Lötstellen können der Auslöser sein. Im Schlimmsten Fall wären es defekte Halbleiter, aber auch Kondensatoren und Widerstände sind nicht auszuschliessen.

Alles im Allen...schwierig eine genaue Ferndiagnose zu stellen.
-Franz73-
Ist häufiger hier
#4 erstellt: 28. Mrz 2016, 00:02
Hallo,

danke für die Infos .
Warum habe ich mir bloss kein neues Gerät gekauft
Wahrscheinlich weil die alle so hässlich sind.

Ich gehe jetzt deprimiert schlafen und denke morgen darüber nach.

Liebe Grüße,
Franz

PS.: falls es hier jemanden aus Ostösterreich (Raum Wien, Baden, Eisenstadt.. ) gibt der sowas klären bzw. reparieren kann, zu einem humanen Preis, dann melde dich bitte bei mir
Rabia_sorda
Inventar
#5 erstellt: 28. Mrz 2016, 00:45

Warum habe ich mir bloss kein neues Gerät gekauft
Wahrscheinlich weil die alle so hässlich sind.


.....und weil sie qualitativ niederschmetternd sind
Aber, so ist es nunmal, muss man sich bei gebrauchten/alten Geräten immer auf soetwas einstellen. Wenn man kein Bastler ist, kann man sich so eine Anschaffung leider sparen, denn im Grunde ist das "nur" eine kleine Fleißarbeit...


[Beitrag von Rabia_sorda am 28. Mrz 2016, 00:48 bearbeitet]
-Franz73-
Ist häufiger hier
#6 erstellt: 29. Mrz 2016, 19:32
Hallo Karsten,

da ich den Marantz auf keinen Fall zurück oder abgebe weil mir der Klang in Verbindung mit meinen neuen LS sehr gut gefällt, habe ich mich etwas eingelesen.
Nach kurzer Euphorie darüber, dass oft schon ein Kontakt Spray wie Oszillon oder Kontakf 61 das Problem behebt, kam die Ernüchterung, dass damit das Problem langfristig nur vergrößert wird.

Ich möchte ihn öffnen und versuche das Problem selbst zu lösen und hoffe auf deine Hilfe.
In eine Werkstatt kann ich ihn immer noch bringen.

Wie würdest du vorgehen?

Liebe Grüße,
Franz
Rabia_sorda
Inventar
#7 erstellt: 29. Mrz 2016, 20:13
Mit Kontaktspray tust du dir keinen Gefallen, richtig.
Wenn man mit solchen Mitteln arbeitet, sollte/muss man die Bauteile zerlegen. Nur reinsprühen macht es (später) nur schlimmer.
Schau hier mal rein.

Als erstes könntest du, im ausgeschaltetem Zustand, alle Schalter ca. 30x schalten, dadurch löst sich schonmal Dreck und Oxidation.
Wenn das nicht hilft, könntest du mal einen Kopfhörer anschliessen. Wenn es dort nicht auftritt, ist es das LS-Relais.
Hier kann man es erkennen:

dscn250982nh

Kalte Lötstellen sind natürlich immer anzunehmen, daher auch ein Auge drauf werfen.

Probiere das mal alles durch und melde dich nochmals.
-Franz73-
Ist häufiger hier
#8 erstellt: 30. Mrz 2016, 19:31
Hallo Karsten,

ich habe nun alle Schalter min. 30 x geschalten ohne Veränderung.
Den Kopfhörertest habe ich auch durchgeführt und es ist mit Kopfhörer genauso wie mit den LS.
Wenn ich kurz lauter drehe spielen beide und nach kurzer Zeit fällt wieder eine aus, manchmal links aber meistens rechts.
Der Lautstärkenregler lässt sich schwerer drehen als die anderen, ist das normal oder sind das die Spuren diverser Kontaktsprays?
Geöffnet habe ich ihn noch nicht, dass habe ich für morgen geplant.

Wie erkenne ich kalte Lötstellen?

Liebe Grüße,
Franz
Rabia_sorda
Inventar
#9 erstellt: 30. Mrz 2016, 22:59
Ach Mensch, dass ist ja schade
Oeffne erstmal das Gerät

kalte Lötstellen
-Franz73-
Ist häufiger hier
#10 erstellt: 31. Mrz 2016, 11:48
Hallo Karsten,

Ich habe das Ding offen und scheinbar wurde das LS Relais schon getauscht, es sieht nämlich anders aus als auf dem Foto.

Es gibt Lötstellen die solche "kalten" sein könnten und auch etwas oxidiert aussehen aber welche Funktionen da dran hängen weiß ich nicht.
Ein Nachbar meinte, dass der Lautstärkenregler das Problem sein wird.

Könnte man diesen durch einen neuen oder anderen ersetzen, oder muss es ein Original sein, also ausbauen und reparieren bzw. reinigen?

Liebe Grüße,
Franz
raphael.t
Inventar
#11 erstellt: 31. Mrz 2016, 13:33
Hallo!

Relais, Lautstärkepoti ... können natürlich für einen verschwundenen Kanal ursächlich verantwortlich sein, aber es gibt auch andere Kandidaten: Lautsprecher-Umschalter, Monitor-Schalter, auch die Auftrennbarkeit von Vor- und Endstufe kann hier hineinspielen. Damit sind noch nicht alle möglichen Verursacher genannt.

Grüße Raphael


[Beitrag von raphael.t am 31. Mrz 2016, 13:33 bearbeitet]
Rabia_sorda
Inventar
#12 erstellt: 31. Mrz 2016, 17:24

Ich habe das Ding offen und scheinbar wurde das LS Relais schon getauscht, es sieht nämlich anders aus als auf dem Foto.


Das auf dem Foto wurde getauscht


Es gibt Lötstellen die solche "kalten" sein könnten und auch etwas oxidiert aussehen


Nachlöten.


Ein Nachbar meinte, dass der Lautstärkenregler das Problem sein wird.

Könnte man diesen durch einen neuen oder anderen ersetzen, oder muss es ein Original sein, also ausbauen und reparieren bzw. reinigen?


Kann auch der LS-Regler sein, im Grund kann es aber ALLES sein....
Wie der LS-Regler aber demontiert wird, weis ich nicht. So alte Potis müssten aber recht "einfach" zu öffnen sein.
-Franz73-
Ist häufiger hier
#13 erstellt: 01. Apr 2016, 16:32
Hallo,

hab den Marantz heute zu einem Elektriker gebracht, welcher mir für Audio Reparaturen empfohlen wurde.
Bin schon gespannt was die Ursache für das Problem ist.

Liebe Grüße,
Franz
airmax78
Stammgast
#14 erstellt: 06. Apr 2016, 18:16
Hallo Franz,

manche Geräte aus dieser Serie haben auf der Geräterückseite ein Buchsenpaar "PRE OUT / MAIN IN" Das Besondere an diesen Buchsen ist, dass die MAIN IN Buchse als Schaltbuchse ausgeführt sein kann. Diese Schaltkontakte sind (sehr) oft für genau dieses Zipperlein verantwortlich. Zur Überprüfung bzw. Fehlereingrenzung ein normales Chinchkabel zwischen PRE OUT und MAIN IN einfügen: verschwindet das Problem, hat man die Ursache gefunden.

Grüße,

maurice
-Franz73-
Ist häufiger hier
#15 erstellt: 06. Apr 2016, 19:57
Hallo Maurice,

danke für die Info.
Das Gerät ist mittlerweile in der Werkstatt zur Reparatur.
Die Pre out und Main in Schalter gibt es aber sie sind nicht offen, es steckt eine Verbindung drin.

Bin gespannt ob sie den Fehler finden werden bzw. was es kosten wird.

Liebe Grüße,
Franz
-Franz73-
Ist häufiger hier
#16 erstellt: 09. Apr 2016, 11:52
Hallo Leute,

gestern abgeholt und heute angeschlossen.
Es war das Lautsprecher Relais, also ist der Kopfhörertest beim 2245 nicht aussagekräftig, es wurde ausgebaut, zerlegt, gereinigt, zusammengesetzt und wieder eingebaut.

Liebe Grüße,
Franz
Rabia_sorda
Inventar
#17 erstellt: 09. Apr 2016, 13:00
Auch recht selten, dass das Relais noch vor dem KH-Anschluß geschaltet wird. Ein Blick in das SM hätte geholfen....nun ja...

Glückwunsch und noch viel Freude an dem Gerät
NS1000
Stammgast
#18 erstellt: 09. Jun 2016, 20:26
Hi zusammen,
ich schreibe mal in diesem Thread weiter, bevor ich einen weiteren Marantz Thread aufmache.

Ich habe seit ein paar Jahren Yamaha 690 III Lautsprecher und bin sehr zufrieden. Ich probiere immer noch, den idealen Verstärker zu finden, hatte schon u.a. Accuphase, Thorens, Luxman, Denon, einen Braun Receiver, zwei Digitalverstärker und zwei Röhrenendstufen damit betrieben.

Der Marantz 2245 oder 2270 wird hier oft als ideale Kombination zu den Yamahas empfohlen. Der kam für mich nur nie so in Frage, da ich eher immer etwas puristisches gesucht habe. Mittlerweile ist mir das aber nicht mehr so wichtig, hauptsache der Sound ist gut. Und die Marantz Receiver gefallen mir schon immer wirklich super. Nur wiegesagt wollte ich was anders, auch keinen Receiver.

Zufällig ist mir grad mal ein Marantz 1072 in die Finger gekommen, den ich testweise an die Yammis angeschlossen habe. Auch wenn er nicht so "aufgeräumt" klingt und der Bass recht undefiniert, bin ich doch recht begeistert, was das kleine Ding kann. Es ist die Klangfarbe, eine leichte Soundung, eine Wärme oder extra Punch in den tieferen Mitten, schlecht zu erklären. Er macht auch bisher keine Kopfschmerzen bei manch kritischer Aufnahme. Jetzt macht es mich doch seeehr neugierig, sowas wie den Marantz 2245er dran zu hören.

Ein paar Fragen stelle ich mir gerade, vielleicht kann mir jemand was dazu sagen:

Gibt es einen Verstärker-Pendant zum 2245, der natürlich auch genau so klingt?
Macht die Vorstufe vornehmlich die besondere Klangfarbe aus oder auch die Endstufe?

Im Zuge dessen frage ich mich, was klanglich passieren würde, wenn ich meine zwei Traum-Röhren Mono Endstufen Quad II als Endstufe nutze und den 2245er Receiver als Preceiver. Die Quads muss ich nämlich noch haben, rein aus Sammel-Lust.


[Beitrag von NS1000 am 09. Jun 2016, 20:31 bearbeitet]
pelowski
Hat sich gelöscht
#19 erstellt: 10. Jun 2016, 19:41
Hallo NS1000,

auch wenn es schon x-mal gesagt wurde und es die sog. "Goldohren" nicht verstehen wollen,
wenn ein (nicht leistungs-oder impedanzmäßig überlasteter) Verstärker "klingt". ist er entweder nicht i.O. oder nicht HI-Fi.

Grüße - Manfred
Rabia_sorda
Inventar
#20 erstellt: 10. Jun 2016, 23:36
Ja, kein Verstärker "klingt", sie erzeugen nur unterschiedliche "Klangbilder". Das ist meine Meinung, meine Erfahrung und ich habe keine Goldohren, da braucht mir keiner rein reden...
pelowski
Hat sich gelöscht
#21 erstellt: 11. Jun 2016, 12:55

Rabia_sorda (Beitrag #20) schrieb:
Ja, kein Verstärker "klingt", sie erzeugen nur unterschiedliche "Klangbilder". Das ist meine Meinung, meine Erfahrung und ich habe keine Goldohren, da braucht mir keiner rein reden... :L

Na, dann rede ich dir da mal nicht rein...
Aber erhellend wäre es schon, wenn du erklären könntest, wie denn die "unterschiedlichen Klangbilder" erzeugt werden?

Ich habe früher in einer Firma gearbeitet, wo u.a. auch solche Komponenten entwickelt wurden. Da wäre es wunderbar gewesen, wenn wir einen solchen Experten wie du einer zu sein scheinst, zur Verfügung gehabt hätten, der uns erklärt hätte, wie wir ganz unabhängig von den banalen Messwerten Verstärker mit "unterschiedlichen Klangbildern" entwickeln können.

Grüße - Manfred
Lennart777
Inventar
#22 erstellt: 11. Jun 2016, 15:49
Also nach meinen Erfahrungen genügt es bereits, andere Endtransistoren (Stromverstärker in der Endstufe) einzubauen - und
schon klingt das Gerät, deutlich hörbar, anders. Nach selbst gemachten Erfahrungen scheint dies mit der Transitfrequenz der Transistoren zusammen zu hängen. Je höher diese ist, desto "besser" klingt es. Das "klingen" ist nicht leicht zu erklären und schon gar nicht messbar! Ich empfinde es so, dass beim "besseren" Klang alles etwas saftiger und runder klingt und man deutlich mehr Feinheiten zu hören sind.

Ich habe bis vor wenigen Jahren auch nicht an Verstärkerklang geglaubt, bis ich einen zur Reparatur auf demTisch hatte und als der fertig war, hat er mich klanglich einfach umgehauen. Ich habe dann noch mehrmals gegen andere Verstärker Probe gehört - stets mit demselben Ergebnis: er klingt einfach deutlch besser.Ich habe mir dann genau so einen besorgt und bis bis heute damit extrem zufrieden!

Man muss nicht immer alles erklären können!

Grüße
Lennart


[Beitrag von Lennart777 am 11. Jun 2016, 15:50 bearbeitet]
Rabia_sorda
Inventar
#23 erstellt: 11. Jun 2016, 18:02
Lennart, da gibt es nichts hinzuzufügen
pelowski
Hat sich gelöscht
#24 erstellt: 11. Jun 2016, 18:51

Lennart777 (Beitrag #22) schrieb:
... Das "klingen" ist nicht leicht zu erklären und schon gar nicht messbar! ...

Hallo Lennard,

so wie ich mich an andere Beiträge von dir erinnere, hatten die eigentlich immer Hand und Fuß.

Das obige Zitat verwundert mich daher schon.

- Wir können heute viele Parameter oft um Zehnerpotenzen genauer messen, als diese hörmäßig zu detektieren sind.
- Bisher gibt es keinerlei Hinweise auf verborgene, nicht messbare Parameter.

Es gibt doch die Möglichkeit, von Eingangs-u.Ausgangssignal (unter Anpassung von Phase und Pegel) die Differenz zu bilden.
Ich habe das selbst noch nicht gemacht, aber alle Differenzsignale die veröffentlicht wurden (wie ich vorher schon sagte, intakter Verstärker und Bertieb dessen im "grünen Bereich"), gaben keinerlei Anlass, eine Hörbarkeit zu behaupten.

Wo könnten sich physikalisch die gehörten Unterschiede denn verstecken? Oder geht`s garnicht um Physik, sondern um Magie, Zauberei oder gar Einbildung?

... Man muss nicht immer alles erklären können!

"Immer alles" - da gebe ich dir vollkommen Recht! Aaaaber: wie ein NF-Signal, das nicht messbar verändert wurde, einen anderen Klang hervorrufen soll, das würde ich schon gerne erklärt bekommen.

Grüße - Manfred
Broesel02
Inventar
#25 erstellt: 11. Jun 2016, 20:14
Lennard, welcher Verstärker konnte dich so überzeugen?

Richard
NS1000
Stammgast
#26 erstellt: 11. Jun 2016, 20:16
Das würde mich auch interessieren!

Interessante Diskussion. Das bezieht sich jetzt aber nur auf Endstufen?

Dann wäre die einzige Begründung für Verstärkerklang, wenn man sich auf Vorverstärker oder Vollverstärker bezieht?

Etwa so:
Beim Marantz ist in Flat-Stellung eigentlich Loudness. Deswegen klingt Marantz so warm.
Bei T+A sind in Flat-Stellung die Höhen eigentlich +4db. Deswegen klingt T+A so glasklar.
Broesel02
Inventar
#27 erstellt: 11. Jun 2016, 20:55
Hallo NS1000,
so einfach ist es nicht. Dann würde es wohl diese endlosen und leider häufig völlig entgleisenden Diskussionen nicht geben. Was ich jetzt schreibe ist also meine rein persönliche Meinung. Ich habe es nicht gemessen. Ich habe es nicht im Doppel Blind- Test mit 30 statistisch ausgesuchten Personen an 100 unterschiedlichen Tagen verifiziert. Es ist also alles erlogen
Endstufen klingen unterschiedlich und reagieren unterschiedlich mit ihren Interaktionspartnern, also Zuspielern und Lautsprechern
Für Vorstufen gilt das leider genauso.
Die Kabel dazwischen tragen auch noch zu Klangunterschieden bei.
Zusätzlich kommt die Alterung der verwendeten Bauteile in den nunmehr ja häufig über 30 Jahre alten Geräten dazu. In welche Richtung hat sich denn ein Bauteil verändert und welchen Einfluss hat das auf den Klang?
Ich persönlich höre nun schon recht lange mit einem Kenwood L-07 C II Vorverstärker bei dem ich ALLE Widerstände und ALLE Kondensatoren getauscht habe, Relais erneuert, alle Schalter und Regler im US Bad greinigt und versiegelt und so weiter und so weiter.
Und wie klingt er?
Besser als alles andere was ich bisher hören durfte. Wobei sich die Geschmäcker irgendwann unterscheiden: Für die Anhänger der Röhrenfraktion hat der Kenwood zu viel Attacke, ich finde die Röhrlis zu lahm
Endstufen:
Ich höre entweder mit 2 L-07 M II oder 2 L-09 M. Revision wie vor.
Die L-07 spielt etwas feiner, mehr Details, mehr Präzision. Das ist für viele Menschen die bei mir hören zu viel. So als ob du beim Optiker eine neue Brille bekommst und plötzlich 140% Sehfähigkeit hast. Dann mustt du dich erst mal setzen und aller verarbeiten was du siehst.
Die L-09 spielt etwas runder, weicher und mit mehr Macht im Bassbereich. Tiefe Männerstimmer klingen wunderbar mit dieser Endstufe. Außerdem lässt sie subsonische Klanginformationen deutlicher werden und damit erzeugt sich auch eine anderen virtueller Hörraum.
Ich höre ab und an auch noch mit einer Sanyo Plus P-55. Revision wie vor
Diese Endstufe lässt speziell Geigen und Frauenstimmen ungemein schön tönen, beinahe betörend schön. Aber in anderen Bereichen kann sie mit den beiden vorgenannten nicht mithalten. Ich könnte nun noch lange weiter schwaade
Aber es langt

Richard


[Beitrag von Broesel02 am 11. Jun 2016, 20:57 bearbeitet]
pelowski
Hat sich gelöscht
#28 erstellt: 11. Jun 2016, 23:03

Broesel02 (Beitrag #27) schrieb:
... Aber es langt

Ja Richard.

Hat dennoch Spaß gemacht.

Offenbar habe ich in meiner o.e. beruflichen Tätigkeit alles falsch gemacht.

Aber so sind die beschränkten Techniker nun mal: Anstatt Widerstände und Kondensatoren zu tauschen und natürlich Kabel nach "Klang" auszusuchen, rechnen, simulieren und messen sie.
Mit dem Brett vor ihrem Kopf und ihren Ohren können sie einfach nicht begreifen, dass ein Verstärker nicht einfach nur Spannungen und Ströme niedriger Frequenz verstärken muss. Nein, das ist nur die kinderleichte Pflicht. Die Kür bewekstelligen erst die wahren "Tuner" (abwertend auch "Küchentischbastler genannt). Erst sie können dem durch Scheuklappen eingeengten Entwicklern kreiertem Gerät das einhauchen, was seine eigentliche Aufgabe ist:

Subsonische Klanginformationen deutlich werden lassen, Macht im Bassbereich erzeugen, Details, Präzision wiedergeben, Geigen und Frauenstimmen ungemein schön tönen, beinahe betörend schön klingen lassen u.v.a.m.

So, bissel Ironie musste sein.

Aber mal ganz im Ernst, nein, "alles gelogen" würde ich dir niemals unterstellen.
Aber da du ja zumindest über ein paar Grundkenntnisse verfügst: Wenn du etwas modifizierst, so müsstest du doch wenigstens eine fundierte Vorstellung davon haben, was denn nun eigentlich wie passiert, wenn du beispielsweise einen anderen Widerstanstyp als ursprünglich verbaut, einbaust?

Grüße - Manfred
Rabia_sorda
Inventar
#29 erstellt: 12. Jun 2016, 00:48

Broesel02 (Beitrag #25) schrieb:
Lennard, welcher Verstärker konnte dich so überzeugen?

Richard


Ich glaube/meine es zu wissen ........ist es nicht ein Sansui...!?
Lennart777
Inventar
#30 erstellt: 13. Jun 2016, 09:47
Ja genau, es ist ein Sansui AU-G90X (nach wie vor).

@pelowski


Wo könnten sich physikalisch die gehörten Unterschiede denn verstecken? Oder geht`s garnicht um Physik, sondern um Magie, Zauberei oder gar Einbildung?


Manfred, wie erklärst Du dann die Klangunterschiede bei Lautsprechern, die offenbar einen recht linearen (messbar) Frequenzgang haben und dennoch völlig unterschiedlich klingen?

Mit welchem Instrument und in welcher Maßeinheit kann man Klang überhaupt messen?

Wieso klingen denn auch Aufnahmen völlig unterschiedlich, wenn sie mit unterschiedlichen Mikrofonen gemacht wurden?

Wieso das alles so ist, kann ich auch nicht sagen - aber es ist halt so. Sorry.

Grüße
Lennart

P.S. Ich glaube nicht, dass Du in Deinem früheren Berufsfeld alles falsch gemacht hast. Du bist nicht der erste, der, trotz
umfangreichem Fachwissen, Klang weder messen noch erklären kann. Man kann ihn halt nur hören. Und das kann eigentlich jeder richtig machen. Wenn Du unvoreingenommen an das Hören heran gehst, wirst auch Du Unterschiede hören, die Du nicht technisch erklären kannst.

Wieso tränen einem denn die Augen, wenn man sehr unsanft in den Po gestochen wird?


[Beitrag von Lennart777 am 13. Jun 2016, 09:48 bearbeitet]
SR2245
Stammgast
#31 erstellt: 16. Jun 2016, 03:29

NS1000 (Beitrag #18) schrieb:
... Jetzt macht es mich doch seeehr neugierig, sowas wie den Marantz 2245er dran zu hören.




Ich habe sowohl den 1072, wie auch den 2245, ausser das der 2245 ein bisschen "lauter" kann, höre ich keine Unterschiede.
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