Marantz 2238B - > defekter Wiederstand?

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upspot
Neuling
#1 erstellt: 28. Nov 2006, 17:34
Hallo ihr lieben..
Ich habe von meinem Vater einen Marantz 2238B Reciever bekommen den ich gern mit meinen Quadral Tribun betreiben würde..

Was bisher geschah:
Das Gerät lief nicht richtig, rauschte und knachste ohne Ende beim regeln der Knöpfe.. Diese wurden von mir mit Kontakt Chemie K60 Gereinigt und funktionieren seit dem tadellos.. Der Reciever lief einen kompletten Tag ohne irgendwelche Probleme durch.

Am nächsten Tag tat sich folgendes Problem auf:
Beim einschalten des Gerätes (CD Spieler an AUX-Quelle läuft) gibt er alle töne 2-3 Sekunden richtig ab. Dann fängt der rechte Kanal an auszufallen und das Klangbild verzerrt bzw. fällt ineinander zusammen (quäken könnte man es nenen, eine treffendere beschreibung fällt mir nicht ein).

Mir ist aufgefallen das der auf den Bildern gekennzeichnete Wiederstand extrem heiß wird (RGB7 ??100ΩK - NOBLE 83).
Ich habe versucht ihn mit einem Multimeter zu messen. Auf 2000Ω einstellung bekomme ich ab und an mal einen Wert der zwischen 1100-1500 liegt.. Grundsätzlich gibt es aber keinen konstanten wert, das Multimeter bleibt also auf null..

Meint ihr das es mit einem einfachen austausch des Wiederstandes getan ist?? Was ist mit der dunklen Stelle neben dem Wiederstand?


Bilder:

http://www.gib5.com/m2238b/oben.jpg


http://www.gib5.com/m2238b/wiederstand.jpg


[Beitrag von upspot am 28. Nov 2006, 17:36 bearbeitet]
1503ghost
Ist häufiger hier
#2 erstellt: 28. Nov 2006, 19:35
Also ich bin ja ned der Elektriker hier, aber das man einen Widerstand auslöten sollte und dann durchmessen weis ich auch...vielleicht ein TIP. Und wenn der schon draussen ist und du vorher weist welcher es ist...neuen kaufen und neuen einlöten, dann wird sich weissen obs der WS war bzw ist.

Oder?
upspot
Neuling
#3 erstellt: 28. Nov 2006, 20:48
Danke schonmal an dich!

Die frage ist, ist der Wiederstand überhaupt der Grund warum der Reciever spinnt?! Was kann es noch sein?

Leider kann man nicht mehr alle Daten des Wiederstandes erlesen..

Weiß vielleicht jemand von euch was es für einer ist?
DaPickniker
Inventar
#4 erstellt: 28. Nov 2006, 21:08
Ist auf jeden Fall ein Zementwiderstand.Ich denke mal so 10 Watt / 100 Ohm. Die Bezeichnung des Widerstandes ist aber ungewöhnlich und heute wahrscheinlich nicht mehr gebräuchlich. Ich denke aber dass er 100 Ohm haben könnte.Könnten aber wegen dem grossen "K" am Schluss auch 100 Kiloohm sein, da bin ich mir aber jetzt nicht 100% sicher. Am besten du lötest den Widerstand mal aus und misst mit einem Multimeter den Widerstand durch.

Das braune klebrige Schlamassel links neben dem Widerstand , also vor den beiden grossen schwarzen Elkos könnte auch Elektrolyd aus einem der beiden Elkos sein, dass im laufe der Jahre ausgelaufen ist. Am besten du lötest auch diese Elkos aus und ersetzt diese auf Verdacht halt. EIn defekter Elko hat in den meisten Fällen einen Kurzschluss, der sich leicht mit einem Durchgangsprüfer oder einem Ohmmeter ermitteln lässt. Ein intakter hat dagegen einen Widerstand von mehreren Megaohm, was sich ebenfalls leicht mit dem Ohmmeter ( Multimeter ) ermitteln lässt.

Wenn der Widerstand aber sehr heiss wird, deutet dass darauf hin, dass ein sehr hoher Strom fliessen muss, der aber auf ein anderes Defektes Bauteil hindeutet ( zB kaputter Transistor ). Somit schliesse ich den Widerstand alls einzige Ursache mal aus. Wenn du den tauschen tust, wird der neue wahrscheinlich wieder extrem heiss werden und im schlimmsten Falle Rauchzeichen von sich geben.
Den Fehler kann ich aber so schlecht bestimmen, da ich dazu das Gerät vor mir haben müsste und am besten ein Serviemanual ( Schaltplan ) zur Hand haben sollte.Ferndiagnosen sind halt immer schwierig, aber ich hoffe mal ich konnte dir trotzdem weiterhelfen..


Hier zur Veranschaulichung noch die Widerstand Farb und Codetabelle von Wikipedia

http://de.wikipedia.org/wiki/Widerstandsfarbcode
DaPickniker
Inventar
#5 erstellt: 28. Nov 2006, 21:11
Achja.. den kleinen schwarzen Transistor in der Mitte unterhalb des grossen berühmten weissen Widerstandes würde ich auch überprüfen... Könnte ja sein, dass es den durchgeschlagen hat
ruesselschorf
Inventar
#6 erstellt: 28. Nov 2006, 23:53
Hallo,

erst mal würde ich das reingespritzte Kontakt 60 mit Kontakt WL oder Tunerspray wieder rauswaschen. K60 ist auf die Dauer tötlich für das Gerät.
Was den Großen Widerstand angeht, der ist nur so groß damit er auch ordentlich Leistung=Hitze verbraten kann. Will sagen so 60 - 70 Grad sind normal. Glaube nicht dass die Geräusche vom Widerstand ausgelöst werden.
Ferndiagnose ist immer schwierig, aber klopf mal mit isoliertem Schraubendreher Heft auf das Relais hinten rechts während der receiver leise läuft, ändert sich dann etwas?

Gruß, Helmut
DaPickniker
Inventar
#7 erstellt: 29. Nov 2006, 00:34
Ja genau Helmut, du sagst es.. Das Relais könnte in der tat einen weghaben Daran habe ich vorhin noch gar nicht gedacht.

Das Relais ist das schwarze rechteckige Kasterl ganz rechts oben auf der Endstufenplatine.
Bei alten Verstärkern und Receivern tausche ich aber die LS-Schutzrelais grundsätzlich immer aus. Finder hat da zB passende Typen im Angebot
upspot
Neuling
#8 erstellt: 02. Dez 2006, 19:04
Danke für eure Antworten!

Ich hab die letzen Tage etwas viel gearbeitet und komm erst jetzt hierzu..

Zum Thema K60:
Die Drehknöpfe und Schalter wurden von mit eingesprüht, der Reciever stand dabei Schräg, so das alles was daneben gehen konnte rauslaufief.
Aber wenn ihr meint das es schädlich ist dann soll es raus..
Wie wasche ich den Reciever am besten?
60 oder 90 Grad, bei wie vielen Umdrehungen schleudern?


Der Wiederstand:
Er wird so heiß das er echt leicht verbrannt stinkt wenn man seien Riechkolben in seine nähe bringt..

Das Relais:
Ich hab mal geklopft aber es passiert nichts dabei..

Das Problem:
Ich verstehe nicht ganz woran es jetzt liegt, vorallem da 2-3 sec. nach dem einschalten alles ok ist, sprich der Fehler erst dannach auftritt..

Kann es auch an irgend einem Kondensator liegen?


[Beitrag von upspot am 02. Dez 2006, 19:09 bearbeitet]
DaPickniker
Inventar
#9 erstellt: 02. Dez 2006, 20:37
Hmm... ich denke eher, dass der grosse weisse Widerstand zB ein Basisvorwiderstand von irgendeinem Transistor sein könnte und wenn der Transistor platt ist, dann fliesst durch den Widerstand immer ein zu hoher Strom, was dieser natürlich nicht lange ausshält und dadurch zu heiss wird und zu qualmen und stinken anfängt. Das von mir is aber reine Spekulation, da ich deinen Marantz nicht vor mir habe und ich über dieses Gerät auch über keinerlei Serviceunterlagen besitze. Wenn du den Receiver zu mir bringen könntest, dann würde die Sache natürlich anders aussehen. Von Beruf bin ich Elektroniker für Geräte und Systeme und hab schon einige Verstärker und Receiver wieder zum Leben erweckt

Aber frag doch mal ruesselschorf nach einem Serviemanual für deinen Marantz 2238B. Er is ja schliesslich der grosse Marantzdoc hier im Forum. Vielleicht könnte er dir ja die Serviceunterlagen per PDF oder so zukommen lassen... Fragen kostet ja nix
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