Braun CSV 300 - ein Kanal kratzt

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csv300
Neuling
#1 erstellt: 15. Feb 2007, 04:19
Hallo!

Ich besitzte einen Braun CSV 300 dessen einer Kanal seit einiger Zeit das Signal verkratzt wiedergibt. Das Problem kündigte sich langsam an, indem das Kratzen zunächst nur sporadisch nach dem Einschalten auftrat aber nach einiger Zeit wieder verschwand. Nun ist es permanent.

Hat jmd eine Idee woran es wahrscheinlich liegen könnte? Ich würde das gerne selber beheben. Schaltplan, Lötkolben, Multimeter und Geschick sind vorhanden.

Danke im Voraus!

PS: Bin auf der Suche nach Literatur, Tipps und Tricks, etc. wie man historische HiFi-Transistorgeräte (60er und 70er Jahre) repariert und restauriert!?
armindercherusker
Inventar
#2 erstellt: 15. Feb 2007, 09:30
Moin csv300 . . . und Willkommen im Forum !

Meist liegt es an Kontaktproblemen in Schaltern oder Reglern.
Bewege doch mal alle kräftig hin- und her.

Am besten bei eingeschaltetem Gerät und keinem anliegenden Musiksignal.
Dann hörst Du möglicherweise durch Knacken, Knirschen oder Rauschen, an welchem es wirklich liegt.

Wenn es sich bestätigt, dass es ein Schalter oder Regler ist und durch das Bewegen nicht weggeht,
solltest Du diesen reinigen mit Tuner600 oder WL61 oder ähnlichem.

( nun kannst ja nun den anderen Thread löschen )

Gruß
csv300
Neuling
#3 erstellt: 15. Feb 2007, 23:51
Hallo Arminius,

danke für die freundliche Begrüssung

Kontakte, sofern Sie von aussen zugänglich sind, habe ich überprüft und konnte keinen Zusammenhang entdecken. Das verzerrte Signal ist auch unabhängig von irgendwelchen Schaltern oder Reglern.

M.f.G.

PS: Wie lösche ich den anderen Thread? (Es hat heute doch noch jemand geantwortet!)
hf500
Moderator
#4 erstellt: 16. Feb 2007, 00:14
Moin,
womoeglich ist es wieder ein beliebtes Leiden, ausgetrocknete Aluminiumelkos und Tantalelkos, die mit Prasseln und Kurzschluss ausfallen.
Prasseln tritt auch bei Al-Elkos auf.

Besonders wenn Elkos mit Kurzschluss ausfallen, kommt es zu Arbeitspunktverschiebungen, was dann
zu verzerrter Wiedergabe fuehrt.

73
Peter
csv300
Neuling
#5 erstellt: 17. Feb 2007, 03:35
Hallo Peter,

habe mir im Schaltplan angeschaut welche Elkos ich brauche. Dabei habe ich jetzt ein neues Problem: In der Endstufe sind zwei 2500uF Elkos verbaut. Reichelt, Segor und andere haben aber nur 2200uF bzw. 3300uF auf ihrer Liste . Was kann ich da denn machen?
Im Netzteil ist ein 8000uF Elko aber den kann man ja wohl ohne Probleme durch einen 10000er ersetzten oder?

M.f.G.
armindercherusker
Inventar
#6 erstellt: 17. Feb 2007, 14:23
Hallo csv300 !

Da Elkos eine recht hohe Toleranz haben ( oft -10% bis zu +50% ! ), kannst Du bedenkenlos die 2200er nehmen.

Und auch beim 8000er / 10000er sehe ich keine Probleme.

Gruß
hf500
Moderator
#7 erstellt: 18. Feb 2007, 13:38
Moin,
die Toleranz bei Standardelkos liegt sogar bei -20+50%.
Elkos werden auch nur da eingesetzt, wo es auf den genauen Kapazitaetswert nicht so genau ankommt.
2200µF fuer die Auskoppelelkos und 10000µF fuer den im Netzteil sind schon eine gute Wahl.
Da moderne Elkos kleine als die alten sind, kann man mit der Spannungsfestigkeit etwas grosszuegiger sein.

73
Peter
csv300
Neuling
#8 erstellt: 18. Feb 2007, 20:05
Vielen Dank für Eure Antworten!

Mittlerweile habe ich gesehen, dass es noch die Variante gegeben gegeben hätte, je Kanal einen 1500uF und einen 1000uF parallel einzulöten. Aber das scheint ja, Euren Aussagen zufolge, nicht notwendig zu sein, oder wäre das vieleicht doch die bessere Lösung?

Ich werde einen kurzen Statusbericht geben wenn die Elkos ausgewechselt sind.

Bis dann
csv300
armindercherusker
Inventar
#9 erstellt: 18. Feb 2007, 20:21

csv300 schrieb:
...1500uF und einen 1000uF parallel ...
Kannst Du auch machen, wenn der Platz da ist.
( dürfte aber keinen Unterschied machen )

Gruß
csv300
Neuling
#10 erstellt: 24. Mrz 2007, 02:24
So, wie schon angekündigt der letzte Stand meiner Bemühungen:
Nach dem Tausch der Elkos war ich zunächst glücklich, das schien es gewesen zu sein, denn der Klang war wieder rein. Doch nach einiger Zeit war der eine Kanal wieder verzerrt.
Nun dachte ich mir mal, von der PC-Soundkarte eine Sinusfrequenz angelegt und am geliehenen Oszi nachgeschaut wo das herkommt. Konnte aber nichts finden Voller Frust die Lautsprecher wieder angeschlossen und siehe da, keine Verzerrungen mehr

Wie schon befürchtet kamen die Verzerrungen nach einiger Zeit wieder. Nun den inzwischen erworbenen Philips PM-5107 Frequenzgenerator angeschlossen und ein paar Sinusfrequenzen angehört und Zack waren die Verzerrungen wieder weg.

Jetzt bin ich mal gespannt was Euch 'hoffentlich' dazu einfällt.

PS: Im Moment höre ich nur noch Radio auf dem sauberen Kanal
armin777
Gesperrt
#11 erstellt: 26. Mrz 2007, 09:59
@csv300

Wenn Du die Sinustöne oszillgraphiert hast - wie sahen denn die verzerrten Schwingungen aus?

Vermutlich handelt es sich hier um so genannte kalte Lötstellen!

Beste Grüße
Armin777
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