hilfe bei grundig super aktiv 40 stromversorgung oder was nun tun???

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kirchw2008
Schaut ab und zu mal vorbei
#1 erstellt: 21. Feb 2009, 20:00
hallo ihr!

ich besitze ein paar grundig super aktiv 40 und bin von der voll funktionierenden aeußerst begeistert.
die andere hat ein hartnaeckiges 50hz brummen, welches ich aufgrund mangelnden oszis lediglich auf der "strom/relaisplatine verorten kann. das brummen haelt auch bei einzelnen testtönen (z.b nur hochtöner) an, es liegt also nicht an den einzelnen endstufen, folglich sehe ich mich gezwungen, die stromversorgung zu erneuern.
hier gibts den schaltplan:
http://www.gr-forum....e&ukat=alle&is_get=1
ich wuerde gerne aus kostengründen den trafo und evtl. die siemenselkos behalten, irgendwelche vorschläge zur siebung beziehungsweise zur spannungsaufbereitung?
ich würde auf das relais, welches bei signal die boxen einstellt gerne verzichten, das werden zu viele spannungen...
es geht also primär um die 4 endstufen, welche meines bescheidenen wissens nach allesamt die gleiche versorgunsspannung aufweisen.
noch etwas an die technisch vollversierten: benötigt die frequenzweiche eigentlich strom oder wird hiermit lediglich das relais auf der gleichrichterplatine gesteuert?
Ich bin ueber alle hinweise mehr als dankbar und nicht im geringsten empoert, falls hier leute angesichts dieses technischen viertelwissens zu einem externen netzteil raten (und selbstredend gleich ein passendes zu studierendenpreisen parat haben).
danke euch allen, viel spass beim schaltplanraetseln, freue mich ueber jede hilfe und nein, das soll schon eine aktivbox bleiben :), lg, michael
JackRyan
Inventar
#2 erstellt: 21. Feb 2009, 20:15
Bevor du dich an die Erneuerung der Stromversorgung machst:

Meine elektrotechnischen Kenntnisse lassen auch noch zu wünschen übrig, aber dafür studiert man ja ;).

Bei den Aktiv 40 liegt ja die Frequenzweiche vor der jeweiligen Entstufe. Du könntest testweise mal das blaue und violette Kabel an der Frequenzweiche ablöten und schaun, ob sich das Brummen dann immer noch einstellt.
hf500
Moderator
#3 erstellt: 21. Feb 2009, 20:38
Moin,
da muss nicht die Stromversorgung erneuert werden, es genuegt, das Netzteil zu reparieren ;-)

Die 160mA-Sicherung herausnehmen und das Relais ueberbruecken, damit das Endstufennetzteil in Betrieb genommen werden kann (durch Anschliessen des Netzkabels).
Mit dieser Massnahme werden Einschaltverstaerker und elektronische Frequenzweiche abgeschaltet.

Wenn es dann nicht mehr brummt, muss das Hilfsnetzteil ueberholt werden.
Den Selengleichrichter durch einen Siliziumgleichrichter ersetzen (es gibt da kleine, die wie ein 4-beiniges IC aussehen, die sind pinkompatibel), Ladeelko (C204) ersetzen, D8 ueberpruefen und die Elkos an +C bis +F auch tauschen.
Grundsaetzlich alle Elkos im weinroten Kunststoffbecher tauschen,
auch und besonders in den Endverstaerkern. Besonders C150 und C112 (und ihre Entsprechungen in den anderen Endverstaerkern) muessen in Ordnung sein, von ihnen haengt die Stabilitaet der Verstaerker ab.
Ersatz der zu tauschenden Elkos durch 105°C Typen.

Das Wichtigste:
Alle Lautsprecher absichern. Die Hochtoener bekommen 0,5A, die Mitteltoener 1A, die Tieftoener 3A, alles Picofuse Flink.

Sonst killen durchdrehende Endverstaerker die unersetzbaren Lautsprecher. Da werden besser ein paar Sicherungen geopfert...

Das Relais wegen irgendwelcher Spannungsabfaelle rauszuwerfen ist grober Unsinn, die Box kann nur max. 2,5A ziehen. Das ist fuer das Relais kein Problem, der Spannungsabfall bleibt winzig, solange die Kontakte noch gut sind. Fuer eine wirksame Funkenloeschung ist durch die RC-Kombination parallel zu dem Netzkontakt gesorgt.

73
Peter


[Beitrag von hf500 am 21. Feb 2009, 20:47 bearbeitet]
bukongahelas
Inventar
#4 erstellt: 21. Feb 2009, 20:51
Allgemein sollten Aktivboxen,dazu gehören auch aktive Subwoofer, mit ihrer Netzstromversorgung an dieselbe Netzphase (es gibt ja L1,L2,L3) angeschlossen sein, im Idealfall an DIE Netzverteilerleiste, an der auch der Rest der Anlage hängt. Sonst kann es zu sog Brummschleifen kommen, dh die Boxen sind an sich OK aber falsch angeschlossen.
Ansonsten kommen Masseprobleme, schlechter Kontakt der Tonsignalverbindungen zwischen Vorverstärker und Boxen in Betracht.
Erst wenn all das ausgeschlossen ist, sollte man nach boxeninternen Fehlern suchen.
Anstelle eines Oszilloskopen, der hier natürlich die bessere Wahl wäre, kann man ein Multimeter zwischen Masse und der positiven bzw negativen Endstufen- und anderer Versorgungsspannungen anschliessen.Das MM auf den empfindlichsten Wechselspannungsbereich (AC) einstellen.
So wird nur die überlagerte Wechselspannung der Gleichspannung an den Netzteilsiebelkos gemessen und der Gleichspannungsanteil ausgeblendet,quasi weggefiltert.
Die AC der B+B- "Railspannungen" sollte ohne Signalansteuerung der Boxen auf max 5% gleich sein, denn das zwei Elkos gleichermassen defekt (ausgetrocknet) sind, ist äusserst unwahrscheinlich.
bukongahelas
bukongahelas
Inventar
#5 erstellt: 21. Feb 2009, 20:56
Um die (unersetzlichen) Lautsprecher nicht zu gefährden, einen oder mehrere andere alte an die Aktivelektronik anschliessen. Transistorendstufen laufen auch problemlos ohne Last. Oder die LS durch wattbelastbare acht Ohm Widerstände ersetzen.
bukongahelas
kirchw2008
Schaut ab und zu mal vorbei
#6 erstellt: 21. Feb 2009, 22:04
erstmals danke fuer eure antworten.
@jackryan: ich habe bei der frequenzweiche mehrere kabel, die zu den endstufen führen, abgelötet, das brummen bleibt. das problem liegt eindeutig in der gleichrichterplatine und ist aufgetreten, nachdem das defekte relais grobmechanisch ueberbrueckt worden ist. zuvor war auch der gesamte signalweg voellig in ordnung, glasklare musik, bis das relais wie bloede geklackt hat und der lautsprecher in immensem tempo ein- und ausgeschaltet worden ist.

Mit dieser Massnahme werden Einschaltverstaerker und elektronische Frequenzweiche abgeschaltet.

habe ich dich jetzt richtig verstanden, dass diese maßnahme reicht, um das einschaltrelais und die gesamte frequenzweiche auszuschalten. es gaebe dann auch vor der von dir vorgeschlagenen ueberholung die richtige versorgungsspannung fuer die endstufen und mit etwas glueck waere die brummquelle versiegt? dann waere das mein naechster arbeitsschritt...
welche spannung wuerde denn die frequenzweiche nach diesem schritt benoetigen (oder ist das eine rein passive ohne benötigte stromspannung)?
die box wurde an vielen steckdosen und mit vielen quellen ausprobiert, das brummen bleibt
liebe grueße, michael
Zweck0r
Moderator
#7 erstellt: 22. Feb 2009, 04:02

bukongahelas schrieb:
Allgemein sollten Aktivboxen,dazu gehören auch aktive Subwoofer, mit ihrer Netzstromversorgung an dieselbe Netzphase (es gibt ja L1,L2,L3) angeschlossen sein, im Idealfall an DIE Netzverteilerleiste, an der auch der Rest der Anlage hängt. Sonst kann es zu sog Brummschleifen kommen, dh die Boxen sind an sich OK aber falsch angeschlossen.


Das Problem haben die Grundigs nicht, da erdfrei. Heutzutage sind den Herstellern wohl die Schutzklasse 2-Trafos zu teuer, anders kann ich mir diese Fehlkonstruktionen mit Schukosteckern und asymmetrischen Eingängen nicht erklären.

Bei den DIN-Buchsen dieser Aktivboxenserie brechen übrigens gerne die Lötstellen, was sich bei der Masseverbindung mit Brummen äußert. Das Brummen ist dann allerdings weg, wenn kein Kabel mehr angeschlossen ist.

Grüße,

Zweck
bukongahelas
Inventar
#8 erstellt: 22. Feb 2009, 13:09
Ja , es deutet alles auf ein internes Problem hin.
Die komplette Funktionseinheit Aktivbox in die Teilmodule Netzteil, Endstufen, Filtersektion und Lautsprecher zerlegen und die Module separat testen, so den Fehler einkreisen. Wenn man schonmal dabei ist und man den Aufwand nicht scheut, Elkos erneuern, besonders die kleineren, alle Lötstellen nachlöten, Platinen reinigen.
So wie die Restek Optima, die ich letztens reparierte, die Trimmpotis, die den Grad der Mitkopplung bzw den Anteil des Abtastsignals der Spezial-Basslautsprecher einstellten, hatten Kontaktfehler. Das führte zu Regelschwingungen bis hin zum Anschlagen der Lautsprecher (ungesund).
Zunächst die LS an einem anderen Amp getestet, dann den Elektronikfehler eliminiert. Überraschend, was so eine Membranregelung an Bass aus solch kleinen Gehäusen zaubert.
Natürlich um den Preis geringeren Endschalldruckes, die Physik lässt sich zwar etwas "belügen", aber nicht überlisten.
bukongahelas
hf500
Moderator
#9 erstellt: 22. Feb 2009, 15:43

kirchw2008 schrieb:
erstmals danke fuer eure antworten.
@jackryan: ich habe bei der frequenzweiche mehrere kabel, die zu den endstufen führen, abgelötet, das brummen bleibt. das problem liegt eindeutig in der gleichrichterplatine und ist aufgetreten, nachdem das defekte relais grobmechanisch ueberbrueckt worden ist.

!!!!zuvor war auch der gesamte signalweg voellig in ordnung, glasklare musik, bis das relais wie bloede geklackt hat und der lautsprecher in immensem tempo ein- und ausgeschaltet worden ist. !!!!



Mit dieser Massnahme werden Einschaltverstaerker und elektronische Frequenzweiche abgeschaltet.

habe ich dich jetzt richtig verstanden, dass diese maßnahme reicht, um das einschaltrelais und die gesamte frequenzweiche auszuschalten. es gaebe dann auch vor der von dir vorgeschlagenen ueberholung die richtige versorgungsspannung fuer die endstufen und mit etwas glueck waere die brummquelle versiegt? dann waere das mein naechster arbeitsschritt...
welche spannung wuerde denn die frequenzweiche nach diesem schritt benoetigen (oder ist das eine rein passive ohne benötigte stromspannung)?
die box wurde an vielen steckdosen und mit vielen quellen ausprobiert, das brummen bleibt
liebe grueße, michael


Moin,
der beschriebene Fehler zeigt ziemlich einwandfrei auf das Hilfsnetzteil. Das wie beschrieben ueberholen.

Wenn die Betriebsspannungen fuer die aktive Frequenzweiche verbrummt sind, dann brummt die Box.
Das flatternde Relais zeigt eine zu niedrige Spannung aus dem Hilfsnetzteil an.
Der Selengleichrichter ist ein ganz heisser Kandidat fuer diesen Fehler.

73
Peter
audiophilanthrop
Inventar
#10 erstellt: 22. Feb 2009, 19:11

hf500 schrieb:
Der Selengleichrichter ist ein ganz heisser Kandidat fuer diesen Fehler.

GleichRiechtEr eben

(Achja, mein T 7500 läuft und läuft und ... Da war ja seinerzeit gleich 'nach 'ner Stunde die Sicherung wegen so einem Mistding durch.)
kirchw2008
Schaut ab und zu mal vorbei
#11 erstellt: 29. Jun 2009, 14:30
danke für eure antworten. es ist ein dilemma, ich finde gerade noch zeit, hier verzweifelt einzutippen, dass selbst dieser einfache lötvorgang zeitlich in diesem gesamten streß nicht machbar ist.
werde mich wohl oder übel von zumindest dieser einen box trennen. falls hier irgendjemand ersatzteile, töner, original boxenständer (da gibts sogar zwei stück), original grundig nf-kabel, trafos, verstärkerstufen... aus diesem prachtstück brauchen könnte oder idealerweise die gesamte box mit dem beschriebenen defekt in wien ins auto laedt und zumindest symbolisch mit einigen euronen (habe seinerzeit unmengen bei ebay ausgegeben und wägte mich technisch kompetent genug, teures lehrgeld,...) aushelfen könnte, dann bitte pn.
ich glaube weiterhin, dass hobbyhifitechniker_innen das alles in null komma nix erledigt haben, jetzt höre ich eben wieder mit passivboxen, dafür in erfrischendem stereo...

nochmals danke für eure mühen, michael
auwi
Stammgast
#12 erstellt: 29. Jun 2009, 15:51
Hallo Michael

Wenn du wirklich keine Lust oder Zeit für eine Reparatur hast, verkaufe die Box in versandfähigen Einzelteilen. Die Chassis, vor allem Hoch- und Mitteltöner, dürften ganz gut verkäuflich sein.

Gruß, Rolf
hf500
Moderator
#13 erstellt: 29. Jun 2009, 16:12
Moin,
ich wuerde die Box nicht verkaufen, sondern an die Seite stellen und mich in Geduld ueben.
Habe ich mit meinen XM600 auch gemacht, bis sich die Gelegenheit bot, sie wieder herzurichten.

Das Warten dauerte in diesem Fall ueber 10 Jahre ;-), aber es hat sich gelohnt.

Da bei der Aktiv 40 ist der Defekt nach dem vorhandenen bild ueberschaubar, daher sollte man etwas Geduld aufbringen.

73
Peter
kirchw2008
Schaut ab und zu mal vorbei
#14 erstellt: 02. Jul 2009, 21:39

ich wuerde die Box nicht verkaufen, sondern an die Seite stellen und mich in Geduld ueben.


das ist leider nicht nur eine raum-, sondern auch eine prinzipienfrage. der ueberwiegende teil des mir zu verfügung stehenden raumes wird durch buecher und zeitschriften eingenommen, welche beinahe tagtäglich zuwachs erhalten. für hifi ist mir bereits jetzt der raum entschieden zu eng und bevor hier irgendetwas ungenützt (naja, nicht ganz, die grundig super aktiv 40 dienen gerade den heco professional 550 als mehr als solider und wertiger boxenständer ) seiner am sankt nimmerleinstag erfolgenden wartung harrt, gebe ich es natürlich schwersten herzens, aber doch weiter. im rahmen meiner flohmarktröhrenradiomanie wurden ganze legionen an freunden mit gerätschaften versorgt und jene haben pc-lautsprecher abgelöst, bandgeräte z. B. von philips hängen mittlerweile als "aktivbox" an mischpulten, ebenso wie die funktionierende grundig aktiv 40 einem befreundeten dj begeisterungsstürme ("guter monitor für tekkno") entlockte...
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