REVOX B225 Umbau lt. Service-Manual

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Butters_Capt._Chaos
Ist häufiger hier
#1 erstellt: 13. Dez 2009, 19:53
Guten Tag Allerseits!

Es geht um den CD-Player B225 von REVOX!

Im Service Manual hab ich gelesen, man solle auf sogenannten "Servo-Platine", welche u.a. den Fokusregelkreis enthält, den Kondensator C1 auslöten um diese Version der Platine auf die Nachfolgeplatine (die eben diesen Kondensator nicht mehr enthält) zu upgraden.

Nun zu meiner Frage? Welche Funktion hat dieser Kondensator? Es sieht ganz danach aus, als sei er für den Operationsverstärker gedacht.

Bevor ich da was auslöte, wollt ich einfach mal wissen, was es bewirkt.

Bild 1 zeigt den Hinweis im Service-Manual:



Bild 2 zeigt die Schaltung und die Beschreibung aus der SM:

http://s6.directupload.net/images/091213/9pmiz9oh.jpg

Bild 3 zeigt die Schaltung vergrößert aus der SM:

http://s8.directupload.net/images/091213/rmfqqlz8.jpg


Vielleicht kann sich dies ja jemand mal ansehen und erkennt den zusammenhang des OP`s zu dem Kondensator. Die Frage ist auch, ob die Fokkusierung evtl. neu abgestimmt werden muss, wenn der C entfernt wird. Eine Information diesbezüglich habe ich nicht gefunden. Und zu Abstimmen fehlen mir auch die technischen Mittel.

THX


[Beitrag von Butters_Capt._Chaos am 13. Dez 2009, 19:56 bearbeitet]
xutl
Inventar
#2 erstellt: 13. Dez 2009, 19:57

Butters_Capt._Chaos schrieb:
Nun zu meiner Frage? Welche Funktion hat dieser Kondensator? Es sieht ganz danach aus, als sei er für den Operationsverstärker gedacht.

Bevor ich da was auslöte, wollt ich einfach mal wissen, was es bewirkt

Wenn DU SO fragst, frage ICH mich, warum DU so etwas machen willst
Ist das Teil defekt?
Anscheinend nicht.
Also laß besser Deine Finger und vor allem den Lötkolben aus dem Gerät
Butters_Capt._Chaos
Ist häufiger hier
#3 erstellt: 13. Dez 2009, 20:08
In der Service-Manual wird ja, ich zitiere "genrell empfohlen" ihn auszubauen.

Allerdings wollt ich einen technischen Rat haben.

Vielleicht weiß dazu ja jemand etwas?
audiophilanthrop
Inventar
#4 erstellt: 13. Dez 2009, 20:25
Die Schaltung um Q13 dient offenbar dazu, das Focus-Error-Signal kurzzeitig auf Masse zu ziehen, sobald die Leitung DO_EN (Data Output Enable?) von IC1 heruntergezogen wird. Was man sich dabei seinerzeit gedacht hatte, ist mir nicht recht klar - das würde bedeuten, daß die Fokussierung bei beginnender Wiedergabe kurzzeitig "blind" wäre. Auf jeden Fall wird der Spaß komplett abgeklemmt, wenn man C31 ausbaut.
Gelscht
Gelöscht
#5 erstellt: 13. Dez 2009, 20:44

audiophilanthrop schrieb:
Die Schaltung um Q13 dient offenbar dazu, das Focus-Error-Signal kurzzeitig auf Masse zu ziehen, sobald die Leitung DO_EN (Data Output Enable?) von IC1 heruntergezogen wird. Was man sich dabei seinerzeit gedacht hatte, ist mir nicht recht klar - das würde bedeuten, daß die Fokussierung bei beginnender Wiedergabe kurzzeitig "blind" wäre. Auf jeden Fall wird der Spaß komplett abgeklemmt, wenn man C31 ausbaut.


DO steht wohl für "Drop-Out", also einen Aussetzer des HF-Signals. Die Idee hinter dieser Schaltung ist, dass es während eines Drop-Outs (z.B. durch fehlerhafte Metallisierung,sog. "Sternenhimmel") sowieso nicht möglich ist zu fokusieren. Statt die Regelung während des Drop-Outs "falsch" fokusieren zu lassen und diesen Fehler nachdem Ende des Drop-Outs wieder korrigeren zu müssen, legt man die Regelung des Fokus halt kurz still. Der Denkfehler dabei dürfte sein, dass man einen Drop-Out auch wegen eines kurzen Fokus-Fehlers bekommen kann ...

Das Signal sollte m.E. von der Diode D1 kommen, "DO-EN" an IC1 wird ein Eingang sein.

Gruß
Thomas
hf500
Moderator
#6 erstellt: 13. Dez 2009, 20:50
Moin,
Q1 ist in der Lage, das Focus-Error Signal abzuschalten.
Q13 fuegt statt dessen eine Zeitkonstante aus C31 und R15 in den Signalweg ein.
Wahrscheinlich sollte das das Suchverhalten fuer den Focuspunkt verbessern, eine Massnahme, die sich als unnoetig oder kontraproduktiv herausgestellt hat.

73
Peter
Gelscht
Gelöscht
#7 erstellt: 13. Dez 2009, 21:55
So, jetzt habe ich mal einen kurzen Blick ins Service-Manual des B225 geworfen:

Das Signal "DO" kommt vom Decoder-Board 1.769.300.0, und zwar aus dem "Drop-Out HF Level Detector".

Gruß
Thomas
hf500
Moderator
#8 erstellt: 13. Dez 2009, 22:08
Moin,
und ich habe mir den Schaltungsauszug nochmal genauer angesehen.
Wenn DO active-high ist, dann schaltet Q13 die erwaehnte Zeitkonstante staendig ein und hebt sie nur bei Drop-Outs auf.
Soll wahrscheinlich das Wiederfinden des Focuspunktes erleichtern.

DO muesste aber 12V haben, damit Q13 auch gesperrt werden kann. Es sei denn R60/61 geben ein fuer 5V passendes Teilerverhaeltnis.


[Beitrag von hf500 am 13. Dez 2009, 22:09 bearbeitet]
Gelscht
Gelöscht
#9 erstellt: 13. Dez 2009, 22:34

hf500 schrieb:
Moin,
und ich habe mir den Schaltungsauszug nochmal genauer angesehen.
Wenn DO active-high ist, dann schaltet Q13 die erwaehnte Zeitkonstante staendig ein und hebt sie nur bei Drop-Outs auf.
Soll wahrscheinlich das Wiederfinden des Focuspunktes erleichtern.

DO muesste aber 12V haben, damit Q13 auch gesperrt werden kann. Es sei denn R60/61 geben ein fuer 5V passendes Teilerverhaeltnis.


DO ist Open-Collector mit einem 4k7-Widerstand gegen +5V. DO ist H, wenn der HF-Pegel kleiner als 10% des Sollpegels ist.

Du hast also damit Recht, dass meine erste Erklärung nicht ganz stimmt. Ich tendiere allerdings dazu, auch Deine Erklärung für nicht ganz richtig zu halten

Ich denke jetzt eher, dass das eine simple Variante von "Sample&Hold" ist. In dem Moment, in dem der Drop-Out auftritt, öffnet der Transistor, sodass sich der Kondensator nicht mehr auf- oder entladen kann - die Spannung an Punkt (33) bezogen auf Masse wird also gespeichert. Ist der Drop-Out vorbei, wird Punkt (33) erstmal wieder auf die im Kondensator gespeicherte Spannung gelegt. Damit soll das erreicht werden, was ich ursprünglich geschrieben hatte, nämlich dass der Fokus nicht nach dem Ende des Drop-Outs neu gesucht werden muss.

Ich bin mir allerdings nicht ganz sicher, ob nach Entfernen des C31 der Focus-Gain neu eingestellt werden muss. Ich würde mal davon ausgehen, dass das nötig ist ...

Gruß
Thomas
hf500
Moderator
#10 erstellt: 13. Dez 2009, 22:42
Moin,
welche Version die passende ist, wird sich wohl erweisen, wenn man mal die Zeitkonstanten nachrechnet ;-)
(oder mit dem Oszi nachmisst)

Jetzt muesste man noch ueberlegen, was gewonnen wird, wenn man diesen Schaltungsteil abhaengt.

73
Peter
Gelscht
Gelöscht
#11 erstellt: 13. Dez 2009, 23:14

hf500 schrieb:
welche Version die passende ist, wird sich wohl erweisen, wenn man mal die Zeitkonstanten nachrechnet ;-)
(oder mit dem Oszi nachmisst)

Nachmessen mit einer Test-CD (mit definierten Drop-Outs) wäre wohl das einfachste.

R11 und R15 haben je 100k, C31 hat 3n3 - macht 0.165ms als Zeitkonstante. CD wird mit 1.2 m/s abgetastet - dann entsprechen 0.165ms 200µm. Auf den Fokus-Gain (der bei 600Hz eingestellt werden soll) dürfte der Einfluss eher gering sein.


hf500 schrieb:
Jetzt muesste man noch ueberlegen, was gewonnen wird, wenn man diesen Schaltungsteil abhaengt.


Irgendwie scheint mir die Schaltung ein Denkfehler zu sein. Der Drop-Out wird ja anhand des HF-Signals festgestellt. Das HF-Signal gibt es nur, wenn der Fokus stimmt. Wenn DO also wieder Low wird, dann muss der Fokus vorher schon wieder gestimmt haben. In dem Moment, wo Q13 also wieder durchschaltet, gibt es erst mal wieder einen Fokusfehler, wenn der Kondensator geladen war. Es könnte also sein, dass diese "geniale" Schaltung mit zunehmendem Fokus-Offset*) immer schlechter funktioniert, weil die von mir gesehene "Sample&Hold"-Funktion unerwünscht und kontraproduktiv ist. Ist der Offset niedrig (am besten Null), dann ist der Effekt hautpsächlich, dass die Regelung für die Dauer des Drop-Outs schneller gemacht wird. Es könnte also sein, das diese Schaltung mit den perfekten Drop-Outs auf perfekten Test-CDs (kein Fokus-Offset durch abweichende Dicke der CD) super funktioniert, im "echten Leben" und nach etwas Verschleiß aber nicht mehr so gut ...

Ich müsste mal nachsehen, ob Philips sowas bei seinen Playern mit CDM0/1 gemacht hat. Einen Drop-Out Detektor gibt es da auf jeden Fall auch - den braucht man allein schon für den Decoder.

Gruß

Thomas

*) Beim CDM1 nimmt der Fokus-Offest durch Verschleiß (Einlaufen) des Axial-Lagers des CD-Antriebs unweigerlich im Laufe der Zeit zu.
hf500
Moderator
#12 erstellt: 14. Dez 2009, 00:16

paschulke2 schrieb:


*) Beim CDM1 nimmt der Fokus-Offest durch Verschleiß (Einlaufen) des Axial-Lagers des CD-Antriebs unweigerlich im Laufe der Zeit zu.


Moin,
weshalb man das Spurlager auf jeden Fall mit einem winzigen Klecks Vaseline schmieren sollte, wenn man sowas auf den Tisch bekommt.
Ich hatte aber auch schon den Fall, wo sich die Spindel bis zur Kontermutter in die Lagerschraube gebohrt hatte.

Deine Ueberlegung erscheint schluessig, die Schaltung hat sich also als kontraproduktiv herausgestellt.

73
Peter
Butters_Capt._Chaos
Ist häufiger hier
#13 erstellt: 14. Dez 2009, 20:15
Hallo!

Ich möchte mich erstmal herzlich für die vielen guten qualifizierten Antworten bedanken!

Da ist ja einiges zusammengekommen!

Ich werde nun die Ausführungen nochmal mit der Service-Manual abgleichen. Auch möchte ich herausfinden, ob ein neuer Abgleich des Fokus-Regelkreises notwendig werden würde, wenn man den Kondensator entfernt. Die Ergebnisse würde ich dann natürlich hier posten, damit der Thread vollstädngi wird.

Ich habe vor allem an paschulke2 und hf500 noch die Frage, ob sie mir Tipps bezüglich der Wartung des CD-Laufwerks geben könnten?

Evtl. würde eine Überholung an dieser Stelle (zur Not stünden auch Dreh- & Fräsmaschine bereit) ein entfernen des C´s unnötig machen bzw. würde die Rafinesse dieser Schaltung (sollte sich dahinter eine verbergen) wieder Wirkung zeigen?

Zur Info: tatsächlich ist es so, dass das erste Fokussieren usw. nach dem ersten Einlegen einer CD schon 1-3 Sekunden benötigt und ab und an zickt die Vor-/Rückspulfunktion rum, was heißen soll, dass dann Tracks springen oder er einen Widereinstiegspunkt nicht findet.

(an den moderator: abhängig davon, wie sich dieser Thread entwickelt könnte man den Thread-Titel durchaus anpassen).

Danke nochmals an dieser Stelle!

Nochmals Danke
Gelscht
Gelöscht
#14 erstellt: 14. Dez 2009, 20:31

Butters_Capt._Chaos schrieb:
Evtl. würde eine Überholung an dieser Stelle (zur Not stünden auch Dreh- & Fräsmaschine bereit) ein entfernen des C´s unnötig machen bzw. würde die Rafinesse dieser Schaltung (sollte sich dahinter eine verbergen) wieder Wirkung zeigen?

Zur Info: tatsächlich ist es so, dass das erste Fokussieren usw. nach dem ersten Einlegen einer CD schon 1-3 Sekunden benötigt und ab und an zickt die Vor-/Rückspulfunktion rum, was heißen soll, dass dann Tracks springen oder er einen Widereinstiegspunkt nicht findet.


Ich würde mich an Revox halten und den Kondensator entfernen. Hast Du eigentlich nachgesehen, ob der Kondensator (und der Rest dazu) überhaupt in Deinem Player drin ist?

Die Einlesezeit ist mit 3sec etwas lang. Probleme beim Vor-/Rückspulen sollte es nicht geben. Das Axial-Lager ist eine häufige Ursache dieser Schwierigkeiten.

Welches Laufwerk ist in Deinem B225? CDM0 (dickes Blech + Kunststoff) oder CDM1 (Druckguss)? Davon hängt ab, was man mit dem Lager machen kann/muss.

Gruß
Thomas
Butters_Capt._Chaos
Ist häufiger hier
#15 erstellt: 15. Dez 2009, 15:32
Hallo!

Bin krank im Moment, darum dauerts was länger.

Zum Laufwerkstyp:

Es scheint sich um das CMD1 (Guss) zu handeln.

Siehe folgende Bilder:

http://s2.directupload.net/images/091215/ftmkxo2v.jpg

http://s2.directupload.net/images/091215/tos8a7c3.jpg

Man sieht die Guss-Teile mehr oder weniger deutlich. Jedenfalls, da wo Guss ist, würde bei dem CDM0 größtenteils schwarzer Kunstoff sein.

Ob der Kondesator überhaupt in meinem Player ist, habe ich bis jetzt noch nicht kontrolliert, werde dies aber bald noch tun.

THX soweit
Gelscht
Gelöscht
#16 erstellt: 15. Dez 2009, 17:02

Butters_Capt._Chaos schrieb:
Es scheint sich um das CMD1 (Guss) zu handeln.


Ja.

Ich würde als erstes die Fokusspannung überprüfen. Ist die außerhalb des Sollbereichs, so kann davon ausgegangen werden, dass das Axial-Lager eingelaufen ist. Beim CDM1 ist es leider nicht damit getan, das Lager einfach neu einzustellen, weil der Bügel, in dem die Lagerschraube (dunkler Kunststoff mit Torx) sitzt, viel seitliches Spiel hat. Die Schraube wird also nicht genau zentrisch eingelaufen sein, weshalb man sich beim Verdrehen weitere Probleme einhandelt. "Hilfweise" kann man versuchen, die Schraube genau ganze Umdrehungen zu drehen.

Die richtige Reparatur wäre der Austausch der Schraube, die es allerdings als Ersatzteil nicht mehr gibt. Also muss die eingelaufene Schraube wieder glatt gemacht werden. Der Revox-Service schreibt dazu:

Lagerstopfen (1.769.110.34) nicht mehr lieferbar - Beschaffung nicht mehr möglich !
Ersatz: Lagerstopfen am Laufwerk ausbauen / eingelaufene Fläche am Lagerstopfen mit feiner Feile (feines Schmirgelpapier) glätten / auf geglättete Fläche 1 Tropfen Öl / Lagerstopfen wieder einbauen / Laufwerk Neuabgleich


Gruß
Thomas
hf500
Moderator
#17 erstellt: 15. Dez 2009, 17:46
Moin,
ich habe den Lagerbuegel immer abgeschraubt, angeschraubt, lief.
Irgendwie musste ich mir nie Gedanken um die Position der Schraube machen.

Zum Abfeilen ist die Schraube an sich zu weich, das gelingt kaum fusselfrei.
Was ich bei den schweren Faellen gemacht habe:
Aus duennem (0,2mm) Federstahl liess ich mir mal mit einer CNC-Drahterodiermaschine runde Scheiben von knapp 4mm Durchmesser schneiden. Diese Scheiben werden mit etwas Fett in die Vertiefung der Lagerschraube "geklebt" und erhalten zur Schmierung einen kleinen Klecks weiches MoS2-Fett (wie z.b. in Gleichlaufgelenken verwendet).

Die Plattentellerhoehe muss natuerlich angepasst werden.
Damit erhaelt man wieder einen leichtgaengig laufenden Spindelmotor.
Die Quelle fuer die Scheiben ist leider versiegt, die Firma hat die Maschine wieder verkauft :-/,

Was der Ringmagnet im Lagerbuegel genau macht, ist auch nicht klar. Philips empfahl, bei Problemen mit dem Lager den Magneten zu entfernen.

Solange in der Lagerschraube nur eine leichte Vertiefung ist, genuegt Nachschmieren des normalerweise ungeschmierten Lagers.

73
Peter
Gelscht
Gelöscht
#18 erstellt: 15. Dez 2009, 18:04

hf500 schrieb:
Zum Abfeilen ist die Schraube an sich zu weich, das gelingt kaum fusselfrei.

Mir ist Schleifpapier da auch sympatischer, das geht eigentlich gut, einfach und schnell.

hf500 schrieb:
Aus duennem (0,2mm) Federstahl liess ich mir mal mit einer CNC-Drahterodiermaschine runde Scheiben von knapp 4mm Durchmesser schneiden. Diese Scheiben werden mit etwas Fett in die Vertiefung der Lagerschraube "geklebt" und erhalten zur Schmierung einen kleinen Klecks weiches MoS2-Fett (wie z.b. in Gleichlaufgelenken verwendet).

Mit dem Risiko, dass der Verschleiß vom Lager auf die Achse verlegt wird.

hf500 schrieb:
Was der Ringmagnet im Lagerbuegel genau macht, ist auch nicht klar. Philips empfahl, bei Problemen mit dem Lager den Magneten zu entfernen.

Er verhindert, dass die Achse beim Öffnen der Schublade vom Magneten, mit dem die CD auf dem Teller fixiert wird, nach oben gezogen wird. Gilt nicht für alle Player - ein Philips CD104 hat z.B. keinen Magnet für die Fixierung.

Gruß
Thomas
hf500
Moderator
#19 erstellt: 15. Dez 2009, 20:29
Moin,
ueber den Verschleiss der Spindel habe ich mir natuerlich auch Gedanken gemacht (irgendwann habe ich mal Machinenbauer gelernt ;-).
Ich gehe mal davon aus, dass die Paarung von gehaertetem Stahl auf gehaertetem Stahl mit MoS2-Fett als "Beilage" noch unkritisch ist.
Ich habe auch an duenne Glasplaettchen als Unterlage gedacht.
Sharp hat sowas beim DX-3 fuer den Plattenandruecker im Fachdeckel (der DX3 ist ein Senkrechtspieler) gemacht.

Das mit dem Magneten ist nachvollziehbar. Die x04 Geraete haben aber doch alle einen Andruck ueber Federkraft. Hier muss man auch an den Andruckteller und dessen Schmierung denken.

Bei der "Bohrtiefe", die ich mal vorgefunden habe, haette auch schleifpapier nichts mehr gebracht. Ich glaube, ich waere fast im Torx-Profil wieder herausgekommen ;-)

73
Peter
Gelscht
Gelöscht
#20 erstellt: 15. Dez 2009, 20:42

hf500 schrieb:
Ich gehe mal davon aus, dass die Paarung von gehaertetem Stahl auf gehaertetem Stahl mit MoS2-Fett als "Beilage" noch unkritisch ist.

Ich hätte (leider ohne Maschinenbau gelernt zu haben) halt befürchtet, dass an der belasteten Fläche - die klein ist und wo auch nicht durch großartige Bewegung Schmiermittel transportiert wird - das Fett eh gleich wieder weg ist. Bleibt dann wenigstens das MoS2 übrig als "Notschmierung" zwischen Achse und Platte?

hf500 schrieb:
Bei der "Bohrtiefe", die ich mal vorgefunden habe, haette auch schleifpapier nichts mehr gebracht. Ich glaube, ich waere fast im Torx-Profil wieder herausgekommen

Schluck!

Ich habe offensichtlich bisher noch keine richtig verschlissenen CDM1-Laufwerke gesehen.

Man müsste an "Rulon" rankommen ...

Gruß

Thomas
hf500
Moderator
#21 erstellt: 15. Dez 2009, 22:31
Moin,
ja, etwas Hoffnung setze ich da auf das MoS2.

Ich habe soviel Fett gegeben, dass die Spindel "mit dem Fuss in der Pampe steht", Es kann also immer Fett nachfliessen.
Durch die geringe Drehzahl wird das Fett auch nicht fortgeschleudert.

73
Peter
gugsi
Hat sich gelöscht
#22 erstellt: 17. Dez 2009, 17:23
hallo zusammen

hab letzten erst bei einem B226 das lager auf meine art repariert :-)

lagermagnet weg
troxschraube war schon sehr eingelaufen
verpackungsmaterial hartes dünnes plastikblättchen zugeschnitten und mit fett eingesetzt
dann die torxschraube minimal raus

seit dem läuft das ding wie ne eins... lest super schnell ein und spielt wunderbar ab


hier an dieser stelle würd mich aber eh auch gleich interessieren, hab das auch schon mal beim cd304 gemacht und da gabs einen wiederstand wo ich dann die focusierspannung messen konnte und so optimal einstellen

wo befindet sich dieser wiederstand beim b226 ???
hf500
Moderator
#23 erstellt: 17. Dez 2009, 21:19
Moin,
ein Hartkunststoffplaettchen wird auch gehen, zumindest eine ganze Weile.
So hart ist die Schraube naemlich auch nicht.

Ueber dem Widerstand wird mittelbar der Focusstrom gemessen.
Er ist null, wenn sich die Linse in ihrer Ruhelage befindet, dann hat die CD und damit der Plattenteller die korrekte Hoehe.

Ich weiss allerdings auch nicht, wo sich der Widerstand beim Revox befindet und ob er ueberhaupt vorhanden ist.

73
Peter
gugsi
Hat sich gelöscht
#24 erstellt: 17. Dez 2009, 22:14
hi peter

ja stimmt so... sollte null sein +-20mV in etwa... so habs ich gehört.

das würd ich gerne beim revox noch kontrollieren und gegebenenfalls nachjustieren

na dann... vielleicht liest das hier wer der bescheid weiss

das wäre fein

grüsse aus dem verschneiten österreich
gugsi
Gelscht
Gelöscht
#25 erstellt: 18. Dez 2009, 08:48

gugsi schrieb:
vielleicht liest das hier wer der bescheid weiss


Service-Manual: ftp://ftp.studer.ch/Public/Products/Revox/

Gruß
Thomas
gugsi
Hat sich gelöscht
#26 erstellt: 18. Dez 2009, 09:23

paschulke2 schrieb:

gugsi schrieb:
vielleicht liest das hier wer der bescheid weiss


Service-Manual: ftp://ftp.studer.ch/Public/Products/Revox/

Gruß
Thomas



woow .... da gibts ja allerhand



danke für den link... ein service manual hab ich schon, da war nix darin zufinden.... hier gibts anscheinend mehr, werd mir diese angucken.


grüsse gugsi
Butters_Capt._Chaos
Ist häufiger hier
#27 erstellt: 19. Dez 2009, 15:46
Danke für den Link und die guten Pläne!

Tipp für den Link:

"Klicken Sie auf Seite und anschließend auf FTP-Site in Windows Explorer öffnen, um die FTP-Site in Windows Explorer zu öffnen."

So kann man leichter die Dateien kopieren. Aber Gedult, der download braucht seine Zeit!


Ich bin leider immernoch erkrankt und kann deshalb z.Zt. nicht an der Sache weiterarbeiten, bin aber trotzdem dankbar. Viell. sollte ich bezüglich des Laufwerks so ne Art Fotodokumentation machen? Dann könnte man das in einen separaten Thread packen?

Hat jemand einen Tipp (z.B. Seitenzahl in der Service-Manual), an welcher Stelle die Spannung gemessen werden muss, um den Verschleiß des Laufwerks "zu messen"?
Gelscht
Gelöscht
#28 erstellt: 19. Dez 2009, 18:48

Butters_Capt._Chaos schrieb:
Hat jemand einen Tipp (z.B. Seitenzahl in der Service-Manual), an welcher Stelle die Spannung gemessen werden muss, um den Verschleiß des Laufwerks "zu messen"?

Grmbl ... Selber lesen?

Anschnitt 4.3.4 Höheneinstellung des Disc-Motors. Eine Spezial-CD von Revox wirst Du nicht kriegen, also musst Du eine "normale" CD nehmen und davon ausgehen, dass der Offset 0 sein sollte.

Gruß
Thomas

Edit: Die Nummer des Abschnitts bezieht sich allerdings auf das Manual des B226. Wir reden ja hier vom 225 - Entschuldigung ... Die Nummer könnte also eine andere sein, der Abschnitt wird aber ähnlich oder genau so heißen.
Butters_Capt._Chaos
Ist häufiger hier
#29 erstellt: 03. Jan 2010, 23:13
Danke nochmal für die Hilfe soweit.

Z.Zt. muss ich für Klausuren (Studium ) lernen und hab deswegen kaum Zeit. Aber in ca. 2-3Wochen werd ich dann an dem Revox weiter arbeiten. Ich bitte um Verständnis


[Beitrag von Butters_Capt._Chaos am 03. Jan 2010, 23:14 bearbeitet]
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