4 Lautsprecherboxen an Fisher Ca-M300 Integrierter Vor- und Endverstärker betreiben

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niet0r
Hat sich gelöscht
#1 erstellt: 19. Mai 2011, 20:36
Hallo zusammen!

Ich habe seit ein paar Jahren einen Fisher CA-M300 in Betrieb. siehe http://www.radiomuseum.org/r/fisher_stereo_amplifier_ca_m300.html

Der Verstärker gibt leider in Folge einer Feier auf einem Kanal kein Signal mehr aus. Ich könnte mir vorstellen, dass das durch Überhitzung (ein wenig wackelig war er sowieso) oder durch ein defektes Relais (hatte ich vor 2 Jahren ersetzt) entsteht.

Bevor ich mich mit einer möglichen Reparatur beschäftige, frage ich mich aber, ob mit dem Verstärker der gleichzeitige Betrieb von 4 Lautsprecherboxen möglich oder zu empfehlen ist.
Vom technischen aspekt solcher Geräte weiß ich nicht viel und habe auch durch Googlen und Ähnliches keinen Hinweis darauf gefunden.


Der Verstärker hat Anschlussmöglichkeiten für 2 Lautsprecherpaare, die Schalter dafür haben die möglichen Stellungen: beide aus, a, b, beide an (mit Federtasten gelöst).

Im Benutzerhandbuch, das ich glücklicherweise noch habe, werden unter der Rubrik "Technische Daten" folgende ausgangsleistungen angegeben:


Sinus-Ausgangsleistung
bei 1000Hz (8 Ohm) 2x23W
20 - 20.000Hz (8 Ohm) 2x20W
Musikleistung (8 Ohm 2x35W


Das würde darauf hinweisen, das der gleichzeitige Betrieb von vier Boxen nicht möglich ist. Leider weiß ich nicht, wie der folgende Absatz in der Rubrik "Wahl der richtigen Lautsprecher" zu lesen ist:


Sollen zwei Lautsprecherpaare angeschlossen werden, sollten diese möglichst eine Impendanz von 8 Ohm aufweisen. Der Anschluss von 2 Stück 4 Ohm Lautsprecherboxen pro Kanal ist nicht grundsätzlich unmöglich, in einem solchen Falle sollte jedoch mit Rücksicht auf die Belastung des Verstärkers auf das Ausnutzen der letzten Lautstärke-Reserven der Anlage verzichtet werden.



Wenn jemand hier irgendetwas über den Fisher CA-M300 oder vergleichbare Modelle weiß (was kaputt sein könnte) oder insgesamt mir helfen kann, herauszufinden, ob man zeitgleich 4 Boxen betreiben kann (und was für Spezifikationen sich daraus ergeben), wäre ich sehr dankbar.


MfG,
Richard
bukongahelas
Inventar
#2 erstellt: 21. Mai 2011, 00:13
Je niedriger die Ohmzahl einer Box, desto höher der
Strom den die Endstufe(ntransistoren) liefern müssen.
Dabei werden sie heiß, der Kühlkörper leitet diese Hitze ab.
Hört man nur relativ leise, wird der Strom auch bei
Parallelanschluß von 4 Ohm Boxen (ergibt 2 Ohm) nicht so
groß, daß die Hitze zu groß wird.
So wie eine Zugmaschine mit 1 oder 2 Anhängern.
Fährt man vorsichtig, packt eine ZM auch 2 Anhänger.
Gibt man Vollgas überhitzt der Motor oder die Kupplung raucht ab.
Generell gilt daß der minimale Boxenwiderstand nicht weniger
als 4 Ohm sein soll. Nur wenige Amps sind echt 2 Ohm fest.
Der Fisher ist eh kein Leistungsriese und mag daher 8 Ohm.
Wenn man "nur" ca 30W pro Kanal hat, wozu dann noch 4 Boxen
anschließen und den Amp mit 4 Ohm quälen ?
4 Boxen mit 2 Stereoverstärkern oder 1 Quadro(5+1) Verstärker
ist besser. Jeder Box ihre eigene Endstufe.
bukongahelas
bernd_r
Neuling
#3 erstellt: 07. Sep 2012, 20:05
Habe gerade einen in Betrieb - sehr schönes, kompaktes Gerät. Simple Schaltung: Sanyo STK461 Hybrid-Endstufe, Dual-OpAmp 4558 im Klangregel-Vorverstärker und 2 Hitachi Low-Noise HA1457 im Phono-Entzerrer-Vorverstärker. Riesige Elkos (2 x 8000 uF) und Schnittbandkern-Trafo im Netzteil. Sauberer, kompakter Aufbau. Etwas service-unfreundlich sind allerdings die Wire-Wrap-Verbindungen, deren man 13 lösen muß, um an die Unterseite der Hauptplatine zu kommen - beim Wiederzusammenbau muß man dann eben löten, sonst sind die Verbindungen nicht mehr sicher...

Das Relais, das die Lautsprecher beim Einschalten verzögert an- und beim Ausschalten oder Netzverlust sofort abschaltet, war schadhaft (unsicherer Kontakt auf beiden Kanälen), lief kochend heiß und wurde mangels passendem Ersatz entfernt, die Pads für die Kontakte überbrückt. Das ist lediglich ein "Komfortverlust", da keine Sicherheitsschaltung (etwa gegen DC am Lautsprecherausgang, Überhitzung etc.) dahinter steckt. Wenn man das übliche Gekrächze beim Absacken der Betriebsspannung nach ddem Ausschalten bei noch arbeitender Quelle nicht hören will, kann man ja vorher den Lautstärkeregler auf Null stellen ;-)

Apropos Relais in HiFi-Verstärkern: Ich bin sowieso der Meinung, daß diese Dinger schon wegen ihrer bekannten Anfälligkeit überflüssig sind, zumindest, wenn keine Schuzschaltung dahinter steckt!
Beim CA-M300 verläßt man sich zum Lautsprecherschutz auf 1.6AT Sicherungen: das wären bei nominell 8 Ohm Last ca. 20 Watt, Na ja, ich würd's nicht darauf ankommen lassen, aber sowas passiert eigentlich ziemlich selten... Allerdings haben Sicherungen im Ausgang keinen besonders guten Einfluß auf den Klang - Relaiskontakte aber auch nicht! Also entweder man fährt volles Risiko, oder man schaltet die Betriebsspannungen im Fehlerfall mittels Leistungs-MOSFET ab - aber das gab's damals noch nicht ;-)

Die Daten sind wie oben angegeben. Allerdings werden laut Schaltplan beim Betrieb mit beiden Boxenpaaren diese in Serie geschaltet, was man auch hören kann - die Lautstärke (und die Klangdefinition - wegen geringerer Dämpfung) sinkt dann etwas ab: aus 2 x 4 Ohm werden dann 8 Ohm (nominell), aus 2 x 8 entspr. 16, oder wie auch immer gemischt, es addieren sich dann die Impedanzen. Das führt also zu einer geringeren Belastung des Verstärkers, d.h. weniger Strom durch die Leistungstransistoren der Klasse B Endstufe. Fazit: Keine Gefahr!

Falls allerdings der Endverstärker fehlerhaft sein sollte (auch nur ein Kanal), muß das Hybrid-IC ersetzt werden. Da das Gerät auf 220 V~ ausgelegt ist, arbeitet der STK461 schon hart an der Grenze (cih habe hier z.B. meist 235 - 237 V~), und ich würde als Ersatz - falls die Dinger überhaupt noch erhältlich sind - lieber den STK465 vorschlagen, der ist für höhere Betriebsspannung (und Leistung, aber das spielt hier keine Rolle) ausgelegt.
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