Fisher CA-9040

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Wile_E_Coyote
Neuling
#1 erstellt: 30. Aug 2004, 19:35
Hallo,

ich weiß nicht, ob das Teil alt genug ist für das "Klassiker"-Forum, aber:

Ich habe nach 5 Jahren meine alte Anlage aus dem Keller geholt, nur um festzustellen, daß der Verstärker die lange arbeitslose Zeit nicht unbeschadet überstanden hat: Nach dem "Selbsttest" - dauert so um die 5 Sekunden - schaltet er sich zurück in den Standby-Modus.

Kann ich mir eigentlich nicht erklären, denn die Lagerung war eigentlich unter recht gemäßigten Bedingungen, der Keller ist voll ausgebaut und nicht etwa kalt und feucht...

Jedenfalls, die Frage: Lohnt es sich bei dem alten Teil noch, daß zu irgend einem Reparatur-Menschen zu schleppen und 50 bis 100 Euro ins Durchtesten/Reparieren zu investieren, oder soll ichs lieber direkt zum Sondermüll schleppen?

Selber machen is nich, ich habe nicht sooo die Ahnung! (Hat gerade dafür gereicht, den Deckel abzuschrauben, die Sicherungen zu entstauben und zu überprüfen, die Finger weit, weit weg von den dicken Elkos zu lassen *g* und mal ein wenig nach bröseligen Lötstellen zu suchen...)

Irgendwie hänge ich allerdings doch noch sehr an dem Gerät, ist schließlich meine erste "echte" Anlage, die ich mir damals so um die 16 gekauft habe... Außerdem funktionieren die anderen Komponenten noch alle.

Jedendfalls: Für ein, zwei Tipps (oder auch mehr *g*) wäre ich dankbar.
Wünk
Neuling
#2 erstellt: 23. Sep 2004, 18:48
Hi

Ich habe den selben Verstärker von einem Freund zur Reparatur bekommen.

Dieser hatten den selben Fehler.

Wenn du den Verstärker offen hast - schau mal nach ob du an der Vorderseite einen grossen orangefarbenen Elko sitzen siehst. Mach einen Kurzschluss der beiden Drähte des Elkos für ca. 5 Sek. (Achtung - Gerät vom Netz nehmen). Jetzt probier den Verstärker einzuschalten.

Bei mir hats geklappt. Jedoch mußte ich nach der ersten Hörprobe feststellen, das ein Kanal völlig das Siganl verzerrte.
Ich hab auch schon den defekten Teil gefunden und bin jetzt auf der Suche nach einem Ersatzbauteil.
Wile_E_Coyote
Neuling
#3 erstellt: 23. Sep 2004, 21:24
Bei mir waren es zwei Widerstände in der Endstufe, die mir der lokale HiFi-Dealer ausgetauscht hat. Jetzt läuft das Teil wie am ersten Tag. Das einzige Problem, das jetzt noch bleibt, ist der zugehörige CD-Player (AD-9060), der wohl ein wenig Staub angesetzt hat in der langen Zeit, die er im Keller gestanden hat. Jedenfalls knirscht er etwas im Mitteltonbereich, seltsamerweise nur bei einigen CDs...
Jeromir
Neuling
#4 erstellt: 06. Okt 2004, 23:03
Es ist sehr tröstlich, daß ich mit meinen Sorgen nicht allein bin. Ich habe auch ein solches Modell, der auch nach 5 sek in den Standby-Modus wechselt.
Ich habe auf der Platine ein Relais ausgemacht, das nicht geschlossen bleibt.
Kann man das Relais umgehen? Ich lege keinen besonderen Wert auf die Standbyfunktion.
Oder hat jemand noch einen konkreten Reperaturtip? Braucht nicht elegant zu sein. Funktionieren genügt.
sakly
Inventar
#5 erstellt: 08. Okt 2004, 08:17

Jeromir schrieb:
Ich habe auf der Platine ein Relais ausgemacht, das nicht geschlossen bleibt.


Das ist das Relais, dass die Lautsprecher vor bösen Spannungen und Fehlern der Endstufe schützt
Ein Überbrücken kann dir die Lautsprecher kaputt machen.
Wenn das Relais nicht freigeschaltet wird, so registriert die Schutzschaltung eine Fehlfunktion. Die sollte beseitigt werden, nicht das Relais
Jeromir
Neuling
#6 erstellt: 08. Okt 2004, 08:24
Ich habe inzwischen herausgefunden, daß das Relais den Stromanschluß auf der Rückseite des Gerätes freischaltet.
Leider bringt mich das der Lösung die Kiste zum Laufen zu bringen nicht näher.
Er springt halt an und geht dann nach 5 sec. wieder auf Standby.
Am liebsten wäre mir, wenn ich die Standby-Schaltung umgehen/ deaktivieren könnte...
sakly
Inventar
#7 erstellt: 08. Okt 2004, 08:39

Jeromir schrieb:
Ich habe inzwischen herausgefunden, daß das Relais den Stromanschluß auf der Rückseite des Gerätes freischaltet.


Das wäre auch möglich, hat jedoch die gleiche Wirkung wie die Unterbrechung der Lautsprecherleitungen -> Schutz der Lautsprecher und des Verstärkers. Ein Umgehen ist hier nicht angebracht. Jedes Anspringen der Schutzschaltung hat eine Ursache, die repariert werden muss.
Wile_E_Coyote
Neuling
#8 erstellt: 08. Okt 2004, 13:47
Hallo,

ich bin mir allerdings nicht sicher, ob dieses Relais tatsächlich das Problem ist: Bei mir war es so, daß die an den 220 Volt Buchsen auf der Rückseite angeschlossenen Geräte beim Einschalten auch mit angegangen sind, obwohl der Verstärker sich nach 5 sekunden wieder ins Stand By gestellt hat. Dann öffnet natürlich auch das Relais wieder und die anderen Geräte gehen aus. Ich denke mal, daß da irgendwo ein anderes Problem vorliegt, das die Schutzschaltung auslöst.

Was sakly sagt, stimmt schon: Bei mir waren wie gesagt zwei Widerstände hinüber. Ohne die hätten die Boxen wohl eine heftige Dosis Gleichspannung abbekommen, was auf die Dauer extrem ungesund ist für die Lautsprecher und wahrscheinlich auch die Frequenzweichen. So eine Schutzschaltung macht also schon Sinn und die zu Umgehen ist sicher keine gute Idee.

Deshalb, wenn man keine Ahnung hat, wie man sowas selber überprüft (so wie ich), lieber zum Händler gehen. Der meine wollte für einen Kostenvoranschlag 25 € haben, die er dann nachher mit die eigentliche Rechnung verrechnet hat, ich hab also eigentlich nur die Reparatur bezahlt. Find ich eigentlich ganz fair.
Jeromir
Neuling
#9 erstellt: 09. Okt 2004, 11:10
Da habt ihr beide wohl recht.
Holzhammermethoden können hier wohl zum endgültigen Exitus führen.

Weißt du noch, was die Reperatur über den Daumen gekostet hat?
Wile_E_Coyote
Neuling
#10 erstellt: 10. Okt 2004, 21:19
Das waren so um die 50 Euro... davon ganze wahnsinnige 2,50 Euro Material! ;-)

Muß allerdings dazu sagen, daß es wohl nicht ganz einfach war, ein Service Manual aufzutreiben, deswegen hat er wohl etwas mehr Arbeitszeit darauf verwendet, eines zu finden. Ich denke mal, 2 Stunden Arbeit waren es bestimmt insgesamt, und dafür sind 50 Euro heutzutage ja fast nich preiswert.

Wie gesagt, für mich hat dabei auch mehr der Erinnerungswert des Verstärkers gezählt als der tatsächliche Restwert, der wahrscheinlich ungefähr noch mal gleich hoch ist... ;-)
M@ster
Neuling
#11 erstellt: 26. Jan 2007, 14:14
Wisst ihr wieviel watt der fisher studio standard rs 9040 verstärker hat ich krieg dat ned raus.
MC_Shimmy
Inventar
#12 erstellt: 26. Jan 2007, 14:31
Der RS-9040 ist kein Verstärker, sondern ein Receiver.
Receiver = Verstärker und Tuner in einem Gerät

Auf der Rückseite des Geräts findest Du eine Angabe "Max.Leistungsaufnahme", "Power Consumption" o.ä.

Die Sinusleistung pro Kanal ist etwa ein Viertel dieses Wertes.

Gruß
Martin
Rat_und_Tat
Neuling
#13 erstellt: 08. Okt 2008, 17:14
Hi,

bei mir war der Verstärker nach einem Gewitter auch nur noch im Stand-by-Modus und hat auf keine Funktion der Fernbedienung mehr reagiert, obwohl die Signale bis zum Prozessor (IC701) Pin 41 zu verfolgen waren.

Also mal schnell den C709 mittels Widerstand, wie auch schon bei Wünk geschrieben, überbrückt und entladen. Danach funktionierte wieder alles wunderbar, solange noch nichts an den Chinch-Buchsen angeschlossen war. Wieder reagierte der Verstärker auf kein Fernsteuerungssignal. Warum auch immer.

Nochmal alles aufgeschraubt und diesen Kondensator via R von 470 Ohm und Taster überbrückt, damit ich einen 'Reset' auch ohne aufschrauben durchführen kann.

Alle Kabel angeschlossen, Verstärker ausgeschalten, mittels Taster den entsprechenden C entladen und siehe da: alles funktioniert, bis auf wenige Funktionen vom CD-Player. Aber das ist mir jetzt egal, denn die CD muß ich ja auch manuell wechseln.

http://img72.imageshack.us/my.php?image=ca9040xj6.gif


[Beitrag von Rat_und_Tat am 08. Okt 2008, 17:17 bearbeitet]
harvmann
Neuling
#14 erstellt: 22. Aug 2009, 13:36
Hallo zusammen,

Rat und Tat, dein Rat war der Richtige!

Hatte bis eben gleiche Problematik, jetzt funktioniert der Verstärker wieder.

Vielen Dank!
DOSORDIE
Inventar
#15 erstellt: 22. Aug 2009, 14:19
Das ist ein wirklich guter Receiver, wenn er auch keinen besonders hohen Marktwert hat, weil Fisher diesen schlechten Ruf hat, ist er dennoch Erhaltenswert. Das Design find ich jetzt zwar nicht so toll, aber die Verarbeitung so wie auch die Werte sind gut... (ich weiß darf ich hier ja nich sagen, weil Fisher billiger Kaufhausschrott ist und ungefähr auf eine Stufe mit Schneider zu stellen ist... aber ich seh das nicht so).

LG, Tobi
Twilightzone
Neuling
#16 erstellt: 31. Jan 2010, 18:10
Hallo

ich habe das Vorgängermodel CA-9030 und ich liebe dieses Teil!
Auch bei mir ist ohne erkennbaren Grund auf einmal Ruhe in diesem Teil. Es lief auf einer Party wohl einige Zeit Voll aufgedreht (weiss nicht genau..war nicht dabei)

Ich beschreibe es mal wie folgt, da ich kein Techniker bin:

Das Gerät zeigt Strom an.
Früher(wo es noch heile war) konnte ich folgendes beobachten:
Gerät angeschaltet 2-3 Sekunden später ein klacken (vermut ein Relais was den Strom auf die Hauptplatine führte?

Dieses Klacken ist heute nicht mehr da, also vermute ich das die Hauptplatine keinen Saft mehr kriegt da nur Stromeingang angezeigt wird aber keine Tasten oder Anzeige mehr leuchten.

Ferner und nun wirds sehr unbeholfen (sorry dafür) sind 4 ich nenne es mal sehr grosse Wiederstände vermutlich Elkos? die Batterieähnlich aussehen (von der Form)auf der Platine von einer Art Klebeähnlichen aber festen Substanz umgeben (ausgelaufen??) - oder muss das so? Äusserlich wirken diese "Wiederstände" heile und sind auch nicht aufgepluster oder ähnliches.

Leider habe ich wie beim 9040 kein grossen orangen Elko sitzen.

Naja vielleicht sieht der ein oder andere ja jetzt schon einen bestimmten fehler? Für ein wenig Rat sag ich schonmal danke :-)

Achja 50 Euro für ne Rep ist schon günstig^^
semmeltrepp
Gesperrt
#17 erstellt: 31. Jan 2010, 18:15
Ein nicht klackendes Relais klingt nach einer abgerauchten Endstufe.
Twilightzone
Neuling
#18 erstellt: 31. Jan 2010, 18:27

semmeltrepp schrieb:
Ein nicht klackendes Relais klingt nach einer abgerauchten Endstufe.



Yub kann sein..wie muss ich mir sone Endstufe optisch vorstellen in etwa?
semmeltrepp
Gesperrt
#19 erstellt: 31. Jan 2010, 18:33

Twilightzone schrieb:

semmeltrepp schrieb:
Ein nicht klackendes Relais klingt nach einer abgerauchten Endstufe.



Yub kann sein..wie muss ich mir sone Endstufe optisch vorstellen in etwa?



4 Transistoren, montiert auf einem Kühlkörper. Meist rippenfürmig und aus schwarz eloxiertem Aluminium.

Ungefähr so:

Twilightzone
Neuling
#20 erstellt: 31. Jan 2010, 18:46
Ah Ok.. ich werd heute Abend maln Bildchen machen.

Aber vermutlich komm ich um ne Reparatur nicht rum...
Twilightzone
Neuling
#21 erstellt: 01. Feb 2010, 13:02


[Beitrag von Twilightzone am 01. Feb 2010, 16:44 bearbeitet]
Twilightzone
Neuling
#22 erstellt: 04. Feb 2010, 15:32
Also Frage: Kann man an den Bildern erkennen ob die Elkos evtl ausgelaufen sind oder sowas?
banana_joe61
Neuling
#23 erstellt: 20. Feb 2010, 13:48

Twilightzone schrieb:
Also Frage: Kann man an den Bildern erkennen ob die Elkos evtl ausgelaufen sind oder sowas?

Haste mal die Gerätesicherungen gecheckt? Einfach mit nem Schraubendreher -oder Ähnlichem- einseitig aus der Fassung hebeln & auf Durchgang messen.
Gruß: Klaus
ANS_ans
Neuling
#24 erstellt: 14. Jun 2011, 14:54
Wenn die Feinsicherungen durch sind, ist meist eh schon was hinüber.

Wenn Ihr die Kiste nicht hinkriegt,
einfach zu mir schicken :-)

Gruss ANDY


[Beitrag von ANS_ans am 14. Jun 2011, 14:57 bearbeitet]
Jhihonny
Neuling
#25 erstellt: 18. Sep 2015, 17:01
Hey, da ich nirgendwo im Internet das Baujahr des Fisher CA 9040 gefunden habe, dachte ich hier bin ich richtig So weit ich mich hier durchgelesen habe, wurde noch kein Baujahr genannt

Weiß jemand das Baujahr???

LG,
Jhihonny
trapper1234
Neuling
#26 erstellt: 16. Okt 2017, 18:57
ich habe den verstaerker zur Reparatur bekommen.
frage: IMG_0995
durch druecken welcher taste kann man den verstaerker einschalten (also von Stand-by in Funktion)? oder braucht man dazu zwingend die Fernbedienung?

auch habe ich durch messen beobachtet, dass das POWER RELAIS, das die 230V zu den 2 Steckdosen hinten durchschaltet nicht schaltet, egal was ich druecke.

IMG_0996

wie man hier sieht, leuchtet nur die rote Stand-by LED.
IMG_0997

hier ist ja der untere knopf auch mit "ON" und "OFF" beschriftet. also nehme ich an, dass dieser knopf der schalter ist, der von Stand-by in Funktion arbeiten muesste, oder?
IMG_0998
Rabia_sorda
Inventar
#27 erstellt: 16. Okt 2017, 20:32

ier ist ja der untere knopf auch mit "ON" und "OFF" beschriftet. also nehme ich an, dass dieser knopf der schalter ist, der von Stand-by in Funktion arbeiten muesste, oder?


Wie auf dem Bild ersichtlich ist, ist dieser Schalter nur für die Lautsprecher-Gruppenschaltung (A/B Speakers) zuständig und hat nichts mit dem Fehlerbild zu tun. Allein der Power-Schalter ist hier für das Ein/Aus-Schalten verantwortlich.
Wenn das Gerät nicht aus dem Stby. geht, liegt hier vmtl. ein Defekt im Stby.-Netzteil (Spannungen vorhanden?) vor.
Alles weitere wurde schon geschrieben.


[Beitrag von Rabia_sorda am 16. Okt 2017, 20:36 bearbeitet]
alt_aber_gut
Neuling
#28 erstellt: 29. Aug 2019, 14:44
Hallo
Ich habe auch einen RS-9040 und zwei Probleme damit.

Zum ersten, funktioniert der Lautstärkeregler nicht mer richtig. Beim drehen knarzt und knackt es in den Lautsprecher scheußlich und dann fehlt meist der linke Kanal. Ein Drama bis wieder beide Kanäle Ton bringen.

Zum Zweiten geht er mitten im Betrieb einfach kurz aus und schaltet sich sofort wieder ein. Auch sehr nervig da das immer öfter passiert.

Ansonsten bin ich mit dem Gerät sehr zufrieden und freue mich über den 5 Band Equlizer, die Loundness Funktion und das große Display mir Pegelanzeige , was es bei den heutigen Modellen fast nicht mehr gibt. Wollte den Receiver gegen einen Yamaha MusicCast R-N402D oder ONKYO TX-8250 austauschen um DAB, sowie von USB zu hören. Doch von beiden lese ich in sachen Bedienbarkeit nichts tolles und würde meinen rs-9040 sicher vermissen. Weiß jemand wie ich, oder wer das Gerät wieder flott machen kann? Oder hat jemand bessere neue alternativen.

Gruß markus
CarlM.
Inventar
#29 erstellt: 29. Aug 2019, 16:19
Was Du selbst tun kannst, hängt von Deinen Fähigkeiten und Fertigkeiten ab (Schaltplan lesen, Bauteile erkennen, Messungen ausführen, löten ...).
Eine Überholung in einer Werkstatt dürfte ziemlich (ggf. zu) teuer werden. Es müsste zudem eine bzgl. dieser älteren Geräte erfahrene Werkstatt sein, die sich auch mit der Ersatzbeschaffung oder Instandsetzung der Motorpotentiometer auskennt und Mühe gibt.
Der Volumenregler ist ein 2x 4-Pin-Regler 100kOhm (mit Loudness-Kontakten). Da müsste man gucken, was noch machbar ist. Damit sollte man auch anfangen. Denn wenn das Teil weder reparierbar noch beschaffbar ist, war es das. Dann kann man bestenfalls noch auf eine Variante ohne Loudnessregelung zurückgreifen.

Die aktuellen Fehler würden zumindest folgene Punkte umfassen:
- Reinigung und genaue Durchsicht/Prüfung auf kalte Lötstellen, Risse in Leiterbahnen etc.
- Austausch oder Reinigung der wichtigsten Potentiometer
- vermutlich: Austausch der LS-Schutz-Relais
- nach Prüfung: Austausch bestimmter Elkos und Kondensatoren.
- Abgleich der Endstufe (Ruhestrom)

Zu DAB+ und USB ... mit beiden stehe ich eher auf Kriegsfuss. Das ist aber meine persönliche Meinung (die allerdings auf Erfahrung beruht).
DAB+ wird zwar - wie das "alte" analoge UKW-Radio - terrestrisch ausgestrahlt. Die Alternative besteht in der Nutzung der digitalen Radiokanäle, die entweder per Kabel oder via Satellit empfangbar sind und eine deutlich bessere Qualität als DAB+ haben. Es gibt auch spezielle Radio-Empfänger, die als Beistellgeräte per Cinch oder Toslink angeschlossen werden. Dies wäre eine Option im Falle der weiteren Nutzung des Fisher.

USB: Solange man USB-Sticks - z.B. auch mit unkomprimierten Formaten - nutzen kann, habe ich keine Einwände. Bei Geräten, die hingegen ein eigenes Schaltnetzteil besitzen und ihrerseits die 5V-Spannung am Stecker führen, bin ich inzwischen sehr vorsichtig.
CarlM.
Inventar
#30 erstellt: 29. Aug 2019, 16:35
Vielleicht noch ein Argument für den Fisher. Es mag paradox klingen aber von heute aus gerechnet, gebe ich dem Fisher für die Zukunft eine höhere 10 Jahres-Überlebenschance als einem Neugerät aus heutiger Produktion. Dies ist natürlich provokativ und gilt sicherlich nicht für alle Neugeräte.
Dennoch: Viele der heutigen Modelle sind kaum noch reparierbar. Da kann man dann bestenfalls noch Platinen tauschen - auch weil es immer seltener Serviceunterlagen gibt aber auch, weil die Bedeutung von Softeare immer mehr zunimmt. Die immer kleiner werden Bauteile und speziellen Lötmethoden sind zusätzlich ein Problem.

Im Fisher sind zwar relativ viele IC verbaut. Die meisten sind aber heute noch im Handel erhältlich. Wenn es also nicht gerade sehr spezielle Teile betrifft, ist die Chance auf eine erfolgreiche Reparatur ziemlich gut.
Rabia_sorda
Inventar
#31 erstellt: 29. Aug 2019, 23:49
Und wenn man den "Sanyo" ( ) repariert bekommt und du USB/DAB+ haben möchtest, könnte man auch in Erwägung ziehen, ein BT-Modul (ca. 10€) in den Fisher zu verpflanzen. Für jemand Geübten wird das in 15min erledigt sein und du hättest dadurch zumindest die Möglichkeit, über z.B.: Handy, deine Playlisten und auch I-Net Radio auf den Fisher zu "streamen".
Sowas baue ich hier sehr oft in alten Geräten ein und funktioniert super.
alt_aber_gut
Neuling
#32 erstellt: 05. Sep 2019, 15:15
Hallo
Danke für die schnelle Antwort. Habe mir den Reciver mal von innen aungeschaut und muß feststellen dass dort etwas auszutauschen gar nicht so einfach ist. Zudem ist in der Mitte wo die großen Elkos sind die Platine schon recht dunkelbraun.
Zu dem Poti. Das würde ich mich gerade noch trauen auszutauschen. Allerdings sind die Teile (zumindest die ich gefunden habe) recht teuer. Pins scheinen die beiden ausreichend zu haben. Sind diese für Loundness geeignet?

Alps poti linear oder das hier alps poti logarithmisch

Ist das 100kΩ Poti linear oder logarithmisch?

DSC_0005_4DSC_0010_5DSC_0016_5

Hier ein Bild der Haupt Platine
Fisher RS-9040 von innen


[Beitrag von alt_aber_gut am 05. Sep 2019, 16:13 bearbeitet]
CarlM.
Inventar
#33 erstellt: 05. Sep 2019, 16:17
Die ausgesuchten Potis haben keinen vierten Pin und somit keine Loudnesskorrektur.
Ob Lin oder Log geht aus dem Schaltplan nicht hervor. Eine Teileliste habe ich auch nicht.
Da das Poti noch grundsätzlich funktioniert, würde man es ausmessen. Wenn es auf 50% Drehwinkel den halben Wert des Poti hat, ist es eine lineares.
Ich will es nicht verkomplizieren ... aber es gibt auch noch spezielle Widerstandscharakteristiken.
Ebenso würde man messen, mit welcher Spannung der Motor angesteuert wird.

Falls Du ein Photo machen könntest, würde es die Sache stark vereinfachen. Insbesondere Aufkleber, Typenbezeichnungen, Hersteller ...
Nachtrag: Sorry, habe die Photos gerade erst gesehen.

Was kann man machen, wenn man kein geeignetes Poti findet?
a. Öffnen und Reinigen bzw. die Schleifkontakte nachjustieren. Abschließend versiegeln.
b. Bei manchen Motorpotis kann man den vorderen Teil - ggf. mit etwas bastlerischem Geschick - abtrennen und separat ersetzen.
Dafür sind vor allem solche Potis geeignet, die am Ende eine Steckachse für den Motoranschluss haben.

p.s.
Auf dem Poti steht ein "A". Dann sollte ein ein logarithmisches sein.


[Beitrag von CarlM. am 05. Sep 2019, 16:20 bearbeitet]
tobi320i
Ist häufiger hier
#34 erstellt: 06. Okt 2019, 07:02
Beim meinem RS-9040 funktionieren ALLE Tasten am Gerät erst nach etwa 30 minuten Betriebszeit.
Vorher null Funktion.

Was könnte das sein?Schlapper Elko irgendwo?
CarlM.
Inventar
#35 erstellt: 06. Okt 2019, 09:36
Ja, es gibt tatsächlich ein paar Elkos - vor allem 6,3V-Typen - die ursächlich sein können.

Vorab aber zur Klarheit bzw. Eingrenzung des Fehlers:
1. Die Fernbedienung funktioniert sofort nach dem Einschalten?
2. Das Display und auch die LED funktionieren fehlerfrei?
tobi320i
Ist häufiger hier
#36 erstellt: 06. Okt 2019, 10:53
Das mit der FB muß ich morgen mal probieren.Für Heute funktionierts ja erstmal wieder.

Welche LED meinst du?Die Hintergrundbeleuchtung des Displays?Eine der beiden Glühlampen ist durch,die andere leuchtet.Das Display an sich funktioniert auch tadellos.Welche Elkos kämen denn in frage?

Schaltplan ist vorhanden
CarlM.
Inventar
#37 erstellt: 06. Okt 2019, 11:13
Die Frage nach der FB geht dahin, dass auch eine schlechte Masse (GND)-Verbindung des Tastenfelds zu Problemen führen kann.
Manchmal behebt sich das dann mit dem Anstieg der Temperaturen im Gerät.
Bei den Elkos denke ich diejenigen, die mit der Spannungsversorgung des Tastenfelds oder auch des IC zu tun haben.

LED: Im Schaltplan scheint eine LED zumindest für Power on/Standby vorhanden zu sein. Ich war mir nicht sicher, ob es sonst noch so etwas wie "Feedback"-LED gibt, die das Empfangen eine FB-Signals und/oder eine Quelle anzeigen.
tobi320i
Ist häufiger hier
#38 erstellt: 07. Okt 2019, 04:06
Habe soeben nochmal gecheckt,über die FB funktioniert alles sofort,während das Tastenfeld noch streikt.

Jetzt funktioniert das Tastenfeld auch schon nach einer Minute.
CarlM.
Inventar
#39 erstellt: 07. Okt 2019, 10:35
Dies ist zunächst erfreulich, weil es den Fehler auf das Tastenfeld begrenzt.

Weniger erfreulich ist, dass das mir vorliegende Service Manual nur einen Teil der Unterlagen - 7 von 28 Seiten - umfasst.
Ohne das Gerät direkt vor sich zu haben, ist es nicht ganz so einfach, eine korrekte Diagnose zu stellen.

Dennoch sind die "Hauptverdächtigen" eine schlechte GND-Verbindung des betreffenden Bereichs oder eine grenzwertige Spannungsversorgung des Tastenfelds. Du kannst Dich natürlich mit dem aktuellen Zustand arrangieren und z.B. die FB benutzen.
Falls wieder schlimmer wird oder Du den Ehrgeiz hast, das Problem grundlegend zu lösen, würde ich zunächst eine Sichtprüfung auf kalte Lötstellen und korrodierte GND-(Masse-)-Punkte. Dabei kann es Sinn machen, auch einmal mit einem nichtleitenden Gegenstand Bauteile wie z.B. Steckverbinder etc. abzuklopfen und/oder leicht zu drücken. Natürlich kann auch Wärme eine Rolle spielen. Du könntest also das Gehäuse vor dem Einschalten öffnen und ausprobieren, ob die Funktion schneller vorhanden ist, wenn man warme/heiße Luft zuführt.
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