UPDATE: Nachbau Swans HiVi M6/RM600 (Ab Beitrag #8)

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sysrec
Stammgast
#1 erstellt: 05. Mrz 2013, 22:19
Servus,
ich zitiere mich selbst:

Nun, ich habe nicht so mit dem Gehäuse Bauen . Das Design der Cantons fand ich genial, und, zugegeben, ich habe sie damals blind und nur wegen der Optik gekauft. Soundtechnisch haben sie mich dann immer weniger überzeugt und nach meinem ersten DIY-Projekt (die "CFC" mit Swans-Treibern) war für mich der Canton-Sound endgültig gestorben. Das Design wollte ich ungern gegen ein schlechteres tauschen. Sowas bauen zu lassen, mit Klavierlack und großen Alu-Blenden hätte garantiert den Neupreis den Cantons (damals 760€ das Paar) erreicht. Und so habe ich die Gehäuse und die komplette kaum genutzte Originalbestückung, die ich bei ebay verticken werde. Für den Umbau habe ich lediglich die Frontplatten für 3 Bändchen (Center inkl.) fräsen lassen und die Gesamtbestückung sehr günstig in den USA (Madisound) gekauft. An Canton Gehäusen musste ich NICHTS, aber wirklich gar nichts ändern!

Und, klar, in den Cantons werkeln jetzt komplett neu entwickelte Weichen. Zum Sound ist nicht viel zu sagen: durch die ähnliche und vom Volumen vorgegebene Bassreflex-Abstimmung hat sich basstechnisch nicht viel getan (war auch kein Ziel). Dafür spielen die Lautsprecher im Mittel- und Hochton auf dem Niveau von Swans bekannten Monitoren M1 oder von ebenfalls von mir gebauten Cotton Fields Compact - klar, luftig, unangestrengt. Was mich besonders an den Cantons gestört hat, waren die überspitzten zischenden S-Laute bei sonst verschwommenen Höhen und die "gestreute" Stimmwiedergabe. Ich vermute, das es zum Großteil an meinem sehr "hellen" Raum liegt. Durch Bändchen-Einsatz ist der Hochton jetzt stärker gebündelt und die unkontrollierten diffusen "Stereoeffekte" sind weg.

Das Ziel war also, geometrisch und optisch passende Bestückung zu finden, die natürlich auch im Klang überzeugen kann. Erst wollte ich die SB-18 mit aktiver Bassunterstützung einsetzen, da sie perfekt ins Gehäuse der Cantons gepasst hätten (der TMT geschlossen im oberen Abtei, 2 aktiv gesteuerte Bässe unten). Da ich aber nichts sägen (Ausschnitte für Aktivmodule) wollte, die SB-18 nicht gehört habe und sonst so sehr vom Klang der Swans-Bändchen angetan bin, entschloss ich mich die schönen Carbon-Membranen und das Bändchen einzusetzen.
Viel kann ich nicht hinzufügen, nur dass ich immer noch keine Messungen durchgeführt habe und die Weiche nur auf der Simulation baut. Ja, ich weiß, ein Unfug. Aber selbst so gefallen mir meine Neuen viel viel besser und endlich kann ich auch im Wohnzimmer Musik genießen.

Ein Paar Eckdaten:
- Bestückung: RT1.3 (HT), L6-4R (TMT), 2xL6-6R (TT), Alle von Swans HiVi.
- Trennfrequenzen: 3000Hz, 170Hz
- Abstimmung TMT: Geschlossen in 6l. Originalfüllung 2/3 PE-Wolle.
- Abstimmung TT: Bassreflex in 15(30)l. Original Bassreflex-Rohr Ø70x85mm, Originalfüllung Sonofil.

Die Bilder:











Canton Chrono reloaded

Canton Chrono reloaded

Canton Chrono reloaded

Canton Chrono reloaded

Gruß
michi


[Beitrag von sysrec am 05. Mrz 2013, 22:29 bearbeitet]
Anpera
Inventar
#2 erstellt: 09. Mrz 2013, 13:28
Sieht verdammt gut aus :-)
Ich würde versuchen den CanTON Schriftzug durch einen selbsterstellten SwanTon zu ersetzen
Blaukomma
Stammgast
#3 erstellt: 09. Mrz 2013, 19:05
Gefällt mir auch sehr gut.
Mir wäre das Vorhaben zu riskant gewesen, aber umso besser, dass sie dir am Ende besser gefallen als die original KeinTon Boxen!

Einen schönen Schriftzug solltest du ihnen wirklich noch gönnen!
sysrec
Stammgast
#4 erstellt: 09. Mrz 2013, 23:50
Danke Leut! Das mit den Schriftzügen habe ich mir schon überlegt. Ich werde erst versuchen die originalen restlos zu entfernen. Wenn sie nur geklebt sind und keine Löcher drunter sind, dann lass ich es einfach so "clean".
Anpera
Inventar
#5 erstellt: 10. Mrz 2013, 11:36
Unbedingt gut anwärmen
Pitchblack100
Neuling
#6 erstellt: 25. Mai 2014, 15:28
Hallo sysrec, ich habe mit Spannung deinen Bericht hier gelesen. Ich bin in der selben Situation mit meinen Cantons Chrono SL 580 DC. Mir gefällt das Design auch sehr und bin wie ein ferngesteuerter Roboter damals in den Laden und mir das komplette Set geleistet( 5.1) . Mir würde es extrem weiter helfen, wenn wir uns einmal austauschen würden, wegen dem Umbau. Der Preis vor 2,5 Jahren war damals um die 3000 Eur. Jetzt war ich gestern bei Mediamarkt und der Verkäufer wollte mir die Elac 249 verkaufen. Und da ich jetzt nicht mal schnell 1399 Eur(Angebot Aussteller) pro Stück übrig habe, muß es jetzt der Umbau sein. Danke erst einmal für den Bericht. Läßt mich wieder hoffen,das ich wenigstens nicht komplett das ganze Geld zerschnitten habe.
Nun zu deinem Umbau. Wie und woher beziehe ich alles, was ich brauche und vor allem,wie teuer wird alles? Kannst du mir helfen, bei den Weichen, da ich nicht so bewandert bin mit Lötarbeiten. Wie werden diese Weichen angebracht? Kann man sie nach Umbau Bi Amp schalten?
Würde mich freuen von dir zu lesen.
Danke und Lg
Pitchblack100
Neuling
#7 erstellt: 25. Mai 2014, 15:32
Und vor allem muß der Umbau für die Standboxen, die Kompaktlautsprecher, den Center und was mache ich mit dem aktiven Bass?
sysrec
Stammgast
#8 erstellt: 07. Apr 2015, 22:57
Servus,

nachdem sich die frühere "Selbstentwicklung" ohne Messungen - erwartungsgemäß - als Käse erwiesen hat und schon ursprünglich als Übergangslösung gedacht war, bin ich nun endlich zu Bauplänen von begehrten Swans M6 (RM600) gekommen und gleich den Umbau meiner ehemaligen Cantons fortgesetzt. Einzig das Volumen der Cantons ist etwas kleiner als das von Swans - was aber angesichts der sowieso sehr schwierigen Raumakustik von keiner großen Bedeutung war (später kommt im Bass eine DSP-Unterstützung hinzu). Ansonsten wurden die Weichen exakt nachgebaut.

Im Eifer des Gefechts habe ich nur wenige Bilder vom Aufbau gemacht und kein einziges von Frequenzweichen :L. Den Rest kennt ihr schon von meinen anderen LS - das Kunstleder usw. Das Ziel war so wenig an originalen Canton Gehäusen rumzubohren wie möglich. Also wurden zur Befestigung der neuen Schallwand die 6 Sacklöcher benutzt, die im Gehäuse zur Befestigung der Abdeckungen da waren. Die Tiefe und der Durchmesser waren für M4x12 Gewindeeinsätze vom Typen SKD geeignet.

Frontplatten der Mitteltöner (HiVi DMN-A). Danach wurden sie geschliffen und poliert:
DSC_0516[1]

_DSC1629-Bearbeitet

_DSC1633-Bearbeitet

_DSC1634-Bearbeitet

_DSC1635-Bearbeitet

Swans M6 Clone

Swans M6 Clone

Swans M6 Clone

Swans M6 Clone

P.S. an Moderatoren: Ggf könnte man das Thema in den Bereich "Nachbauten" verschieben


[Beitrag von sysrec am 07. Apr 2015, 23:01 bearbeitet]
Devolon82
Neuling
#9 erstellt: 09. Apr 2015, 23:14
Servus Sysrec,

bin gerade auf deinen Beitrag gestoßen und muss sagen echt beeindruckend was du aus den Canton gemacht hast, Handwerklich wirklich ein Meisterwerk.

Ich bin auch sehr begeistert von den RM600 und würde mir da gerne was bauen nur finde ich keinen Bauplan dazu, kannst du mir sagen wie du an den gekommen bist? oder wo man den bekommen kann?

LG
sysrec
Stammgast
#10 erstellt: 10. Apr 2015, 09:50
Servus,
hast ne PN. Hab noch den Plan von Swans M3 - wenn ein kompakter und etwas günstigerer LS werden darf. Klanglich ist er dem M6 ebenbürtig, nur geringfügig schwächer im Bass. Beim Einsatz eines Subwoofers ist es aber irrelevant.
Devolon82
Neuling
#11 erstellt: 10. Apr 2015, 09:57
Servus,

ja die M3 hab ich mir auch schon angesehen, den Bauplan für die M3 hab ich gefunden.

Ich möchte die Lautsprecher hauptsächlich fürs Heimkino nutzen, muss ich dann noch gut überlegen was da besser wäre. Vorallem ist dann für mich die Frage was ich mit dem Center mach.

Danke und Grüße,
Dieter
sysrec
Stammgast
#12 erstellt: 10. Apr 2015, 12:25
Hi,
bei M6 brauchst definitiv keinen Sub, sie hauen ganz schön tief. Bei mir entsteht sogar viel zu viel Bass aufgrund der Raumakustik und einem Buckel im Oberbass bedingt durch zu kleines Volumen. Nach der Verlängerung des BR-Rohres habe ich dann einen zufriedenstellenden Bass erzielt (früher, aber flacher Abfall - optimal bei wand naher Aufstellung).

Ein passender Center würde mich auch interessieren. Idealerweise mit der HT/MT Einheit der M-serie und 2 kleinen Tieftönern wie z. B. HiVi L5-8R. Das wäre aber eine komplette Neuentwicklung.



[Beitrag von sysrec am 10. Apr 2015, 12:28 bearbeitet]
Devolon82
Neuling
#13 erstellt: 10. Apr 2015, 12:39
Das bei einer M6 kein Subwoofer nötig ist glaub ich dir gerne.

Aufgrund der Homogenität würde mir der Center des RM600 5.1 Sets gut gefallen
Rm600 Center
Hat die gleichen Chassis passt daher sicher wunderbar ins Klangbild.
sysrec
Stammgast
#14 erstellt: 10. Apr 2015, 12:52
ist klar, braucht aber auch ne angepasste Weiche
Devolon82
Neuling
#15 erstellt: 10. Apr 2015, 12:58
Ja wär wohl nötig, hat laut Swans Homepage die selbe Übergangsfrequenzen (1000/6000 Hz), wie die großen aber ist halt nur ein 3 Wege und kein 3,5 Wege System
sysrec
Stammgast
#16 erstellt: 11. Nov 2015, 17:34
HiVi hat die M6 bzw. RM600 als Bausatz ins Programm aufgenommen und die Pläne veröffentlicht:
http://www.hivi.us/products/detail.aspx?pid=100087466297977

Auch andere Bausätze sind neu. Da ich noch ein Paar L6-4R besitze, werde ich die Kompaktversion bei Gelegenheit nachbauen:
http://www.hivi.us/products/detail.aspx?pid=100087469714773
Krusty80
Stammgast
#17 erstellt: 24. Nov 2015, 01:36
Hätte mal ne frage , wie teuer wird eine frequenzweiche für eine 600er im Selbstbau?
sysrec
Stammgast
#18 erstellt: 24. Nov 2015, 21:57
Schwer zu sagen, da ich schon Vieles vorrätig hatte. Da aber die Weichen nichts Besonderes beinhalten und wenn man keinen Wert auf "klingende" Voodo-Teile legt, schätze ich den Materialaufwand auf ca. 70-80€ für beide.
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