Point P20 im Heimkino

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icebaer72
Stammgast
#1 erstellt: 15. Mrz 2017, 13:08
Nachdem ich vor kurzem einen Bausatz bestehend aus fünf P20 bestellt habe, ist es denke ich an der Zeit einen Bauthread dazu aufzumachen
Die Bestellung hat ein paar Tage Lieferzeit... und ich somit noch etwas Zeit für ein paar Vorüberlegungen, wie der Bau genau ablaufen soll.

Von den LS sollen drei in der Front als LCR aufgestellt werden. Die werden im groben nach Originalbauplan erstellt werden.
Die beiden restlichen kommen in einem flacheren Gehäuse als Surrounds nach hinten.

Zum Anfang werde ich mich erstmal auf die Front-LS konzentrieren.
Im Original wird die P20 in ein 17l BR Gehäuse gebaut. Laut Plan hat das Gehäuse eine aufgedoppelte und verbreiterte Schallwand, den BR-Port nach vorne und keine Verstrebungen.

Die aufgedoppelte Schallwand würde ich übernehmen. Allerdings den Rest des Gehäuses auf die gleiche Breite/Höhe bringen. Um das auszugleichen, wird die Tiefe entsprechend reduziert, um wieder bei 17l zu landen.
Die vordere Schallwand soll aus MPX gemacht werden, der Rest aus MDF. Davon erhoffe ich mir zum einen eine bessere Steifigkeit durch die verschiedenen Materialien. Zum anderen muss ich mir keine großen Gedanken wegen lackieren, furnieren der runden Kanten machen, sondern kann das MPX einfach beizen und ölen

Der BR-Port bleibt vorne und wandert nur nach oben.
Ich hab zwar einiges über Mitteltöne gelesen, die vorne austreten können, aber eigentlich nicht sollen. Bei einem kurzen BR-Rohr und guter Gehäuse-Dammung, soll sich das aber nicht wirklich negativ auswirken.
Zuerst hatte ich ja die Hoffnung, da die P20 nur bis 80-100Hz spielen sollen, ein geschlossenes Gehäuse zu bauen. Davon wurde mir vom Erbauer jedoch abgeraten.
Den BR-Port nach hinten/oben/unten/seitlich zu verlegen ist auch nicht unbedingt optimal, was von der Einbausituation kommt.
Die Front-LS sollen so weit wie möglich mit Absorbermaterial umgeben werden, um rückwärtige Reflektionen zu minimieren. Dadurch würde das BR an der Seite bzw oben/unten direkt in den Absorber zielen. Wäre das Rohr hinten, müsste der BR-Schall komplett durch die Absorber. Da weiss ich eben nicht, in wie weit das das Verhalten negativ beeinflusst.

Auf Verstrebungen würde ich weiterhin verzichten. Stattdessen ist eine Dämmung der Wände in Sandwichbauweise geplant. So in der Art, wie es auch mit der Duo DXT von HSB gemacht wurde.
Allerdings spare ich mir die Ausfräsungen und baue stattdessen das Gehäuse einfach etwas grösser.
Der Aufbau wäre dann: 19mm MDF, 4mm Bitumex, 1mm Aluplatte. Das wären zusammen 24mm Wanddicke, was stabil genug sein sollte.

Hier schon mal ein Bild, wie es aussehen soll:
P20-Front
Viper780
Inventar
#2 erstellt: 15. Mrz 2017, 17:42
Verstrebungen sind leider durch nichts zu ersetzen.
Ich glaub es war sogar Achenbach der untersucht hat das ab ca. 16mm Wandstärke sich nicht mehr viel tut und eine Verstrebung wesentlich mehr bringt.
Billkini
Stammgast
#3 erstellt: 15. Mrz 2017, 21:59
Klemm halt wie bei der Duo DXT noch ein Kreuz auf das Sandwich. Dann hast Du alles gemacht...
icebaer72
Stammgast
#4 erstellt: 16. Mrz 2017, 10:43
Danke für eure Einschätzung
Also sollten Streben doch auf jeden Fall rein.

Hatte mich nur gegen Streben entschieden, weil Dämmung plus Verstrebung anscheinend kontraproduktiv wirkt. Dämmung senkt die Resonanzfrequenz und Verstrebung hebt sie an.

Dann würde ich doch eher eine Verstrebung vorsehen. Vielleicht so in der Art wie bei der Duo DXT. Wobei dann die Weiche an die Rückwand müsste, die bisher am Boden eingeplant war.
Auch die Aluplatten würde ich dann weglassen und die Verstrebungen direkt auf die Schallwand leimen. Den Rest der Wände dann mit Bitumex versehen.

Den Klopftest aus der HSB Seite habe ich mir auch eben nochmal angehört und kann zumindest keinen großen Unterschied zwischen 16mm MDF+Bitumex+Alu und 16mm MDF+Bitumex hören.
Billkini
Stammgast
#5 erstellt: 16. Mrz 2017, 18:06
hsb:"Zur Verbesserung des tieffrequenten Schwingungsverhaltens, haben wir dann "on the top" noch eine Versteifung eingeklebt. Diese verbindet aber nur die Aluplatten und geht nicht durch bis zur Multiplexwand!!"
icebaer72
Stammgast
#6 erstellt: 17. Mrz 2017, 11:05
Also gut.... dann doch das volle Programm

Die Verstrebung würde dann aus einem Kreuz zwischen Vorder-/Hinter- und Seitenwänden bestehen.
DIe obere und untere Wand sind zum einen die kleinsten. Und zum anderen soll unten die FW hin. Da wäre also kein Platz für eine Verstrebung.
P20-Verstrebung

Dann muss ich nur noch einen Kleber finden, der gut die Strebe mit dem Alu verbindet. In dem Artikel ist leider nicht erwähnt, wie es festgemacht wurde.
Hat jemand einen Tip?
arneleiser
Ist häufiger hier
#7 erstellt: 17. Mrz 2017, 12:31
Montagekleber
gruß arne
icebaer72
Stammgast
#8 erstellt: 20. Mrz 2017, 10:29
Am Wochenende habe ich mich noch etwas über Gehäusedämmung/-konstruktion eingelesen.
Hätte ich gewusst, wie komplex das werden kann, hätte ich wohl lieber die Finger von gelassen

Zumindest scheint die Bitumen-Alu-Methode nicht verkehrt zu sein.
Dazu gibt es sogar Messungen, die das belegen: Messungen von Lautsprechergehäuse-Vibrationen
Dort wird die Querverstrebung, und besser noch Querverstrebung plus Alu-Bitumen empfohlen. Allerdings gehen da die Verstrebungen auch durch bis ans Gehäuse und enden nicht auf der Aluschicht.
Denke so werde ich es jetzt auch machen. Da bin ich mir zumindest sicher, dass alles hält und nachher nichts anfängt zu klappern.

Das nächste Problem ist nur, um das Chassis auszufräsen, gibt es zwar eine Schablone. Für die braucht man aber eine 30er Kopierhülse. Meiner Oberfräse liegt jedoch nur eine 20er bei
Zum Glück kann mein Dad gut mit Metallbearbeitung. Werde ihn mal fragen, ob er mir einen Ring drehen kann, der von 20 auf 30mm erweitert. Dann sollte ich die Schablone auch wieder nutzen können.
icebaer72
Stammgast
#9 erstellt: 11. Apr 2017, 10:12
Noch ein kleines Update, da es leider nur langsam voran geht....

Der Bausatz selbst lässt leider immer noch auf sich warten.
Dafür ist das Alu und Bitumex inzwischen eingetroffen und liegt bereit.
Auch das Holz habe ich schon geholt. Ist zwar vom Baumarkt zugeschnitten. Den Mann an der Säge kenne ich inzwischen aber schon, er ist gelernter Schreiner und macht mir die Zuschnitte immer schön genau. Auch diesmal passen alle Teile gut zusammen

Um jetzt das Alu auf das Bitumex und das auf das Holz zu bringen, fehlt aber noch ein Heisluftfön.
Den habe ich vor zwei Wochen bestellt. Wegen Lieferschwierigkeiten dann aber wieder abbestellt und einen neuen bestellt. Der soll laut Plan bis übermorgen da sein. Hoffe das wird was, dann könnte ich damit über Ostern schon mal anfangen.

Als Anschlussterminal wird eine Speakon-Buchse verwendet. Die würde ich gerne versenken, damit an der Rückseite nix raus steht.
Natürlich hat die Buchse einen Durchmesser von 2 Zoll, d.h. 50,8mm und damit 0,8mm für einen metrischen Bohrer.
Bevor ich mir da einen teuren 2 Zoll Forstnerbohrer hole, werde ich wohl eher die Buche etwas abdrehen. Denke das sollte kein Problem sein.

Mein Dad hat auch schon den Adapterring fertig, um aus einer 20er Kopierhülse eine 30er zu machen. Die kann ich am Wochenende abholen.

Zumindest drum herum tut sich schon was. Auch wenn der eigentliche Bau noch nicht wirklich losgeht...
icebaer72
Stammgast
#10 erstellt: 25. Apr 2017, 08:42
Bevor hier nachfragen kommen, warum es nicht weitergeht....

Aus privaten Gründen musste das Projekt kurzfristig abgebrochen werden... leider.
Die LS hatten mir richtig gut gefallen und ich hätte sie sehr gerne gebaut. Da das in absehbarer Zeit jedoch nicht möglich sein wird, kann hier geschlossen werden.
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