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Hilfe bei Reparatur von Denon AVR-X4000+A -A |
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| Autor |
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airbeat
Ist häufiger hier |
#51
erstellt: 19. Mai 2026, 18:47
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Folgende Messwerte hab ich ermitteln können: Front R: 100mV Front L: 102mV Center: 330-500mV Surround R: 102mV Surround L: 107mV Front Height R: 118mV Front Height L: 124mV Nach dem Ergebnis liegt die Vermutung nahe, das der Center Channel wohl dafür Verantwortlich ist. Nach meinem Offset-Abgleich hab ich nur mit Front Lautsprechern getestet und mich noch nicht um einen komplexeren Aufbau gekümmert. Deshalb hat wohl auch alles geklappt bis ich mehr Kanäle angeschlossen habe. Messungen durchgeführt bei Volume 0, ohne angeschlossene Lautsprecher, im Radio-Modus und alle Ausgänge aktiv (die ich verwenden will). Interessanterweise hat sich der Receiver auch während den Messungen mehrfach abgeschaltet. Nachdem ich dann das erste Messergebnis vom Center Kanal sehen konnte hab ich diesen in den Einstellungen deaktiviert. Dann blieb der Receiver auch an. Allerdings muss ich sagen, dass keine der Werte wirklich stabil sind. Alle steigen langsam an. Ca. 1mV in 10 Sekunden. Alle starten beim Einschalten bei 90-100mV. Ausgenommen der Center, der startete direkt bei 200mV und stieg rapide auf 400, wo er dann zwischen 350 und 500mV rumpendelte. Hab ich etwa beim Offset-Abgleich die Situation verschlimmbessert? |
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CarlM.
Inventar |
#52
erstellt: 19. Mai 2026, 19:47
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Alle Werte sind nicht besonders gut. Sehr gute Werte liegen bei 3 bis 5 mVDC. Man könnte es genau ausrechnen ... üblich sind Auslösungen der Protection bei DC-Offset >500 mVDC - manchmal auch 1 VDC. Es wird aber wohl am Center-Kanal liegen. Den Schaltplan findest Du auf Seite 155 (PDF-Nummerierung). Die Endstufen haben ja nur wenige Teile und sind untereinander identisch. Ich mache es in solchen Fällen so, dass ich den Kühlkörper mit den Endstufen ausbaue und ohne Spannung durchmesse. Konkret: ich prüfe die Dioden und die Widerstände ohne sie auszulöten im Vergleich zu den identischen Bauteilen der anderen Kanäle. Bauteile im Schaltplan, die mit "open" (wi z.B. C7303) oder "n.c." bezeichnet sind, gibt es nicht. Ich würde den Fehler bei einem der Widerstände mit 1k oder 1.2k am Anfang der Schaltung vermuten. Zu Deiner Frage: "Hab ich etwa beim Offset-Abgleich die Situation verschlimmbessert?" Verändert hast Du nicht den DC-Offset, sondern den Ruhestrom. Bei einem nicht defekten Verstärker hat die Einstellung des Ruhestroms bestenfalls marginal Einfluss auf den DC-Offset. p.s. Falls Du die Endstufen ausbauen solltest ... denke an das Entladen bzw. Überprüfen der Restspannung der Siebelkos. [Beitrag von CarlM. am 19. Mai 2026, 22:12 bearbeitet] |
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Poetry2me
Inventar |
#53
erstellt: 19. Mai 2026, 23:33
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Mir fällt auch auf, dass alle einen ähnlichen und grenzwertig zu hohem positiven Offset haben, nämlich >=100mV. Und ja: Der Center scheint ernsthafte Probleme zu haben. Denkbar als Ursache wäre u.a. ein Wackelkontakt an einem Leiterbahn-Haar-Riss oder an einer Lötstelle, evtl. auch im Inneren eines Transistors. Thermische Ausdehnung durch langsame Erwärmung eines Bauteiles könnte die kontinuierliche Verschlimmerung bewirken. Diagnose-Methode: Abklopfen mit einem Stab aus isolierendem Material (Pinselstiel). Föhn und evtl. Kältespray. Dass alle Offset Werte in die selbe Richtung gehen und alle insgesamt langfristig nicht aufhören zu driften, könnte auch mit einem Problem mit dem Masse-Kontakt der Versorgung zusammenhängen. Hier nach einer losen Schraube oder Verbindung der Masse oder der Gehäuseteie suchen. Diagnosemethode: Auch hier mechanische Reize auf Bauteile und Platinen ausüben und dabei den Offset-Wert beobachten. Last but not least noch folgende Erklär-Möglichkeit: Es könnte sein, dass die Center-Endstufe ein eigenständiges Schwingen/Oszillieren hat. Dieses hat häufig eine sehr hohe Frequenz (einige 'zig KiloHertz oder höher) bei hoher Amplitude. Das Multimeter misst dann auch im Gleichspannungsbereich "irgend etwas". Hohe Frequenzen werden sehr intensiv durch Übersprechen via Versorgung an andere Schaltungsteile weitergegeben, so dass auch alle anderen Endstufen dann Schwingen, wenn auch mit kleinerer Amplitude. Der Trafo entwickelt dabei häufig ein mechanisches Brummen, weil er "hart arbeiten" muss. Diagnosemethode: Oszilloskop |
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airbeat
Ist häufiger hier |
#54
erstellt: 20. Mai 2026, 09:14
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Ok danke euch. Da hab ich jetzt einiges zu tun. Ich werd die Endstufe ausbauen, inspizieren und durchmessen wie beschrieben. Leider hab ich kein Oszilloskop zuhause und ab nächster Woche Urlaub, daher fällt diese Messung fürs erste flach. Ich hab mir nochmal die Schaltpläne angeschaut und noch eine Frage bezüglich der Masse: Macht es Sinn den Widerstand von Leiterplatte zu Gehäuse oder ähnlichem zu messen um eine schlechte Verbindung oder ein Haarriss festzustellen? Oder würde durch die Schaltungen der Wert sowieso verfälscht werden? Nachtrag 1: Kann mir ein Oszi ausleihen. Nachtrag 2: Spricht was dagegen die ausgebaute Endstufe mit Schaltnetzteilen mit Strom zu versorgen und so die Ausgänge zu beobachten? [Beitrag von airbeat am 20. Mai 2026, 10:00 bearbeitet] |
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CarlM.
Inventar |
#55
erstellt: 20. Mai 2026, 10:47
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Ich hatte die stromlosen Messungen vorgeschlagen, weil Messungen im eingebauten Zustand wegen der Enge schwierig sind. Es ist auch nicht ohne Risiko. Wenn man mit der Messspitze abrutscht, kann der Schaden größer werden als er schon ist. Das Verwenden einer externen Spannungsquelle würde ich nicht empfehlen. Das müsste dann eine regelbare symmetrische Spannungsquelle sein. Zudem sollten dann noch die Eingänge "gemutet" werden, d.h. dass man die Eingangs-Elkos (= Koppel-Elkos) mit GND verwendet. Häufig bekommt man dann schon bei niedrigen Spannungen wie z.B. +/- 20 VDC brauchbare Messergebnisse. Die Messungen mit dem Oszi könntest Du an den Lautsprecher-Terminals vornehmen (wie bei der DC-Offset-Messung). Einen Hinweis auf Oszillationen (unerwünschte Schwingungen) bekommt man aber auch durch Temperaturmessungen. Ich würde empfehlen, zunächst einen Plan für die strukturierte Vorgehensweise zu erstellen. Meine Empfehlung wäre es, zunächst die stromlosen Messungen durchzuführen. Das ist risikolos. Und wenn Du dabei den Fehler findest, ist alles weitere nicht mehr notwendig. Wie gesagt: die Schaltung besteht ja nur aus wenigen Bauteilen und es gibt reichlich Vergleichsmöglichkeiten durch die anderen Kanäle. p.s. Noch meinerseits eine Frage: bei den Messungen des DC-Offset hast Du auch die Polarität beachtet? Es sind also alles positive Spannungen gegen die schwarze Buchse gemessen? Das ist wichtig, weil ja alle Endstufen dieselbe Spannungsquelle nutzen. Ein Defekt in einer der Endstufen könnte also auch den DC-Offset der anderen Endstufen beeinflussen. [Beitrag von CarlM. am 20. Mai 2026, 10:53 bearbeitet] |
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airbeat
Ist häufiger hier |
#56
erstellt: 20. Mai 2026, 12:12
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Alles klar. Dann mach ich die stromlosen Messungen zuerst. Vielleicht drück ich zuerst auch nochmal alle Stecker fest, weil ich den Receiver ja schon mal auseinander und wieder zusammen gebaut habe. Vielleicht lags auch an mir. Was die stromlosen Messungen angeht so werd mir den Plan ausdrucken und die Werte eintragen. Ja, bei den Messungen hab ich auf Polarität geachtet. Die Messwerte sind alle im positiven Bereich. |
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Poetry2me
Inventar |
#57
erstellt: 20. Mai 2026, 21:14
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Ich weiß nicht, ob Du das schon machst: Netzseitig kann man eine (oldschool Wolframdraht) Glühbirne 60..100W vor das Gerät schalten. Diese bildet eine passende Strombegrenzung, die viel schneller und sicherer als jeder Stelltrafo funktioniert. Der Glühdraht erhöht ab einem bestimmten (gerade noch harmlosen) Strom blitzschnell seinen Widerstand. So werden bei Fehlersuche und nach Lötarbeiten fatale Zerstörungen wertvoller Bauteile vermieden. Messungen sind weitgehend noch möglich, wobei natürlich die Rail-Spannungen damit etwas geringer sind. Im einfachsten Fall nimmt man eine E27 Birnenfassung und schleift deren Anschlusskabel mittels Klemmen anstatt der primären Feinsicherung des Gerätes ein. Beim Einschalten leuchtet die Glübirne ca. 3 Sekunden hell auf und wird dann wieder dunkel (manchmal bleibt noch leichtes Glimmen). Bleibt sie dauerhaft hell, liegt i.d.R. ein Kurzschluss oder sehr hoher Laststrom im Gerät vor. [Beitrag von Poetry2me am 20. Mai 2026, 21:51 bearbeitet] |
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