NAD 326 BEE Ausschaltgeräusche

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Max_Strammer
Neuling
#1 erstellt: 22. Nov 2025, 23:33
Hallo,

ich habe mir für kleines Geld einen NAD 326 BEE gekauft. Das Gerät funktioniert soweit gut, lediglich im Kopfhörerbetrieb kommt es nach dem Ausschalten auf beiden Kanälen gleichermassen zu einem 2 sec. langen lauten Zirpen/Zwitschern, d.h. der Verstärker gerät kurzfristig ins Schwingen.
Das Gerät ist im Ausgang so geschaltet, dass es zwar ein Lautsprecherschutzrelais gibt, das aber gleichzeitig die Lautsprecher im Kopfhörerbetrieb ausschaltet, die Kopfhörerbuchse ist also vor dem Relais angeschlossen.
Ist das ein Schönheitsfehler der Konstruktion oder weist es auf einen zu behebenden Defekt hin?

Viele Grüsse,
Max
CarlM.
Inventar
#2 erstellt: 22. Nov 2025, 23:50
Für Verstärker sind Frequenzen im hörbaren Bereich unproblematisch. Ich vermute also, dass es einfach nur "unschön" ist.

Wenn man es genau wissen will, sollte man klären ...
... ob der Effekt auch bei vorher abgestöpselten Quellgerät auftritt. (Hört man also ggf. die Quelle noch verzerrt?).
... ob die Muting-Transistoren (Q123/124 bzw. Q323/324) den Effekt verhindern sollen und dies auch tun? (Gilt nur wenn der vorherige Punkt zuträfe)
... ob mit einem Oszi am Ausgang Schwingungen unabhängig von eingespeisten Signalen nachweisbar sind.
... ob der DC-Offset bei Volume 0 im normalen Betrieb okay ist (möglichst <10 mV).

Trotzdem ... für die kurze Zeit wäre auch der letzte Punkt ohne Bedeutung. Anders wäre es, wenn man Schwingungen ohne Quellgerät auch im normalen Betrieb nachweisen könnte.

Nachtrag:
Im Netzteil gibt es zwei Thyristoren TYN612. Vielleicht machen die beiden so etwas nach dem Ausschalten.


[Beitrag von CarlM. am 22. Nov 2025, 23:55 bearbeitet]
Max_Strammer
Neuling
#3 erstellt: 23. Nov 2025, 22:38
Hallo Carl,

danke für die Hinweise. Der Eingang wird beim Ausschalten sofort getrennt, der Effekt tritt auch bei abgetrennter Endstufe auf. DC-offset ist ok, Oszillograph momentan nicht verfügbar (defekt). Da die Geräusche nicht gehörschädigend laut sind, werde ich Deiner Einschätzung folgen und das ganze unter "unschön" abhaken und das Gerät einfach bestimmungsgemäss nutzen.

Vielen Dank und viele Grüsse,
Max
Poetry2me
Inventar
#4 erstellt: 28. Nov 2025, 08:21
Ich habe noch mal hier im Forum gesucht, was es zu dem Amp an Problempunkten gibt:

http://www.hifi-foru...ad=8058&postID=14#14


Da scheint es im Eingangsbereich der Endverstärkerschaltung (zwei kleine Hochkkant-Platinen L+R) eine heiß laufende Zenerdiode D116/D316 zu geben, die genau UNTERHALB eines Elkos C155/C355 platziert ist und damit diesen Elko wahrscheinlich massiv schädigen wird.

Außerdem erhitzen auch ein Kleinleistungstransistor Q131/Q311 und ein Leistungswiderstand R197/Q397 mindestens drei der Elkos rungs herum deutlich.

---> EMPFEHLUNG:
Alle Elkos rund um die heißen Bauteile wechseln

- Johannes
DB
Inventar
#5 erstellt: 28. Nov 2025, 15:29
Der Innenansicht nach besteht rund um die Platinen keine Platznot. Ich würde die Elkos beim Austausch weit von den Hitzequellen weg, u.U. auf die Rückseite der Platine setzen.

MfG
DB
Max_Strammer
Neuling
#6 erstellt: 30. Nov 2025, 02:12
Danke für die weiteren Hinweis, ich hatte mich mit dem Problem schon abgefunden (Amp spielt ansonsten ganz brav) Werde mir diese Stellen jetzt noch mal genau anschauen, ABER: Die Geräusche treten auf beiden Kanälen zeitgleich auf - bei einer Schädigung durch Temperatur würde ich vermuten, dass ein Kanal mehr oder weniger betroffen ist als der andere, also dass beide zugleich den gleichen "Defekt" erleiden und in gleicher Ausprägung, kommt mir unwahrscheinlich vor.

Viele Grüsse,
Max
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