Yamaha R-840 lässt sich nicht einschalten - blinkende LED

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burchi
Neuling
#1 erstellt: 11. Sep 2011, 13:35
Hallo liebes Forum,
ich hoffe ihr könnt mir helfen und ich habe die richtige Kategorie getroffen?! Ich habe schon ein wenig gesucht aber noch keine richtig Lösung zu meinem Problem gefunden.

Ich habe einen R-840 von Yamaha, der sich seit gestern nicht mehr einschalten lässt
An der Front, über dem Power-Knopf blinkt lediglich die Power-LED.

Ich habe das Gerät auch schon mal vom Strom getrennt. Die Verkabelung angemacht. Aber nichts hilft?!

Ein Fall für den Service? Und an wen wendet man sich am Besten? (Das Gerät wurde bei Saturn gekauft)

Vielen Dank für Eure Hilfe und Beste Grüße

Daniel
Uwe-Mo
Stammgast
#2 erstellt: 11. Sep 2011, 14:42
Servus Daniel.

Hatte so ein Verstärker schon auf dem Tisch.

Dort war ein Fehler auf der Standby Platine.
Die sitzt Hochkant, Links neben dem mittig Sitzenden Haupttransformator.

Fehler waren Brüchige Lötstellen.

ob dies auch bei deinem gerät so ist, kann ich nicht sagen.
Müsste man Nachschauen.

MFG
Uwe
burchi
Neuling
#3 erstellt: 11. Sep 2011, 16:17
Hallo Uwe,

Danke für die schnelle Antwort.
Also wird man das Gerät wohl öffnen müssen, um Genaueres rauszufinden?

Weil das Gerät ja noch keine 2 Jahre ist, müsste ja noch Garantie/Gewährleistung drauf sein. Jetzt ist die Frage, ob die mir bei Saturn weiterhelfen oder ob ich mich am Besten direkt an Yamaha wende?
Uwe-Mo
Stammgast
#4 erstellt: 11. Sep 2011, 16:34
weis grade nicht wie lange da die Garantie/Gewährleistung bei diesem gerät ist. aber solte noch was Vorhanden sein, das Gerät dan nicht öffnen.

Aber wen du noch die Rechnung hast, würde ich dort mal Hingehen. aber die werden Das gerät auch weiterleiten an dem Hersteller.

Mit viel Glück bekommste ein Austausch Gerät, heist ein Nagel neues.


MFG
Uwe


[Beitrag von Uwe-Mo am 11. Sep 2011, 16:36 bearbeitet]
burchi
Neuling
#5 erstellt: 02. Okt 2011, 11:16
So liebes Forum,
ich möchte Euch ja auf dem laufenden halten, was mit dem Verstärker passiert ist.
Er wurde instandgesetzt und läuft wieder! Und das Schöne ist, es war eine Garantieleistung, also kostenfrei

Allerdings kann ich mit der Fehlerbeschreibungs- bzw. Fehlerbeseitigungsnachricht nicht so viel anfangen?!

"Gerät instandgesetzt. Funktion PCB-Assy erneuert."

Also, was die jetzt genau gemacht haben, weiß ich nicht.

Viele Grüße
Daniel
Grundi69
Inventar
#6 erstellt: 02. Okt 2011, 11:40
Na, das ist doch sehr schön für Dich!


burchi schrieb:


Allerdings kann ich mit der Fehlerbeschreibungs- bzw. Fehlerbeseitigungsnachricht nicht so viel anfangen?!

"Gerät instandgesetzt. Funktion PCB-Assy erneuert."

Also, was die jetzt genau gemacht haben, weiß ich nicht.



Sie haben irgendeine Platine ersetzt (PCB=Printed Circuit Board)

Gruß
Groomy


[Beitrag von Grundi69 am 02. Okt 2011, 11:42 bearbeitet]
burchi
Neuling
#7 erstellt: 02. Okt 2011, 15:43
Aha, okay.

Vielen Dank.
garbanox
Neuling
#8 erstellt: 06. Apr 2014, 15:34
Hallo da draußen,

auch wenn der Thread schon relativ alt ist will ich trotzdem noch meine Lösung beitragen.
Auch bei mir hat die LED geblinkt, ich war allerdings zu faul, es umtauschen zu lassen und außerdem war die Garantie schon weg. Die Lösung war das Gerät in den Self-Diagnostic Modus zu bringen. Dazu steckt man es aus, dreht den Balance-Regler ganz nach links und hält den Pure-Direct Button beim Einstecken. Wie durch ein Wunder hat dann alles wieder funktioniert. Als Diagnose wurde PS2-0100 oder sowas ausgegeben, anscheinend hatte ich kurz einen Kurzschluss am Power Supply 2 und die Software hat nicht bemerkt, dass er weg ist.

Das ganze habe ich unter dem folgenden Link gefunden, das Manual ist wirklich sehr hilfreich, es ist alles perfekt dokumentiert, auch Schaltpläne und Platinen Layouts. Außerdem gibt es dort die Liste mit den möglichen Diagnose-Ergebnissen:
Yamaha R840 Service Manual

Anzumerken ist aber, dass beim Aufschrauben und sowas die Garantie verloren geht und man außerdem sehr vorsichtig mit den Spannungen sein muss.
Ich hoffe, dass es weiterhilft!

Gruß,
Andy
burchi
Neuling
#9 erstellt: 06. Apr 2014, 16:10
Prima!

Vielen herzlichen Dank für diese zusätzliche Lösungsmöglichkeit.
Mittlerweile ist auch bei mir die Garantie abgelaufen und wenn man den Fehler möglicherweise auch auf so einfache Weise beseitigen kann, umso besser ;-)

Beste Grüße

Daniel
Michael_S.*
Neuling
#10 erstellt: 31. Jul 2014, 23:15
@burchi
Dein Beitrag hat meinen Abend / Feiertag morgen gerettet. Hat genau so wie beschrieben funktioniert. Super danke!!
burchi
Neuling
#11 erstellt: 03. Aug 2014, 13:47
Prima! Dann hat es doch auf jeden Fall was gebracht
anaxagoras
Ist häufiger hier
#12 erstellt: 25. Mai 2016, 21:22
Hallo,

@garbanox
mit dem Self-Diagnostic Modus habe ich auch den Receiver einer Freundin gerettet. Hat sich auch selbst repariert. Die Anzeige war "IAMP" , ich vermute Ruhestrom vom Endverstärker, habe ich kontroliert, war aber i.O. Jetzt läuft er schon über 2Std.

Danke Gruß anax
~welle~
Neuling
#13 erstellt: 28. Feb 2017, 22:55
@garbanox

Vielen Vielen Dank für Deine Tips !
Ich hatte vorhin einen kleinen Herzstillstand, weil mein Receiver auf einmal tot war.
Dank Dir, und einem Selbstheilungsprozess des Yamaha, höre ich nun wieder Musik.

Grüße
welle
*Schubert*
Neuling
#14 erstellt: 03. Nov 2017, 00:28
Wenn beim YAMAHA R840 nichts mehr angezeigt wird, die Hauptsicherung F1 auf der Platine "Main 4" (kleines Netzteil für die Hilfsspannung) i.O. ist, dann ist bestimmt der beim Netzkabel-anschluss stehende Kondensator C13 defekt. Er ist vom Hersteller zu schwach ausgelegt. Einfach diesen C13 gegen einen 22nF/630V auswechseln und alles ist wieder ok. So war das auch bei meinem Gerät.
mfg Schubert
Poetry2me
Inventar
#15 erstellt: 06. Nov 2017, 23:02
Hier scheint es den selben Serienfehler im Standby Schaltkreis zu geben, wie bei den meisten Receivern Yamaha RX-Vxxx.

Dazu gibt es hier im Forum bereits zahlreiche Threads mit Lösungen.

Folgende Geräte haben ein gemeinsames Service Manual mit Yamaha R-840 und sind ebenfalls betroffen:
Yamaha NS-BP300
Yamaha MCR-640
Yamaha MCR-840
Yamaha MCR-940

Hier gibt es durch die selbe Standby-Schaltung auch den identischen Serienfehler der RX-Vxxx Geräte:

Fehlerbild:
Nachdem das Gerät einige Monate/Jahre lang mit der Netzspannung 230V verbunden war (egal ob eingeschaltet oder nicht), fängt das Gerät zunehmend häufiger an, sich selbsttätig wieder auszuschalten. Em Ende lässt sich das Gerät nicht mehr einschalten.

Funktion der Standby-Schaltung:
Die Versorgung der Standby-Schaltung, welche dauerhaft eingeschaltet bleibt, erfolgt über einen kleinen Folienkondensator (hier C13 mit 22nF 630V), welcher direkt mit Netzspannug 230V verbunden ist. Ein kleiner Wechselstrom durch diesen Kondensator wird dahinter gleichgerichtet und versorgt die Standby-Schaltung, welche ohne Massebezug "schwimmend" mit der Netzspannung verbunden ist. Über einen kleinen Hilfstrafo wird eine 10V Spannung erzeugt, welche im Gerät den Mikroprozessor und Infrarot-Empfänger versorgt. Von dort kann das Relais ausgelöst werden, welches den Haupttransformator einschaltet.

Yamaha R-840 schematic detail standby power supply MAIN(4) PCB

Ursache des Fehlers:
Der kleine Kondensator C13 ist nicht ausreichend impulsfest für Spannungsspitzen aus dem Netz (z.B. durch Schaltvorgänge im Haushalt) und verliert durch zahlreiche innere Spannungsüberschläge mit der zeit seine Kapazität, so dass die Standby Schaltung nicht mehr ausreichend mit Strom versorgt wird. Von außen kann man diese korrodierenden Schäden am Kondensator nicht erkennen. Er verliert aber Kapazität.

Das Ersatzbauteil kostet ca. 1 EUR
Empfehlung: Um bessere impulsfestigkeit zu erhalten, kann man statt des Kondensators mit Polyester-Dielektrikum (MKT Typ), besser einen mit Polypropylen (MKP Typ) einbauen. Die Spannungsfestigkeit darf auch höher als 630V sein.

- Johannes
as-audio
Ist häufiger hier
#16 erstellt: 08. Dez 2018, 16:34
Reparaturtip für Yamaha R-840 - ich beziehe mich auf das Schaltbild bei Elektrotanya Seite 66
https://elektrotanya...0-.pdf/download.html

Endstufen "stromlos", nur geringes und verzerrtes Ausgangssignal:

Hauptleiterplatte hochnehmen und R552, R553, R622, R623 68k auf der Unterseite austauschen.
Diese SMD Widerstände sind zu knapp dimensioniert und werden hochohmig.
Man kann Widerstände von 1/W an deren Stelle löten.


[Beitrag von as-audio am 08. Dez 2018, 16:34 bearbeitet]
Poetry2me
Inventar
#17 erstellt: 09. Dez 2018, 12:09
Hallo as-audio,

Danke für das Teilen dieser Information

Weil der von Dir beschriebene Fehler ein anderer ist, als hier im Thread, habe ich mal einen neuen Thread dazu gestartet:

http://www.hifi-foru...m_id=220&thread=8212

- Johannes
as-audio
Ist häufiger hier
#18 erstellt: 09. Dez 2018, 15:42
Besser "geringes und verzerrtes Ausgangssignal" als Überschrift, da kommt praktisch nichts.
Und in dem Beitrag oben muss es heißen 1/4 Watt Widerstände.


[Beitrag von as-audio am 09. Dez 2018, 15:45 bearbeitet]
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