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Heco Sub 30A Kondensatoren platt?

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Karnivour
Stammgast
#1 erstellt: 25. Apr 2014, 07:27
Hallo Forum,

ich brauch mal euer geballtes Wissen der Elektronik Mein Sub (HECO Celan 30A) hat mir viele Jahre gute Dienste geleistet, bis er letzte Woche angefangen hat Störgeräusche (Pfeiffen und Zirpen) zu entwickeln. Die Geräusche treten auch zufällig bei getrennter Verbindung zum AVR auf, können aber durch Ansteuerung vom AVR provoziert werden.
Nachdem ich das Ding gestern geöffnet habe, ergab sich folgendes Bild:

Heco SUB 30A Bild 2 Heco SUB 30A Bild 3 Heco SUB 30A Bild 1

Im ersten Bild sieht man die verkohle Fixiermasse am Widerstand, meint ihr, dass der Widerstand defekt ist, oder ist das nur durch die Hitze verkohlt? Ist sowas normal?

Die zwei anderen Bilder zeigen mein eigentliches Sorgenkind. Der 10µF Kondensator scheint irgendwie erblüht aus, oder ist die weisse krisilige Masse da dran normale Alterserscheinung?
Die Aussenhaut das unteren Kondensators hat auch irgendwie Hitze abbekommen, oder wie kann man die Blasenbildung erklären?

Wie schätzt ihr die Chancen ein, dass der Fehler durch die 3 Bauteile verursacht wird?

Danke für eure Hilfe & Gruß

Jens

PS: hab den thread mal aus dem Subwooferbereich geholt, da es ja nicht direkt um den Sub sondern mehr um die Elektronik geht.
PBienlein
Inventar
#2 erstellt: 25. Apr 2014, 11:21
Hallo Jens,

die verfärbte Klebemasse ist (in diesem Fall wohl) unbedenklich und leider normal. Wenn es Dich stört, kannst Du sie entfernen; dann können die Widerstände darunter auch wieder "frei atmen" Sie werden zu einer Spannungsstabilisierungsschaltung gehören und müssen heiß werden, um Spannung in Hitze zu verwandeln.

Die beiden Elkos auf den anderen Bildern kosten nur wenige Cent und sollten getauscht werden. Mit etwas Glück, ist die "zirpende Grille" danach ausgeflogen.

Gruß
PBienlein
Karnivour
Stammgast
#3 erstellt: 25. Apr 2014, 12:14
Hallo PBienlein,

vielen Dank für deine Antwort. Die Verfärbung stört mich nicht, wollte nur sichergehen, dass ich nicht ein Bauteil tausche, dass nicht getauscht werden muss.
Die Kondensatoren werde ich dann auf jeden Fall tauschen. Muss man da noch auf besondere Beschreibung der Teile achten? Oder gibts nur eine Sorte 10µF 100V Kondensatoren?

Danke & Gruß

Jens
PBienlein
Inventar
#4 erstellt: 25. Apr 2014, 14:24
Nun, ich würde gleich sog. 105° Typen nehmen. Die sind aber fast überall gebräuchlich. Lebensnotwendig ist das da nicht unbedingt, aber sicherer.

Viel Erfolg

Gruß
PBienlein
Karnivour
Stammgast
#5 erstellt: 25. Apr 2014, 19:33
Danke für den Tip. Hast du vielleicht noch eine Idee wieso die Dinger den Geist aufgegeben haben können? Ist das eine Alterserscheinung oder liegt ein Designfehler vor? Nicht dass sich die Dinger Wechsel und ein paar Tage später wieder das gleiche Problem habe
Grundi69
Inventar
#6 erstellt: 25. Apr 2014, 21:49

Karnivour (Beitrag #5) schrieb:
Ist das eine Alterserscheinung oder liegt ein Designfehler vor? Nicht dass sich die Dinger Wechsel und ein paar Tage später wieder das gleiche Problem habe :L

Hallo!

Vermutlich eine Alterserscheinung und dazu keine allzu hochwertige Ware.
Ich wollte noch darauf hinweisen, dass es sich möglicherweise um einen bipolaren Elko handelt, da ich auf einem Bild auf dem Elko den aufdruck 'NP' gelesen habe

Die heiß werdenden Widerstände mit Kleber einzukleistern und so die Wärmeabfuhr zu behindern ist natürlich sehr 'schlau' vom Hersteller

Gruß
Groomy
PBienlein
Inventar
#7 erstellt: 26. Apr 2014, 04:42
Da hat Groomy völlig recht - das ist mir gestern gar nicht aufgefallen. Der 10µF/100V Elko ist ein bipolarer. Beim Kauf drauf achten!

Gruß
PBienlein
Karnivour
Stammgast
#8 erstellt: 26. Apr 2014, 10:20
Nochmals vielen Dank für den Hinweis! Mit anderen Worten ich kann den Kondensator einlöten wie ich will da es kein + und - gibt.
Mein Set ist sicherlich nicht das hochwertigste, ich war bis jetzt mit dem Klang aber absolut zufrieden und mehr konnte ich mir damals als Student nicht leisten und würde ich heute auch nicht von der Regierung genehmigt bekommen
Grundi69
Inventar
#9 erstellt: 26. Apr 2014, 11:53

Mit anderen Worten ich kann den Kondensator einlöten wie ich will da es kein + und - gibt.

Ja, aber du musst auf jeden Fall einen bipolaren Elko (z.B. wie diesen) einbauen und keinesfalls einen Standard-Elko!

Gruß
Groomy


[Beitrag von Grundi69 am 26. Apr 2014, 11:58 bearbeitet]
Karnivour
Stammgast
#10 erstellt: 26. Apr 2014, 14:43
Ok vermutlich werde ich den auch da oder bei Reichelt bestellen, war gerade im Conrad und die haben mir 85 grad liegend verkaufen können. Mit der Aussage, bipolare Elkos werden nicht stehend gebaut (ich hatte die Defekten ausgebaut und mitgenommen ).

Jetzt habe ich aber ein anderes viel größeres Problem. Beim Ausbau hab ich eine Schraube an der ein Draht mit 3 Adern hing unabsichtlich gekappt. Nachdem ich die Verklebemasse entfernt hab kam da ein Transistor zum Vorschein. Aufgedruckt hat er folgende Bezeichnung: "UTC C1815L GR UAA". Nach kurzer Recherche im Internet konnte ich ihn als Hochfrequenz Audio Frequenz Verstärker identifizieren. Habt ihr eine Idee was ich als Ersatz nehmen kann? Der Transistor ist sicherlich noch OK allerdings habe ich keine Chance mehr die 3 Adern anzulöten da die Kontakte bis zum Gehäuse ab sind :-(

Nochmals danke für eure Unterstützung!
PBienlein
Inventar
#11 erstellt: 26. Apr 2014, 16:54
Hallo Jens,

die meisten bipolaren Typen dürften in Frequenzweichen verbaut werden und sind deshalb häufig axial. Es gibt sie aber sehr wohl auch in stehender Form - nur beim großen "C" vielleicht nicht.

Den 2SC1815 kann man kaufen und zwar unter anderem hier:

https://www.darisusgmbh.de/shop/

Ob sich der Aufwand jedoch für einen Transistor für 12 Cent lohnt, muss jeder für sich entscheiden. Es kommen ja noch Versandkosten hinzu.

Gruß
PBienlein
Karnivour
Stammgast
#12 erstellt: 26. Apr 2014, 19:22
Danke für den Link! In wie fern lohnen, ich geh davon aus das ich den brauche und deshalb muss ich ihn ja irgendwie ersetzen, oder übersehe ich eine Alternative?
PBienlein
Inventar
#13 erstellt: 26. Apr 2014, 20:41
Nun, der 2SC1815 ist ein ganz gewöhnlicher NPN Transistor mit durchschnittlichen Werten. Da gibt es mit Sicherheit eine Alternative, die auch beim großen "C" erhältlich ist. Ich würde da mal fragen. Die Daten:

• Typ: 2SC1815
• Ausführung: NPN
• Ic: 150 mA
• Ucbo: 50 V
• Ptot: 0,4 W
• fT: 80 MHz
• Gehäuse: TO-92
• Pinout: B-C-E (wenn man von unten drauf schaut und ihn dabei auf seine flache Seite legt)

Gruß
PBienlein
Grundi69
Inventar
#14 erstellt: 26. Apr 2014, 21:37
Hallo!

Als Ersatz für einen 2SC1815L wird hier der BC550 genannt. Den hat auch Conrad.

Gruß
Groomy
Karnivour
Stammgast
#15 erstellt: 26. Apr 2014, 22:54
Vielen Dank PBienlein und Groomy! Ihr seid wirklich eine Riesenhilfe! Schön dass das im Forum so super kappt.
Werde morgen die Datenblätter vergleichen und dann entscheiden, vielleicht bestelle ich den einfach mit den 105er Kondensatoren mit.

Gute Nacht
PBienlein
Inventar
#16 erstellt: 27. Apr 2014, 05:01
Achtung! Der BC550 hat ein anderes Pinout (E-B-C)! Den muss man daher um 180° verdreht einbauen und zusätzlich Basis und Collector vertauschen. Dabei etwas Schrumpfschlauch über das Basisbeinchen stecken, damit es keine unerwünschten Kontakte gibt.

Es gibt meines Wissens aber auch einen pinkompatiblen Transistor. Nur leider will mir die Bezeichnung gerade nicht einfallen - Altersdemenz . Vielleicht fällt es mir ja wieder ein...

Gruß
PBienlein
Karnivour
Stammgast
#17 erstellt: 27. Apr 2014, 08:28
Guter Hinweis, da der Transistor aber per Kabel aus der Platine auf einer Kühlplatte (per Schraube und Verklebemasse) fixiert ist, kann ich die Belegung quasi frei verändern. Finde das ist sowieso eine unmögliche Konstruktion
Grundi69
Inventar
#18 erstellt: 27. Apr 2014, 09:49

Finde das ist sowieso eine unmögliche Konstruktion :.

Ist halt irgendwie 'hingeferkelt' - an eine Reparatur wurde nicht gedacht, der Kunde soll bei Defekt schließlich gefälligst ein Neugerät kaufen
Karnivour
Stammgast
#19 erstellt: 27. Apr 2014, 10:02
Ja leider, hatte (um ganz ehrlich zu sein) von der Celan Reihe ein bissl mehr erwartet. Die Klangqualität ist wie oben schon erwähnt für mich total ausreichend, aber wartungsfreundlich ist das nicht ...
Karnivour
Stammgast
#20 erstellt: 29. Apr 2014, 09:45
Nochmal ich, da ich beim grossen C nur Kondensatoren mit einem Temperaturbereich bis 85° gefunden habe, brauch ich nochmals Hilfe von euch. Macht es überhaupt Sinn, einen 85° Kondensator einzubauen, wenn ursprünglich 105° verbaut wurden und die scheinbar einen Temperaturschaden erlitten haben?
PBienlein
Inventar
#21 erstellt: 29. Apr 2014, 11:05
Hallo Jens,

wie schon geschrieben, würde ich bei 105° bleiben. Hier http://www.voelkner....mm-Nichicon-UVY.html gibt's die auf jeden Fall. Nicht vom Foto täuschen lassen! In der Produktbeschreibung weiter unten steht der korrekte Typ. Leider haben sie da den Transistor (2SC1815) nicht. Den kann ich Dir aber schicken, wenn Du magst. Bei Interesse bitte PN.

Gruß
PBienlein
Grundi69
Inventar
#22 erstellt: 29. Apr 2014, 17:13
Das ist aber doch ein normaler Elko, kein Bipolarer.
Einen Link zu so einem hatte ich ja bereits weiter oben mal gepostet.

-Groomy
uullii
Ist häufiger hier
#23 erstellt: 29. Apr 2014, 20:19

Karnivour (Beitrag #17) schrieb:
Guter Hinweis, da der Transistor aber per Kabel aus der Platine auf einer Kühlplatte (per Schraube und Verklebemasse) fixiert ist, kann ich die Belegung quasi frei verändern. Finde das ist sowieso eine unmögliche Konstruktion :.


Das wird der Transistor für die Ruhestromstabilisierung sein. Der wird immer mit dem Kühlkörper verschraubt und geklebt, da er thermisch damit verbunden sein muß. Die Konstruktion ist so perfekt.
Ich würde den Transistor nur durch einen Originaltyp ersetzen.
Uli
Karnivour
Stammgast
#24 erstellt: 17. Mai 2014, 11:15
Nochmals vielen Dank für eure Hilfe, habe heute die Komponenten (Danke PBienlein!) gewechselt, leider bleibt das Problem bestehen
Ich habe ein Video von den Störgeräuschen gemacht, vielleicht hat ja jemand eine Idee wie sowas entstehen kann.
Youtube Link Störgeräusche
Für das Video habe ich den AVR im Channel Test laufen lassen. Wird der sub nicht angesprochen, treten keine störgeräusche auf.

Weiß jemand Rat?
PBienlein
Inventar
#25 erstellt: 07. Aug 2014, 13:35
Hallo zusammen,

Jens schickte mir den Heco (ohne die Box) zu, damit ich auf Fehlersuche gehen konnte ...

Zunächst bestätigte sich das aus dem Video bereits bekannte Verhalten. Nach dem Einschalten war direkt ein Störgeräusch zu hören, was unabhängig von einem Eingangssignal auftrat. Ein Signal wurde so gut wie überhaupt nicht verstärkt.

Es stellte sich also die Frage, ob ein Fehler im aktiven Filternetzwerk oder in der eigentlichen Endstufe war. In diesem Gerät verwendet Heco ein digitales Class-D Verstärkermodul (DS150), wie es auch in diversen anderen Geräten auch anderer Hersteller zu finden ist:

DS150-1

Dieses Teil wird normalerweise komplett getauscht und nicht repariert. Der Grund dürfte darin liegen, dass hier gepaarte MosFETs zum Einsatz kommen, aber dazu später mehr.

Nach Auslöten des Class-D Moduls wurde die Einheit mit einer externen Endstufe überprüft und sämtliche Funktionen des Subwoofers waren vorhanden. Der Fehler musste also im Class-D Modul liegen

Da zunächst kein Schaltplan für das Modul auffindbar war, wurden die beiden MosFETs (IRF640 / IRF9640) ausgelötet und durch Vergleichstypen ersetzt. Leider funktionierte der Verstärker danach immer noch nicht. Eine weitere Recherche im Netz förderte tatsächlich einen Schaltplan des Moduls zu Tage, was die nachfolgende Fehlersuche wesentlich erleichterte. Es fand sich auch sofort ein hochohmig gewordener SMD-Widerstand (R11 - 1K) direkt im Signalweg. Die Störgeräusche waren also unkontrollierte Schwingungen des Verstärkers über die Rückkopplung.

IMG_4994s
IMG_4992s

Danach funktionierte die Einheit wieder, wurde aber ein wenig zu warm. Als Verursacher kamen nur die eingebauten Ersatztypen der MosFETs in Frage. Da die Original MosFETs noch intakt waren, wurden sie wieder eingelötet. Danach blieben die Temperaturen im normalen Rahmen.

Der TE hatte einen ominösen Transistor erwähnt, welcher mit einer Schraube, viel Kleber und noch mehr Wärmeleitpaste am Alukühlkörper des Class-D Moduls befestigt war:

Schelle-0

Hier wurde die Vermutung angestellt, dass es sich dabei um einen BIAS-Transistor handeln könnte. Dem ist nicht so, wie jetzt anhand des Schaltbildes deutlich wurde. Vielmehr gehört er zur Temperaturüberwachungsschaltung der Vorstufe und schaltet bei entsprechender Hitze den kompletten Verstärker aus und zwar so lange, bis die Temperatur wieder in den Normalbereich gefallen ist. Da mir die äußerst hin gepfuschte Befestigung mit Schraube und Kleber sehr suspekt vor kam, wurde kurzerhand eine Befestigungsschelle gebogen und das Ganze vernünftig und dauerhaft fixiert:

Schelle-1
Schelle-2

Bei einer weiteren Überprüfung der Schaltung wurde noch eine defekte (in beiden Richtungen sperrende) Schaltdiode ( 1N4148 ) in genau diesem Schaltungsteil entdeckt und ausgetauscht. Die Hitzeabschaltung hätte also im Ernstfall gar nicht funktioniert

Gruß
PBienlein


[Beitrag von PBienlein am 07. Aug 2014, 18:27 bearbeitet]
Karnivour
Stammgast
#26 erstellt: 07. Aug 2014, 13:50
Auch hier nochmals herzlichen Dank an Harald für die professionelle Hilfe, Reparatur und Dokumentation
Das Gerät läuft wieder wie am ersten Tag.

Das Thema ist damit abgeschlossen und der Thread kann geschlossen werden


[Beitrag von Karnivour am 07. Aug 2014, 13:51 bearbeitet]
Poetry2me
Inventar
#27 erstellt: 07. Aug 2014, 17:01
____TOLLE_ARBEIT_!!____

Danke für den interessanten Bericht und Gratulation zur Rettung des Gerätes

- Johannes
Grundi69
Inventar
#28 erstellt: 07. Aug 2014, 17:25
Ich schließe mich den Gratulationen an
Das ist schon eine reife Leistung, in so einer SMD-Schaltung den/die Übeltäter dingfest zu machen!

-Groomy
audiophilanthrop
Inventar
#29 erstellt: 07. Aug 2014, 20:57
Ein ziemlich gemeiner Fehler. Wer hätte gedacht, daß ein (nun nicht gerade als Stromwunder bekannter) TL072 einen 1k so ins Schwitzen bringen kann. Andererseits, was ist das, 0805?

Ein Class-D-Verstärker in der Leistungsklasse mit Single-Ended-Output, interessant. Vermutlich ist die Schaltfrequenz recht überschaubar und die Filterung bis zu recht niedrigen Frequenzen aktiv (immerhin ist es ein Sub-Amp), sonst wäre das ein EMV-technisches Debakel. (Ist es vielleicht so immer noch...) Größere D-Amps kommen normalerweise mit gebrücktem Ausgang daher, um die Gleichtaktmoden in den Griff zu bekommen.

Übrigens sind Class-D-Verstärker entgegen aller Behauptungen kein bißchen "digital" (sonst könnte man da keine OP-Gegenkopplung drüberziehen wie hier) - es sind Schaltverstärker und damit eher als Verwandte der Schaltnetzteile anzusehen.
krutsy
Schaut ab und zu mal vorbei
#30 erstellt: 31. Jul 2015, 18:29
Hallo,

habe hier auch einen defekten Sub mit dem Class D Verstärkermodul DS 150.
Als ich das Teil bekam, konnte man die Musik nur sehr sehr leise hören. Manchmal funktionierte er auch kurzzeitig fehlerfrei. Bin dann mit Kältespray auf Fehlersuche gegangen und konnte den Defekt auf den Q10 IRF9640 bzw. angrenzende Bauteile beschränken. Habe dann Q10 und Q11 (IRF640) gewechselt. Danach war überhaupt kein Ton mehr am Lautsprecher zu hören. Habe danach folgende Messwerte aufgenommen:
Q10
Ugs= -5V
Uds= -58V
Ugd= 53V

Q11
Ugs= 5V
Uds= 58V
Ugd= -54V

U über +V -V = 116V

Mute/In = -8V

Input= 0V / ebenfalls mit Oszi kein Signal gemessen

vom Input Pin des DS150 geht eine Verbindung zur Hauptplatine über 3k3. Auf der Seite zur Hauptplatine kann ich am 3k3 das Eingangssignal mit dem Oszi messen. Auf der Seite des DS150 kann ich am 3k3, wie oben geschrieben, kein Signal mehr messen. Sind die -8V am Mute Pin in Ordnung? Wo kann ich die Fehlersuche fortsetzen?

Den Stromlaufplan sowie die Stückliste usw. gibt es hier noch mal in besserer Auflösung:
http://www.eservicei...SI/160SI/180.6S.html
http://www.eservicei...n/Kardon_SUB500.html

VG Krutsy


[Beitrag von krutsy am 31. Jul 2015, 18:32 bearbeitet]
PBienlein
Inventar
#31 erstellt: 01. Aug 2015, 06:23
Hallo Krutsy,

ist denn sicher, dass der Fehler im Modul liegt? Ich habe da so meine Zweifel, denn:


Mute/In = -8V

Input= 0V / ebenfalls mit Oszi kein Signal gemessen


Die Railspannungen an den MosFETs stimmen.

Für mich sieht das aus der Ferne nach aktiven Muting aus und das wird auf dem Vorstufen- und Filterboard erzeugt.

BTW.: durch was wurden Q10, Q11 ersetzt?

Gruß
PBienlein
krutsy
Schaut ab und zu mal vorbei
#32 erstellt: 01. Aug 2015, 10:50
Danke für die schnelle Antwort. FETs wurden durch die gleichen Typen ersetzt.
Ich bin mir nicht sicher, dass der Fehler nur im Verstärkermodul liegt.
Ich habe es nur vermutet, da das Signal auf der Hauptplatine ja vorhanden ist und nach dem letzten Widerstand, der die Übergabe zum Verstärker bildet, nicht mehr messbar ist.

Sollte am Mute Pin eine positive Spannung messbar sein?

Vg Krutsy
PBienlein
Inventar
#33 erstellt: 01. Aug 2015, 11:34
Da bin ich mir leider nicht sicher. Dazu müsste man sich mal die Schutzschaltung ansehen. Was passiert denn, wenn Du den Muting-Pin kurz schließt, bzw. auf GND legst?


... da das Signal auf der Hauptplatine ja vorhanden ist und nach dem letzten Widerstand, der die Übergabe zum Verstärker bildet, nicht mehr messbar ist.


Auf der Hauptplatine? Das spräche ebenfalls für ein aktives Muting!

Gruß
PBienlein


[Beitrag von PBienlein am 01. Aug 2015, 11:37 bearbeitet]
krutsy
Schaut ab und zu mal vorbei
#34 erstellt: 01. Aug 2015, 11:39
habe erst am Montag wieder Zugriff auf den Verstärker und werde das dann mal probieren.
Ja, auf der Hauptplatine (Vorstufen- und Filterboard) kann ich das Signal noch messen auf der Verstärkerpaltine aber nicht mehr.
Ich dachte, sobal das Muting aktiv ist, ist das Signal auch auf der Vorstufen- und Filterplatine nicht mehr vorhanden.

Evtl. fällt dir und jemand anderen in der Zwischenzeit noch etwas ein...

VG Krutsy


[Beitrag von krutsy am 01. Aug 2015, 11:43 bearbeitet]
krutsy
Schaut ab und zu mal vorbei
#35 erstellt: 06. Aug 2015, 18:52
Gallo,

ich konnte das Teil wieder zum Leben erwecken.
Fehler lag nicht am aktiven Muting, sondern an den einem Kondensator bzw. dessen Lötstellen.
Am Ausgang der Hauptplatine, sind ein 33nF Kondensator und 38kx Widerstand parallel gegen GND geschaltet. Das stellt wahrscheinlich einen Tiefpass dar?!? Nach Auslöten der beiden Bauteile lag das Signal auch wieder an der Verstärkerplatine an. Habe beide Bauteile (mit anderen Werten, aber ähnlicher Grenzfrequenz) ersetzt. Nun läuft das Teil erst mal wieder.
Danke für die Unterstützung!

WP_20150803_12_33_37_Pro

VG Krutsy
lino1234
Neuling
#36 erstellt: 25. Dez 2015, 13:18
Hallo zusammen

Habe einen Harman/Kardon Sub TS-11.
Seit ein paar Tagen hatt er angefangen zu scheppern und zu brummen auch wenn keine Musik läuft.
Desweiteren schaltet er nie in den Stand-by Modus obwohl der Power On Mode Schalter auf Auto steht.
Hat jemand vieleicht irgendwelche Problemlösungen bereit?

Habe heute die Elektronik mal ausgebaut und geschaut ob ich was zu sehen kriege und siehe da, auch bei mir hat es einen Kondensator verjagt.
Nun möchte ich den sicherlich mal austauschen aber bin mir auch nicht sicher um was für ein Typ es sich handelt. Kann mir da eventuell jemand weiterhelfen?
Im Anhang ein Foto (104-DS15000V-E)

Besten Dank im Voraus für eine hilfreiche Antwort

Lg
lino1234
Neuling
#37 erstellt: 25. Dez 2015, 13:19
image
PBienlein
Inventar
#38 erstellt: 26. Dez 2015, 07:28
Hallo,

der zerfetzte Elko war ein 10yF/100V bipolar! Am besten beim Tausch auch gleich seinen Kumpel (oben im Bild über der Spule) auch tauschen. Die fliegen aber nicht von selbst in die Luft. Diese Sektion stellt einen Teil des Ausgangsfilters des Digital-Amps dar. Daher ist zu vermuten, dass einer oder sogar beide Leistungs-MosFETs defekt sind. Deren Austausch geht nur mit selektierten Pärchen! Außerdem solltest Du so ziemlich sämtliche SMD-Bauteile auf dem Digiboard checken. Als Hilfe kannst Du ja den von mir vor geraumer Zeit weiter oben eingestellten Schaltplan nutzen.

Frohe Weihnachten
PBienlein
ifa-bk350
Neuling
#39 erstellt: 16. Apr 2016, 17:20
Hallo !
Mein 104-DS15000V-E ist abgeraucht . Ich denke da sich ein Loch in die Platine gebrannt hat ist es nicht zu retten.
Meine Frage : könnte ich als Ersatz das Teil dort einbauen ? 500W Mono Channel Digital Amplifier Class D 500W Mono Channel Digital Amplifier Class D
denn das original gibt es wohl nicht zu kaufen , hab jedenfalls nichts gefunden .
Gruß Werner
Rabia_sorda
Inventar
#40 erstellt: 16. Apr 2016, 23:38
Ein Loch in der Platine ist nicht wirklich schlimm....je nach Größe
Mache mal ein paar Bilder.

Den Verstärker kannst du zwar (irgendwie) nehmen, aber du brauchst dazu noch ein (DIY) Netzteil und es fehlen auch die cross-over Regler der Subregelung. Ohne hört sich das wie eine Blechbüchse an.
PBienlein
Inventar
#41 erstellt: 17. Apr 2016, 05:44
Hallo zusammen,

wenn ich Werner richtig verstehe, will er nur das Class-D Modul ersetzen. X-Over und der Rest der Schaltung soll erhalten bleiben. Dabei gilt es zwei große Hürden zu nehmen:

1. die Spannungsversorgung
2. die Außenbeschaltung des Moduls

Zu 1: welche Spannung(en) braucht denn das Ersatzmodul?

Zu 2: das Originalmodul hat 7 oder 8 Anschlüsse, welche teils auch "bedient" werden müssen. Ich schaue später nochmal, was genau verlangt wird. Jetzt gibt's erst mal den großen Preis von China

Bilder vom defekten Originalmodul würden mich auch interessieren.

Gruß
PBienlein
ifa-bk350
Neuling
#42 erstellt: 17. Apr 2016, 09:51
Hallo !
Danke erteinmal für die Antworten.
Der Ursprung waren die 2 Ekos die geplatzt waren beim aus und einlöten sah ich das auch ein Fuß von der Platine ohne Verbindung war , also legte ich eine Brücke .
Das Ergebniss ist nun dieses Loch.LochLoch
Sollte ich die Platine retten können ware es toll.
Gruß Werner
PBienlein
Inventar
#43 erstellt: 18. Apr 2016, 07:45
Hallo Werner,

das Loch ist durch eine kalte Lötstelle am Vcc+ Pin entstanden (Funkenstrecke - so etwas kommt häufig auch an Halogeentrafos vor, die in der Decke sitzen). Dadurch hat sich das Material stark aufgeheizt und letztlich diese Loch gebrannt, bis die Verbindung völlig abrissen ist. Das wiederum hat zum Ausfall des Moduls geführt und die beiden bipolaren Elkos am Lautsprecher Ausgang gesprengt.

Du solltest also die Platine unbedingt auf defekte Bauteile überprüfen. Insbesondere die beiden MosFETs!

Für mich sieht es aber so aus, als könne man die Platine retten und zwar folgendermaßen:
loch_marked

Hauptsächlich ist die Vcc+ Leiterbahn zerstört worden und lässt sich mit Silberdraht reparieren. Dabei muss dann natürlich auch der ausgebrannte Pin wieder verbunden werden. Eine Reparatur des Platinenmaterials ist übrigens mit Glasfaserspachtel aus der Dose möglich. Das gibt's in jedem Baumarkt. Nach dem Aushärten, was sehr schnell geht, kann das Material ganz normal weiter bearbeitet werden. Wenn du ein Loch an der richtigen Stelle bohrst, kann der Vcc+ Pin auch wieder durchgesteckt werden. Am besten eine neue zusammenhängende, abgewinkelte dreifach Stiftleiste einlöten. Dann hält das besser. Auf der Rückseite wird er dann mit dem Silberdraht der Leiterbahn verlötet.

Das Loch dürfte auch die Verbindung von Z2 zu GND auf der Forderseite (Durchkontaktierung) unterbrochen haben. Diese beiden Zenerdioden (Z1, Z2) sollten ebenfalls gecheckt werden.

Hier noch zwei Bilder der intakten Platine:
IMG_4988

IMG_4987

Einen Schaltplan findest Du weiter oben im Thread.

Gruß
PBienlein


[Beitrag von PBienlein am 18. Apr 2016, 08:19 bearbeitet]
ifa-bk350
Neuling
#44 erstellt: 18. Apr 2016, 18:22
OK ! Das gibt mir Mut , werde mich gleich Morgen früh rann machen und danach berichten.
Danke im vorraus !
Gruß Werner
ifa-bk350
Neuling
#45 erstellt: 21. Apr 2016, 03:33
Hallo PBienlein !

Auf Grund Deiner Ermutigung habe ich mich mal rann gewagt.
Die Vcc+ Anbindung habe ich mit einem Draht erneuert und durch das Loch geführt. Dann habe ich das Loch mit 2 Kompunentenkleber verschlossen, dadurch hat das Kabel gleich den richtigen Halt bekommen. Die Z2 zu GND Verbindung habe ich durchgemessen diese war vorhanden und mußte nicht gefixt werden.
Was soll ich sagen der Sub macht wieder was er soll keine Störungen einfach Super !

Ein Dank noch einmal an PBienlein

Gruß Werner
PBienlein
Inventar
#46 erstellt: 21. Apr 2016, 04:43
Hallo Werner,

herzlichen Glückwunsch zur gelungenen Reparatur

Ich denke, dass Du da auch Glück gehabt hast - es hätte theoretisch viel mehr kaputt gewesen sein können. Aber so ist es natürlich am besten.

Gruß
PBienlein
chiggys
Neuling
#47 erstellt: 12. Sep 2016, 14:02
Hallo,ich klink mich hier mal mit ein. Mein hkts11 sub hat den Geist aufgegeben. Gibt nur noch Pfeifen und Brummen von sich. Kennt sich jemand hier damit aus und könnte ihn mir evtl sogar reparieren?
PBienlein
Inventar
#48 erstellt: 12. Sep 2016, 14:50
Hallo,

einen Versuch sollte es wert sein, bevor das Ding in die Tonne gekloppt wird Alles weitere bitte per PN

Gruß
PBienlein
teramax
Neuling
#49 erstellt: 12. Dez 2016, 22:52
Hallo
Ja der Neue hier und fällt gleich mit der Türe ins Haus

Mein Magnat THX Select S300 ist leider stumm, Google hat mich dann hier her geführt.
Jetzt hab ich die Endstufe ausgebaut und mit den Bildern hier in Tread verglichen, also braun sind die Stellen rund um die Bipolaren Elcos schon aber so zerlegt wie hier sehen die nicht aus.
Ich bin aber auch kein Experte und hab von dem was da so geschrieben wird echt wenig verstanden muss ich ehrlich gestehen.
2016121222482238-IMG_5853-L

original Auflösung


Nun meine Frage, findet sich hier wer oder könnt ihr mir jemanden empfehlen dem ich die ganze Endstufe schicken könnte um meinen geliebten Sub wieder zum Brummen zu bringen?

Dank euch
Marcus
PBienlein
Inventar
#50 erstellt: 13. Dez 2016, 07:41
Du hast Post
astra_Captain
Schaut ab und zu mal vorbei
#51 erstellt: 18. Jan 2017, 09:33
Hallo,

auch ich habe einen brummenden Sub TS11. Aus Zeit- und Unwissenheitsgründen suche ich jemanden, der sich das Gerät anschaut und in Stand setzt.
Kann mit jemand helfen, oder mit eine Adresse nennen?

Danke und Grruß
Jens
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onkyo 9755 kondensatoren geplatzt
focalio am 23.07.2013  –  Letzte Antwort am 25.07.2013  –  12 Beiträge
Marantz SR7001 Kondensatoren
polygonman am 13.02.2015  –  Letzte Antwort am 13.02.2015  –  3 Beiträge
HECO Acterior Sub 9000, Schaltbild gesucht
DaBastla am 30.06.2011  –  Letzte Antwort am 28.07.2011  –  3 Beiträge
Heco Spirit Sub 20 - Trafo tot.
ka_ba am 08.12.2013  –  Letzte Antwort am 10.12.2013  –  3 Beiträge
Luxman M-03 Kondensatoren erneuern
ecazo am 03.06.2010  –  Letzte Antwort am 03.06.2010  –  2 Beiträge
Onkyo A-911: Kondensatoren ausgelaufen?
nyancore am 18.10.2013  –  Letzte Antwort am 18.10.2013  –  2 Beiträge
spezielle ELNA Audio Kondensatoren gesucht
kathi13b am 10.12.2017  –  Letzte Antwort am 10.12.2017  –  6 Beiträge
Überholung von albs SUB 20 Weiche
Infinity-Sound am 26.04.2015  –  Letzte Antwort am 24.09.2018  –  36 Beiträge

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