Pioneer A-616 Defekt! HILFE!

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dark_aragon
Ist häufiger hier
#1 erstellt: 24. Nov 2004, 15:34
Seit gestern tuts mein guter alter Pioneer nicht mehr..
Man kann ihn zwar anschalten, die Betriebsleuchten leuchten normal wie immer, allerdings bleibt das anziehen der relais aus, auch beim umschalten der Boxenpaare.
Was könnte er haben? Sicherung? was schlimmeres?

Ein Signal kommt definitiv nicht durch, boxen und quellgerät sind i.o.



danke schonmal im vorraus,
Claas
dark_aragon
Ist häufiger hier
#2 erstellt: 25. Nov 2004, 17:13
Keiner ne ahnung? ...
Also am Kopfhöhrerausgang kommt auch nix an. Das wollt ich nur gesagt haben
Albus
Inventar
#3 erstellt: 25. Nov 2004, 17:26
Tag,

vermuten kann man allerlei, z.B., dass das Netzteil die Abzweigung für die 'Beleuchtung' noch versorgt, aber nicht mehr die Main-Amp-Section, weshalb das Relais nicht mehr reagiert. Hineinsehen wird man schon müssen, vielleicht sieht man die durchgebrannte Sicherung im Netzteil oder man schafft's mit etwas Klopferei am Relais.

MfG
Albus
dark_aragon
Ist häufiger hier
#4 erstellt: 25. Nov 2004, 17:42
Also geöffnet habe ich ihn bereits, da ich sehr wohl fähig wäre eine Sicherung zu wechseln Problem: Ich finde keine Sicherungen. Das Gerät ist ein einer derart massiven bauweise gebaut, dass alles miteinander verschraubt und verschachtelt ist. Bis zu den 2 Relais (lokalisiert in der nähe einer der vorstufen (mitte rechts)) habe ich es bereits geschafft. Klopfen brachte nichts. Da es zwei Ralais sind wäre es auch unwahrscheinlich, dass beide defekt sind oder?
Netzteil... Gute Frage... Die Sicherungen find ich einfach nicht. Normalerweise müssten sie doch recht offensichtlich liegen?! Die Gehäuseabdeckung für die andere Vorstufe konnte ich bis jetzt noch nicht entfernen, da ich nicht mehr kaputt machen will, als es jetzt schon ist. Es befindet sich noch Elektronik unterhalb des Netzteils, die in die engere Auswahl rückt, da dran zu kommen halte ich für meine Fähigkeiten aber für nicht möglich, weil ich da fast den ganzen Verstärker auseinanderschrauben müsste...

Das ganze sieht von innen so aus:



[Beitrag von dark_aragon am 25. Nov 2004, 17:45 bearbeitet]
Albus
Inventar
#5 erstellt: 25. Nov 2004, 17:47
Tag,

interessant, Du wirst die Bodenplatte abnehmen müssen! Wird der Transformator überhaupt noch warm, auch die Kühlkörper, links wie rechts, wenn es so 30 Minuten im Leerlauf (doppelter Sinn hier) stand? Wenn nicht, dann spricht's doch eher dafür, dass die Versorgungspannung für die Main-Amp-Section zusammengebrochen ist (Sicherungen!).

MfG
Albus


[Beitrag von Albus am 25. Nov 2004, 18:06 bearbeitet]
dark_aragon
Ist häufiger hier
#6 erstellt: 25. Nov 2004, 18:01
Ok, das werde ich probieren. Allerdings muss ich dafür die Frontplatte abnehmen, dafür brauche ich einen Inbus >2 mm um die Knöpfe abzuehmen... usw.. ein Teufelskreis!

Also Prioritätenliste:
-Elektroniker-Nachbarn Fragen --> Negativ
-kleinen Inbus besorgen
-evtl. Fachwerkstatt :/

Danke schonmal für Alles!

Also der Trafo wird warm (wenn ich mich nicht irre), Kühlkörper werde ich gleich mal ausprobieren. Bis in 30 minuten

Ergebnis: Trafo nicht warm (mag an der geringen laufzeit/Belastung liegen kA)
Kühlrippen der Endstufen definitiv und spürbar warm


Das hört sich nach meinem Problem an.. oder? -->

http://www.hifi-foru...um_id=29&thread=4739


Claas


[Beitrag von dark_aragon am 26. Nov 2004, 01:49 bearbeitet]
dark_aragon
Ist häufiger hier
#7 erstellt: 26. Nov 2004, 14:08
Und, wie lautet die Diagnose?
Albus
Inventar
#8 erstellt: 26. Nov 2004, 14:40
Tag,

dann also: Die Endstufe hat Versorgungsspannung und Ruhestrom, rechts wie links, nehme ich an. Der Protection/Mute-Modus der Relais bleibt stehen, die Relais öffnen nicht. Öffnen nicht: Überhitzung, Überlast, Strombegrenzung, Kurzschluß, Gleichstromversatz, Spitzenstromunterdrückung - das sind fast alle möglichen Schutzschaltungsbedingungen. Typisch wäre dann eine Situation mit zuviel, d.h. mehr als 2 Volt, Gleichspannung am Ausgang, mit der Folge, während der Detection der Protection kommt es nicht zum Öffnen der Protection/Mute-Relais. - Der Herr Elektro-Nachbar, könnte der nicht ein freundliches Mal mit einem DMM, Digitales Multimeter, besitzt der sicherlich, an den Testpunkten der Endstufe messen? Die TP sind bei derartigen Geräten häufig auf der Platine markiert, selten sogar mit den einzuhaltenden Werten. Im Glücksfall könnte man dann am vorgesehenen VR (Variable Resistor, Poti) den DC-Bias regulieren.

Wenn aber vor kurzem, also zuletzt, sehr laut gehört worden war, so laut, dass die Schutzschaltung ausgelöst wurde, dann könnten die Kontaktzungen in den Relais auch verklebt sein, infolge eines Lichtbogen, eines Funken.

Also: Zuviel Gleichspannung am Endstufenausgang oder verklebte Relaiskontakte. Der normale Betriebszustand wird nicht erreicht (was nach 4-5 Sekunden sein sollte).

Manchmal kann man Relais öffnen und selbst reinigen; falls, dann mit Feuerzeugbenzin vorzüglich ('Centralin', löst auch ölige Verschmutzungen, rückstandsfrei).

Suche: Im Netzteil das Leck, auch im Hinblick auf eine durchgeschlagene Sicherung für die Vorstufe (!), eventuell auch ein defekter Siebkondensator (ist irgendwo in der Nähe der Ladekondensatoren die Spur von feuchtem Auslauf?). Nach dem Foto zu urteilen kommt man um die Entfernung der Bodenplatte nicht herum.

MfG
Albus


[Beitrag von Albus am 26. Nov 2004, 15:13 bearbeitet]
dark_aragon
Ist häufiger hier
#9 erstellt: 26. Nov 2004, 14:58
Danke für die schnelle Antwort!

Überlast: Unmöglich, da der Verstärker nur an war, Musik lief überhaupt nicht.

Relais Reinigen: Negativ, Die Relais haben eine geschlossene Bauweise, Gegossen. (Ich werde aber nochmal nachschauen)
*edit* Kein gegossenes Gehäuse, Allerdings müsste ich entweder die Schraubklemmen oder die Relais auslöten, da ich sonst überhaupt ncht drankomme. Werde erstmal die eventuellen Sicherungen lokalisieren, bevor ich so weiterverfahre...


Poti ist auf der Endstufenplatine nicht vorhanden, Ich habe zwei pole (pins) gefunden die symetrisch gegenüber liegen und mit "+" und "-" bezeichnet sind. Etwa in der Mitte der Platine befinden sich drei Pins,die aber nur mit 67, 68,69 bezeichent sind.
In der nähe der Transistoren (jeweils überhalb eines Lastwiederstandes) befinden sich noch 3 pins, ebenfalls mit numerischer bezeichnung. Ein Multimeter habe ich wohl, gibts da einen unterschied zu diesem digitalen multimeter? (Also ne digitalanzeige hat meins auch )

Elektro Nachbar: Ist im Ruhestand und macht nurnoch Heizungen und sonen quatsch...
Werde mal sehen ob ich noch einen finden kann

Sicherungen/kondensator: Ja, wir sprechen uns nach der besorgung des Inbus Schlüssels

Gruss,
Claas


[Beitrag von dark_aragon am 26. Nov 2004, 16:12 bearbeitet]
dark_aragon
Ist häufiger hier
#10 erstellt: 28. Nov 2004, 23:22
So, da bin ich wieder...
Habe das gerät bis aufs kleinste Detail erforscht und zwischenzeitlich auch die Sicherungen gefunden. Es sind drei an der Zahl, und alle drei in Ordnung
Habe sie mit dem Multimeter durchgemessen, keine Chance. (Wäre ja auch zu schön gewesen) ...

Hat jemand noch einen produktiven Vorschlag wie ich das ganze in Eigenregime Reparieren könnte?
Ansonsten fahr ich wohl die Tage mal los um einen Kostenvoranschlag einzuholen

Gruss, Claas


[Beitrag von dark_aragon am 28. Nov 2004, 23:56 bearbeitet]
Albus
Inventar
#11 erstellt: 29. Nov 2004, 14:01
Tag,

hätte man ein Service Manual, dann könnte man nach Anleitung des Herstellers an den Testpunkten, die bemerkten PINs, nachmessen und vergleichen mit den Sollwerten, gegebenenfalls auch korrigieren. So ein SM gibt es typisch bei www.schaltungsdienst.de, kostet ca. 10 Euro plus Porto.

Um noch etwas zu sagen, ich vermute einen defekten Elko, unter Normalbedingungen (anders bei Kurzschluß) ist der Defekt dann als 'open' zu bemerken, der Kondensator wird heiß, lädt nicht, läßt durchfliessen, d.h. Leakage, das Relais kommt nicht in Operation-Mode.

MfG
Albus

NS: Auch möglich, dass die Protection-Baugruppe selbst defekt ist.

A.


[Beitrag von Albus am 29. Nov 2004, 18:40 bearbeitet]
Albus
Inventar
#12 erstellt: 30. Nov 2004, 11:42
Morgen,

ein Zusatz als Nachtrag II: Ich würde den Amp einfach ein Mal 'durchblasen'. Man nehme: Ein kräftiges Eingangssignal, z.B. von einer CD mit 0 dB = 2 V oder als Tunerrauschen, wähle einen Hochpegeleingang, eben Tuner, CD oder Aux, öffne den Volume-Regler bis zur Mittenstellung (12.00 Uhr, typisch -16 dB), man habe die LS-Schalter auf AUS! stehen, und, man drehe nach 5 Minuten den Volume-Regler bis auf Maximum, langsam = die Innereien der Schaltungen werden mit reichlich Energie traktiert (Soll sind mehr als 15 V und mehr als 400 mA). Das macht sauber. Werden während dieser kurzen Zeitspanne der Probe Kühlkörper dampfend vor Hitze, man kann es riechen, Elkos heiß oder Relais tanzend (make und break in raschem Wechsel), dann muß das Gerät insgesamt durchgemessen werden. - Nach Abschalten läßt man das Gerät für 15 Minuten stehen, abkühlen, und schaltet POWER EIN, nun kommt es auf das RESET der Schutzschaltung an: entweder ist der letzte Zustand gespeichert und bleibt oder das Gerät gelangt wieder in einen Betriebszustand (infolge des internen burning out).

MfG
Albus
dark_aragon
Ist häufiger hier
#13 erstellt: 03. Dez 2004, 18:01
habs versucht, hat aber nicht funktioniert
Noch eine Frage dazu: Wenn ich die Lautstärke auf maximum erhöhe: Was bedeutet langsam aufdrehen und wie lange muss ich den dann auf voller Lautstärke laufen lassen?

Hab noch einen bekannten im Auge, der mal Rundfunk und Fernsehtechniker war. Mal sehen was der sagt, ob ders reparieren kann.

Gruss, Claas
Albus
Inventar
#14 erstellt: 06. Dez 2004, 11:20
Morgen,

'langsam aufdrehen', damit meine ich: den Vol-Regler vom Minimum her kommend über die Mittenstellung so langsam bewegen, dass die Haftreibung des Schleifers auf der Leiterbahn gerade überwunden wird, die mähliche Gleitbewegung von der Mitte zum Maximum dauert dann ca. 25 Sekunden, die Gleitbewegung über den ganzen Drehweg des Vol-Reglers nimmt dann etwa 1 Minute in Anspruch. Währenddessen soll es zum so genannten Durchschlag etwaiger Belege auf Kontaktstellen kommen.

MfG
Albus
MA
Neuling
#15 erstellt: 12. Jan 2005, 04:12
Vergiss den Schwachsinn mit Durchblasen, so billig sind die großen 80er-/90er-Pioneer nicht gestrickt.

Claas: Elko hört sich gut an, ist häufiger Fehler in Pioneer A-6x6, 7x7 und 8x8 - die Schutzschaltung detektiert auch in kürzester Zeit Netzausfall - den zugehörigen Siebelko hat Pioneer schön warm aufgestellt (direkt auf Tuchfühlung mit dem Kühlkörper eines Darlington im Netzteil, außerdem kopfüber, damit die warme Luft schön lange da bleibt).

Alle Bezeichnungen, Positionen und Werte für Pioneer A-757. Kann beim A-616 etwas anders aussehen.

Auf der Netzteilplatine - unter der Bodenplatte -, da liegt (zumindest beim A-757 und A-757markII) in der Nähe eines dreipoligen Verbinders (CN14) eine kleine Si-Diode (D616), deren Kathode an den Pluspol eines kleinen stehenden Elkos (C611, 3,3 µF 50 V) geht.

Wenn der ein Drittel seiner Kapazität eingebüßt hat, nicht mehr ausreichend isoliert, durchgeschlagen ist (alles normale Alterungsprozesse in Elkos nach 'nem Jahrzehnt oder zwei) zieht er, weil die Brummspannung zu groß und die Minima zu nah an Masse sind über die Diode periodisch mit 100 Hz immer wieder das RC-Glied der Einschaltverzögerung runter, so dass es die Schaltschwelle für die Einschaltung der Relais nie erreicht. Elko ersetzen und fertig (Lötarbeit).

Lass' mal hören, ob's das war.
x-maxx
Neuling
#16 erstellt: 03. Aug 2019, 01:18
Tja, bin 15 Jahre zu spät, aber bei mir ist defintiv der 2sa3102 Endstufentransistor platt.
Gleichstrom schaltet die Relais ab.
Suche:
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