HILFE! Reparatur HECO Phalanx 12A wer machts?

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secretdirty
Neuling
#1 erstellt: 03. Aug 2017, 20:42
Hallo liebe Gemeinde. Ich hoffe hier auf Hilfe da ich diesen aktiven Sub absolut Spitze finde vom Klang und der Leistung!! War zur damaligen Zeit ja auch kein Schnäppchen.
Nun habe ich aber seit kurzem immer mal wieder ein knacksen im Sub welches sehr störend ist . Habe darauf hin einmal die Endstufe des Subs ausgebaut und direkt an Heco zur Reparatur geschickt. Nach 2 Wochen kam er unrepariert zurück mit dem Zusatz..keine Ersatzteile mehr vorhanden.
Auf Nachfrage wurde mir mitgeteilt dass das Netzteil wohl einen Defekt hat und ein Fehler auf der Platine ist.
Das mit dem Netzteil bzw. Ringtrafo denke ich kann man ja alternativ irgendwo auftreiben?!? Jedoch mit der Platine wirds schwierig.

Meine Frage ist nun weis jemand von euch einen guten Radio/Fernsehtechniker der sich solchen Sachen annehmen kann bzw. noch keine *Schmeissdocheinfachwegundkaufwasneues- Mentalität* hat.
Mir liegt wirklich viel an dem Gerät und ehrlich gesagt will ich mir auch kein neues Gerät kaufen wo man mittlerweile für das Geld von damals nur noch Schrott bekommt.

Hoffe hier kann mir jemand helfen.

Danke schonmal im voraus.

Gruss
PBienlein
Inventar
#2 erstellt: 10. Sep 2017, 08:56
Hallo zusammen,

dem Mario konnte geholfen werden. Leider gibt es dennoch ein großes Problem, das sich hoffentlich noch lösen lässt. Ich werde hier in den nächsten Tagen in einigen Beiträgen schildern, wie die spannende Geschichte gelaufen ist. Ihr könnt also schon mal die Chipstüten bereit legen.

Gruß
PBienlein
PBienlein
Inventar
#3 erstellt: 13. Sep 2017, 08:37
Die Firma Heco wollte zwar den Phalanx nicht reparieren, war aber immerhin so freundlich, Schaltpläne zur Verfügung zu stellen. Sehr anständig wie ich finde, denn es gibt ja einige Hersteller, die aus ihrer Technik ein Geheimnis machen wollen. Zum Glück gibt es Foren wie dieses hier

Hier ist zunächst das Modul von der Rückseite zu sehen:

HECO PHALANX 12A - Back

Es enthält die üblichen Bedienelemente, wie man sie von unzähligen Subwoofer-Modulen kennt. Interessant ist allerdings der zugeklebte Bereich rechts neben dem Volume-Regler: darunter befindet sich ein "Mäuseklavier", mit dem sich diverse Features finetunen lassen - beispielsweise die Bassentzerrung und ein zuschaltbarer Limiter. Eine Beschreibung findet man auch relativ schnell. Diese hier stammt von einem Detonation DT300, was zeigt wie ähnlich sich einige Systeme sind.

HECO PHALANX 12A - Bassentzerrung

Vergleicht man die Tabelle mit den tatsächlichen Einstellungen, so wird klar, dass offenbar der Limiter abgeschaltet ist, was ich für bedenklich halte:

HECO PHALANX 12A - Mäuseklavier

Zum eigentlichen Problem: im Inneren des Phalanx arbeitet ein altbekanntes Class-D Verstärkermodul, wie es in vielen anderen Produkten auch anderer Hersteller zu finden ist. Es ist ein DS300, der große Bruder des DS150 - ebenfalls sehr weit verbreitet. Gemeinsam haben beide einen Großteil des Platinenlayouts, sowie 75% identische Bauteile.

Bei Heco möchte man allerdings die "Identität" der verwendeten MosFETs verschleiern und greift zum altbekannten Trick: die Oberflächen der Transistoren werden entweder mechanisch bearbeitet oder übermalt. Dies ist eigentlich überflüssig, denn die MosFETs sind bekannt.

Ursächlich für die Störgeräusche war auch in diesem Fall das DS300. Hier ist eine Abbildung vom Original - montiert auf dem großen Kühlkörper:
HECO PHALANX 12A - DS300 Original

Heco verwendet es allerdings mit einigen Modifikationen. So liegt beispielsweise im Lautsprecherausgang hinter dem Filter eine superschnelle Doppeldiode, vermutlich um das System laststabiler zu machen. Auch die großen Bauteile des Ausgangsfilters (Kondensator, Widerstand und Spule) müssen aus Platzgründen anders angeordnet werden. Das wird deutlich, wenn man sich ein Standard DS300 anschaut:

HECO PHALANX 12A - DS300 Ersatz

In der oben vormontierten Form passt es jedenfalls nicht ins Gerät, weil die großen Bauteile an Platinen stoßen und muss geändert werden. Ich nehme an, dass das auch der Grund dafür ist, dass Heco eine Reparatur der Elektronik ablehnt. So viel Arbeit möchte man da offenbar nicht investieren und möglicherweise würde es für den Kunden am Ende auch zu teuer werden.

Mit etwas Knowhow lässt sich dieser brachiale Subwoofer retten.

Gruß
PBienlein


[Beitrag von PBienlein am 13. Sep 2017, 08:43 bearbeitet]
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