Dringende Hilfe Canton Fonum AS 30 defekt

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Tim_003
Schaut ab und zu mal vorbei
#1 erstellt: 19. Apr 2020, 19:07
Hallo allerseits,

Ich hab heut einen Canton Fonum AS 30 Geschenkt bekommen. Mir wurde im Vornherein gesagt das dieser defekt sei was sich auch so rausstelte als ich ihn angeschlossen hab. Sobald man ihn anschaltet hört man ein lautes brummen aus den beiden Chassis. Ungefähr 1-2 Sekunden hört man es bis das Relais klickt und der Subwoofer schaltet sich ab. Ich hab probiert ein Musik-Signal anzulegen doch der Subwoofer bleibt still. Die LED leuchtet grün wenn der Schalter auf off steht und rot sobald ich ihn auf On oder Auto Stelle. Die Chassis habe ich bereits auf einem eventuellen Kurzschluss überprüft. Ich habe bei YouTube ein Video hochgeladen wo man das ganze ganz gut sehen kann: https://youtu.be/F-ThHL9NbGl

Ich hoffe das der Link funktioniert, wenn nicht dann schaut Mal unter: Canton Fonum AS 30 defekt. Der Kanal heißt Tim Lippold.
Hat jemand eine Idee was kaputt sein könnte ?


Mit freundlichen Grüßen


Tim Lippold


[Beitrag von Tim_003 am 19. Apr 2020, 20:57 bearbeitet]
Rabia_sorda
Inventar
#2 erstellt: 19. Apr 2020, 21:19
Hallo,

im Video handelt es sich anscheinend um eine anliegende Gleichspannung (DC-Offset) am Lautsprecher. Dies wird oft durch eine durchgebrannte Endstufe ausgelöst, wobei hier aber auch das Netzteil i.F. kommen kann. Dadurch schaltet sich der Sub wieder ab (Schutzschaltung), um weitere Schäden am Lautsprecher etc vorzubeugen.

Da ich den Innenaufbau nicht kenne und auch im WWW kaum Bilder davon existierenm solltest du das Modul einmal ausbauen und Fotos davon hier hochladen (mit "img").
Tim_003
Schaut ab und zu mal vorbei
#3 erstellt: 19. Apr 2020, 21:48
Danke für die schnelle Antwort 🙂

Das mit der Gleichspannung hab ich mir schon irgendwie gedacht. Ist es überhaupt möglich das zu reparieren bei einem so alten Verstärker-Modul ? Das Problem ist ich kann mir aktuell kein neues leisten da ich noch Schüler bin deshalb wäre es echt super wenn da jemand eine Lösung hätte.


Hier sind die Bilder:

Canton Fonum AS 30
Canton Fonum AS 30 Bild 2
Canton Fonum AS 30 Bild 3
Canton Fonum AS 30 Bild 4
Canton Fonum AS 30 Bild 5
Canton Fonum AS 30 Bild 6


Schönen Abend wünsche ich noch
Tim_003
Schaut ab und zu mal vorbei
#4 erstellt: 19. Apr 2020, 22:16
Ich weiß nicht ob das was zu sagen hat aber ich hab gerade etwas mit dem Durchgangsprüfer gemessen und dabei festgestellt das bei dem mit weiß eingekreisten ein Wert angezeigt wird und bei dem Rot eingekreisten Zeigt es rein gar nichts an. Kann aber genau so gut sein das dass so sein muss, wollte aber Mal die Info geben.

Canton Fonum AS 30 Bild 7
Rabia_sorda
Inventar
#5 erstellt: 19. Apr 2020, 22:32
Prüfe zunächst die beiden Sicherungen in den weißen Sicherungshaltern (leicht zusammendrücken und nach links drehen).

Kannst du ein besseres Bild des Elkos (roter Kreis) machen und dann als Seitenansicht?

canton-fonum-as-30_1009893


[Beitrag von Rabia_sorda am 19. Apr 2020, 22:40 bearbeitet]
Tim_003
Schaut ab und zu mal vorbei
#6 erstellt: 19. Apr 2020, 22:33
Das hab ich schon erledigt das war auch das erste was mir eingefallen ist😅.
Rabia_sorda
Inventar
#7 erstellt: 19. Apr 2020, 22:42

... bei dem mit weiß eingekreisten ein Wert angezeigt wird und bei dem Rot eingekreisten Zeigt es rein gar nichts an


Was verbirgt sich auf der anderen Seite? Sind es Anschlüsse und dann welche?
Tim_003
Schaut ab und zu mal vorbei
#8 erstellt: 19. Apr 2020, 22:47
Das ist es problematisch heran zu kommen da die Platine festgeklebt ist und ich nicht noch mehr kaputt machen möchte.Auf der Rückseite des Moduls befinden sich da die Chinch Eingänge und die High Power ein und Ausgänge. ( Wenn ich mich da jetzt richtig ausgedrückt habe )

Canton Fonum AS 30 Bild 8


[Beitrag von Tim_003 am 19. Apr 2020, 22:47 bearbeitet]
Rabia_sorda
Inventar
#9 erstellt: 19. Apr 2020, 22:53
In #5 hatte ich was editiert.


Auf der Rückseite des Moduls befinden sich da die Chinch Eingänge und die High Power ein und Ausgänge.


Korrekt, nur sind die "to Speakers" Anschlüsse die Ausgänge für die damals vorgesehenen Front-Lautsprecher.


... bei dem mit weiß eingekreisten ein Wert angezeigt wird und bei dem Rot eingekreisten Zeigt es rein gar nichts an


Von wo nach wo hast du nun einen Durchgang gemessen?
Tim_003
Schaut ab und zu mal vorbei
#10 erstellt: 19. Apr 2020, 22:54
Ich habe bei den drei Lötpunkten alle Kontakte auf verschiedene Art und weiße durchgemessen um nichts aus zu schließen
Rabia_sorda
Inventar
#11 erstellt: 19. Apr 2020, 23:04
Kannst du bitte noch mal das Bild machen, wovon ich in #5 schrieb?

Test:
Ziehen den Stecker ab (roter Pfeil) und teste ob der Sub immer noch brummt.

canton-fonum-as-30-bild-5_1009897

Sind die 4 Kabel (2 rot + 2 schwarz) die Kabel die zum Lautsprecher führen?

P.S.:
Beim Bilder hochladen bitte unten den Haken "groß" auswählen.
Tim_003
Schaut ab und zu mal vorbei
#12 erstellt: 19. Apr 2020, 23:09
Entschuldigung ich hab das mit den Elkos Komplet übersehen hier sind die Bilder. Ich teste gleich Mal

Canton Fonum AS 30 Elkos 1
Canton Fonum AS 30 Elkos 2
Tim_003
Schaut ab und zu mal vorbei
#13 erstellt: 19. Apr 2020, 23:17
So ich hab jetzt den Stecker gezogen und den Sub angeschalten. Er hat nicht mehr gebrummt. Allerdings als ich die Verteilersteckdose ausgeschaltet hab an den der Subwoofer angeschlossen ist kam die Schutzschaltung von meinem Pioneer VSX 922. Ich bin jetzt ziemlich verwundert darüber da der Subwoofer nicht über Chinch oder sonstige Anschlüsse verbunden ist. Die beiden hängen auch am unterschiedlichen Verteilersteckdosen aber sind an der selben Wandsteckdose angeschlossen. Ist das vielleicht ein Hinweis ?
Rabia_sorda
Inventar
#14 erstellt: 19. Apr 2020, 23:44

So ich hab jetzt den Stecker gezogen und den Sub angeschalten. Er hat nicht mehr gebrummt


Vmtl hatte dazu aber auch das Relais nicht mehr geschaltet (geklickt)...?!

Hast du das rote Kabel am Stecker angelötet?

Der Elko sieht mir etwas merkwürdig aus und sollte überprüft/erneuert werden.

Da man nun aber nur noch mit vielen Messungen vowärts kommt, müssten nun sämtliche Spannungen im Netzteil (DC der Brückengleichrichter und der Restwelligkeit) und auch der Endstufenausgänge (DC-Offset) gemessen werden. Die Endstufentransistoren kann man eingebaut erstmal "grob" auf Kurzschlüsse der B-C-E Beinchen überprüfen. Falls es hier zu Ungereimtheiten bei den Messungen führt, müssen sie ausgelötet und erneut gemessen werden.

Und bitte immer alle Fragen beantworten, wie z.B.: diese:


Sind die 4 Kabel (2 rot + 2 schwarz) die Kabel die zum Lautsprecher führen?
Tim_003
Schaut ab und zu mal vorbei
#15 erstellt: 19. Apr 2020, 23:49
Das Kabel hab ich nicht selber angelötet nein.
Die vier Kabel führen du dem beiden Chassis ja.
Der Elko war mir auch schon aufgefallen muss Mal nachschauen ob ich einen passenden da hab.
Das Relais hat auch nicht geschalten
Tim_003
Schaut ab und zu mal vorbei
#16 erstellt: 19. Apr 2020, 23:52
Gäbe es den was wo ich das Verstärkermodul Einsenden könnte um es reparieren zu lassen ?
Rabia_sorda
Inventar
#17 erstellt: 20. Apr 2020, 00:16

Das Relais hat auch nicht geschalten


Dachte ich mir schon
Also wird der DC-Offset wohl noch vorhanden sein und den kann man ja mal messen.


Gäbe es den was wo ich das Verstärkermodul Einsenden könnte um es reparieren zu lassen ?


Einige RFT-Werkstätte gibt es ja noch. Dazu kannst du ja mal googeln.
Aber vmtl wird die Reparatur weit den Restwert des Sub´s übersteigen. Geschätzt würde ich so gegen 150 - 200€ an Reparaturkosten vermuten. Die Bauteile sind nicht teuer (ca 30€), aber hier kommen Std zusammen....

Gibt es Repaircafe´s in deiner Nähe?
Dazu musst du natürlich noch die Corona-Zeiten abwarten, denn die werden wohl noch geschlossen haben.
Tim_003
Schaut ab und zu mal vorbei
#18 erstellt: 20. Apr 2020, 00:23
Wo genau soll ich da messen ? An dem Chassis wenn ich den Sub einschalte ? Das was mir halt sorgen macht ist das meine andere Technik auf das Ausschalten des sub's reagiert. Da steck ich am besten vorher alles ab.

Die Reparaturkosten übersteigen natürlich meine Finanziellen mittel da wäre es denk ich einfacher und etwas günstiger ein neues einigermaßen passendes zu kaufen oder ?

Das mit dem Repaircafé ist gar keine schlechte Idee da muss ich mich Mal umschauen.
Rabia_sorda
Inventar
#19 erstellt: 20. Apr 2020, 00:39

Allerdings als ich die Verteilersteckdose ausgeschaltet hab an den der Subwoofer angeschlossen ist kam die Schutzschaltung von meinem Pioneer VSX 922. Ich bin jetzt ziemlich verwundert darüber da der Subwoofer nicht über Chinch oder sonstige Anschlüsse verbunden ist. Die beiden hängen auch am unterschiedlichen Verteilersteckdosen aber sind an der selben Wandsteckdose angeschlossen


Du hast dazu wahrscheinlich den Schalter der Steckdosenleiste nicht schnell genug betätigt und er hat daher "gefeuert". Dies verursacht Oberwellen und sie werden wohl in deinen Pioneer eingestreut haben, der dann vorsichtshalber in die Schutzschaltung ging. Dies hat mit dem Sub nichts zu tun.


Wo genau soll ich da messen ?


Die anliegende Gleichspannung an den Endstufenausgängen. Hier vermute ich ca um 50 Vdc, wobei sie aber unter 0,1 Vdc liegen muss.
Da das Relais aber recht zeitnah abschaltet, musst du ein relativ schnelles Messgerät verwenden, oder du nutzt daran eine max. Messwert-Speicherung, falls es dein Messgerät bietet.
Dazu kannst du jeweils an den Anschlüssen des Lautsprechers messen. Hier scheint es ja ein Doppelschwinger zu sein, da es hier 4 Kabel gibt.
Es sind dann natürlich 2 Messungen vorzunehmen.


Die Reparaturkosten übersteigen natürlich meine Finanziellen mittel da wäre es denk ich einfacher und etwas günstiger ein neues einigermaßen passendes zu kaufen oder ?


Das kannst nur du selbst entscheiden...


[Beitrag von Rabia_sorda am 20. Apr 2020, 00:52 bearbeitet]
Tim_003
Schaut ab und zu mal vorbei
#20 erstellt: 20. Apr 2020, 00:46
Da messe ich morgen Mal ich denke das sollte ich hin Bekommen.
Der Subwoofer besitzt zwei Chassis welche jeweils Einzelschwinger sind. Könnte man nicht das Relais für die Zeit der Messung überbrücken ?
Rabia_sorda
Inventar
#21 erstellt: 20. Apr 2020, 00:51

Der Subwoofer besitzt zwei Chassis welche jeweils Einzelschwinger sind


Alles klar.
Dann jeweils an den einzelnen Chassis messen.


Könnte man nicht das Relais für die Zeit der Messung überbrücken ?


Das ist fatal!
Wenn hier wirklich eine Gleichspannung an den Chassis (oder nur einem) anliegen sollte, werden sehr schnell die Schwingspulen durchbrennen.
Tim_003
Schaut ab und zu mal vorbei
#22 erstellt: 20. Apr 2020, 00:55
Ja stimmt is mir auch gerade eingefallen ich hätte vorher aber die Chassis abgelötet um das zu vermeiden. Ich lass es aber lieber sein ich will nicht noch mehr kaputt machen.
Rabia_sorda
Inventar
#23 erstellt: 20. Apr 2020, 01:12

.... ich hätte vorher aber die Chassis abgelötet um das zu vermeiden


Das kannst du durchaus machen.
Fasse aber nicht an die blanken Kabelenden!
Ich hatte zwar geschrieben dass ich hier um 50 Vdc vermute, aber ich habe mir gerade nochmals die Bilder angeschaut und dort sind 80 V-Elkos für die Railspannungen verbaut. Somit können dort auch annähernd 80 Vdc anliegen und ab ca 50 Vdc wird es gefährlich (u.U. auch tötlich!). In der Summe bestehen hier also ca 160 Vdc!!!
Tim_003
Schaut ab und zu mal vorbei
#24 erstellt: 20. Apr 2020, 08:36
Guten Morgen

Also ich hab die Chassis erstmal dran gelassen und das Relais nicht überbrückt. Sobald ich den Sub einschalte zeigt mir das Messgerät einen Wert von 0.7 Vdc an. Komischer weiße Schlatter das Relais nicht mehr ab und nur vom Augenschein her würde ich behaupten daß die Chassis nicht so stark wie gestern nach innen gezogen werden. Außerdem ist das brummen leiser geworden. Wenn ich dann nach ein paar Sekunden dem Sub ausschalte zeigt mir das Messgerät einen Wert von 14 Vdc an. Achso und was auch noch komisch ist ist das um so häufiger ich den Sub anschalte um so geringer wird die Spannung die ich messe. Soll ich da er sich erstmal nicht abschaltet Mal probieren ein Musik-Signal anzulegen ? Natürlich achte ich darauf daß nur für einen kurzen Zeitraum zu tun um die Chassis nicht zu überlasten.


[Beitrag von Tim_003 am 20. Apr 2020, 08:46 bearbeitet]
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