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Radio aufnehmen mit DVD recorder über Kabel?

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Wilke
Inventar
#1 erstellt: 18. Okt 2011, 08:54
Hallo,

ich erhalte nächste Woche einen Kabelanschluss und möchte
mir auch einen neuen Fernseher (weg von der Röhre hin zu
Hd - Fersehen ). Jetzt kann man wohl auch Radiosender über
Kabel empfangen. Frage: Kann ich mit einem DVD recorder
dann auch die Musik aufnehmen.? Mir ist klar, dass das Fersehgerät bei der Aufnahme bzw. abspielen immer an sein muss.gruß wilke
Radiowaves
Inventar
#2 erstellt: 21. Okt 2011, 22:55
Aaalso... Kabelanschluß sollte heute eigentlich immer noch UKW beinhalten. Mal sind es leider (nur) noch die handvoll "ortsüblicher" Programme auf den ortsüblichen terrestrischen Frequenzen, einfach über eine UKW-Runddipol-Antenne empfangen. Meist ist es bei ordentlichen Kabelanlagen aber so, daß eine Kanalaufbereitung verwendet wird, bei der die Programme selektiv eingespeist werden auf anderen Frequenzen als terrestrisch üblich und dazu weitere, nicht ortsübliche Programme angeboten werden, die von Satellit (früher oft analog, später ADR, jetzt müssen sie auf DVB-S gehen) genommen und auf UKW umgesetzt werden. Empfang dieser Angebote wie bisher mit UKW-Tuner, wenn alles sauber aufgebaut ist, die Kopfstelle ok ist und die Pegelungen im Kabelnetz stimmen, bekommt man sehr hochwertigen, rauscharmen bis faktisch rauschfreien UKW-Genuß, der nur mit Mühe (Hörspiel, leise Stelle) von Digitalradio auseinanderzuhalten ist.

Seit einigen Jahren bieten Kabelnetze im Zuge von digitalem Empfang (DVB-C) nicht nur die bekannten digitalen TV-Programme, sondern auch Radioprogramme an. Es sollte inzwischen zum Standard gehören, überall im Kabel die 3 Programme des Deutschlandradios (DLF, D-Kultur, D-Wissen) mit je 256 kBit/s MP2 in wirklich sehr guter Qualität empfangen zu können und die ARD-Radioprogramme (über 60 Stück) in der Qualität, wie sie auch über Satellit zu empfangen sind, also Stereoprogramme mit 320 kBit/s, einige Kulturwellen zeitweise zusätzlich in Dolby 5.1 und einige Infowellen in mono mit 128 kBit/s. Die Bitraten reichen auf jeden Fall für exzellente Qualität, so die ARD-Anstalt auch sauberes Signal hinten "reinfüllt". Leider ist das zunehmend weniger der Fall, erst im letzten Sommer verabschiedete sich der RBB von HiFi und nutzt seitdem das plattkomprimierte, dumpfe, für UKW aufbereitete Signal auch im Digitalradio. Als weitgehend sauber können noch die Programme des SR und allgemein die Kulturwellen gelten, doch auch dort gibt es gravierende Unterschiede. Alle diese Programme sind frei, also unverschlüsselt, zu empfangen. Programmliste z.B. hier, bei "tp 93" oder "12266" schauen.

Je nach Kabelnetzbetreiber können weitere Digitalradios vorhanden sein, z.B. die bundesweiten "Kabel-Klassiker" Klassikradio, Sunshine Live, Jam FM. Manche Anbieter verschlüsseln diese Programme und nötigen die Interessenten zum Abschluß eines etwas teureren Vertrages oder wenigstens zur Nutzung von Entschlüsselungstechnik (bevorzugt: Receiver des Kabelnetzbetreibers zum Mieten, also noch eine Einnahmequelle) bei gleichen formalen Kosten des Anschlusses.

Der Empfang erfolgt dabei über die gleichen Digitalreceiver, über die man digitales Fernsehen schaut, also im DVB-C-Standard. Für die öffentlich-rechtlichen reicht ein beliebiger DVB-C-Receiver, und sei es eine steinalte dBox 1 mit DVB2000. Für die verschlüsselten Programme (Radio und TV) muß man sich nach den Anforderungen der Kabelnetzbetreiber richten, z.B. auf einen CI+ Slot achten oder ähnliches.

Für den Fernseher bietet sich ein integrierter DVB-C-HD-Tuner an, das Gerät sollte auch einen CI+ Slot aufweisen. Somit hat man wenigstens beim Fernsehen nur eine Fernbedienung - wie bisher. Radioempfang funktioniert damit auch, leider oft mit nicht ausschaltbarem Bildschirm, der dann permanent den Sendernamen o.ä. zeigt. Manche neueren TVs haben auch USB-Anschluß für eine externe festplatte, um Radio und TV aufnehmen zu können. Nicht alle erlauben ein Auslesen der Festplatte am PC bzw. legen die Aufnahmen verschlüsselt ab, so daß man außer am TV selbst die Aufnahmen nicht nutzen kann. Panasonic sagt man so etwas nach.

Wer viel Radio hören will, nimmt einen externen DVB-C-Receiver, bevorzugt einen mit Sendernamensanzeige am Gerät, nicht daß man Blindflug macht. Die Aufnahme von Radiosendern (und auch TV) ist eigentlich einfach: entweder die Receiver haben eine eingebaute Festplatte (PVR, Personal Video Recorder) oder einen USB-Anschluß, an dem externe Festplatten (für Radio auch USB-Sticks) laufen sollen. Das nennt man gerne PVR-ready. Abgelegt werden die Aufnahmen in Originalqualität, entweder in einem später am PC auszupackenden Containerformat (Transport Stream *.ts, *.rec, ...) oder bei Radioaufnahmen manchmal auch direkt zusätzlich als MP2. Das hat dann 320 oder bei den D-Radios 256 kBit/s, bei zusätzlichen Privatradios meist 192 oder 256 kBit/s und immer 48 kHz Abtastrate. Man kann das dann im PC konvertieren bis zur Vorlage für eine Audio-CD. Oder man spielt es gleich wieder im Receiver ab, wozu meist "Sichtkontakt", also angeschalteter TV, für die Menünavigation nötig ist.

Ein DVD-Recorder, wie er in deutschen Haushalten zu tausenden im Einsatz ist, hat nur einen analogen TV-Tuner und empfängt das in den Kabelnetzen noch mehr oder weniger angebotene analoge TV, digitalisiert es mitsamt dem enthaltenen Rauschen und zeichnet den Müll dann auf die Festplatte und später auf DVD auf. Digitalradio kann er somit nicht empfangen, auch für TV ist das Gerät eigentlich hinfällig, weil es die Qualität von Digital-TV (oder gar HDTV) nicht nutzen kann. Sollte der DVD-Recorder allerdings einen DVB-C-Tuner haben, kann er neben Digital-TV freilich auch Radio empfangen und sicherlich auch aufnehmen. Panasonic sollte solche Geräte seit längerem anbieten, zumindest vom TV sagt man, sie nähmen nicht 1:1 das Originalsignal auf. Ob das stimmt und ob das auch für Radio gilt, weiß ich nicht.

Am einfachsten sind Radioaufnahmen über einen separaten DVB-C-Receiver mit interner oder externer Festplatte und funktionierendem (!!!) Ethernetanschluß zu bewerkstelligen. Da kann man z.T. die Aufnahmen direkt am PC über den Browser programmieren, so wie man heute auch Netzwerkdrucker über ihren eingebauten HTTP-Client wartet. Und man kann die Aufnahmen direkt über das Netzwerk "abholen" und auf den PC transferieren.
Wilke
Inventar
#3 erstellt: 23. Okt 2011, 09:26
Herzigen dank radiowaves für die tolle ausführliche Erklärung.
Leider bin ich nicht so der technikfreak, eher ein schoengeist,
Der mit Tonbandgerät aufgewachsen ist.

Ich habe jetzt einen Kabelanschluss von unitymedia erhalten
Und dazu einen kleinen Receiver, der wohl es erst ermöglicht, bei den
Erstem und zweitem Programm hd zu empfangen.

Ein Panasonic Fernseher soll es wohl werden. Ob ich mir einen DVD Recorder kaufe, weiss ich noch nicht, da ich nur reisereportagen aufnehmen würde oder den Weltspiegel.

Danke Furt den hiweiss mit dem kabelreceiver. Im hifigeschaeft wollten sie mir einen von restek verkaufen, der war recht teuer und hatte keine Festplatte. Kannst du mir noch einen anderen Hersteller nennen?

Gruß Wilke
Radiowaves
Inventar
#4 erstellt: 23. Okt 2011, 19:26
Moinmoin,

also, Unitymedia ist es geworden. Die verschlüsseln im TV-Bereich die digital übertragenen Privatsender, man kommt da nur mit passender Entschlüsselungstechnik ran, die Dir ja wohl auch gleich mitgeliefert wurde?

Es gibt zu Unitymedia ein inoffizielles Forum, dessen Dateianhänge ganz interessant sein könnten. Da sind u.a. im Helpdesk die Digitalbelegungen drin.

Man sollte noch wissen, wie Unitymedia das Netz betreibt: die haben eine Zentrale, in der sie die Programme oder digitalen Programmpakete z.B. via Satellit empfangen (Sky, ZDF), von der ARD extra mundgerecht zusammengestellte Digitalpakete fürs Kabel via Glasfaser entgegennehmen und sich selbst die Programmpakete mit den ganzen Privatsendern zusammenholen, indem sie alle Programme irgendwoher (Satellit? Glasfaser?) empfangen, aus den Digitalpaketen rausholen und neue Pakete zusammenbasteln. Die sind dann verschlüsselt. Alles zusammen geht wieder per Glasfaser als großes Paket raus in die Kabelnetze.

Hier die Zuführungen.

Und hier die Digitalbelegung als PDF. Die ist zwar inzwischen steinalt, man sieht aber, wie das läuft. Rote Digitalprogramme sind frei und mit jedem DVB-C-Receiver und natürlich mit jedem in einem TV eingebauten DVB-C-Tuner zu empfangen. Für die HD-Programme muß dieser DVB-C-Tuner freilich HD-tauglich sein, also z.B. MP4 Audio und H.264-Video unterstützen. Mit einer alten dBox geht das dann z.B. nicht, die kann also keine HD-Programme. Alle schwarz und grün geschriebenen Programme sind verschlüsselt und man kommt nur ran, wenn man die passende Entschlüsselungstechnik hat.

Du siehst in der Liste auch die Aufteilung der ARD-Radioprogramme auf mehrere Digitalpakete. Man hat hier einfach aus 4 Paketen (Satellit) fürs Kabel 3 Pakete gemacht. Das geht ohne Verluste, weil im Kabel auf einen Kanal mehr Datenrate paßt, als auf Satellit für die ARD-Pakete verwendet wird. Direkt die Satellitenpakete ins Kabel zu speisen, ginge auch, ist aber Kanalverschwendung.


Wilke schrieb:
eher ein schoengeist, Der mit Tonbandgerät aufgewachsen ist.

Ja, da ist das doch schon eine heftige Umstellung, hin zu etwas, das durchaus seelenlos wirkt und fast ausshccießlich aus Plastekisten kommt. Es muß deswegen aber nicht schlechter sein.


Wilke schrieb:
Und dazu einen kleinen Receiver, der wohl es erst ermöglicht, bei den Erstem und zweitem Programm hd zu empfangen.

Das kann jeder HD-taugliche DVB-C-Receiver. Hat Unitymedia inzwischen arte HD drin? Moment... google... ja, wohl seit 2010. Damit wären es schon 3 HD-Programme, die auf jedem HD-Receiver laufen. Sie bieten im Vergleich zu den normalen SD-Versionen tatsächlich beeindruckend besseres Bild.

Kann der Receiver auch RTL, Sat 1 und so empfangen? Wenn ja, so ist da eine Entschlüsselungstechnik eingebaut. Mit Unitymedia kenne ich mich ansonsten nicht aus, also sind alle Angaben dazu Mutmaßungen oder Ergebnis schneller, oberflächlicher Recherche. Im Kabelanschluß-Unterforum hier findest Du aber professionelle Hilfe zu UM, vermutlich stehen die Antworten zu allen Fragen schon im Forum.


Wilke schrieb:
Ein Panasonic Fernseher soll es wohl werden.
Die aktuellen Modelle sollten alle einen DVB-C-Tuner haben, zumindest die nicht-Einsteigergeräte. Damit gehen schonmal die öffentlich-rechtlichen Digitalprogramme, sowohl in Standardauflösung als auch in HD. Der Fernseher sollte dazu noch einen CI+ Slot haben, dann kann man über ein entsprechendes Einsteckmodul von Unitymedia auch die Privaten sehen.

Wenn der Fernseher auch noch via USB aufnahmetauglich ist (PVR-ready), kannst Du auch TV und vermutlich Digitalradio mitschneiden. Leider ist es bei Panasonic wohl so, daß man an die Aufnahmen nicht rankommt. Andere Hersteller erlauben es, die Festplatte abzustöpseln, an den PC zu hängen und entweder direkt (wenn sie z.B. in FAT32 formatiert ist) oder mit einer Spezialsoftware auszulesen. Die Aufnahmen kann man dann im VLC Mediaplayer anschauen oder für DVD konvertieren und brennen. Bei Panansonic ist mein letzter Kenntnisstand, daß man unter Linux an die Dateien kommt, da auch eine passender Größe dabei ist, die offenbar die aufgenommene Sendung beherbergt, aber bislang niemand diese Dateien abspielen oder konvertieren konnte. Bitte dazu nochmal nachlesen.

Der Panasonic meiner Eltern, Baujahr 2009 (GW10-Reihe), spielt freilich auch Digitalradio, schaltet dabei aber den Bildschirm nicht ab. Totaler Schwachsinn, so kann man einfach nicht Radio hören.


Wilke schrieb:
Ob ich mir einen DVD Recorder kaufe, weiss ich noch nicht, da ich nur reisereportagen aufnehmen würde oder den Weltspiegel.

Wenn Du nur aufnehmen, anschauen und wieder löschen willst, nimm einen TV mit USB-Aufnahmefunktion, klemme eine USB-Festplatte für 50 Euro ran und gut ist. Damit geht meist auch das sogenannte "Timeshift", also z.B. mal schnell während der Livesendung die "Pause-Taste" drücken, weils an der Tür geklingelt hat. Wenn der Nachbar abgefertigt ist, drückt man "Play" und die Sendung läuft da weiter, wo man sie gestoppt hat - und hintenraus dann eben entsprechend länger. So könnte man auch z.B. einen 20 Uhr beginnenden Film auf nem Privatsender aufnehmen lassen und setzt sich erst 20:30 ans Gerät, schaut von Anfang an bis zum ersten Werbeblock, spult den schnell durch und schaut weiter. Das wissen auch die Privaten - und das geht ihnen an die Substanz. Im CI+ Standard hat man folglich unschöne Dinge verankert: wahlweise totale Aufnahmesperre, "Aufnahmeverfallsdaten" (Aufnahme nur 3 Stunden haltbar, also nur Timeshift, Aufnahme einige Tage haltbar, ...), Vorspulverbot und ähnliches. Das kann Dich beim Aufnehmen von Privatsendern betreffen. Die Sat-Nutzer haben das auch, bei den Privaten in HD, über die HD+ Plattform.

Thema Festplatten: sicher sollten die dicken 3.5"-Modelle funktionieren, die aber alle ein eigenes Netzteil haben. Eleganter wäre eine 2.5"-Platte, da die komplett via USB stromversorgt wird. Leider überschreiten viele Platten den maximalen USB-Strom, zumindest beim Anlaufen. Die funktionieren dann gar nicht oder nur sporadisch. Auch da hilft die Fornesuche sicher weiter. Ich habe recht gute Erfahrungen mit den simplen und billigen Western Digital
WD Elements gemacht. Schnörkellose Platten, die es einfach tun.

Den DVD-Recorder würde ich nur empfehlen, wenn Du eine schlüsselfertige Lösung für die Archivierung haben willst. Ansonsten sieh zu, daß Du einen TV erwischst, dessen Aufnahmen sich in den PC einlesen und dort weiterverarbeiten lassen. Die nötigen Programme ab da bis zur DVD kann man sich meist aus Freeware zusammenstückeln.


Wilke schrieb:
Danke Furt den hiweiss mit dem kabelreceiver. Im hifigeschaeft wollten sie mir einen von restek verkaufen, der war recht teuer und hatte keine Festplatte.

Jaja, der Restek M-Cab. Der kann auch kein TV, der kann auch kein USB und vermutlich kann er auch kein MP4-Ton (ist derzeit aber kein Drama, alle Radioprogramme laufen in MP2). Dafür ist er der einzige von den DVB-Receivern, der bei Highend-Freunden akzeptiert wird. Warum? Konventioneller Aufbau mit schwerem Ringkerntrafo, Highender lieben so etwas. Die Standbyleistung ist dabei vermutlich so hoch wie die Gesamtleistungsaufnahme eines modernen Kabelreceivers...

Nicht abzustreiten ist der Vorteil einer sauber aufgebauten Audio-Abteilung. Separate Wandler, ordentliche Spannungsstabilisierung, niederohmige Ausgänge - schaden kann das auf keinen Fall. In einem billigen (80 Euro) Kabelreceiver erwarte ich eher einen im "Haupt-Chip" integrierten D/A-Wandler, schlechte Filter, einen mittelohmigen Ausgang, der vielleicht noch massive Frequenzgangbeschneidungen hat, unterhalb 100 Hz abfällt und oberhalb 12 kHz ebenso - alles schon gehabt. Muß aber nicht. Für reinen Radiobetrieb reicht auch heute noch die steinalte dBox 1 in der Kabelversion, wenn sie die freie Firmware DVB2000 (selbst die ist also schon über 10 Jahre alt...) besitzt. Die Audioabteilung der dBox1 ist so übel nicht, ich hatte nie etwas zu beanstanden. Man kann nur nicht aufnehmen und einen Digitalausgang für externe Wandler oder (old-school) DAT-Recorder gibt es serienmäßig auch nicht. Als Radio-Zweitgerät für unter 20 Euro aber doch sehr brauchbar, zumal sie die Sendernamen anzeigt.

Wenn man auf die Haptik des Restek verzichten kann, sollte eigentlich jeder DVB-C-Receiver genügen, der einen optischen oder koaxialen Digitalausgang hat. Haben sie inzwischen wohl alle, denn so holt man den Mehrkanalton bei Spielfilmen raus. Dann geht man einfach in einen vorhandenen Wandler anerkannter Qualität (DAT-Recorder von Sony im Aufnahmemodus ohne eingelegte Kassette, externer D/A-Wandler, Wandler in einem Heimkinoreceiver) und umgeht damit die analoge Audiostufe des Kabelreceivers. Auf der digitalen Ebene kann man ja nichts falsch machen, da gibt es keine Unterschiede... so hätte ich noch bis vor einem Dreivierteljahr behauptet. Aber selbst da kann einem passieren, daß man einen Receiver mit Serienfehler hat. Ich habe einen: von Wisi, entwickelt und hergestellt bei LaSat, die einen ganzen Baukasten anbieten für Firmen, die Receiver anbieten möchten, aber nicht entwickeln wollen oder können. Neben Wisi läuft LaSat auch unter Smart, Pollin und einigen anderen. Ich mag die Geräte (made in Germany!), aber der MPEG-Audio-Decoder hat einen Bug und man hat generell, also auch am optischen Ausgang, einen von starken Artefakten unterlegten Ton. Das ist ein aggressives, metallisches Rauschen, Flirren und Spratzeln etwa 45 dB unter dem Nutzsignal. Man bemerkt es vor allem bei Klassik, ich erkenne es inzwischen auch bei Popmusik. Nur die USB-Aufnahme ist davon nicht betroffen, die ist ja im MP2-Originalformat. Weiterhin hat der LaSat noch andere Fehler im Tonteil: die Kanäle am Digitalausgang sind sporadisch vertauscht (einmal wegzappen und zurück kann das ändern, muß es aber nicht) und wenn sie vertauscht sind, sind sie auch noch um 1 Sample gegeneinander verschoben. Das ist ein Fehlerpaar und hat mit einer unsauberen Initialisierung des SPDIF-Anschlusses zu tun. Außerdem "verschluckt" der LaSat ab und an Audio-Samples und "stottert" also. Alle Fehler sind gemeldet und LaSat bekannt, man arbeitet dran. Ich stehe mit dem Entwickler in Kontakt. Das ist wiederum das schöne verglichen mit früher: man kann Firmware via USB-Stick aktualisieren und Fehler so beheben. Das unschöne ist: Hersteller werfen immer häufiger unfertige Produkte auf den Markt. Bei Kathrein ging das mal im Falle eines Satreceivers so weit...

Empfehlen mag ich Dir keinen DVB-C-Receiver, da mir da die Erfahrungen fehlen. Ich rate also nur pauschal zu einem Gerät, das Sendernamen im Klartext anzeigen kann und CI+-Slot hat, falls man bei Unitymedia mal mehr damit tun möchte als Radiohören und öffentlich-rechtliche gucken. TechniSat sollte da etwas haben, tonmäßig kann man die aber wohl alle toppen durch Anschluß an einen externen Wandler. Von der Bedienung her sind die Teile aber sehr ausgereift. Irgendwelche Bugs scheint jeder Receiver zu haben.

Der kleinste TechniSat mit Sendernamenanzeige ist der HD8-C, der aber nicht CI+ tauglich ist. Irgendwie gehen die Privaten bei Unitymedia damit wohl auch - schau mal bitte ins Kabel-Unterforum. Fraglich ist: wie lange werden sie damit gehen. Der größte TechniSat Digicorder Isio C ist ein sündteurer Klopper mit eingebauter Festplatte, Internetzugang, 43-cm-Gehäuse, großem Display, Doppeltuner (ein Programm hören/sehen, ein anderes aus einem anderen Digitalpaket gleichzeitig aufnehmen) und CI+.

Wenn Du etwas "amtliches" willst, schau Dir den DAR von der Bruchsaler Firma QBit an, die für die ARD damals maßgeblich die Technik für den Hörfunktransponder gebastelt hat. Der hat aber auch nur die Funktionalität des Restek (Radio hören, kein TV, keine Aufnahmen), ist eigentlich für den Hörfunk-Schaltraum, also für Dauerbetrieb mit einem Programm, demnach weder Senderspeicher wie wir sie kennen noch eine Fernbedienung. Die professionellen Anforderungen (man muß die Kiste nur mal rumdrehen und von hinten betrachten...) führen aber zu einem noch höheren Preis.

Ich halte das für übertrieben. Selbst die alte dBox 1 als Radioreceiver fährt jeden UKW-Tuner an die Wand: bei 320 kBit/s (ARD-Datenrate der Stereoprogramme) und bekannt digitaler Rauschfreiheit gibt es wenig zu meckern - höchstens über die miese Einspeisequalität der ARD-Wellen. Außer den Kulturwellen gibt es kaum noch welche, die sich klanglich vom verzerrten, komprimierten UKW-Brei abheben. Der RBB hat sich im August von HiFi verabschiedet und mutet uns seitdem das UKW-aufbereitete Signal zu.
Wilke
Inventar
#5 erstellt: 23. Okt 2011, 20:48
Nochmal herzlichen Dank radiowaves.


Der computerspezialist bin ich leider auch nicht, habe mal versucht
Stunde lang eine cd zu Rippen, ohne Erfolg.
Warum ich das sage: alternativ zum Recorder könnte ich mir ja auch ein Laptop kaufen, Aldi hat gerade so eins im Angebot, mit tv Karte
Für dvbt. Dann habe ich mir heute noch die Audio Video Foto Zeitschrift
Gekauft. Da war auch ein Test über LCD Fernseher enthalten, beim Panasonic kann man keine Festplatten dranhaengen, aber wohl beim sony.man kann dann aber nur bei diesem Sony gerät die Aufnahme abspielen.
Es war auch ein Test über Blue Ray playermit Kabelempfänger drin.
Es gibt wohl den lg bdc 590! Hier kann man wohl auch normale Festplatten Rangstufen. Mir nicht nicht so klar, wo meine Reise hingeht.
Private Sender interessieren mich nicht so, mir reichen die öffentlichen.
Reicht da DVB c.? Was ist noch mal DVB plus.
Liebe gruesse wilke
Radiowaves
Inventar
#6 erstellt: 23. Okt 2011, 21:36

Wilke schrieb:
habe mal versucht Stunde lang eine cd zu Rippen, ohne Erfolg.

Auch da hätte das Forum sicher helfen können, hier gibt es auch eine Computer-Ecke.


Wilke schrieb:
alternativ zum Recorder könnte ich mir ja auch ein Laptop kaufen, Aldi hat gerade so eins im Angebot, mit tv Karte Für dvbt.

Da hättest Du aber nichts davon am Kabelanschluß, da wärst Du auf die regional über Antenne (nicht Schüssel!) empfangbaren Fernsehsender angewiesen. Radio ist da nie dabei, außer in Berlin ein paar wertlose Programme.


Wilke schrieb:
Da war auch ein Test über LCD Fernseher enthalten, beim Panasonic kann man keine Festplatten dranhaengen, aber wohl beim sony.man kann dann aber nur bei diesem Sony gerät die Aufnahme abspielen.

Es ist also alles noch so schön besch..., wie es vor einem Jahr war. Da bleibt Dir nichts anderes übrig, als Dich durch die üblichen Firmen zu hangeln (von Samsung über Panasonic, Sony, Sharp, LG, TechniSat, ...), zu schauen, ob es da was passendes mit Aufnahmemöglichkeit und vor allem verwertbaren Aufnahmen gibt. Auch da kann das Forum im TV-Teil sicher helfen.


Wilke schrieb:
Es gibt wohl den lg bdc 590! Hier kann man wohl auch normale Festplatten Rangstufen.

Das Ding kann offenbar wirklich eine Menge, aber ich lade mir jetzt nicht das Handbuch herunter (habe hier nur ein Modem). Die Seite bei LG taugt zur Inf gar nichts. Da kann ich nichtmal erkennen, ob man mit der Kiste aufnehmen kann. Den Symbolen nach hat er digitalen Kabelempfang und CI+, wäre also für alle Schandtaten bereit - zumindest zum Ansehen. Aufnahme müßte man klären.


Wilke schrieb:
Private Sender interessieren mich nicht so, mir reichen die öffentlichen.
Reicht da DVB c.?

Natürlich "reicht" das - da ist sehr viel Privatmüll drin, aber auch die öffentlich-rechtlichen. Für die brauchst Du nichtmal eine Entschlüsselungstechnik, sie sind frei empfangbar mit jedem DVB-C-Tuner. Da kann nix schiefgehen.


Wilke schrieb:
Was ist noch mal DVB plus.

CI+. Das ist die "+"-Variante des "Common Interface", der standardisierten Schnittstelle zum Einstecken von Entschlüsselungsmodulen aller Art. Es gibt nicht nur ein System zur Verschlüsselung von PayTV, sondern viele: NDS VideoGuard, Nagravision, Conax, Viaccess, ... statt für alle separate Receiver anzubieten (Verwirrung...) oder alle Systeme in die Receiver einzubauen (Kosten) hat man eine gemeinsame Schnittstelle spezifiziert, in die man beliebige Entschlüsselungstechnik reinstecken kann. Die "+"-Variante ist für den Kunden ein Minus. Sie beinhaltet die Möglichkeit zur Gängelung durch die in meinem vorigen Posting beschriebenen Sperren. Kann Dir aber egal sein, wenn Du nur die öffentlich-rechtlichen nutzen willst. Die machen das nicht, die hast Du ja schon per GEZ bezahlt.
Wilke
Inventar
#7 erstellt: 24. Okt 2011, 09:30
Nochmals danke, radiowaves!

Nun ist auch mein unitymedia Receiver angekommen, diese ist sogar kostenlos und hat eine Karte eingebaut. Der Fachhandel sagte mir, ich könnte noch ein alphascriptmodul kaufen, dann
bräuchte ich nicht 2 Fernbedienungen.

Ich habe noch einen NaD radio receiver (also Verstärker mit tuner), darüber sind ja dann wohl auch die Programme empfangbar. (Hoffentlich hat der NAD receiver einen Kabelanschluss). Eventuell kaufe ich mir noch ein Cassettendeck und nehme damit die Radiosendungen auf. Leere
Cassetten gibt es ja noch, auch wenn diese nur 90 Minuten Laufzeit haben. Kann man einen einfache Schaltuhr aus dem Baumarkt dranschalten? Oder ich kaufe mir diesen Lg BD blue ray player ... mal sehen, heute ist alles irgendwie besser aber auch komplizierter. PS: Wie nimmst Du denn RAdiosendungen auf? gruß wilke
Radiowaves
Inventar
#8 erstellt: 24. Okt 2011, 18:48
Das Modul heißt Alphacrypt und das steckt man in den CI-Slot eines Fernsehers, so der einen digitalen Kabeltuner (DVB-C oder DVB-C HD) hat. Dann kannst Du alle Programme digital sehen, nicht nur die öffentlich-rechtlichen, die gehen ohne das Modul, sondern auch die von Unitymedia verschlüsselten Privaten. Soweit ich mich erinnere, ist die Lösung mit dem AC-Modul nicht ganz "offiziell", aber auch nicht illegal. Du mußt dabei einiges beachten, unter anderem die Version des Moduls (es gibt AC light und AC classic) sowie die darauf laufende Firmware (also die Version des "Betriebssystems" im Modul). Soweit mir bekannt, braucht Du ein Alphacrypt Classic und eine Karte UM01 oder UM02. Unterstützung von Unitymedia bekommst Du dafür keine, denn die gibt es nur, wenn Du die Karte im UM-Receiver betreibst, in dem sie jetzt offenbar steckt.

Nun bietet UM laut Webseite auch ein CI+ Modul an, das gehört in aktuelle Fernseher mit CI+ Slot. Das wäre dann offenbar eine offiziell unterstützte Lösung. Ob sie Vorteile bietet (ich weiß nicht, ob die HD-Programme mit dem Alphacrypt gehen) oder Nachteile hat (Restriktionen bei der Aufnahme), weiß ich nicht. Bitte sowas mal hier erkunden, es sollten alle Antorten schon zu finden sein.

Der NAD-Receiver sollte doch definitiv einen Antennenanschluß haben. Damit wäre dann immerhin UKW verfügbar, in hoffentlich reicher Programmauswahl und in zumindest "empfangstechnisch" ordentlicher Qualität. Der NAD kann kein Digitalradio empfangen, Du mußt mit dem UKW-Angebot vorlieb nehmen. Digitalradio bekommst Du jetzt schon mit der UM-Box, einfach mal zu den Radiokanälen durchfummeln. Schließ das Teil tontechnisch wie einen CD-Player an die Stereoanlage an (CD, Aux, Tuner, Tape, aber nicht Phono) und überzeuge Dich von der perfekten Qualität (abgesehen von Unzulänglichkeiten, die die ARD schon verzapft).

Und wage es nicht, mit Kassetten anzufangen.
Da sist wirklich vorbei. Nimm einen aufnahmefähigen DVB-C-Receiver (PVR ready), steck nen USB-Stick von 8 GByte rein und Du kannst die ARD-Radios aufnehmen. Stereoprogramme haben etwa 160 MByte pro Stunde brutto, 8 GByte reichen also für etwa 48 Stunden Aufnahme. Die Kulturwellen, die noch eine Dolby-Raumklang-Spur mit sich herumschleppen, kommen auf etwa 355 MByte pro Stunde, 8 GByte reichen also für 22 Stunden Aufnahme. Die Aufnahmen sind dabei makellos verlustfrei und jeder Kassettenaufnahme haushoch überlegen. Sie lassen sich direkt wieder auf dem Receiver spielen, oder man extrahiert sie (wenn das Format unterstützt wird) und konvertiert sie für CD in Wave oder fürs Auto in MP3. Auch das geht komplett mit Freeware.

Genau so nehme ich dann auch auf: USB-Stick rein, Aufnahme programmieren, später Stick rausziehen und auf PC kopieren, auspacken, fertig. Nix da Schaltuhr.
Wilke
Inventar
#9 erstellt: 24. Okt 2011, 22:14
Nochmals herzlichen dank, radiowaves, für die ausführlichen
Erklärungen!

Nun bin ich geschockt, dass mein nad Receiver nicht zu gebrauchen ist,!
Wenn ich ihn mit dem Kabel der kabelbuchse von um verbinde, höre ich nur UKW? Ist da die Übertragungsrate viel schlechter als didital?
Also muss ich entweder mit dem Fernseher Radio hören oder mir
Einen kabelreceiver kaufen?

Wenn ich mir einen kabelreceiver kaufe, brauche ich da noch eine extra Karte für den Receiver?
Was spricht gegen einen DVD Recorder für Kabel?
Wahrscheinlich dass ich das aufgenommene nicht am Computer bearbeiten kann?

Gruß wilke
Radiowaves
Inventar
#10 erstellt: 24. Okt 2011, 23:09
Ein UKW-Empfänger empfängt halt nur UKW... wie sollte er, ohne die Fähigkeit, statt FM QAM zu demodulieren und statt analoger Signalführung digitale Signale zu extrahieren und ins analoge zu wandeln, denn Digitalradio empfangen können?

Keine Angst, Du solltest auf UKW am Kabel um die 30 Programme bekommen, nicht 3 oder 5. Die alten belegungen von 2008 findest Du auf den Unterseiten unten hier.

Und wenn das Kabelnetz in Ordnung ist und die Pegel stimmen, ist das so rauscharm, daß man es bei Popmusik faktisch nie und bei Kulturwellen nur schwer von Digitalradio via DVB unterscheiden kann. Ich hatte in Berlin mal 2 Wochen Kabel Deutschland freigeschaltet als "Appetizer" und konnte da Kabel-UKW gegen meinen digitalen Satellitenempfang vergleichen. Das war selbst beim DLF und bei D-Kultur, wo es viele leise Stellen gibt, vom Rauschen her kaum auseinanderzuhalten.

Das UKW-Signal hat natürlich Limitierungen, die es digital nicht gibt. Kanaltrennung und Klirrfaktor sind theoretisch bei DVB wesentlich besser, aber das sind akademische Diskussionen. Meist limitieren die Programmveranstalter (zumindest bei allen nicht-Kulturwellen) so heftig das mögliche, daß sich jede Diskussion über UKW vs. DVB erübrigt.

Die ARD-Radios laufen digital mit 320 kBit/s, das reicht für einen sehr sauberen Klang ohne auffällige Artefakte der MPEG-Datenreduktion. Damit fällt ein potentieller Kritikpunkt bei DVB ("MPEG-Artefakte", also zischelnder, scheppernder, muffeliger Matschesound) weg. Es bleiben somit die Vorteile, die digital gegenüber analog hat: Frequenzgang theoretisch bis knapp 24 kHz möglich statt bis 15...16 kHz bei UKW (real sind leider die meisten ARD-Wellen digital auch auf 15 kHz limitiert), besserer Rauschabstand (90 dB statt maximal vielleicht 70 - 75 dB auf UKW, bei Popwellen völlig unerheblich), bessere Kanaltrennung (theoretisch auch bis 90 dB digital statt vielleicht 30...45 dB auf UKW, ist aber auch weitgehend akademisch), weniger Verzerrungen.

Ein schlechter Kabelanschluß macht auf UKW aber keine Freude, ebensowenig ein nicht "kabelfester" UKW-Tuner, der sich an den vielen starken Sendern im Kabel "verschluckt" und dann deutlich zischelt und rauscht. Manchmal hilft dann ein Dämpfungsglied im Antennekabel. Du wirst es ausprobieren müssen.

Du hast doch schon einen Kabelreceiver von UM, der kann auch Radio. Shcließe ihn mit den roten/weißen Cinch-Buchsen an den NAD an wie einen CD-Player. Dann kannst Du auch gleiche Programme vergleichen UKW gegen DVB, aber beachte, daß das nur bei gleichem Audiopegel und bei gleicher Signalgrundlage im Funkhaus sinnvoll ist. Manche Programme verlassen das Funkhaus auf getrennten Wegen für UKW (auf 15 kHz begrenzt, Dynamik eingeschränkt, Höhen dynamisch limitiert, um die für UKW geltenden Grenzwerte der Modulation nicht zu überschreiten) und für DVB (voller Frequenzgang, volle Dynamik. Leider machen da simmer weniger ARD-Anstalten so.

Ein weiterer Kabelreceiver (z.B. als Zweitradio) bräuchte eine zweite Karte, wenn Du damit auch die verschlüsselten Privat-TV-Sender nutzen willst. Alle öffentlich-rechtlichen Programme (Radio und TV) sind frei und ohne Karte zu empfangen.

DVD-Recorder gibt es seit Jahren spottbillig, die haben alle nur einen analoge Kabeltuner für analoge TV-Programme. So etwas digital auf Festplatte oder DVD aufzuzeichnen, ist Schwachsinn. Wenn Du ein Modell kaufst, das einen DVB-C-Tuner hat, gilt dies nicht. Wenn die Kiste dazu noch in der Lage ist, ein Entschlüsselungsmodul aufzunehmen, könntest Du es auch für die Privatsender nutzen.

Die Weiterverarbeitung am PC fällt damit weg bzw. ist erschwert. Wie solche DVD-Recorder mit Digitaltuner Radioprogramme speichern (auf DVD?), weiß ich nicht, ich kenne nur den Weg, die MP2-Daten aus Digitalreceivern rauszuholen und nach Belieben in CD oder MP3 zu wandeln. Das ist einfach und kostet bei vorhandenem PC nichts.
Wilke
Inventar
#11 erstellt: 25. Okt 2011, 09:08
Nochmals Danke Radiowave,
ich werfe eben manchmal digital, Analog und Kabelanschluss durcheinander.

Also ich möchte gar keine Privatsender im TV schauen.
Mir reichen die öffentlich-rechtlichen. Den UM-digitalrecorder
mit eingebauter Karte brauche ich doch nur, um ARD, ZdF und
arte in Hd - Qualität zu sehen, oder?
Auch jetzt reicht mir schon das analoge Kabelbild, ich habe den Receiver noch nicht zwischengeschaltet.

Habe ich es richtig verstanden, dass ich an den Receiver sowohl einen möglichen LCD Fernseher als auch- über einen
noch neu zu kaufenden 2ten Receiver - das Radio hören kann?

Gruß Wilke
Radiowaves
Inventar
#12 erstellt: 27. Okt 2011, 21:26
So, jetzt bin ich wieder da, wo keine Firewall das Posten im Forum versperrt.

Du wirst, wenn Du den Kabelanschluß erst einmal länger benutzt hast, die einzelnen Dinge dort unterscheiden können.

Kabelanschluß bietet Dir:

UKW-Radio zwischen 87.5 und 108 MHz anstelle der Dachantenne oder der Drahtantenne (Wurfantenne) bei Anschluß an einen UKW-Tuner oder UKW-Receiver. So bekommst Du alle Sender in hoffentlich hoher Empfangsqualität und normalerweise mehr Programme, als über Dachantenne gingen, weil der Kabelnetzbetreiber weitere Sender z.B. digital über Satellit empfängt und dann mit "mini-UKW-Sendern" ins Kabelnetz hinzufügt. UKW ist und bleibt aber analog.


Analoges Fernsehen, wie man es ganz früher über die Dachantenne bekam. Zu empfangen mit jedem Fernseher oder Videorecorder oder DVD-Recorder. Die Qualität ist dabei so, wie Du das von früher kennst, auf Röhrenfernsehern sieht das meist gut aus. Du bist deshalb auch jetzt zufrieden. Sobald Du einen beliebigen (!) Flachbildfernseher benutzt (der natürlich auch analoges Kabelfernsehen empfangen kann, denn alle Flachbildfernseher haben einen analogen Kabeltuner an Bord), wirst Du eine grauenvolle Bildqualität feststellen: einfarbige Flächen "leben" regelrecht, es wimmelt da von kleinen Punkten, die wie Wasserflöhe herumhopsen. Das Bild ist flau und unscharf und hat manchmal Störungen. Das wird umso auffälliger, je größer der Fernseher ist. Du solltest niemals analoges Kabelfernsehen mit einem Flachbildfernseher schauen! Du wirst das merken, sobald der Flachfernseher angekommen ist...

Das analoge Fernsehen wird Stück für Stück zurückgefahren, es wird in den kommenden Jahren immer weniger analoge Programme im Kabel geben - weil es kaum noch Empfänger (Röhrenglotzen, VHS-Recorder) gibt, auf denen dieser Empfangsweg zu ordentlichem Bild führt, und weil die Kabelnetzbetreiber lieber statt eines analogen Programms ein ganzes Digitalpaket mit mehreren Programmen aufschalten. Manche kleineren Netzbetreiber haben schon angekündigt, Ende April 2012 komplett bis auf wenige Programme "Grundversorgung" (es dürfte auf das Erste, ZDF, das regional richtige Dritte sowie RTL, Sat.1 und Pro7 hinauslaufen) die analoge Einspeisung zu beenden. Ansonsten müßten sie für eine Übergangszeit massiv investieren in Umsetzer Digitalfernsehen auf Analogfernsehen. Unitymedia wird aber sicherlich mindestens 20 Programme analog anbieten, das nehme ich bei der Größe dieses Unternehmens doch stark an. Wie lange das laufen wird (2015?), weiß ich allerdings nicht.


Digitales Fernsehen, zu empfangen mit einem DVB-C-Empfänger. Den hat Dir Unitymedia schon geschickt, Du kannst ihn an den Röghrenfernseher anschließen, bekommst dabei deutlich mehr Programme, aber vermutlich kaum einen sichtbaren Vorteil in der Bildqualität. Dafür hast Du dann auch auf dem Röhrenfernseher Eins Extra, Eins Festival, Eins Plus, ZDF neo, ZDF info, ZDF kultur, alle Dritten (und nicht nur die regional analog eingespeisten) und vielleicht noch eine Handvoll Privatsender mehr als analog, die Dich alle nicht interessieren.

Auf einem Flachbildfernseher kommt das Bild mit der angeschlossenen Digitalbox dann aber wesentlich besser als über den eingebauten analogen Tuner, viel schärfer, ruhiger, brillanter. Das gilt nicht für jede Anschlußvariante gleichermaßen. Es gibt den digitalen Anschluß ("HDMI" steht an der Buchse des Receivers, hat die UM-Kiste so etwas?), der oft, aber nicht immer das Optimum darstellt. Dann kann man auch analog über unterschiedliche Kabel (Scart oder einzelne Kabel mit Cinch-Stecker) verbinden, entscheidend ist dabei aber die Signalart, es gibt unterschiedliche Videoausgänge. Man kann sie alle durchprobieren. Scart bietet bei voller Beschaltung das qualitativ niedrige Composite-Signal (entsprechend der gelben Cinchbuchse), das alle Videoinformationen über eine Strippe überträgt, das RGB-Signal und das S-Video-Signal. Auf separaten Cinch-Buchsen kann man eventuell auch das hochwertige YPbPr-Signal abgreifen und in den Fernseher führen, das ist häufig durchaus der HDMI-Verbindung ebenbürtig, manchmal sogar besser. Nur dieses und HDMI erlauben die Übertragung von HDTV.

Das kann Dir alles egal sein, wenn Dein neuer Flachfernseher einen eigenen eingebauten digitalen Kabeltuner (DVB-C HD) besitzt, was heute meist der Fall ist und sehr zu empfehlen ist. Dann ist intern ja alles auf der Platine verbunden.


Du kannst über den UM-Receiver via Anschluß an einen Fernseher die ganzen Digitalprogramme sehen, auch wenn der Fernseher keinen eigenen eingebauten Digitalempfänger hat. Deshalb schaltest Du ja die UM-Box davor, genau wie einen DVD-Player oder einen abspielenden Videorecorder.

Wenn der (moderne) Fernseher einen eigenen eingebauten Digitalempfänger für Kabel (DVB-C) hat, brauchst Du die UM-Box nicht. Dann geht alles mit dem Fernseher und mit dessen Fernbedienung.

Für den digitalen Radioempfang mußt Du nicht hinter die UM-Box einen weiteren Receiver schalten. Die UM-Box ist bereits der richtige Empfänger. Die Tonausgänge (rote/weiße Buchse) müssen wie ein CD-Player an die Stereoanlage angeschlossen werden, dann kannst Du mit der Fernbedienung der Box in den Radiomodus gehen (nur sinnvoll, wenn Du das Menü auf dem dafür anzuschließenden Fernseher siehst) und die Radioprogramme auswählen.
Wilke
Inventar
#13 erstellt: 31. Okt 2011, 10:53
Danke Radiowaves.
Der digitale Receiver ist nur da, um das digitale zu empfangen? Das heißt ich brauche ihn unbedingt.
Jetzt habe ich von UM noch eine smart card erhalten. Dort steht drauf: für Ihr Programmabo oder für das Runterladen von Kinofilmen. D.h. ich brauche nur die smart card (d.h. m.E. -
wenn ich Dich richtig verstanden habe- nur,wenn ich die
privaten in HD-Qualität sehen möchte?

Wenn ich wie bei mir - nur die öffentlich rechtlichen-sehen
möchte in HD-Qualität, brauche ich sie gar nicht, richtig?

Der UM receiver hat übrigens kein Hdmi, nur scart anschluss.
wäre ein Receiver mit hdmi nicht besser?

gruß Wilke

PS: wenn Du mal nach Düsseldorf kommst, bist Du in der Altstadt von mir auf jeden Fall für das eine oder andere "Altbier" eingeladen. gruß Wilke
Wilke
Inventar
#14 erstellt: 31. Okt 2011, 11:27
Hallo radiwaves,

jetzt habe ich doch mal UM finanziell unterstütz, da mich
die Hotline - inclusive Warteschleife - 2,35 Euro gekostet hat.

Die freundliche Dame, Frau Golinski, hat mir folgendes gesagt:
Um digital zu schauen, benötige ich den Receiver inclusive
smart card! Ich habe wohl über die Hausgemeinschaft ein
basic - Paket und kann jetzt 72 Programme digital empfangen!
Da ich dieses basic paket über die Hausgemeinschaft habe,
wurde mir auch der "einfache" Receiver k o s t en l o s zur Verfügung gestellt.
Den brauche ich aber nicht, wenn ich mir einen Digitalfernsehr kaufe. Dann muß ich mir nur ein alphascriptmodul kaufen, damit der Fernseher die digitalen Programme von UM empfangen kann. Aber jetzt kommts: Wenn ich mir einen anderen digitalen Receiver (z.b. von Technisat) oder digitalen DVD Recorder kaufe, dann muss ich noch ein smart card kaufen! Und die kostet mich 4 Euro Miete jeden
Monat. Bei meinem Fernsehkonsum lohnt sich das wohl nicht. Ich höre eh mehr Radio. Um jetzt z.B. Bayern - klassik zu hören, brauche ich einerseits die smart card mit neuem digitalem Fernseher, aber aufnehmen kann ich die Programme nicht kostenlos. Da mu´ß ich mir dann wieder einen neuen digitalen Receiver kaufen bzw. DVD recorder und eine neue smart card , die dann im Monat 5 Euro kostet. gruß Wilke
Radiowaves
Inventar
#15 erstellt: 31. Okt 2011, 19:58
Moinmoin,


Wilke schrieb:
Der digitale Receiver ist nur da, um das digitale zu empfangen? Das heißt ich brauche ihn unbedingt.

Du brauchst ihn nicht, solange Du ausschließlich die analog (konventionell) angebotenen TV-Programme und das UKW-Radio empfangen willst. Für das UKW-Radio nutzt Du einen UKW-Empfänger mit Antennenbuchse, z.B. einen UKW-Tuner oder Receiver. Das Empfangsteil für analoges Fernsehen steckt in jedem Fernseher drin - auch in Deinem alten Röhrenfernseher, auch im Videorecorder, auch in den alten DVD-Recrdern. Deshalb geht das alles ohne den UM-Receiver.

Es geht nicht mehr ohne einen DVB-C-Receiver (z.B. die UM-Kiste), wenn das analoge Programmangebot im TV einst ausgedünnt werden sollte (was irgendwann definitiv passieren wird). Dann ist der digitale Empfangsweg der Weg, der bleibt. Die UM-Kiste kann das und sie wird wie ein DVD-Player oder Videorecorder über Scart an den Fernseher angeschlossen, wenn dieser nicht selbst einen eingebauten digitalen Empfänger mitbringt.

Es geht nicht ohne DVB-C-Receiver, wenn Du die Zusatzprogramme nutzen möchtest: sowas wie ZDF kultur oder ZDF neo oder Eins Festival. Alles öffentlich-rechtlich und nur digital zu haben.

Es geht nicht ohne DVB-C-Receiver, wenn Du HDTV sehen willst, also auf Das Erste, ZDF und arte eine deutlich gesteigerte Bildqualität. Das wird aber erst mit dem Kauf eines Flachbildfernsehers akut und der sollte einen eingebauten DVB-C-Empfänger haben, so daß die UM-Kiste nicht vorgeschaltet werden muß. Die kann offenbar gar kein HDTV, sonst hätte sie doch hoffentlich einen HDMI-Ausgang...

Es geht nicht ohne DVB-C-Receiver, wenn Du statt UKW das erweiterte Radioangebot rauschfrei digital hören möchtest. Auch das macht dieser receiver - dazu wird er als Tonquelle wie ein CD-Player oder Tapedeck an den Stereoverstärker angeschlossen.

Und Du willst, sobald Du einen Flachbildfernseher besitzt, garantiert kein analoges TV mehr sehen, weil es einfach gruselig auf Flachfernseher aussieht. Auch dann ist der Digitalempfänger dran, er ersetzt den analogen Empfang. Natürlich kannst Du solange Analog-TV im Kabel drin ist, auch auf Flachbildfernsehern analog schauen, es sieht halt nur grausam aus.


Wilke schrieb:
Jetzt habe ich von UM noch eine smart card erhalten. Dort steht drauf: für Ihr Programmabo oder für das Runterladen von Kinofilmen. D.h. ich brauche nur die smart card (d.h. m.E. - wenn ich Dich richtig verstanden habe- nur,wenn ich die privaten in HD-Qualität sehen möchte?

Bei Unitymedia brauchst Du die Karte für jegliche Privatsender in digitaler Qualität, auch nicht HD, sondern konventionell. Digital ist bei denen alles Private verschlüsselt, auch RTL und Sat 1 und Pro 7 und so. Die Karte im passenden Modul im passenden Receiver macht das "auf". Für die Privaten in HD gilt das natürlich auch. Aber selbst das aus dem analogen bekannte, also freies RTL, geht da nicht. Andere Netzbetreiber haben die konventionellen Privaten in Standardauflösung offen, da braucht man weder Karte noch Modul, da reicht ein beliebiger digitaler Kabelreceiver.


Wilke schrieb:
Wenn ich wie bei mir - nur die öffentlich rechtlichen-sehen möchte in HD-Qualität, brauche ich sie gar nicht, richtig?

Richtig. Alle öffentlich-rechtlichen sind in allen Kabelnetzen frei und unverschlüsselt. Die ARD verbietet Manipulationen an ihren Paketen, insbesondere natürlich Verschlüsselung. Sie zahlen dafür auch durchaus heftig - da geht ein Teil Deiner ohnehin entrichteten GEZ rein.


Wilke schrieb:
Der UM receiver hat übrigens kein Hdmi, nur scart anschluss. wäre ein Receiver mit hdmi nicht besser?

Oh je, die verticken immer noch Technikschrott. Scart ist denkbar ungünstig, wenn man HDTV schauen will - der UM-Receiver kann das möglicherweise nicht mal, müßte man nachschauen. Ob Scart überhaupt theoretisch das Komponentensignal übertragen kann (bzw. jeder angeschlossene Fernseher damit umzugehen weiß, mit dem HDTV über eine analoge Kabelverbindung möglich wäre, weiß ich nicht. Mit HDMI ist man auf der sicheren Seite. Achte einfach beim TV-Kauf auf einen eingebauten DVB-C-HD-Tuner und alles, was Du für die öffentlich-rechtlichen brauchst, ist drin und Du brauchst gar kein Kabel mehr und nur eine Fernbedienung.

Die UM-Kiste kannst Du dann mal über Scart anschließen, nur des Menüs wegen, dann programmierst Du Dir eine Radioliste, klemmst die Kiste ab und nutzt sie separat als Digitalradio. Oder hat sie nichtmal eine Ziffernanzeige des Programmplatzes?


Wilke schrieb:
PS: wenn Du mal nach Düsseldorf kommst, bist Du in der Altstadt von mir auf jeden Fall für das eine oder andere "Altbier" eingeladen.

Lieben Dank! Ich trinke zwar gar keinen Alkohol, aber da fände sich auch eine Apfelschorle. Nur: soweit westlich komme ich voraussichtlich nicht so bald.


Wilke schrieb:
Um digital zu schauen, benötige ich den Receiver inclusive smart card!

Das ist richtig, solange Du keinen anderen DVB-C-Empfänger hast, also entweder eine Kiste, die das gleiche kann wie der UM-Receiver oder einen Fernseher, in den diese Funktionen direkt eingebaut sind. Pauschal ist die antwort damit also nicht richtig, denn wenn Du einen anderen Empfänger für DVB-C hast, brauchst Du die UM-Kiste natürlich nicht.


Wilke schrieb:
Ich habe wohl über die Hausgemeinschaft ein
basic - Paket und kann jetzt 72 Programme digital empfangen!
Da ich dieses basic paket über die Hausgemeinschaft habe,
wurde mir auch der "einfache" Receiver k o s t en l o s zur Verfügung gestellt.

Das sind alle öffentlich-rechtlichen (die gehen auch ohne "Paket", einfach mit jedem DVB-C-Receiver) und ein Zoo an verschlüsselten Privatsendern, die im Rahmen dieses "Pakets" mit einem passenden Entschlüsselungsmodul dank Anwesenheit der Karte entschlüsselt werden können. Dazu gehören z.B. RTL, Sat1, Pro7, RTL2, Super RTL, Vox, N-TV, N24 und eine Menge Programme, die man so als "normaler Mensch" nie zuvor gesehen hat.


Wilke schrieb:
Den brauche ich aber nicht, wenn ich mir einen Digitalfernsehr kaufe. Dann muß ich mir nur ein alphascriptmodul kaufen, damit der Fernseher die digitalen Programme von UM empfangen kann.

Das betrifft wie gesagt nur die Privaten, die Dich sowieso nicht interessieren. Für die brauchst Du das Aplhacryptmodul. Die öffentlich-rechtlichen gehen ohne Karte und ohne Modul.


Wilke schrieb:
Aber jetzt kommts: Wenn ich mir einen anderen digitalen Receiver (z.b. von Technisat) oder digitalen DVD Recorder kaufe, dann muss ich noch ein smart card kaufen! Und die kostet mich 4 Euro Miete jeden
Monat.

Langsam geht das in die Innereien von Unitymedia, da kenne ich mich nicht mehr aus. Ich bin Kabelanschluß-frei und habe eine Satschüssel. Frag mal bitte im passenden Unterfroum nach, da sitzen Experten für Unitymedia. ich gehe davon aus, daß Du irgendwie nur ein Alphacryptmodul brauchst und die vorhandene Smartcard drin läuft, ich kann mich aber auch irren. Ist aber wie gesagt nur relevant, wenn Du Privatsender nutzen willst.


Wilke schrieb:
Ich höre eh mehr Radio. Um jetzt z.B. Bayern - klassik zu hören, brauche ich einerseits die smart card mit neuem digitalem Fernseher, aber aufnehmen kann ich die Programme nicht kostenlos.

Hilfe, nein!

BR-Klassik digital ist genau wie die öffentlich-rechtlichen Fernsehsender und alle anderen öffentlich-rechtlichen Radiosender digital frei. Da geht jeder digitale Kabelreceiver, auch die steinalte dBox 1 von 1999. Habe ich selbst im Frankfurter Nordend mal jemandem am UM-Netz vorgeführt. Du brauchst keine Karte, Du brauchst nur einen aufnahmefähigen DVB-C-Receiver. Der nimmt dann z.B. auch Fernsehen auf USB-Festplatte auf, völlig problemlos, solange es öffentlich-rechtlich ist. Willst Du die privaten nutzen, ist das passende Modul mit de rpassenden Karte fällig. Eine Karte hast Du schon - frag nebenan nach, was dann wie zu tun ist.

Digitalradio ist genial, Du hast so Zugriff auf alle Kulturwellen (auch Nordwestradio, NDR Kultur, RBB Kulturradio, MDR Figaro, MDR Klassik, SWR 2, SR2, WDR 3, hr2) und DLF / D-Radio Kultur in rauschfreier Qualität. Bei manchen Kulturwellen läuft sogar ein Dolby-5.1-Raumklang-Stream mit. Den im Stereo-Downmix zu hören, kann klanglich teils besser sein als die Stereovariante. BR-Klassik hat in Stereo z.B. das Signal drauf, das auch für die UKW-Sender zur Modulation verwendet wird, denn davon werden beim BR einige direkt von Satellit gespeist, zu dessen Signal das digitale Kabelsignal identisch ist. Und das UKW-Signal geht nur bis knapp 17 kHz und hat deutliche Kompression und Limitierung, während das 5.1-Signal bis über 20 kHz geht und ohne Dynamikeinschränkung auskommt. Man bekommt da also mehr Klangqualität - auch in Stereo.


Wilke schrieb:
Da mu´ß ich mir dann wieder einen neuen digitalen Receiver kaufen bzw. DVD recorder und eine neue smart card , die dann im Monat 5 Euro kostet.

Du mußt Dir einen anderen digitalen Receiver kaufen, weil die billige UM-Schrottkiste nicht aufnehmen kann. Und der neue Receiver braucht keine Karte, solange es nur öffentlich-rechtlich ist.


[Beitrag von Radiowaves am 31. Okt 2011, 20:09 bearbeitet]
Wilke
Inventar
#16 erstellt: 03. Nov 2011, 10:19
Nochmal herzlichen Dank für die Erläuterungen!

Jetzt noch zwei Fragen, dann dürfte alles klar sein.
Mit dem neuen eingebauten Digitalreceiver im zu kaufenden Panasonicfernseher kann ich also alle öffentliche-rechlichen
Fernsehsender sehen (sehe ich diese auch in HD-Qualität - wenn diese so ausgestrahlt werden - oder brauche ich dafür
die smart card.?

Kann mein normaler NAD-receiver - wenn ich den digitalen Receiver dazwischen schalte, die digitalen öffentlich -rechlichen Programme aufnehmen? - Wenn ich Dich richtig verstanden habe: ja.

Wenn ich den digitalen Receiver nicht zwischen NaD Receiver und Kabelbuchse dazwischen schalte, dann kann ich aber die analogen Programme hören, richtig?
Kann ich, wenn ich den digitalen Receiver dazwischenschalte
(zwischen UKW NAD receiver = analog), mit einem Cassettengerät
mir z.b. BR - Klassik, das ja digital eingespeist wird, aufnehmen? gruß Wilke
PS: auch wenn Du nicht nach Düsseldorf kommst - vielleicht komme ich mal Richtung Osten (Berlin?), dann bis Du zu dem
einen oder anderen nichtalkoholischen Getränk eingeladen

Den vorletzten Beitrag könnte die Moderation eigentlich mal als Grundsatzinformation speichern.:
Radiowaves
Inventar
#17 erstellt: 04. Nov 2011, 23:25
Soo, nochmal die hoffentlich letzten Unklarheiten...


Wilke schrieb:
Mit dem neuen eingebauten Digitalreceiver im zu kaufenden Panasonicfernseher kann ich also alle öffentliche-rechlichen Fernsehsender sehen

Ja. Alle digital ausgestrahlten öffentlich-rechtlichen Fernsehsender, die im Kabel drin sind, sind frei und damit mit jedem DVB-C-Receiver zu empfangen. Das sind alle Dritten (also 3 mal MDR, 4 mal NDR, 2 mal BR, 2 mal SWR, hr, ... nur beim WDR weiß ich nicht, ob und wie da alle Regionalzeiten richtig drin sind oder nur das Kölner Hauptprogramm), Das Erste, ZDF, die Zusatzprogramme von ARD (Eins Extra, Eins Festival, Eins Plus), die Zusatzprogramme vom ZDF (ZDF neo, kultur, info), arte, 3sat, Phoenix, BR alpha, KiKa. Hab ich was vergessen?


Wilke schrieb:
(sehe ich diese auch in HD-Qualität - wenn diese so ausgestrahlt werden - oder brauche ich dafür
die smart card.?

Nein, ohne Smartcard. Das Erste HD, ZDF HD und wohl auch arte HD sind drin und ebenfalls frei, so der Empfänger HD-tauglich ist. Das sind die Empfänger, die heute in Fernseher eingebaut werden. auch alle öffentlich-rechtlichen Radiosender sind frei und ohne Karte zu empfangen.

Die SmartCard brauchst Du für die Privaten, egal ob HD oder nicht, also RTL, Sat1, Pro7, ntv, ... das ist bei Unitymedia so.


Wilke schrieb:
Kann mein normaler NAD-receiver - wenn ich den digitalen Receiver dazwischen schalte, die digitalen öffentlich -rechlichen Programme aufnehmen? - Wenn ich Dich richtig verstanden habe: ja.

Nein.
Gegenfrage: kann Dein "normaler NAD-Receiver", wenn Du den CD-Player davorhängst, von CD aufnehmen? Nein, kann er nicht - er ist doch kein Recorder. Ein digitaler Receiver ist tonmäßig genau so etwas wie ein CD-Player: da kommt Stereo auf roter und weißer Cinch-Buchse raus. Wenn der Digitalreceiver selbst nicht aufnehmen kann, kannst Du nur aufnehmen, wenn Du an den NAD einen Recorder anschließt - wie früher.


Wilke schrieb:
Wenn ich den digitalen Receiver nicht zwischen NaD Receiver und Kabelbuchse dazwischen schalte, dann kann ich aber die analogen Programme hören, richtig?

Ja. Aus dem Kabelanschluß kommt UKW raus, das kann der NAD empfangen. Sind mehr Programme, als man mit einer Antenne bekäme. Ist und bleibt aber analoges UKW.


Wilke schrieb:
Kann ich, wenn ich den digitalen Receiver dazwischenschalte (zwischen UKW NAD receiver = analog), mit einem Cassettengerät mir z.b. BR - Klassik, das ja digital eingespeist wird, aufnehmen?

Ja, das geht. Aber nicht via Kabelanschluß -> Digitalreceiver -> Antenneneingang des NAD -> UKW-Tuner des NAD -> Kassettenrecorder, sondern via Kabelanschluß -> Digitalreceiver -> Toneingang des NAD (rote / weiße Cinchbuchse) -> Kassettenrecorder. Also genau so, als würdest Du eine CD vom CD-Player abspielen lassen und durch den NAD schieben zum Recorder. Das UKW-Teil des NAD ist dabei nicht aktiviert, sondern einer der Line-Eingänge des NAD.
Wilke
Inventar
#18 erstellt: 28. Mai 2013, 09:39
Hallo radiowaves,

vielen Dank für die ausführliche Beratung!
Ich habe jetzt den Panasonic Flachbildfernseher. Der freundliche service hat mir noch die Stereoanlage über den Kopfhörereingang des Fernsehers verbunden. Jetzt kann ich digitales Radio auch über meine Stereoboxen hören. Mit dem Aufnehmen : ich habe noch keinen dvd recorder gekauft - vielleicht später mal.
Vielleicht nehme ich doch noch über Cassettendeck auf.

gruß Wilke
Slatibartfass
Inventar
#19 erstellt: 29. Mai 2013, 13:41

Wilke (Beitrag #18) schrieb:
Hallo radiowaves,
ich habe noch keinen dvd recorder gekauft - vielleicht später mal.
Vielleicht nehme ich doch noch über Cassettendeck auf.

Ein DVD-Recorder wäre bei HD-Empfang auch ziemlich kontraproduktiv und veraltet, da dieser nur analoge Signale entgegen nimmt, die er erneut in SD-Qualität digitalisiert. Da gibt es heute deutlich bessere Möglichkeiten für verlustfreie HD-Aufnahmen. Um Audio damit aufzunehmen, ist ein DVD-Recorder als Gerät für Video-Aufnahmen erst recht die falsche Lösung. Da solltest Du dann wirklich lieber beim Cassettendeck bleiben.

Slati
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