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Uralte Chrom(IV)-oxid Kasette -> hilft da ein EQ ?

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Labtec123
Stammgast
#1 erstellt: 13. Nov 2010, 16:42
Hi,

Hab hier gerade ein paar alte von mir bespielte ( RIAS Sendungen )

OR K60 Chromdioxid Hifi
WO

Kassetten von Mitte 1975-1988.
Leider sind die Bässe & Höhen im Arsch. lohnt sich hier ein
EQ ?


[Beitrag von Labtec123 am 13. Nov 2010, 16:44 bearbeitet]
Hüb'
Inventar
#2 erstellt: 13. Nov 2010, 16:46
Hi,

die Frage kannst nur Du allein beantworten, da die Antwort davon abhängen dürfte, wie wichtig Dir der Inhalt der Kassetten ist.

Grüße
Frank


[Beitrag von Hüb' am 13. Nov 2010, 16:46 bearbeitet]
Hörbert
Moderator
#3 erstellt: 13. Nov 2010, 17:05
Hallo!

Schon mal überlegt ob eventuell der Tonkopf des Tapes aus der Spur ist, -oder bei dem Aufnahmegerät aus der Spur war?

Ich habe noch einigs an alten Chrom-, Superchrom- und Metallbändern die bis zu 25 Jahre alt sind. Die Bänder haben zum Großteil nicht einmal übermäßige Drop-Outs.

Ansonsten würde ich an deiner Stelle die alten Bänder so ie sie sind auf den Rechner überspielen und dann versuchen die Files mit entsprechender Software zu restaurieren, danch kannst du sie ja problemlos auf CD brennen. Das erscheint mir ausichtsreicher als ein EQ.

MFG Günther


[Beitrag von Hörbert am 13. Nov 2010, 17:10 bearbeitet]
Labtec123
Stammgast
#4 erstellt: 13. Nov 2010, 18:02
so werde ich es wohl machen- wen überhaupt

Mein Musikgeschmack hat sich ja auch geändert
Hörbert
Moderator
#5 erstellt: 13. Nov 2010, 18:44
Hallo!

Eventuell wäre ja eine Tonkopfjustage ein reizvolles Experiment aber dafür fehlt dir vermutlich das notwenige Equipment, zumindestens ein Oszi, ein und eine Referenzkassette mit Sinustönen sollten da schon vorhanden sein, auch wäre ein nichtmagnetisches Abgleichbsteck eine nötige Voraussetzung um wirklich eine exakte Arbeit hinlegen zu können.

MFG Günther
DOSORDIE
Inventar
#6 erstellt: 13. Nov 2010, 18:52
Sind das komplette Sendungen, oder nur die reinen Songs?

Da würde ich nur das auf den PC kopieren, was es nirgends zu finden gibt. Wenn da keine Raritäten dabei sind und es sich nur um Superhits handelt bekommt man das meiste bereits auf CD oder bei musicload als mp3, das lohnt sich nicht, bei kompletten Sendungen sieht das schon ganz anders aus, die sind echt rar und die muss man auf jeden Fall digitalisieren oder zumindest aufheben.

Die ORWO Cassetten sind garnicht so schlecht. Ich habe ein ganzes Packen hier, wenn es keine Probleme mit Schwerläufigkeit gibt, dann haben die Cassetten eine durchaus erträgliche bis gute Qualität. Kommt halt immer drauf an, was in der Planwirtschaft grad da war. Ich hab aber aufm Flohmarkt auch schon einige unbespielte gekauft und die Chrombänder waren ungefähr auf dem gleichen Niveau wie Chrom Extra II, ich bin sogar der Meinung die Einmessung ist ähnlich oder gleich gewesen.

Man muss natürlich auch dazu sagen, wenn der Recorder, mit dem du das aufgenommen hast scheiße war, nützen auch gut erhaltene Bänder nicht. Viele hatten in der DDR Westrecorder, weil sie der Ansicht waren, dass alles was ausm Westen kommt besser ist. Die Geräte, die man im Intershop kaufen konnte, waren aber meistens nur die kleinsten Einsteigerteile, die es überhaupt gab, dementsprechend schlecht war bei denen auch die Aufnahmequalität, dann kommt noch dazu, dass z.B. japanische Geräte auch auf japanische Cassetten eingemessen sind, ORWO Cassetten haben eine ganz andere Einmessung, vergleichbar mit AGFA und BASF Bändern. Ich habe mal eine ORWO Cassette mit einem R 4100 bespielt so zum Testen, bei automatischer Aussteuerung, die Aufnahme lies sich auf den ersten Blick garnicht vom Radio unterscheiden, beim R 4100 schaltet sich ja der Radiobetrieb automatisch ab, wenn man beim Cassettenteil auf Play drückt, die DDR Geräte waren zwar auch nicht so das gelbe vom Ei, aber in Verbindung mit ORWO Cassetten erreichen die mit Sicherheit die besten Ergebnisse.

Wenn der Kopf nicht dejustiert ist sondern einfach nur Frequenzen fehlen oder der Klang an sich unsauber ist (verzerrt oder undeutlich) kann auch ein EQ nichts helfen. Der hilft nur, wenn sich über die Jahre hinweg der Frequenzgang der Bänder verbogen hat oder von Anfang an war, dann kann man bestimmte Bereiche anheben oder absenken, aber was, was von vorn herein nicht da war kann man auch nicht wieder holen.

Du solltest vielleicht auch mal nachsehen ob sich bei manchen Cassetten vielleicht der Andruckfilz gelöst hat, wenn das Band dann dadurch keinen ordentlichen Kontakt mehr zum Tonkopf hat kann es auch deswegen dumpf klingen, das passiert aber nicht nur bei ORWO Cassetten, ganz im Gegenteil.

LG, Tobi
Labtec123
Stammgast
#7 erstellt: 13. Nov 2010, 20:36
es war so ein "Kofferradio Made in DDR mit "Holzgehäuse" (Sternrecorder R 160 ) )

circa 40km von Berlin (Ost) entfernt
DOSORDIE
Inventar
#8 erstellt: 14. Nov 2010, 11:16
Der R 160 ist ziemlich alt, in der DDR gab es die ersten Cassettendecks erst Anfang der 70er, der R 160 war so der erste "Volksrecorder", das war DAS Gerät was in Jugendzimmern stand und so, dann in den 80ern kam der R 4100, ich weiß nicht wie der R 160 aufnahmetechnisch so drauf war, wahrscheinlich war er etwas schlechter, ich denke der kam nicht über 10 oder 12 kHz, konnte der überhaupt schon Chrom Cassetten? Der R 4100 hat eine automatische Umschaltung. Aber beide Geräte sind Mono, da spricht dann nochmal weniger dafür, sich die Mühe zu machen, das alles zu digitalisieren wenns keine kompletten Sendungen oder echte Raritäten sind.

LG, Tobi
Bepone
Inventar
#9 erstellt: 14. Nov 2010, 11:32
Hallo,

der R160 ist gar nicht so übel, allerdings sind die Kassettenaufnahmen dann nicht gerade HiFi.

Klingt trotzdem nicht schlecht.
Einen kleinen Schraubendreher zum Einstellen des Azimuts sollte man bei dem Gerät immer bereitliegen haben


Gruß
Benjamin
DOSORDIE
Inventar
#10 erstellt: 14. Nov 2010, 12:22
Übrigens Chromdioxid ist Typ II, IV ist Metal, das gabs in der DDR garnicht, auch wenn spätere Recorder zumindest fähig waren die Bänder zu bespielen, hat es sowas von ORWO nicht gegeben und wenn eine Chromdioxid Cassette schon bei 22 bis 24 M lag dann will ich garnicht wissen wie utopisch hoch eine Metallcassette aus Ostproduktion gehandelt worden wäre.

Die Westcassetten müssen in der DDR ja schon sehr teuer gewesen sein und andere Bandlängen als C 60 waren glaub ich auch schwierig zu bekommen. Ich hab mal eine ORWO K 90 gesehen, besitze aber selbst keine. Und ich habe mal einen Packen Cassetten von nem alten Klassenkameraden bekommen, der auch aus dem Osten war, die Bänder waren natürlich von seinen Eltern, die haben zu DDR Zeiten wohl öfter mal Westcassetten gekauft, da waren nur wenige 90er dabei, vor der Wende alles nur 60 Minuten, lag wahrscheinlich auch an den höheren Preisen.

LG, Tobi
Labtec123
Stammgast
#11 erstellt: 14. Nov 2010, 14:44
Bezeichnung (IV) -> Wikipedia

Kaufpreis Kassette : Eisenoxid ( oder so ?) knapp 20 DDR Mark
Kaufpreis Kassette : Chromdioxid knapp über 30 DDR Mark ( wenn es welche gab )


[Beitrag von Labtec123 am 14. Nov 2010, 14:45 bearbeitet]
DOSORDIE
Inventar
#12 erstellt: 14. Nov 2010, 17:00
Also keine Ahnung wo du das bei Wiki gelesen hast, ich kann dazu nur sagen

Typ I : Ferro
Typ II: Chromdioxid und Chromsubistut ausländischer Hersteller
Typ III:Ferrochrom (ein Mischband bei auf der Oberseite eine Chromdioxid und auf der Unterseite eine Ferroschicht ist, wodurch das Band die Vorteile beider Bänder vereinen sollte, hat sich aber nie durchgesetzt).

Typ IV: Reineisen/Metall (ab Ende der 70er, das erste war Scotch Metafine, bis Anfang dieses Jahrzehnts wurden sie noch hergestellt, mittlerweile gibt es aber gar keine mehr zu kaufen)

Was das IV zwischen Chrom und oxid zu suchen hat ist mir eh irgendwie nicht so ganz klar. Vielleicht irgendeine chemische Bezeichnung, die aber bei Audiocassetten nie üblich war, die Schalterposition heißt aber oft CrO2, eigentlich mit ner kleinen 2 unten, ich weiß aber nicht wie man die macht...

Stimmt, hast Recht, 30 M gabs auch, das war aber glaub ich früher, die wurden dann billiger, auf den moderneren von Mitte bis Ende der 80er steht meist 24 M drauf, während die Typ I Cassetten dann "nur noch" 20 M kosteten. Bei K 90 wars wahrscheinlich nochmal teurer. Ich habe auch AMIGA Platten für 12,80 M und die meisten lagen aber immer bei 16,10 M, Doppelplatten kosteten genau das Doppelte und davor steht immer EVP. Heißt das Einheitlicher Verkaufspreis? Ich habe die DDR selbst nicht erlebt, dafür bin ich noch viel zu jung, aber ich habe hier halt ein kleines Sammelsorium wo das quasi belegt ist und an diese Fakten kann ich mich halten. Dadurch, dass ich schon mehrere R 4100 hatte weiß ich auch, dass die klanglich nicht schlecht sind und auch gute Aufnahmen machen können.

Lg, Tobi
Burkie
Inventar
#13 erstellt: 15. Nov 2010, 07:58
Es kann helfen,während die ORWO-Kassette läuft, den Tonkopf des Kassettenrekorders einzujustieren, und zwar auf max. Höhen.
War der Aufnahmerekorder etwas dejustiert, klingt das Band besser, wenn der Wiedergaberekorder gleichsinnig dejustiert ist.
Irgendwo gab es eine Software, ich meine ein Plugin, die digitalisierte Aufnahmen restaurien kann: Dolby, Azimuth, etc.
Hab leider vergessen, welche es war.

MfG
the_maltese
Stammgast
#14 erstellt: 15. Nov 2010, 14:44
Der ganze technische Aufwand macht imho nur dann wirklich Sinn, wenn es wirklich seltene Aufnahmen sind oder man eine persönliche Affinität zu der Sache hat (oder sie seinen Kindern vermitteln möchte).
Den RIAS gibt's ja nun schon lange nicht mehr und es wäre interessant, zu wissen, ob und wo die entsprechenden Konserven mit Hänschen Rosenthal & Co. verwaltet werden. Kann sein, daß sowas in 20 Jahren mal gesucht wird...oder auch schon jetzt.
Ein Bekannter von mir, der mit einem opulenten TFK-Bestand (praktisch gesamte Produktionszeit) versehen ist, hat beispielsweise mal zwei TFK-Geräte aus den 50ern oder 60ern an eine Filmgesellschaft verkloppt, weil die das für eine Produktion brauchten. Genauso tauchen auch immer wieder alte Tondokumente in Filmen auf. Wäre also evtl. eine Marktnische...



[Beitrag von the_maltese am 15. Nov 2010, 14:45 bearbeitet]
Wolfgang_K.
Inventar
#15 erstellt: 15. Nov 2010, 15:12
@Labtec123

Da sich die Remanenz bei magnetischen Speichermedien in vielen Jahren kaum ändert (außer bei unsachgemäßer Lagerung) würde ich es einmal mit einem anderen Kassettenrecorder ausprobieren. Oder Du nimmst mal am Kassettenrecorder die Dolby-Funktion weg - Kassetten mit Dolby (vor allem C!) wiedergegeben ohne Dolby - klingt nach nichts.

Ich habe neulich einmal eine uralt-Kassette (Aufnahmen stammten von 1965) digitalisiert - die waren, bis auf die Mechanik, von der Wiedergabe noch durchaus anzuhören.

Es liegt wahrscheinlich kaum an den Kassetten....

Gruß Wolfgang
DOSORDIE
Inventar
#16 erstellt: 15. Nov 2010, 16:14
Die sind mit einem R 160 aufgenommen. d.h. dass die Aufnahmen Mono und ohne Dolby sind. Dolby funktioniert bei den meisten Aufnahmen von vorn herein eh nie richtig, weil die wenigsten Menschen sich so sehr damit beschäftigt haben, dass sie wussten, dass jedes Band von jedem Hersteller ne andere Kurve und ne andere Sättigung hat.

Kaum einer hat nur die Tapes gekauft, auf die das Cassettendeck eingemessen war, und alle 3 oder 4 Jahre hat sich das Band ja dann auch leicht verändert oder weiterentwickelt, die TDK SA aus den frühen 80ern kann man z.B. nicht so laut aussteuern wie die aus den späten oder die ganz zuletzt erschienenen. Dolby funktioniert echt nur korrekt - egal ob B oder C - wenn die Sättigung und die Vormagnetisierung 100%ig richtig eingemessen sind. Deshalb haben viele bessere Decks auch eine Einmesshilfe oder eine Automatik. Bei einem Standart 2 Kopf Deck was die meisten haben lassen sich mit jeder ordentlichen Cassette auch ordentliche Aufnahmen zaubern, die klingen dann halt nur nie so wie das Original sondern entweder dumpfer, oder schriller und leiser oder lauter als eingestellt, es sei denn es ist zufällig die 3 oder 4 oder zeitweise sogar 6 Bandsorten, auf die das Tapdeck von Werk aus eingemessen ist, aber auch nur exakt die. Deshalb dürften die meisten Aufnahmen die mit Dolby gemacht wurden sowieso bei eingeschalteter Rauschunterdrückung von vorn herein schlecht geklungen haben.

Wenn das Dolby nicht mehr geht würd ichs einfach auslassen. YAMAHA hat bei den neueren Decks immer diese Play Trim Funktion eingebaut, die vorm Dolby IC die Höhen angehoben oder abgesenkt hat, je nachdem in welche Richtung man gedreht hat, damit konnte man das Dolby wieder zum laufen bringen, macht nur für mich keinen Sinn, weil es geht halt nach Gehör und wenn das Play Trim voll aufgedreht ist dann rauscht es mit Dolby genauso laut oder lauter als ohne und klingt immernoch nicht so 100%ig. Selbst Dolby C Aufnahmen klingen auch ohne eingeschaltetes Dolby gut, manchmal etwas schrill, aber das kann man ja zur Not mittels EQ ausgleichen. Bei Kaufcassetten ist zwar oft ein Dolby Logo abgebildet, das funktioniert aber meistens nicht, ich habe echt den Eindruck, dass die ihr Material zwar dolbysiert aber die Bänder meistens nicht richtig eingemessen haben. Und das ist eben das Problem, Bei einer Aufnahme ohne Dolby fällt es nicht so ins Gewicht, es klingt dann halt minimal höhenärmer, sobald es nur ein Quäntchen nachlässt arbeitet Dolby aber einfach nicht mehr richtig und dadurch hat man einen Riesenqualitätsverlust, also bei alten Aufnahmen die nicht richtig laufen einfach aus schalten und ggf. mit nem Equalizer ausgleichen.


Man braucht auch übrigens keinen Hardware EQ, es gibt zig Free und Sharewares im Internet, die einen gut funktionierenden EQ beinhalten. Wenn man seine perfekte Einstellung fürs Band gefunden hat, dann kann man die speichern und auch bei neuen Dateien immer wieder aufrufen.

Ich habe auch ein paar Cassetten aus den 60ern, die sind wirklich noch gut hörbar und klingen in erster Linie dumpfer als moderne Aufnahmen, weil die Recorder zu dem Zeitpunkt nur bis 6 oder 8 kHz gekommen sind. Auch neue Aufnahmen mit einem so alten Recorder, sind nicht wirklich besser. Erst Anfang der 70er wurde die Aufnahmequalität deutlich besser.

Es kommt auch stark aufs Bandmaterial an, Ferrocassetten sind wesentlich empfindlicher gegen Permanentmagneten als Löschkopf, wenn die Cassette immer nur in einem billigen Recorder abgespielt wurde, dann kann das schonmal passieren, dass über 10 kHz nix mehr übrig ist und die Aufnahme von oben bis unten reudig klingt. Genauso ist es mit magnetisierten Köpfen, wenn der Bandlauf magnetisiert ist, kann das die Aufnahme schon stark schwächen im Laufe der Jahre. Magnetisierung ist aber eher seltener der Fall.

Bei den DDR Bändern ist es ganz unterschiedlich - wie gesagt - manche sind vergleichbar mit Westlichen Cassetten - manche sind nicht wirklich brauchbar. Ich habe ein paar russische Cassetten aus den 80ern, die spielt man ne Minute ab und dann ist der Kopf braun, ausserdem leiern die wie die Sau, es ist auch unmöglich die wieder gängig zu bekommen. Wenn die von Anfang an so gelaufen sind, war es eine ganz große Volksverarsche, sowas überhaupt zu verkaufen. Wenn nun sowas im R 160 steckte und der Ersteller des Threads wusste es nicht besser, dann ist der Bandlauf insgesamt vielleicht nie gereinigt worden und man hat sich mit der Rotzqualität halt zufrieden gegeben. Denn wenn der Bandlauf verdreckt ist, wird nicht nur die Wiedergabe schlecht, sondern auch alle Bänder die damit bespielt werden, weil sie keinen direkten Kontakt mehr zum Kopf bekommen... Aber wie gesagt vielleicht ist der Recorder auch einfach nicht so das Wahre gewesen, der ist ja schon wirklich sehr alt und die DDR Geräte haben nie mit westlichen Werten geglänzt, richtig HiFi ging dort in der Cassettentechnik erst in den 80ern.

Dazu kommt, dass der R 160 glaub ich keine Chromdioxid Schaltung hat. d.h. alle Chromdioxid Cassetten, die damit bespielt wurden, sind auf Ferrobasis bespielt worden. Die Vormagnetisierung hat also vorn und hinten absolut nicht gestimmt weil Chromdioxid Cassetten mit einem Bias von 70 Microsekunden laufen und Ferrobänder mit 120.

Bei automatischer Erkennung werden die Chromcassetten durch breitere Löschlaschen von den Ferrocassetten unterschieden, waren sie schonmal bespielt und werden überklebt muss man darauf achten, dass nur der Teil der Löschlaschen überklebt wird, der nicht für die Bandsortenerkennung zuständig ist, sonst werden Chromcassetten als Ferrocassetten erkannt.

Das Resultat ist dann eine dumpfe spröde Aufnahme, oft hört man durch die höhere Löschdämpfung der Chrombänder dann auch noch die alte Aufnahme durch. Genau das Gleiche passiert dann auch, wenn das Gerät einen manuellen Bandsortenschalter hat und man die falsche Position wählt. Chrom in Ferroposition bespielt klingt ja so schon nicht sonderlich gut, aber wenn man dann den Klebestreifen von der Löschlasche wieder abnimmt und der verdeckte Teil wieder offen ist, wird die Cassette auch wieder als Chromcassette erkannt, dadurch wirds noch viel dumpfer.

Wenn nun eine solche Cassette in einem modernen Tapedeck abgespielt wird ist es genau das gleiche: Die Chromcassette wird als Chromcassette erkannt, ist aber in Wirklichkeit als Ferrocassette bespielt worden.

Da wäre dann die Möglichkeit noch einfach die Löschlaschen abzukleben, dann werden sie im Tapedeck als Ferroband erkennt und klingen auch wieder höhenreicher, es sei denn es gibt einen Bandwahlschalter, dann einfach auf Typ I / Ferro / Normal (sowas in die Richtung) schalten.

LG, Tobi
No_Fun
Hat sich gelöscht
#17 erstellt: 15. Nov 2010, 18:58
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[Beitrag von No_Fun am 15. Nov 2010, 19:01 bearbeitet]
Stefanvde
Inventar
#18 erstellt: 15. Nov 2010, 21:25
Sollte der Tonkopf bei der Aufnahme verstellt gewesen sein (Azimutfehler) hilft nur den Kopf des Decks beim Abspielen genauso schief einzustellen,oder der unwahrscheinliche Fall einen Bekannten zu haben der in Besitz eines Nakamichi Dragon ist,der kann das automatisch.
DOSORDIE
Inventar
#19 erstellt: 15. Nov 2010, 21:51
Das hörst du übrigens am Besten wenn du am Verstärker Mono erzwingst - soweit er das kann. Wenn die beiden Spuren auseinander laufen, durch Azimuthfehler entsteht da so ein undeutlicher Phasing Effekt, den man in Stereo meistens garnicht hört. Dann einfach so lang am Tonkopf drehen, bis die Effekte am leisesten oder komplett weg sind. Vielleicht ist es sogar am Günstigsten einen Mono Recorder zu organisieren und die Aufnahmen vom Band auch Mono zu machen.

Lg, Tobi

Eine nachträgliche Azimuthkorrektur kann ja nich so wirklich funktionieren, denn durch den verstellten Kopf gehen auch nochmal Frequenzen vor allem in den Höhen flöten.
Labtec123
Stammgast
#20 erstellt: 16. Nov 2010, 13:35
das komische ist ja das auf einigen der Rechte Kanal mal da ist und dann wieder für 2 Minuten Verschwindet ( an 3 Verschiedenen Kassettenrecordern )
DOSORDIE
Inventar
#21 erstellt: 16. Nov 2010, 14:40
Das ist ziemlich unbedenklich.

Ein Stereocassettenrecorder hat da wo ein Mono Recorder eine Spur hat 2 Spuren, die Spuren sind dann halt dünner, er halbiert dann diese eine Spur des Mono Signals quasi auf 2 Spuren. Die Bänder sind gealtert und zwischendurch wahrscheinlich auch benutzt worden, Drop Outs sind normal, zum äusseren Rand des Bandes hin sind sie empfindlicher, da sind Knicke und Beschädigungen häufiger. Du kannst ja einfach nur einen von beiden Kanälen auf den PC aufnehmen, weil das Signal ja eh nur Mono ist, und zwar den der besser ist.

LG, Tobi
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