Ortofon Test-LP

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Jörg_A.
Inventar
#1 erstellt: 16. Dez 2019, 17:01
Die hab ich mir jetzt mal gegönnt. Leider ist da nur eine englische Anleitung dabei.
Im Netzt finde ich auch nichts deutsches.
Kann mir da jemand helfen?

Gruß, Jörg
Jazzy
Inventar
#2 erstellt: 16. Dez 2019, 19:30
1. Frequenzgang linker Kanal von 800 Hz bis 50 kHz. Logarithmisch 28 Sekunden. Linear geschnitten (800 – 20000 Hz ±1,5 dB)
2. Frequenzgang rechter Kanal von 800 Hz bis 50 kHz. Log. 28 sec. Linear geschnitten (800 – 20000 Hz ±1,5 dB)
3. Frequency Sweep Left Channel 800 Hz – 50 kHz. Log. 28 sec. Linear cut* (800 – 20000 Hz ±1,5 dB)
4. Frequency Sweep Right Channel 800 Hz – 50 kHz. Log. 28 sec. Linear cut* (800 – 20000 Hz ±1,5 dB)
5. Referenz/Bezugston 1000 Hz 5 cm/sec Spitzenschnelle rms Links
6. Referenz/Bezugston 1000 Hz 5 cm/sec Spitzenschnelle rms Rechts
7. Reference tone 1000 Hz 5 cm/sec rms Left
8. Reference tone 1000 Hz 5 cm/sec rms Right
9. Abtastfähigkeit, Seitenschrift 50 μm Maximalwert
10. Tracking ability, lateral 60 μm peak
11. Tracking ability, lateral 70 μm peak
12. Tracking ability, lateral 80 μm peak
13. Tracking ability, lateral 90 μm peak
14. Tracking ability, lateral 100 μm peak
15. Rechtecksignal 2.7 msec periodische Folge 3:7

Ich kann nicht sonderlich Englisch,aber so müsste es stimmen.
Rechtecksignal finde ich entbehrlich.
Abtastfähigkeit sollte ein MM schon eher 80mü schaffen,ein MC kann sich evtl. auch mit 70mü begnügen.


[Beitrag von Jazzy am 16. Dez 2019, 19:39 bearbeitet]
Jörg_A.
Inventar
#3 erstellt: 17. Dez 2019, 00:08
Vielen Dank. Ich führe mir das nachher mal zu Gemüte.
Mann soll mit der Platte ja auch die Antiskatingkraft richtig einstellen können.
Davon sehe ich aber hier nichts. Oder übersehe ich was?
Jörg_A.
Inventar
#4 erstellt: 17. Dez 2019, 02:15
Irgendwie beschleicht mich das Gefühl das hier auch eine Software nötig ist.
Für meine Holzohren hat sich alles sehr gut angehört.
Abtastfähigkeit meines DL110 (High Output MC) war bei 70 in Ordnung, bei 80 hat‘s dann scheußlich geklungen.


[Beitrag von Jörg_A. am 17. Dez 2019, 02:16 bearbeitet]
Burkie
Inventar
#5 erstellt: 17. Dez 2019, 03:42

Jörg_A. (Beitrag #3) schrieb:
Vielen Dank. Ich führe mir das nachher mal zu Gemüte.
Mann soll mit der Platte ja auch die Antiskatingkraft richtig einstellen können.
Davon sehe ich aber hier nichts. Oder übersehe ich was?


Vermutlich.

Wenn AS nicht stimmt, sollten mit steigendem Pegel die Verzerrungen einseitig nur in einem Kanal beginnen.
Wenn AS stimmt, setzen die Verzerrungen bei steigendem Pegel gleichzeitig in beiden Kanälen ein.

Grüße
Wuhduh
Gesperrt
#6 erstellt: 17. Dez 2019, 04:33
Track 10 - 14 = Abtasttests horizontal

Manche tadellose MC's haben konstruktionsbedingt eine geringere Tiefenabtastung als MM. 70 µm sind ganz ordentlich.

Pladde mit ordentlich Pegel auflegen und hören.

MfG,
Erik
hifrei
Neuling
#7 erstellt: 17. Dez 2019, 14:13
Für den Antiskatingtest habe ich diese LP gefunden: "Gold Note Turntable Setup & Vinyl Test LP"
Besitze noch eine alte "dhfi Schallplatte 2 Hörtest- und Meßplatte" mit AS-Test.

Hatte mir den Yamaha MusicCast Vinyl 500 angeschafft. Habe dann eine AT VM95ML draufgesetzt. Da war das AS viel zu schwach.
Damit ist bei 2,1g (mit Wippe gemessen) ein AS von 4g einzustellen, damit die Nadel nicht zur Mitte rennt. Also doch wichtig, mal nachzuschauen, was so ein Plattenspieler macht. Wie weit das AS am Plattenrand und -ende abweicht sehe ich aber nicht. Vermute aber, wird auch erheblich sein.
Die Anleitung bei der dhfi zum Abtasttest schreibt, dass 50μ sauber abgetastet, sowohl horizontal und vertikal, als optimal gelten/ausreichen.
Jörg_A.
Inventar
#8 erstellt: 17. Dez 2019, 15:33
Vielen Dank euch allen. Also... nix Software. Wäre mir auch echt zu viel des guten.
Ging ja schließlich früher auch ohne....
Damals hatte ich noch einen Freund der hatte ein Doppelalbum wo die 4te Seite leer war.
Damit haben wir das Antiskating früher eingestellt. Leider ist er gesundheitsbedingt (schwerer Schlaganfall) nicht mehr verfügbar.
Wuhduh
Gesperrt
#9 erstellt: 17. Dez 2019, 23:44
Moin !

Die AS-Einrichtungen können durchaus falsch skaliert sein oder Toleranzen wie bei den Bammelgewichten und den Kerben aufweisen.

Wie oft denn noch ??? Blankes Wienühl ohne Rillenmodulation ist untauglich. EGAL, was damals produziert wurde !

MfG,
Erik
Jörg_A.
Inventar
#10 erstellt: 17. Dez 2019, 23:54
Wie hast Du das vor 30 Jahren gemacht?
Wuhduh
Gesperrt
#11 erstellt: 18. Dez 2019, 02:20
Mit den Testsignalen von der Erato-DoLP bzw. dhfi Nr.2 . Hatte ( leider ) nie die Shure TTR-dingsbums.

MfG,
Erik
Jörg_A.
Inventar
#12 erstellt: 18. Dez 2019, 15:56
Na, wir haben das mit der Leerplatte gemacht. Aber sei's drum ist letztendlich auch egal.
Wir waren damals halt auch noch Laien was so was betrifft.
Wenn es heute bessere Möglichkeiten gibt sollte man die auch nutzen.

Heute Vormittag habe ich mit höherem Pegel (konnte es bislang nur nach 22 Uhr machen) noch mal neu eingestellt.
Bei 70 μm peak hat er doch links ganz schön verzerrt. Rechts nur ganz wenig. Ich hab dann schrittweise die Auflagekraft des DL110
(Tonarm Linn Basic LV V) von 1,75g auf 2g erhöht und Antiskating auch schrittweise erhöht bis beide Kanäle sauber klangen.
Was diese Vorgehen jetzt richtig so? Sorry für die blöde Frage.
13mart
Inventar
#13 erstellt: 18. Dez 2019, 16:12

Jörg_A. (Beitrag #12) schrieb:

Bei 70 μm peak hat er doch links ganz schön verzerrt. Rechts nur ganz wenig. Ich hab dann schrittweise die Auflagekraft des DL110
(Tonarm Linn Basic LV V) von 1,75g auf 2g erhöht und Antiskating auch schrittweise erhöht bis beide Kanäle sauber klangen.
Was diese Vorgehen jetzt richtig so? Sorry für die blöde Frage. :)


diese Frage ist nicht blöd, die Debatte um das 'richtige' Antiskating
füllt die Foren. Ich selbst würde nicht für ein Ereignis (70µ) optimieren,
dass auf Schallplatten praktisch nie vorkommt. Deshalb bliebe ich bei
einer niedrigeren Auflagekraft und entsprechend geringerer Skating-
kompensation.

Gruß Mart
Jörg_A.
Inventar
#14 erstellt: 18. Dez 2019, 19:19
Guter Punkt.
Also lieber wieder auf 1,75g runter und sauber auf 60 einstellen?
.JC.
Inventar
#15 erstellt: 18. Dez 2019, 19:30
Hi,


Jörg_A. (Beitrag #1) schrieb:
Kann mir da jemand helfen?


ja: https://www.deepl.com/de/translator
wendy-t
Stammgast
#16 erstellt: 18. Dez 2019, 19:32
Hallo Jörg!

Meine Meinung zu dem viel diskutierten Thema:
Höchstens 60µm sollten sauber abgetastet werden. Danach sollte es beginnen auf dem rechten Kanal zu verzerren.

Viele Grüße
Philip
Jazzy
Inventar
#17 erstellt: 18. Dez 2019, 19:38
Wenn links verzerrt,ist ja der AS eher zu hoch. Ich stelle nach Skala ein,nicht nach Abtasttest,denn da wird oft überkompensiert.
Jörg_A.
Inventar
#18 erstellt: 18. Dez 2019, 23:41
Ah..... prima. Danke für die Infos.
Wuhduh
Gesperrt
#19 erstellt: 19. Dez 2019, 00:05
Nabend !

Wie soll ein Signal mit der Amplitude X überkompensiert werden ? Beide Kanäle haben bei der Frequenz Y den gleichen Pegel.

Wegen der Nulldurchgänge, Kröpfungswinkel oder so ?

Außerdem sollte bedacht werden, daß die Abtastfähigkeiten bei MC und MM konstruktionsbedingt unterschiedlich sind. Eine theoretisch ausreichende Tiefenabtastung kann immer noch Verzerrungen im HT-Bereich verursachen.

MfG,
Erik
Jörg_A.
Inventar
#20 erstellt: 19. Dez 2019, 04:16
Eine (unbedarfte) Frage noch. Was ist falsch daran den Plattenspieler mit minimal höherer Auflagekraft des Systems (2g statt 1,75g) zu fahren
wenn doch dann die Einstellung auf 70µ in Ordnung ist? Wegen erhöhtem Verschleiß? Machen da 0,25g so viel aus?
wendy-t
Stammgast
#21 erstellt: 19. Dez 2019, 10:11
Hallo Jörg!

Nichts. 2gr liegt noch in der vom Hersteller angegebenen Spanne. (1,8gr +-0,3).
Bei erhöhter Auflagekraft vergrößert sich die Abnutzung von Platte und Nadel ein kleines bisschen. Schädlicher ist aber eine zu geringe Auflagekraft.

Viele Grüße
Philip
Jörg_A.
Inventar
#22 erstellt: 19. Dez 2019, 15:20
Danke. So dachte ich mir das auch.
Jazzy
Inventar
#23 erstellt: 19. Dez 2019, 18:39
Nadel reinigen bringt auch mehr Verzerrungsfreiheit.
Jörg_A.
Inventar
#24 erstellt: 19. Dez 2019, 20:20
Das weiss ich. Glasfaserbürste ist vorhanden.
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