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rebel32
Stammgast
#1 erstellt: 14. Jul 2005, 15:52
Hallo,
ich möchte mich mich einem Problem an euch Experten wenden.
Ich bin ein Absoluter Lp- Fan, CD´s sind für mich keine Alternative.Mein Equipment besteht aus einem Thorens 166J mit Vincent pho111 Vorvertärker und VinylmasterRed an einem Nad 3020e. Ich hatte mit niedrigerpreisigem Equipment angefangen und den Klang schon sehr verbessert und meinen Wünschen angenähert, jedoch fehlt immer noch das gewisse etwas.Ich höre hauptsächlich Jazz,Blues,Rock und etwas Klassik.Ich höre jede Woche eine Zweistündige Radiosendung in der nur Lp´s abgespielt werden.Ich habe einen Mittelklasse Tuner von Marantz, Standartware, und nehme die Sendung mit einem TeacRX3 - Deck auf und wenn ich in der Sendung gespielte Lp´s selbst habe fällt mir oft auf das mein Lp- Klang im Gegensatz zum Radio/Tape- Klang abfällt, übers Radio ist der Klang einen Tick voller, voluminöser,weicher, seidiger, hat einfach mehr Druck,schwer zu beschreiben. An der Qualität meiner Lp´s liegt es nicht, ich habe zu viele verglichen, auch nagelneue Exemplare. Da sowohl Tuner/tape als auch PS über den gleichen Verstärker und die gleichen Boxen laufen kann es nur am System/PS/Vorverstärker liegen.Das System habe ich mit einer Schablone justiert, Auflagekraft eingestellt usw..
Woran könnte es denn liegen das meinem PS der nötige Biss fehlt? Gerade bei lauteren Rockstücken klingt es bei höheren Lautstärken so als ob etwas Kraft fehlen würde, als ob die Tür zum Raumfüllenden Klang nicht aufgestossen werden könnte,wie gesagt,schwer zu beschreiben aber vielleicht versteht ihr was ich meine.
Ich hatte gehofft das Problem mit dem Vorverstärker lösen zu können und mit dem Vincent-VS kling es schon viel voller, aber es fehlt immer noch etwas.
Kann es vielleicht am Plattenspieler liegen, mit welchem Thorens Modell könnte ich denn eventuell aufsteigen?
Passt das VMred vielleicht nicht zum Tonarm(TP11)
Ist der Klang eines PS vielleicht dem Radioklang allgemein unterlegen, auch wenn wie in diesem Fall Lp´s übers Radio abgespielt werden?
Kann doch eigentlich nicht sein..

ich freue mich sehr über Tips!
Grüsse
Chris
martin
Hat sich gelöscht
#2 erstellt: 14. Jul 2005, 16:04
Hallo rebe32,

ich vermute, der geschilderte Effekt beim Radiohören resultiert einfach aus Kompressionsverfahren beim Sender.

Grüße
martin
technicsteufel
Inventar
#3 erstellt: 14. Jul 2005, 16:10
Schätze auch, dass für die Gefälligkeit des Senders der Klang künstlich aufgemotzt wird. (Loudness)
Weil nur Sender mit einem interessanten Klang werden gehört oder?
rebel32
Stammgast
#4 erstellt: 14. Jul 2005, 16:14
was ist mit Kompressionsverfahren genau gemeint?

...es liegt aber schon an meinem plattenspieler denn ich bin auch sonst,nicht nur im Vergleich Lp/Radio, nicht ganz zufrieden mit dem Klang.Besonders bei höheren Lautstärken und Rockstücken. Im Jazzbereich klingt es teilweise ziemlich fein.
Fragen,die ich noch habe sind:
Passt das VMred zu meinem Tonarm
Wie stellt man am TP11 das Antiskating für meine Auflagekraft(15mn) ein, ist es richtig den Faden über die 6. kerbe zu legen?bei einer TestLP-Leerille zieht es meinen Tonarm ständig nach aussen.
Wie ist mein Plattenspieler einzuschätzen, wie weit gehen seine Fähigkeiten, mit welchen Thorens-Modellen könnte ich mich eventuell verbessern?
Grüsse


[Beitrag von rebel32 am 14. Jul 2005, 16:18 bearbeitet]
martin
Hat sich gelöscht
#5 erstellt: 14. Jul 2005, 16:23
Hi,

der Klang wird mittels Dynamikkompression aufgemotzt. Popmusik mit Chartanspruch wird heutzutage gleich totkomprimiert unter Vollaussteuerung produziert, um auf Nummer sicher zu gehen
Vergleich doch mal die laut/leise Unterschiede eines Stücks beim mitgeschnittenen Tape und Deiner Original-LP.

Grüße
martin

P.S. Ich empfinde die Kompression im Rundfunk übrigens als Wohltat. Für einen Klassikhörer im klapprigen Kleinwagen kann es gar nicht stark genug komprimiert sein
rebel32
Stammgast
#6 erstellt: 14. Jul 2005, 16:31
Ja klar,der Tape Klang ist lauter, aber Phono ist doch immer leiser,also auch leiser als CD...
Es handelt sich überhaupt nicht um aktuelle Chartsmusik, eher ältere Sachen und Jazz.Bei Chartszeugs wie zum Beispiel aktuellem R´n B oder Soul ist es klar das das Zeug den Konsumenten überproduziert und möglichst gleichförmig laut um die Ohren gehauen wird aber doch nicht bei 30,40 Jahre alten Aufnahmen...
Sehr interessant für mich wäre ob der "aufgemotzte" Klang für meine Ohren einfach besser klingt oder ob meine analogen Komponenten verbessert werden können.

Taritan
Ist häufiger hier
#7 erstellt: 14. Jul 2005, 17:40
Hi, da ich Deine Anlage nicht direkt vergleichen kann also
Meine Vermutung:
Viele "HighEnd" Produkte sind "analytisch" abgestimmt, d.h. sie klingen dünn, spitz und nervig.
Da ich selbst ein Ortofon OMB 10 (10?) System habe, das sehr satt, rund einfach genial klingt, vermute ich den "Übeltäter" in der Verkabelung des Plattenspielers und/oder des Phonvorverstärkers.
Ich habe selbst einen Marantz 74 (Danke Torbi), der recht fett und genial klingt (fast so gut wie Platte)), also ich würd so einen "Marantz Mittelklasse Tuner" nicht unterschätzen, so ein Marantz kann (un)gemein gut klingen.

Der NAD 3020e ist meines Erachtens für ein Low-Budget Gerät zwar ziemlich gut - Millionenfach verkauft - aber im Grunde auch nur ein zirpig klingender Transistor Amp.

Die "Analytische Abstimmung" im Phonoteil wird durch den Verstärker noch betont, während die "super runde" Abstimmung des Marantz dem entgegenwirkt.

Mein Tip daher: mal einen Röhrenverstärker anhören, die klingen sogar noch fetter als Marantzgeräte.
Z.B. von Scott / oder The Fisher X-100 (a,b oder c)

Mal bei Ebay.com gucken, der Dollar ist dank Bush-Krieg eh im Keller, warum also nicht günstig importieren (Grät, Versand, inkl. Zoll & inkl. Netztransformator ca. 320 Euro)
technicsteufel
Inventar
#8 erstellt: 14. Jul 2005, 17:47
Kann es sein, dass dein Phonovorverstärker einfach was Brumm- und Rumpelgeräusche angeht auf Nummer sicher eingestellt ist?
Vielleicht werden tiefere Frequenzen ja runtergefiltert?
Taritan
Ist häufiger hier
#9 erstellt: 14. Jul 2005, 17:50
Ähm, Nachtrag:
Der Marantz 74 ist natürlich ein CD-Player.
Die meisten "HiFi" Fans wissen nicht unbedingt, wie gut ein Tuner bzw. Radio klingen kann.
Ich bin auch erst nach 20 Jahren Hifi-Interesse draufgekommen was da drin ist. Alte Röhrentuner bringen das auch rüber - Dein Marantz möglicherweise auch.
Hörbert
Moderator
#10 erstellt: 14. Jul 2005, 22:52
Hallo!
@rebel32
Wenn ich dich recht verstehe fehlt dir der rundere weichere
und mittigere Klang deines Radios. Das liegt meiner Meinung nach zum einen an der Mittenanhebung und Filterung des Senders. Zum zweiten an der Kombination von System und Phonoentzerrer die du in Betrieb hast. Wenn es dir Möglich ist solltest du dir einen Alten Reciver aus den 70gern ausleihen (z.B. Pioneer 737) der müßte eigentlich genau in die von dir angestrebte Richtung gehen. Solltest du damit Erfolg haben stünde als nächstes -falls du damit nicht schon Zufrieden bist- ein Wechsel des Abtastsystems an, in Frage Käme z.B. ein Shure V15/V oder falls zu Teuer ein Nachbau des Shure M75. ich denke das daß deinen Klanglichen Vorstellungen eher entsprechen würde als deine jetzige Kombination.
MFG Günther
PPM
Stammgast
#11 erstellt: 15. Jul 2005, 05:53
Hallo Rebel,

endlich mal jemand, der den Vincent PHO 111 betreibt und evtl. näheres dazu sagen kann! Ich vermute, daß der PHO weitgehend baugleich ist mit der wesentlich preiswerteren Analogis Phonobox ist (verschiedene Berichte und Abbildungen deuten darauf hin), und die wiederum ist ein Ableger einer älteren Variante der Pro-Ject Phonobox.

Könntest Du einen Scan oder Photo des Innenlebens Deines PHO-111 hier einfügen? Ich möchte das gerne mit meiner Analogis Phonobox vergleichen. Wäre sehr nett von Dir!

Zu Deiner Kombi. Falls PHO-111 und Analogis tatsächlich baugleich sein sollten, kann ich Deine Erfahrungen bestätigen. Das Ortofon Vinylmaster Red wird mit der Box nicht annähernd ausgereizt. Sowohl VM Red als auch die Box haben ihre Stärke nicht unbedingt im Baßbereich (VM Red: tendenziell schlanker Klang, Analogis: ein guter Einstieg, aber wenig Druck untenrum, insgesamt nicht besonders dynamisch) und in Kombination...das hörst Du ja selbst.

Davon abgesehen schließe ich mich meinen Vorrednern an und würde die Hauptursache bei den typischen Kompressions- und sonstigen Klangverbiegungsverfahren der Radiosender sehen.

Gruß
Patrick

P.s.: Innenscan bitte nicht vergessen!
LP12
Inventar
#12 erstellt: 15. Jul 2005, 06:36
... und das Tape wärmt die Radiosendung dann nochmal auf.

Du könntest mal einen Mitschnitt aus dem Radio nehmen, und das gleiche Stück dirket von LP aufnehmen. Der Vergleich der Aufnahmen sollte es dann offenbaren.

Martin meinte nicht die absolute Lautstärke, sondern die Dyanmiksprünge zwischen laut und leise. Die werden beim Radio erwartungsgemäß geringer ausfallen, da die Kompression dafür sorgt, dass das Gesendete immer annähernd auf der gleiche Lautstärke spielt.

torbi
Inventar
#13 erstellt: 15. Jul 2005, 07:00
Hi rebel32,

also, das mit der Kompression könnte hinkommen, den gleichen Effekt hatte ich an an meiner 70s-Marantz-Anlage auch, und die Teile stehen wahrlich nicht im Verdacht, zu analytisch abgestimmt zu sein. Also, überall voller dicker angenehmer genialer Sound, nur über das Radio war's schon einen Tick ZU dick und auch in die Breite gezogen. Ausser WDR 3, der Klassiksender - da gehen sie wohl noch nicht mit dem Kompressions-Holzhammer dran.

Kann natürlich dann auch am Plattenspieler liegen, dass die Kombi einfach nicht deinem Klangideal entspricht. Mein Thorens (160) kam zB erst richtig in Fahrt, als ein SME-Tonarm (teuer, aber lohnt sich) und -das wäre mein Tip- ein Shure V15 V XMR (schweineteuer, aber lohnt sich auf jeden Fall) eingebaut waren. Das V15 III ist auch sehr gut, nicht umsonst gibts da nach 30 Jahren noch Original-Ersatznadeln für. Ich hatte mal das Vinyl Master Silver - klang gut, aber das Shure ist "seidiger" (jetzt fange ich auch schon mit diesem Vokabular an, lese zuviel "image hifi"). Ansonsten als Sofortmaßnahme beim Thorens einfach mal die Bodenplatte ausbauen (4 Minischräubchen, die pisselige Presspappe kommt dir fast von selbst entgegen), das hilft gegen Resonanzen (angeblich). Antiskating würde ich so einstellen, dass auf ner Testplatte im Leerbereich der Tonarm nicht nach aussen oder innen gezogen wird. Dickere Kabel anlöten? Das wärs dann eigentlich..

taritan: Gern geschehen, schön dass dir der Marantz gefällt - läuft denn der Fisher wieder nach dem ersten Schock? Hab ich eigentlich schon erwähnt, dass ich gestern den gepimpten Dual 1019 in Betrieb genommen habe? Hui, das geht ab... wo sich der Thorens für Motörhead "Ace of spades" 'zu fein' ist , lässt's der Dual richtig krachen! Hammersound, kann man sicher auch mit "audiophilen" Worten umschreiben. Heute probier ich mal Jazz und Klassik aus.
savage
Stammgast
#14 erstellt: 15. Jul 2005, 07:04
@rebel:
Kompression ist ein Verfahren zur Dynamikbearbeitung: Ab einem bestimmten (einstellbaren) Schwellenwert wird das Signal um einen bestimmten (einstellbaren) Betrag komprimiert (d.h. nicht linear verstärkt). Der Effekt ist zum einen ein Anstieg der subjektiven Lautheit, zum anderen eine höhere Aussteuerbarkeit des Gesamtmaterials, da Pegelspitzen "gedämpft" werden. Nachteil des Verfahren sind Einbußen im Dynamikumfang (also des Differenzwertes zwischen kleinstem und größtem Pegel). Die Radiosender komprimieren grundsätzlich alles, damit die leiseren Programmpassagen noch deutlich über die Rauschschwelle ausgesteuert werden können (wie martin schon mit "klassik im klappernden Kleinwagen" andeutete)
Im übrigen sind auch 30 bis 40 Jahre alte LP-Aufnahmen komprimiert, nur dass es dabei eher um musikalische Kompression ging, als um die oben beschriebene "technische" Kompression zum Ausgleich nicht änderbarer Systembedingungen (bzw. wenn man's ganz genau nimmt sind gerade auf alten Aufnahmen auch "technische" Kompressionseffekte, da in der guten alten Zeit (tm) mit analogen Masterbändern gearbeitet wurde, die rein technisch nur einen Dynamikumfang von 60 - 70 db zuliessen, was diesen Umfang sprengte (so ziemlich alles ;-)), musste eben komprimiert werden, damit's nicht übersteuert / zerrt.
Ich hoffe einigermassen anschaulich erklärt zu haben.

schöne grüsse
savage
PPM
Stammgast
#15 erstellt: 15. Jul 2005, 07:16

torbi schrieb:
..analytisch abgestimmt zu sein. Also, überall voller dicker angenehmer genialer Sound, nur über das Radio war's schon einen Tick ZU dick und auch in die Breite gezogen.

das Shure ist "seidiger" (jetzt fange ich auch schon mit diesem Vokabular an, lese zuviel "image hifi").

...kann man sicher auch mit "audiophilen" Worten umschreiben.


Das geht voll in ordnung! Psychologische Untersuchungen haben gezeigt, daß sog. "cross-modales" bzw. "kinästhetisches" Vokabular zur Klangbeschreibung relativ einheitlich angewendet und auch verstanden wird

Gruß
Patrick
torbi
Inventar
#16 erstellt: 15. Jul 2005, 12:43
PPM: Danke Ich versuche, da nicht total abzudrehen. Seitdem ich mal in einem "high-end"-Laden einem Typen aus der Distanz habe zuhören dürfen ("Raumstaffelung", "schwarze Bässe", "Hören Sie das Holz?", ...) dachte ich, in der Klapsmühle gelandet zu sein. Dabei klang die Anlage, vor der sie gerade standen, scheisse , viel zu dünn, spitz, kreischig, nervig, ohne das angenehme Timbre einer schönen Röhre, ohne den Brustkorb des Sängers hören zu können... aaaahh... ich fange schon wieder an <just kidding> Jedenfalls hab ich mich da entschlossen, nur noch meinen Ohren und nicht irgendwelchen blumigen Beschreibungen zu trauen.
Wird das wirklich einheitlich verstadnen? Das ist interessant.
2wheel
Stammgast
#17 erstellt: 16. Jul 2005, 05:45
Hinzuzufügen wäre noch, dass das Chassis der 166er Baureihe in der Tat nicht die beste Basis ist, wenn's "untenrum" tief und kräftig sein soll. Deutlich besser: Laufwerk (und Tonarm) des Thorens TD 160 in der MK-I Version. Der 160-1 hat bei mir seinerzeit den TD 146 (ebenfalls mit TP 11 Arm und bis auf die Endabschaltung baugleich mit dem 166er, die J-Version unterscheidet sich, glaube ich nur durch den Metallinnenteller?!) abgelöst und ich war einigermassen von den Socken, weil der ungetunte 160er meinen frisch überholten und mit MDF - Bodenplatte und neuen Cinchkabeln(nix besonderes, aber besser, als die Originale) ausgestatteten 146er ausser in Sachen Präzision und vielleicht "Knackigkeit" ziemlich alt aussehen liess - gerade auch der Bass ging beim 160er nochmal tiefer, schwärzer - alles irgendwie eine Nummer erwachsener, auch weiträumiger.


[Beitrag von 2wheel am 16. Jul 2005, 05:51 bearbeitet]
PPM
Stammgast
#18 erstellt: 16. Jul 2005, 06:23

torbi schrieb:

Wird das wirklich einheitlich verstadnen? Das ist interessant.


Prinzipiell ja. So ist es überhaupt kein Problem, zwei Klangbeispielen visuelle Begriffe wie "hell" und "dunkel" oder taktile Begriffe wie "hart" und "seidig" zuzuordnen (wenn die Klangbeispiele sich in der Hinsicht unterscheiden und präzise differenzierende Begriffspaare verwendet werden).
Ich weiß nicht, wie tief derartige Untersuchnungen gehen. Ich vermute mal, daß die Ergebnisse umso uneinheitlicher werden, je diffiziler die Umschreibungen werden, abhängig auch davon welche Hörerfahrung die Probanden mitbringen und welchen "Referenzanker" sie im Geiste haben. Mit Umschreibungen wie "schwarze Bässe" oder "leuchtende Klangfarben" habe ich kein Problem. Schon eher, wenn zeitliche und undefinierte Begriffe wie "X hat Pep, groovt und swingt, klingt irgendwie schneller als Y" verwendet werden.

Aber was sollen wir auch machen? Hier im Forum können wir nicht hören, nur lesen, deswegen weichen wir auf die Verwendung cross-modalen Vokabulars aus. Dafür muß man sich nicht rechtfertigen, wohl aber hoffen, daß B es so versteht wie A es meint.

Dein "High-End-Laden" hat diese Begriffe aber wohl eher verwendet, um einen potentiellen Kunden zu "biasen"

Verkaufspsychologenlaien. Mich hat letztens ein Händler bei dem ich mir Boxen angehört habe zugetextet mit "Hören Sie sich diese Gitarre an, wie die Saiten angerissen werden, Chris Rea ist schon ein toller Hecht"...und anschließend "Sehen Sie, jetzt reden wir nicht mehr über Klang, sondern über Musik. So soll es sein! Sind einfach klasse Lautsprecher!" - Mein Gott wie platt!

Gruß
Patrick

Ok, war jetzt OT...
DOSORDIE
Inventar
#19 erstellt: 16. Jul 2005, 08:34
@rebel32:

Was ist das für ein Sender wo diese Jazz Sendung, wo 2 Stunden nur Platten gespielt werden läuft? Neuer Stoff für meine REVOX A77 ;-)

Danke
Wäre dir sehr verbunden!
Hörbert
Moderator
#20 erstellt: 16. Jul 2005, 11:35
Hallo

@rebel32:

Was ist das für ein Sender wo diese Jazz Sendung, wo 2 Stunden nur Platten gespielt werden läuft? Neuer Stoff für meine REVOX A77 ;-)

Danke
Wäre dir sehr verbunden

Auch ich wüsste gerne was das für eine Sendung ist und wo man sie Empfangen kann
MFG Günther
richi44
Hat sich gelöscht
#21 erstellt: 16. Jul 2005, 13:04
Ohne jetzt alle Beiträge gelesen zu haben mein "Senf":

Lautere Programme werden eher gehört als leise. Diese Tatsache führt dazu, dass jeder Sender versucht (auch die "anständigen"), lauter zu sein. Der Aussteuerungspegel des eigentlichen Senders darf dabei aber nicht überschritten werden.

Erster Schritt war der Einsatz eines Limiters. Das brachte deutlch mehr Durchschnittslautstärke, weil eine Übersteuerung nicht mehr möglich war und daher mit hohem Pegel gefahren werden konnte. Aber es führte zu einem flachen Klangbild und dem limitertypischen "Atmen".

Der zweite Schritt war die Verwendung des Optimod.
Hierbei wird der Frequenzgang dauernd angepasst, sodass Höhen und Bässe je nach Programminhalt (das Ding lässt sich auf verschiedene Programmarten umschalten) betont und gedämpft wurden. Dies alles zusammen mit einem Limiter.
Der Erfolg: Die Musik hat zwar nichts mehr mit dem Original zu tun, aber die Lautstärke ist angehoben ohne Pegelanhebung und die an und für sich nun flache Dynamik wirkt wieder lebendiger.
savage
Stammgast
#22 erstellt: 17. Jul 2005, 05:59
hier gibt's noch etwas Ketchup zu richi's Senf:

http://www.eldoradio...ttung/processing.php

schöne grüsse
savage
rebel32
Stammgast
#23 erstellt: 17. Jul 2005, 08:00
Hallo!
@ Patrick: Das Photo stelle ich gerne rein, es dauert aber noch ein paar Tage da es zur Zeit nicht geht.
Ich habe den Vincent eigentlich durch Zufall bekommen, ich wollte mir einen NAD pp2 bestellen, der war nicht lieferbar, daher bot mir der Laden an anstatt des NAD (99.-) einen Vincent(149.-) zum gleichen Preis zu liefern, ich habe kurz im Internet geschaut und einen positiven Testbericht gefunden und dann zugestimmt, jetzt zweifle ich natürlich ob das so gut war, meint ihr der NAD ist besser?Könnte er besser zum VMred passen?
Ansonsten scheint ja sowohl mein Plattenspieler als auch mein Tonarm als auch mein System und auch der Vorverstärker nicht so toll zu sein... Hilfe!
Ist jetzt sicher nicht so leicht zu beantworten, aber woher weiss ich denn außer durch Jahrelange Erfahrung und ohne Probehören ob ein System mit Tonarm und Vorverstärker und umgekehrt harmoniert, gibt es da grundsätzliche Sachen an denen man sich orientieren kann?
Zum Shure V15: Ich habe auch schon von diesem System gehört, es kostet zur Zeit ca.330, ist es wirklich so toll und sein Geld Wert?
Wieviel besser ist es zum Beispiel im Vergleich mit "preiswerteren" Systemen wie dem Grado Prestige, dem VM Silver, Den Goldring mm´s.
Zum Vorverstärkerproblem: Wer kennt denn einen nicht astronomisch teuren der richtig fett und luftig klingt?
Der Lehmann BlackCube soll ja super sein, aber der Preis ist halt schon heftig
ach ja,@ Günther und Dosordie:
Die Sendung läuft auf dem Sender RadioEins, es ist aber keine reine Jazz Sendung, es gibt ab und zu Jazz-Specials, ansonsten läuft alle mögliche Musik,eben auch viel Jazz und nur Lp´s,

Grüsse,
Chris


[Beitrag von rebel32 am 17. Jul 2005, 08:10 bearbeitet]
Hörbert
Moderator
#24 erstellt: 17. Jul 2005, 09:07
Hallo!
Also zumindestens dein Plattenspieler ist eigentlich ganz gut, Was dein System betrifft: Dein Ortofon ist eher ein (Im besten Sinne) analytisches System während du eher etwas Rundes mit viel Wohlklang zu suchen scheinst. Da käme eventuell ein Goldring oder Grado in Frage. Eventuell könte dir der Chef der Fa Phonophono Herr Lützelberger da weiterhelfen Telephonisch hat er mich schon sehr gut und Fachkundig beraten und auch per Mail kan er dir wohl weiterhelfen:
www.Phonophono.de
Ich hoffe das du damit Weiterkommst
MFG Günther


[Beitrag von Hörbert am 17. Jul 2005, 09:08 bearbeitet]
DOSORDIE
Inventar
#25 erstellt: 17. Jul 2005, 11:39
War die Kompression in den 70er/80er Jahren schlechter als heute? Ich habe alte Tonband und Cassettenaufnahmen vom Radio, gerade höre ich ein Maxel UD-XL Tonband (NAB Spule) Internationale Hits von A bis Z vom 26. Dezember 1981 von hr3 aufgenommen, ich habe die Originalplaylist die damals in den Tageszeitungen und im Funkhaus hier in Kassel auslagen vor mir liegen und es ist schon ein merkwürdiges Gefühl ein Stück "Radio aus einer anderen Zeit" zu erleben, die Musikmischung ist anders als heute, abwechselungsreich, mehr damals schon alte Sachen, als jetzt im Programm Platz hätten, ab und an auch mal ein Schlager, aber darum gehts garnicht...

Der Sound ist ziemlich dünn, es klingt recht flach und dumpf, obwohl der Pegel des Bandes voll ausgesteuert, aber nicht übersteuert ist, andere Tonbänder und Cassettenaufnahmen auf recht gutem Band bis ca. 1984 vom selben Sender weisen das selbe Problem auf, ich habe Klassikaufnahmen auf AGFA PE 45 Band gehabt, die waren wesentlich älter, schätze mal aus den 70ern, die Spulen sind grau, die klangen astrein.

Tonbandaufnahmen halten sich wesentlich länger als Cassettenaufnahmen, ich denke nicht dass es an der Lagerung, am Bandmaterial oder am Alter liegt, denke schon eher am Sender...

Fiel mir nur so auf am Rande, kann da einer was zu sagen?

CU Tobi
DOSORDIE
Inventar
#26 erstellt: 17. Jul 2005, 11:46
übrigens Danke wegen der Radiosendung... Schade, von Radio Eins habe ich nicht viel, den RBB bekomme ich im Kabel nicht, ne Sat Anlage haben wir nicht und die Quali des Internetstreams ist ziemlich dürftig.

:-(
DOSORDIE
Inventar
#27 erstellt: 17. Jul 2005, 11:59
achja, wie heißt die Sendung und wann läuft sie? auf der Radio Eins hp ist nichts über eine reine Vinylsendung ersichtlich...

CU Tobi
2wheel
Stammgast
#28 erstellt: 17. Jul 2005, 19:28
@ rebel 32:
Vielleicht hat Hörbert recht, ein Goldring oder Grado könnte schon den von Dir gewünschten Effekt bringen. Der Nad PP 2 ist auch eher etwas schlank und analytisch abgestimmt, vielleicht aber besser, wenn Du erst mal den Tonabnehmer tauschst, dann kann man weitersehen.
Zu Plattenspielerklang: Ein Bekannter von mir meinte mal über meinen TD 146, der so etwa ab 1982 glaube ich auf den Markt kam: "Da haben sie sich halt schon am CD-Sound orientiert..."
Wohl richtig, tatsächlich war es wohl so, dass in den Chefetagen der Hifi-Industrie schon ab etwa 1976 -oder womöglich noch früher?!- die Einführung der CD nur noch als Frage der Zeit galt. Die veränderten Grundsounds der Plattenspieler TD 160-2 und TD126 gegenüber den Vorgängern TD 160-1 bzw 125er Serie gelten als Antwort auf den abzusehenden Trend.
Ein Umstieg auf Grado oder Goldring sollte Dich Deinem Ziel auf jeden Fall näher bringen, danach kann man, wie gesagt, weitersehen.
Hörbert
Moderator
#29 erstellt: 17. Jul 2005, 19:40
Hallo!
@rebel32
Also ich habe mich mal bei einigen Bekannten von mir umgehört. Für dich kämen insbesondere das Goldring G 1012 oder das Grado Prestige Silver in Frage, beide Systeme harmonieren wohl mit deinem Tonarm und klingen in einem 160ger recht rund und voll also genau das was du Suchst denke ich
MFG Günther
2wheel
Stammgast
#30 erstellt: 17. Jul 2005, 19:57
Hallo Hörbert, Du schreibst 160er, er hat aber einen 166er.
Nur, um Missverständnissen vorzubeugen.
Der Effekt gegenüber dem VM Red sollte aber auch im 166er der gleiche sein.
Falls der 166er noch mit der Original Pressspan Bodenplatte dasteht, eine MDF Bodenplatte bringt tatsächlich nochmal etwas mehr Fundament.
Hörbert
Moderator
#31 erstellt: 17. Jul 2005, 21:51
Hallo!
@2wheel
Natürlich 166er, allerdings hat der Bekannte von mir der das Grado hat einen 160ger Daher die Verwechelung.
MFG Günther


[Beitrag von Hörbert am 17. Jul 2005, 23:20 bearbeitet]
2wheel
Stammgast
#32 erstellt: 17. Jul 2005, 22:42
No problems, denke ich. Hab mal vor kurzem das kleine Grado Black einmal an einem TD 160-2 und einmal an einem TD 320-1 gehört. Könnte etwas luftiger rüberkommen, aber in beiden Fällen schön & warm, aber ohne sich in Schönspielerei zu verlieren. Die grösseren Grados spielen dann sicher auch etwas luftiger.
Am 320er hab ich das kleine Black dann auch mal mit Punkrock aus der Frühphase von WIRE gehört, und siehe da, es ging auch schon ganz gut nach vorne, druckvoll und knackig- also nicht zuuuu weich!- genug ab. Interessanter Tipp also, wenn die grösseren Grados alles nochmal ein bisschen besser machen.


[Beitrag von 2wheel am 17. Jul 2005, 22:43 bearbeitet]
HiFi_Addicted
Inventar
#33 erstellt: 18. Jul 2005, 03:55
Naja das Prestige Black ich weis nicht....Richtig lustig wird es erst mit der Reference Serie. Meine Reference Reference schein wie gemacht zu sein für Punkrock Für den TP16 Arm ist es aber etwas zu weich... Monterin kann ich es nicht weil es sich nicht von Unten verschrauben lässt. Am ProJect Studie (9c) kommts richtig gut rüber.

MfG Christoph
2wheel
Stammgast
#34 erstellt: 18. Jul 2005, 07:37
Ich wollte auch nicht das "Black" empfehlen, sondern nur bemerken, dass der Grundcharakter in die richtige Richtung geht.Daher schrieb ich: "Interessanter Tipp also, WENN DIE GRÖSSEREN GRADOS ALLES NOCHMAL EIN BISSCHEN BESSER MACHEN.
So war das gemeint.
Übrigens hat rebel32 keinen TP 16 Arm, sondern den TP 11, vermutlich MK-2 Version, also kein Arm der schweren, sondern der mittelleichten Kategorie.Wollte nur nochmal drauf hinweisen.
Ach so, um auch dieses potentielle Missverständnis auszuräumen: Die Sache mit dem Punkrock hatte ich auch nur erwähnt, weil ich dem Grado dort eher weniger zugetraut hätte.


[Beitrag von 2wheel am 18. Jul 2005, 07:50 bearbeitet]
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