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Nadel schief - selbst richten?

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Osyrys77
Inventar
#1 erstellt: 23. Jan 2008, 15:39
Hall zusammen!

Ich habe folgendes Problem. Ich habe Anfang November einen Plattenspieler Thorens TD 850 mit dem System Benz Micro Silver (HOMC) und der PP2 Phonovorstufe bei den Hifi-Profis in Frankfurt geholt.
Nach ca. drei Wochen habe ich gesehen, dass die Nadel minimal richtung Plattentellermitte zeigt, also von vorne gesehen nach links. Der Klang war weiterhin perfekt. Ich habe dennoch beim Händel angerufen und gefragt ob das normal wäre und die Info bekommen, dass es an falsch eingestellter Antiskatingkraft liegen könnte. Das System wurde beim Händler eingebaut und justiert. Ich habe es nochmal überprüft und die Einstellungen waren ok. Der Service-Mensch sagte dennoch, dass ich die Antiskatingkraft zurück nehmen soll und schauen ob sich was ändert in den nächsten Tagen. Es hat sich was geändert, nämlich dass die Nadel nach paar Tagen noch mehr ausgelenkt war und man auch auf den linken Geräusch bei den Höhen ein deutliches Knacksen hören konnte. Plattenspieler zum Händler gebracht. Heute nach mehreren Wochen habe ich die Antwort bekommen, dass sie das so sehen, dass die Nadel verbogen wurde. Ich könnte ausrasten!!! Sie können jediglich die Nadel einschicken und für Euro 240 bekomme ich eine Neue Nadel. Nun zur meiner eigentlichen Frage. Befor ich die Nadel einschicke, würdet ihr versuchen die Nadel in die richtige Position zu stellen? Für 250€ kann ich nämlich das System auch komplett neu im Internet bekommen. Wenn mir jemand hier weiterhelfen könnte, wäre ich sehr dankbar. Schöne Grüße

Lukas
Albus
Inventar
#2 erstellt: 23. Jan 2008, 15:58
Tag,

zuerst, leichte Schiefstellungen von Nadelträgern kommen immer wieder vor, gar auch bei sehr teuren Tonabnehmern. Prinzipiell sollten derartige Abweichungen von der linearen Gleichgewichtsposition des Nadelträgers in seinem Federpunkt nicht sein. Pedantisch betrachtet ist entscheidend nicht der äußere Befund des Anscheins der Schiefstellung zu den geraden Linien des Gehäuses. Vielmehr geht es entscheidend darum, ob der Nadelträger in dem Nadellager (im Mittelpunkt der Spulen, Spulen und Nadelträger in Formation eines T, am Fußpunkt des T der Diamant) korrekt befestigt ist: was man nur sieht, gelingt der Blick ins Innere des Tonabnehmers. Soweit der Vorspruch zum Vorverständnis.

In Benutzung wird ein schlecht eingesetzter Nadelträger unter der Beanspruchung aus der Verankerung in der Spule uU herausbewegt. Schlecht eingesetzt kann sein, dass der Kleber nichts taugt oder nicht genügte. Dafür ist der Hersteller ja da, dafür zu sorgen, dass unter Beanspruchung durch Auflagekräfte und Antiskatingkräfte der Tonabnehmer korrekt funktioniert. Die minimalen Kräfte brechen keinen Nadelträger aus dem Anker heraus. Wenn, dann hatte etwas mit der Befestigung des eingesetzten Nadelträgers nicht gestimmt.

So meine Ansicht. Ich denke, es ist eher ein Garantiefall.

Freundlich
Albus


[Beitrag von Albus am 23. Jan 2008, 16:01 bearbeitet]
Osyrys77
Inventar
#3 erstellt: 23. Jan 2008, 16:19
Hi Albus,

ich bin der gleichen Meinung, dass es ein Garantiefall ist. Eine ähnliche Antwort hinsichtlich Herausspringen von der Verankerung etc. habe ich auch von anderen Leuten hier im Forum bekommen. Das alles nutzt aber nichts, weil der Händler das anders sieht. Ich glaube ich hole mein "Baby" morgen ab und schicke den Abnehmer selbst ein.
Albus
Inventar
#4 erstellt: 23. Jan 2008, 16:24
Tag erneut,
und Tsg erneut Lukas,

dann bleibt einem nur der umständliche Weg zum Hersteller. Und, der Handelsgeist entpuppt sich hier als Krämergeist. Der Kunde weiß nun Bescheid.

Freundlich
Albus
Hörbert
Moderator
#5 erstellt: 23. Jan 2008, 20:55
Hallo!

Ich würde mich an deiner Stelle mit Benz-Micro selbst in Verbindung setzen. Normalerweise ist die Firma sehr kulant. Laut Auskunft meines HiFi-Händlers stellt ein (kostenfreier) Umtausch innerhalb der Garantiezeit so gut wie nie ein Problem dar und sollt innerhalb von drei Wochen erledigt sein, das Verhalten deines Händlers ist zumindestens Räselhaft. Allerding würde ich von Zurechtbiegeversuchen in Eigenregie die Finger lassen, damit verfällt die Garantie auf das Produkt.

MFG Günther
HerEVoice
Stammgast
#6 erstellt: 24. Jan 2008, 07:25
Hi

Wenn der Händler mir unterstellt die Nadel verbogen zu haben hätte der mich, nach Abwicklung des in meinen Augen Garantiefalls, das letzte mal gesehen. Würde ich ihm auch deutlich zu verstehen geben. Nadel verbogen? Ist der Träger noch gerade, nur in sich gedreht? Wenn ja, dann wohl nicht, sondern eher ein Problem in der Verankerung.
Auch ich würde mich direkt mit dem Hersteller erst einmal telefonisch in Verbindung setzen, ihm das Problem persönlich, unter Umgehung des Händlers, schildern und versuchen den Garantieanspruch durchzusetzen. Ist das nicht möglich ist Verhandlungsgeschick gefragt um nach einer für beide Seiten einvernehmlichen Lösung des Problems zu suchen.
Sollte auch das nicht möglich sein, wäre es das letzte Benz gewesen. Würde ich dem Hersteller auch deutlich zu verstehen geben.

Grüße
Herbert
Superrogi
Stammgast
#7 erstellt: 25. Jan 2008, 11:59
was ist denn mit der " gesetzlichen " garantie ???

gruß, rogi
Osyrys77
Inventar
#8 erstellt: 28. Jan 2008, 10:27
Hallo zusammen,

am Freitag war ich noch mal beim Händler und wollte meinen Plattenspieler mit dem defekten System abholen. Wie gesagt, ich dachte mir, wenn mir schon kein Glaube geschenkt wird, bzw. wenn die nicht gewollt sind das System selbst einzuschicken um das zu prüfen, dann hole ich halt mein neues System irgendwo und gehe dort nie wieder hin. Als ich ankam stand mein Plattenspieler schon komplett verpackt und abholbereit. Der Mensch vom Verkauf mit dem ich einen Tag vorher gesprochen hat wusste ja bescheid, dass ich mein altes System wieder mitnehmen wollte. Als ich schon gehen wollte, kam jemand von Reperatur dazu und hat noch eine Rechnung von €280 hingelegt aus der vorherging, dass eine neues System eingebaut und justiert wurde. Ich sagte aber, dass ich nieeee gesagt habe, dass da was gemacht werden soll. Der Verkäufer hat es auch bestätigt und hat sich selbst gewurndert wieso die Werkstatt so gehandelt hat. Der Typ vom Service meinte, dass ich mich noch freuen sollte, weil das System eigentlich €320 kostet und sie mir einen fairen Preis von €280 und das schon einschliesslich Justierung gemacht haben. Ich sagte, dass mir das egal ist, weil ich das gar nicht wollte und die das System wieder auswechseln sollen. Nach ca. 30min rumdiskutieren, meinte der Servicetyp, dass der Aufwand viel zu groß ist wieder das System abzubauen und zusätzlich könnte er das System nicht mehr als neu verkaufen, weil es ja schon mal eingebaut wurde und auch getestet wurde. Tja, da meinte ich...ist nicht mein Problem...und runter damit. Als Vorschlag kam heraus ob es ok wäre, wenn man da einen Verhandlungspreis ausdiskutiert. Einerseits dachte ich mir, wieso soll ich noch mal Geld bezahlen, obwohl ich nicht schuldig bin andererseits hatte ich die Befürchtung, dass die Firma Benz sich genau so verhält und ich wieder um die €320 für ein System bezahle.....heut zu tage weiss man es halt nie. Am Ende habe ich meinen Plattenspieler mitgenommen und habe €140 für ein neues Benz Mirco Silver bezahlt. Ob das jetzt richtig war oder nicht kann ich auch nicht sagen, doch ich war mehr als glücklich als ich zu Hause ankam, den Spieler wieder angeschlossen habe und aus den Lautsprechern Dark Side of the moon in kristalklaren Sound wiedergegeben wurde!
Albus
Inventar
#9 erstellt: 28. Jan 2008, 10:43
Tag,

das Akzeptieren der Verhandlungslösung ist wohl ein Fall der Lebensklugheit gewesen oder gar ein spieltheoretisch informiertes Handeln nach der Regel "Minimiere den maximalen Verlust". - Musik ist die Losung.

Freundlich
Albus
klaus52
Inventar
#10 erstellt: 28. Jan 2008, 15:47
Hi,

einerseits hättest Du eigentlich gar nix zahlen müssen und dir hätte ein neues System (das gleiche) zugestanden.
Andererseits wenn man, in deiner Situation den ganzen Affenzirkus der Vorgeschichte hinter sich hat,
inkl. dem ungewissen Ausgang im Garantiefall bei Benz (der dann vielleicht noch in einem Nervenaufreibenden Streitfall endet)...

Man muß sich in so einer Situation ja schnell entscheiden, für die meisten wenn sie ehrlich sind nicht einfach.
Hinterher schlauer sein und die Klappe aufreißen kann jeder...

Ist denn das neue, andere Benz ein gutes, oder gar besser als dein bisheriges ?!?

Wenn ja... ja dann mach dir keine Gedanken mehr und viel Spaß mit dem Dreher.
Osyrys77
Inventar
#11 erstellt: 29. Jan 2008, 13:14
Hi Klaus,

das neue System hört sich sehr gut an. Klar ist es immer eine Geschmackfrage und ich weiss, dass viele hier nichts von Benz-Systemen halten. Doch ich stehe auf diesen transparenten Ton, die Höhen sehr betont und unten herum weniger brachial dafür aber sehr detailiert.
Ich muss sagen, dass das alte System sich in den ersten Tagen sich auch sehr gut angehört so lange die Auslenkung nicht allzu groß war und dann je stärker es ausgelenkt war um so höher die Soundverfälschung sich geäussert hat.
Naja, Albus hatte vollkommen recht, von meiner Seite war es einfach der Versuch den Maximalen Verlust zu minimieren. Auch wenn ich mich immer noch darüber ärgere, bin ich froh dass ich so gehandelt habe und endlich meine Platten wieder geniessen kann.
Schöne Grüße

Lukas
HerEVoice
Stammgast
#12 erstellt: 29. Jan 2008, 23:03
Hi

Denke auch das es eine akzeptable Lösung des Problems ist, wenn es auch so nicht hätte sein dürfen.

Grüße
Herbert
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