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Welche Ersatz-Nadel für TA Sony XL-20 ?

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klaus52
Inventar
#1 erstellt: 26. Jan 2009, 02:08
Hallo,

habe noch einen alten TA von Sony, ein XL-20 mit einer Pfeifer Nachbau-Nadel.
Hört sich mit der Nadel gut an, nur stört mich sehr das der Nadelträger nicht mehr in der Mitte steht,
der steht deutlich nach links.

Eine Original-Nadel scheint aussichtslos, also bleibt wahrscheinlich nur wieder ein Replika.
Die Ersatznadel für diesen TA schimpft sich laut einigen Online-Shops ND 200 E.

Genau dahin (da es verschiedene Anbieter gibt) geht meine Frage an euch;
kann unterschiedliche Qualitäten nicht beurteilen, dazu fehlt mir eindeutig die Erfahrung.

Welche Nachbau-Nadeln, von welchem Hersteller bzw. Versender wären hier für dieses System denn empfehlenswert ?
Hörbert
Moderator
#2 erstellt: 26. Jan 2009, 08:52
Hallo!

Diese hier hat zumindestens einen elliptischen Schliff:
http://cgi.ebay.de/N...C39%3A1%7C240%3A1318

Allerdings solltest du dir Überlegen ob du nicht gleich ein neues System verbauen solltest. Qualitativ wäre dieses System : http://www.williamth...173-182_p5720_x2.htm Dem verbauten Sony XL-20 mit Originalnadel zumindestens Gleichwertig.

MFG Günther
klaus52
Inventar
#3 erstellt: 26. Jan 2009, 10:00
Hallo Günther,

ein neues günstiges... Ökonomisch, beim Preis eines Nadel-Ersatz gesehen, ok.

Das XL-20 dient als Wechselsystem, hauptsächlich um bei Scheiben,
in zweifelhaftem Zustand, meine anderen TA zu schonen.

Bei einem Vergleich mit Shure 75 und M95ED kam ich über das kleine Sony aber echt in's grübeln
denn das XL-20 klang mit oder trotz der Pfeifer Nadel deutlich sauberer in den Mitten und Höhen
und das ohne in der Domäne der Shure, deren Basswiedergabe nach zu stehen.

Ist zwar das kleinste XL aber das hat mich doch so beeindruckt das es die Shure als zweit TA's abgelöst hat.

Hmm, wenn ein neuer TA dann würd ich mich wieder schwer tun, nicht einen teureren zu nehmen.
Deshalb die Überlegung (für die Gebrauchsart, Wechselsystem für alte Scheiben)
auf dem Teppich zu bleiben und eine Ersatz-Nadel für das XL-20 zu suchen...

PS.
Wie kann das eigentlich passiert sein das sich der Nadelträger zu einer Seite hin ge / verzogen hat ?
Das war Anfangs noch nicht... ?!?
Hörbert
Moderator
#4 erstellt: 26. Jan 2009, 12:34
Hallo!

Diesen Effekt kann man bei günstigen Systemen häufig und auch bei nicht gerade günstigen Systemen seltener beobachten. Eine echte schlüssige Erklärung habe ich dafür noch nicht. Anfänglich dachte ich an eine fehlerhafte Antiskatingeinstellung oder an schlechte Tonarmlager. Da ich diesen Effekt aber auch bei Tangentialplattensielern (Technics, Revox) mit Tonarmsteuerung vorgefunden habe tendiere ich mittlerweile eher zu der der Ansicht daß schadhafte Dämpfergummis die unter der alltagsbelastung nachgegeben haben die Ursache sein könnte.

Der von mir verlinkte Nagaoka-Tonabnehmer ist ein Technics-Nachbau (EPC-270C) der in den späten 70gern für rund 180 DM im Handel war und für den Preis von ca.40 Euro ein sehr gutes Preis-Leistungsverhältniss hat. Natürlich kein Spitzenklasse-System aber solide obere Einsteiger- bis solide untere Mittelklasse hat er schon.

Wie stets hängt es bei diesen Tonabnehmern wie dem M-75 oder deinen XL-20 von der Güte der Nadel respektive des Diamanten und der Verarbeitung ab was schlußendlich aus den Lautsprechern kommt. Die Nachbauten für das M-75 sind zu recht nicht allzu berühmt. Zwar gibt es da einige Ausnahmen aber im großen Ganzen sind es Rundnadeln ohne größere Ansprüche an die Qualität. Leider kann ich die Güte der Nachbauten für das XL-20 nicht beurteilen, ich habe das System nicht. (Wohl aber einige andere ältere Exemplare zu denen es keine Originalnadeln gibt. Jedenfalls genug um sagen zu können daß die Qualität von Nachbauten stark schwankend ist und eine generelle Aussage über eine Qualität für ein bestimmtes altes System praktisch unmöglich ist, es ist halt immer ein Roulettspiel. )

MFG Günther
klaus52
Inventar
#5 erstellt: 26. Jan 2009, 13:25
Hallo,

dieses Nadelträger zur Seite verziehen;
es ist wirklich ein "ver"ziehen das von innen, von der Aufhängung her rühren muß,
denn der Träger ist definitiv nicht krumm und ihm ist auch weder ein Missgeschick noch ein defekter Dreher widerfahren.

Die Aufhängung im inneren eines solchen (günstigen Nachbau) MM Trägers;
besteht die aus nur einem einzigen Gummiblock der in's Vierkantrohr geschoben ist
und in dem mittig das Trägerröhrchen mit seinem hinteren Ende steckt ?

Es scheint als wäre die Bewegungsachse (der Gummi ?!?) ziemlich hinten
wenn man den bewegungs- Winkel des Trägers gedanklich beim bewegen mit dem Finger beobachtet ?
Der müßte ziemlich am inneren Ende, sicherlich aber hinter dem Magneten sein ?

Oder sind das mehreren Gummis, oder ist generell auch bei solchen Nadelträgern für MM immer zwingend ein Spanndraht im Spiel ?


Merkwürdig ist auch das dieser Nadelträger schon einige Jährchen auf dem Buckel hat,
aber noch bis vor einem halben Jahr gesichert gerade stand und die letzte Zeit selten benutzt wurde.
Hörbert
Moderator
#6 erstellt: 26. Jan 2009, 13:46
Hallo!

Den Aufbau des Nadelträgers respektive des Dämpfergummis beim XL-20 kenne ich nicht im einzelnen, -wie gesagt habe ich dieses System nicht selbst. Bei den Shure Systemen und den Technics Systemen sowie den Ortofon-Systemen die ich zur Hand habe gibt es unterschiedliche Lösungen. Bei Ortofon ist es eine runde Gummitülle, bei den Technics /je nach Modell) ein langer runder oder Vierkantblock der kaum zum verziehen neigt ebenso bei den Shures. Bei den Audio-Technicas ist es ein etwas komplizierter geformtes Gebilde mit mehren Ausbrüchen, aber immer ein Gummi und nie mehre Lagen.

Je komplexer und schmäler diese Teile geformt sind um so häufiger -habe ich den Eindruck-, stehen die Nadel schief. Wobei ich auch schon Shure-Nadeln mit dieser Schiefstellung gesehen habe, -nur eben wesentlich öfters AT-Nadelträger-.

MM-Systeme mit Spanndraht haben neben AT nur einige Japanische Firmen m.W. bei Shure oder Ortofon gibt es soweit mir bekannt keine Modelle.

MFG Günther
klaus52
Inventar
#7 erstellt: 26. Jan 2009, 13:52
Oh, mit dem Achspunkt ganz hinten lag ich völlig falsch.

Habe den Einschub grade mal mikroskopiert und man erkennt nicht nur wo der Drehpunkt wirklich liegt (von vorne gesehen vor dem Magneten)
sondern auch das es ein einziger Vierkant - Block eines porösen, fast ähnlich eines Schaumstoff oder Mossgummiartigen Material ist.

Aber es gibt noch eine Erkenntnis;
der Träger ist die letzten Minuten deutlich Richtung Mitte gewandert.
Dachte erst es liegt an der erhöhten Temperatur durch das anfassen des Messing - Vierkantröhrchen
aber es, eher der flexible Aufhängungs - Block reagiert scheint's auf Feuchtigkeit.
Je mehr ich es an atme desto mehr bewegt es sich wieder zur Mitte.
Sollte die geringe Luftfeuchte, gerade jetzt besonders durch die Heizung einen Einfluß haben ?!?

Werde versuchsweise mit einer Injektionsnadel einen Tropfen reines Silikonöl auf den Block geben.
Hörbert
Moderator
#8 erstellt: 26. Jan 2009, 14:13
Hallo!

Die Schrumpfung kommt wohl durch das Ausdampfen flüchtiger Bestandteile zustande, ich tippe mal auf Weichmacher, das aber würde auf eine allmähliche Verhärtung des Kunststoffes hinweisen. Ich werde gelegentlich mal prüfen inwieweit das Verziehen der Nadelträger mit Verhärtungen einhergeht, nach meiner Erfahrung sind neben den bekannten AKGs insbesondere schließlich Audio-Technicas davon betroffen, das würde sich mit meiner Érinnerten Beobachtung der Häufung schiefer Nadelträger bei AT-Systemen decken.

MFG Günther
klaus52
Inventar
#9 erstellt: 26. Jan 2009, 14:41
Hi,

erstaunlich, der Block hat sich nach der kurzen Zeit durch das Silikon scheint's so rückverformt das der Nadelträger schon jetzt wieder genau in der Mitte steht.

Habe den Überschuss gerade mit einem Baumwollfaden absaugen lassen. Der Rest dringt
sicher noch eine ganze Weile in den Block ein.
Dieses Silikon verharzt, verdunstet nicht, verändert nicht seine Konsistenz und greift auch Gummi nicht an.
Dahingehend befürchte ich keinerlei Störungen.

Werde mal beobachten ob das mit der Geometrie bleibt und ob sich Tonal etwas verändert hat.
Letzteres kann ich mir aber eigentlich nicht recht vorstellen, zumindest nicht in negativer Richtung.
Wenn davon aus zu gehen ist daß das Material im Alter eher verhärtet,
wäre ein wieder weicher werden durch das Silikon sicher nicht verkehrt.
Ludger
Inventar
#10 erstellt: 26. Jan 2009, 15:31
Hallo klaus,
höchst interessante Beobachtungen und Versuche, die du da gemacht hast, das könnte für viele im Forum von Nutzen sein.

Ich hatte vor einiger Zeit ein ähnliches Problem mit einem Denon DL 103, da stand auf einmal der Nadelträger schief.
Abhilfe brachte ein leichtes Drücken, fortan war der Träger wieder gerade und ist es auch geblieben, das dürfte aber eine ganz andere Ursache als bei deinem Sony gewesen sein.
Gruß
Ludger
klaus52
Inventar
#11 erstellt: 26. Jan 2009, 18:14

Ludger schrieb:
..einem Denon DL 103, da stand auf einmal der Nadelträger schief.
Abhilfe brachte ein leichtes Drücken, fortan war der Träger wieder gerade und ist es auch geblieben, das dürfte aber eine ganz andere Ursache als bei deinem Sony gewesen sein.


Hi,

vielleicht war die Ursache gar keine andere ?!?
Evtl. hatte sich auch dort der Gummiblock durch Schrumpfung oder Verhärtung (was genau ist sicherlich noch eine Mutmaßung)
Geometrisch verändert und Du hast den Träger durch das "richten" im Durchgangsbereich des Gummiblockes quasi ge(ver)rückt,
sodaß zwar der Block unverändert blieb, der Träger in ihm nun eine andere,
(jetzt zum Gehäuse gesehen) wieder axiale Position eingenommen hat ?!?

Hab bei meinem Träger beobachtet das der sich trotzdem er im Durchgangsbereich (sicher wie alle Träger, sonst könnte man die ja kinderleicht raus ziehen),
wohl mit einer Klebung im Block fixiert wurde, trotzallem darin leicht "verrücken", also auch "verkanten" läßt.

Nun könnte man das rücken mit Geduld (oder Glück ) evtl. soweit "provozieren" das nach mehreren versuchen eine gerade Position erreicht wird.
Durchaus vorstellbar wenn der geklebte Bereich nur einen kleinen Teil der gesamten Bohrung im Gummi ausmacht
und im Rest der Bohrung diesen durch eine gewisse Haftung zwischen gespanntem Gummi und Träger, in der anderen, korrigierten Position hält ?!?
klaus52
Inventar
#12 erstellt: 26. Jan 2009, 20:21
Hallo,

habe zum üben für die Pfeifer-Nadel eben Bilder von einer Shure M95ED Original-Nadel gemacht.
Bin erschrocken...

Die Ersatznadel des Sony kommt noch dran. Mal sehen wie die damit aussieht.
Außerdem bin ich gespannt ob man der Pfeifer Nadel ansehen kann welche Schliffart die überhaupt hat.
Soll bei den Nachbauten ebenfalls elliptisch wie die Originale sein.
Ob das überhaupt zutrifft ? Glaube die Nadel ist zu dieser Beurteilung in weit besserem Zustand als die Shure...
Hoffentlich kann jemand von euch (ich ganz bestimmt nicht) das später bei der Pfeifer erkennen.

Das Shure M95ED:
Nichtmal der Träger ist so glatt wie man glaubt...







klaus52
Inventar
#13 erstellt: 27. Jan 2009, 01:48
So, die Nadel Bilder von der Pfeifer Nadel das XL-20

Noch mehr vergrößerung erspare ich euch. Dann sind die Nadeln schroff wie der Montblanc zu sehen, grauenhaft.

Kann jemand von euch erkennen ob es sich bei der Pfeifer um einen elliptischen Schliff handelt ?









Albus
Inventar
#14 erstellt: 27. Jan 2009, 13:32
Tag,

erkennen kann man/ich auf den Bildern das Gefragte nicht, vielleicht das letzte Bild lässt mich gerade noch die Andeutung der mit elliptischem Schliff verbundenen Abflachung vorn erahnen (Abflachung vorn und hinten).

Was die Befestigung des Nadelträgers angeht, eine Bemerkung. Nachbauten, aber nicht nur Derartiges (auch einfache Original-Systeme), haben typisch ein einfach nur durch ein Rund- oder Eckig-Gummi durchgestecktes Nadelträgerröhrchen; wobei das eckige Gummi unten typisch die halbe Stärke von oben hat. So lassen sich Nadelträger leichtest verrücken oder erst in die gesollte Position ziehen oder drehen, oft ist der zulässige vertikale Spurwinkel schlicht nicht getroffen. Halte- oder Spanndrähte sind an MM-Nachbauten sehr selten. Häufig findet man in Nachbauten auch statt der originalen Viereck-Magnete (typisch Shure) einfach kurze Stäbchen am Röhrchenende eingesetzt (typisch für billige Nachbauten von Shure-Nadeln).

Die Shure-Nadeln, auch elementare Nadeleinschübe wie zu den M35X oder M44G, sind mit Haltedraht konstruiert (fixierender Lötpunkt hinten im Messingröhrchen); dazu ist das Dämpfergummi selbst noch in ein Stück Metallabschnitt eingefasst (woran der Haltedraht oben befestigt ist), welches wiederum in das längere Vierkantröhrchen fest eingesetzt ist. Nachbauten derartiger Nadeleinschübe sind dagegen mechanisch instabil.

Freundlich
Albus
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