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Mission Possible - kompakte Mini-TML mit Koax

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not0815
Inventar
#1 erstellt: 12. Sep 2009, 23:20
Mission Possible -.- Kompakt-TML mit 2-Wege-Koax-Lautsprecherchassis

Hast Du nicht einen kleinen preiswerten Lautsprecher im Regalformat für mich? Grosse Standboxen kann ich nicht aufstellen und mein Budget ist auch nicht sehr gross, dennoch will ich aber nicht auf vollen Klang verzichten. So in etwa lautete die dringend erscheinende Anfrage eines guten Bekannten. Daraufhin kam mir in Erinnerung, dass mir vor längerer Zeit mal ein kleines Koaxialchassis in die Hände gefallen war, das aber mangels konkreter Verwendbarkeit erst mal im Bastelschrank verschwand. Also kurz in meinem Lager gekramt und da war auch schon das Mission CP-10X Koaxial Chassis. Dieses Chassis besteht aus einen weich aufgehängten 10 Zentimeter Konusmembranlautsprecher auf deren Schwingspulenachse ein kleiner 25 Millimeter Gewebekalottenhochtöner montiert ist. Daraus müsste sich doch etwas passendes konstruieren lassen.
Die Idee zur Mission Possible war geboren.

Die Chassisbestückung: Mission CP-10X


Das Gehäuse:
Die kurze elektrische und akustische Vermessungen des Mission CP-10X ergaben dann aber leider zunächst keine idealen Voraussetzungen zur Erfüllung der gesetzten Zielvorgaben, die da hiessen, möglichst handliches Gehäuse bei gleichzeitig ordentlicher Basswiedergabe bis mindestens 60 Hz hinab. Die ermittelten Thiele-Small-Parameter (TSP) des Tiefmitteltöners mit einer Resonanzfrequenz von 75 Hz bei einem Qt von 0,66 und einem Vas von 5,1 L lassen den Einsatz des Chassis in kleineren geschlossenen oder Bassreflexkonstruktionen kaum zu. Bei Einbau in ein immerhin schon 12 Liter grosses geschlossenes Gehäuse wäre eine Wiedergabe unter 80 Hz kaum noch erfolgt, Basswiedergabe kann man das nun wirklich nicht mehr nennen. Bei einem Bassreflexgehäuse hätte das erforderliche Einbauvolumen die gesetzten Grenzen weit überschritten oder aber bei akzeptabler Gehäusegrösse wäre die Basswiedergabe so unsauber, so dass auch dieser Ansatz ausschied. Also doch nur Mission Impossible?

Den Ausweg aus diesem Dilemma brachte eine Transmission-Line (TML). Die Geometrie der für den CP-10X gewählten TML brachte eine für diese Abstimmungstiefe sehr kurze Line und durch die geschickte Faltung sehr moderate Gehäusemasse von lediglich 18x24x40 cm (BxTxH). Mit dieser sehr wirkungsvollen Transmission-Line kann aus dem zierlichen 10 Zentimeter Tiefmitteltöner des Koaxchassis eine untere Grenzfrequenz von fast unglaublichen 45 Hz herausgeholt werden.

Der praktische Gehäuseaufbau der Mission Possible ist so einfach wie möglich gehalten und kann auch von weniger geübten Heimwerkern sehr leicht nachgebaut werden. Als Gehäusematerial dient 16 Millimeter Spanplatten oder MDF. Alle Teile bestehen aus rechtwinkligen Brettern (die auch ohne Winkelschnitte ausgeführt werden können), so das der Zuschnitt ohne weiteres mit Heimwerkermitteln oder in jedem Baumarkt erfolgen kann.

Gehäusebauplan

Die Vorgabe, die Mission Possible auch im Regal aufstellen zu können, bedingte die Öffnung der Transmission-Line nach vorn auf die Schallwand zu setzen. Um den bei nach vorn offenen 2-Wege Boxen - wie es auch diese TML ist - grundsätzlich gegebenen Nachteil der hörbaren Abstrahlung sog. parasitärer Mitteltonanteile über den TML-Kanal so weit wie möglich zu verhindern, wird die Mission Possible nicht nur mit Polyester Volumenvlies im Gehäuseinnern, sondern auch mit preiswerten 10 mm Nadelfilz oder recht teurem dafür aber bequem zu verarbeitenden 10 mm Damping an Gehäusewänden bedämpft, Details zur Gehäusebedämpfung siehe Bedämpfungsplan.




Die Weiche:
Der Mission CP-10X zeigt einmal wieder, dass man auch im Lautsprecherbau nichts geschenkt bekommt. Die Frequenzgänge sowohl des Tiefmittelton- als auch des Hochtonsystems des Koaxes machten einem die Entwicklung einer guten und harmonischen Frequenzweiche nicht gerade leicht.



Mission CP-10X unbeschaltet im TML-Gehäuse (unter 300 Hz überwiegen die Raumeinflüsse)


Die Frequenzgangmessungen zeigen, dass der Tiefmitteltöner bei ca. 2,5 kHz einen schmalbandigen Pegeleinbruch und bei ca. 8,5 kHz eine deutliche Pegelspitze aufweisst. Auch der Hochtöner zeigt auf Achse bei ca. 3.5 kHz einen deutlich wenn auch sehr schmalbandigen Pegeleinbruch. Ansonsten sind die Frequenzgänge aber weitgehend unauffällig und ordentlich. Nach Geometrie und Frequenzgangverhalten der beiden Treiber war eine Trennfrequenz zwischen 3-4 kHz als sinnvoll anzusehen. Angesichts des relativ geringen Kaufpreises des kleinen Mission Koax sollte auch die Weiche im vertretbaren preislichen Rahmen bleiben. Da dies aber auch hier mal wieder der Quadratur des Kreises gleich kam, ergaben sich am Ende dann doch drei verschiedene Weichenversionen: Premium - Standard - Low-Cost

Die Premiumversion der Weiche - mit 3,5 kHz niedrigste Trennfrequenz aller Varianten - hat nicht nur den grössten Materialaufwand, sondern liefert auch ein fast perfektes Ergebnis. Ausschlaggebend ist u.a. die sehr gute spiegelbildliche Pegel- und Phasenlage zwischen Tiefmittel- und Hochtöner und die sehr steile akustische Trennung von ca. 30 dB/Oktave. Die Fehler beider Treiber werden so ausserhalb des zugewiesenen Frequenzbereiches sehr wirkungsvoll durch die Weiche ausgeblendet und der kritische Überlappungsbereich der Treiber ist auf ein Minimum beschränkt. Im Einzelnen: Der Hochtöner wird über einen elektrischen Filter 3. 0rdnung - der sich mit dem chassiseigenen Hochpassverhalten zu einem akustischen Hochpass 5. Ordnung ergänzt - angesteuert. Zur Anpassung des Hochtonpegels an den des Tiefmitteltöners folgt dem Filter ein Spannungsteiler aus 3,3 Ohm (Rs) und 9,1 Ohm (Rp). Der auf dem Frequenzgangschrieb ersichtliche leichte Anstieg zu höheren Frequenzen ist durchaus beabsichtigt. Zum einen ist dieser Effekt ausserhalb der Hauptachse fast völlig verschwunden zum anderen befördert etwas mehr Hochtonenergie im Raum die Klar- und Leichtigkeit des Klangbildes. Wer ein etwas dezenteres (englisches) Klangbild bevorzugt, kann durch eine Anpassung der Spannungsteilerwiderstände (-2dB=4,7Rs/6,8Rp; -4dB 6,8Rs/3,3Rp) leicht ein zurückhaltenderes Klangbild realisieren. Die Beschaltung des Tiefmitteltöners ist etwas aufwendiger. Zunächst war es notwendig die Chassisimpedanz durch ein parallel zum Tiefmitteltöner zu schaltendes RC-Glied zu linearisieren. Angekoppelt wird der Tiefmitteltöner dann über einen elektrischen Tiefpass 4. Ordnung der spiegelbildlich den Frequenzgang an den akustischen Hochpass des Hochtonzweiges anpasst. Um die resonanzbedingten Pegelspitze bei ca. 8,5 kHz - die sich trotz der steilen Filterung immer noch leicht als starke Welligkeit der Filterflanke zeigte - zu unterdrücken, ist ein serielles RC-Glied über die zweite Spule des Tiefpasses zu schalten. Das Ergebnis dieses Aufwand belohnt mit einem fast perfekten Weichenverhalten.

Der schaltungstechnische Aufwand dieser Weichenversion hat aber neben dem preislichen Aspekt auch das Problem, dass sie nicht so ohne weiteres durch die Einbauöffnung des Chassis in der Box verbaut werden kann. Wer diese Weichenvariante durch die Chassisöffnung in die Box einbauen will, sollte die Weiche für die Tiefmittel- und Hochtonzweige auf jeweils getrennten kleinen Träger aufbauen. Diese lassen sich einzeln innen links und rechts auf die Seitenwände der Box montieren. Eine andere Möglichkeit wäre eine demontierbare Rückwand in der Box vorzusehen und die Weiche direkt unten auf die Rückwand zu montieren. Ich habe zur Unterbringung der Premiumweiche kurzer Hand einen kleinen Sockel unter die Box gesetzt.





Frequenzgang der Mission Possible Premium


Frequenzgang der Mission Possible Premium unter 45°

Die Standardversion der Weiche hat eine mit ca. 3,8 kHz etwas höhere Trennfrequenz, was dem Hochtöner etwas mehr Sicherheitsreserven beschert. Gleichzeitig ist der Material- und Kostenaufwand auch deutlich geringer als bei er Topversion. Erkauft wird dies mit einem nicht ganz so detailreiches und hochauflösendes, wenngleich einem auch noch sehr guten klangliches Ergebnis. Zudem lässt sich diese Weiche leichter im Gehäuse unterbringen.




Die Low-Cost-Version - mit einer Übernahmefrquenz von ca. 4 kHz - lässt sich sehr preiswert aufbauen und klingt aufgrund des hiermit etwas höheren Wirkungsgrad der Box sehr spritzig und dynamisch. Die Auflösung und die räumliche Darstellung erreicht mit dieser Version aber weder die Qualität der Standardversion geschweige die der Premiumversion. Aber zum ersten Probehören oder als sehr preiswerte Studentenversion macht sie dennoch sehr viel Spass.





Frequenzgang der Mission Possible Low-Cost

Die Mission Possible hat bei allen Weichenversionen eine Nennimpedanz von 12 Ohm und das Impedanzminimum liegt bei keiner unter sehr verstärkerfreundlichen 7,8 Ohm.


Der Klang:
Allen Versionen gemein ist, dass diese kleine Box dank der Transmission-Line-Unterstützung trotz des relativ kleinen Basstreibers verblüffend bassstark ohne jedoch dröhnig oder gar bumsig zu klingt. Die untere Grenzfrequenz (-8dB) liegt für eine Box dieser Grösse und so kleinem Treiber bei fast unglaublichen ca. 45 Hz. Bei freier Aufstellung auf ca. 50-70cm hohen Ständern ist die Basswiedergabe zwangsläufig zwar etwas schlanker wenngleich nicht weniger druckvoll. Durch die Koaxialanordnung von Tiefmittel- und Hochtöner zeigt die Box eine sehr schöne klare und tief differenzierte Wiedergabe und fast spektakuläre Räumlichkeit, was durch die spritzige Wiedergabe des Hochtöners ergänzt und abgerundet wird. Die klanglichen Unterschiede zwischen den Weichenversion liegen hauptsächlich im in der Fähigkeit das musikalische Geschehen aufzuschlüsseln. Die Trennung einzelner Instrumente und deren Fixierung im Raum wird mit den aufwendigeren Weichenversion immer besser. Der Wirkungsgrad des kleine Mission CP-10X ist schon nicht gerade berauschend, so dass sich die Mission Possible an kräftigen Verstärkern besonders wohl fühlt. Als Zuhörer ist man immer wieder auf's Neue erstaunt, mit welch einer Klangfülle dieser kleine Koax in dieser Box einherkommt. Die Bässe kommen mit fast unglaublicher Stärke, Tiefe und Präzision. Wer diese Box hört, der sucht fast zwangsläufig nach einer irgendwo im Raum versteckten Unterstützung, aber es ist wirklich nur die kleine Box mit dem kleinen Koax die man hört. Zwar erreicht sie nicht die Maximallautstärken ausgewachsener Schallwandler, aber auch bei gehobener Zimmerlautstärke präsentiert sich diese Konstruktion stets souverän . Eben Mission Possible!


Mission Possible Rohbau

Auf meiner Web-Site unter winboxsimu.de/Boxen13.html ist eine noch ausführlichere Beschreibung dieser Boxen zu finden.


Gruß
Sven

Edit: Link korregiert und Bilder ergänzt


[Beitrag von not0815 am 15. Sep 2009, 11:42 bearbeitet]
castorpollux
Inventar
#2 erstellt: 12. Sep 2009, 23:26
Hi Sven,

sauber!
Hast du eine Nahfeld-Messung von Membran und Port? Winkelmessungen?

Gute Doku, gute Doku

Grüße,

Alex
digitalfrost
Stammgast
#3 erstellt: 13. Sep 2009, 00:09
Eine der schönsten Dokus die ich seit langem gelesen habe :).
not0815
Inventar
#4 erstellt: 20. Sep 2009, 18:12
Im Nachgang auch hier noch die Nahfeldmessungen zur Mission Possible


Weitere Details auf www.winboxsimu.de/Boxen13.html

Gruß
Sven


[Beitrag von not0815 am 21. Sep 2009, 08:28 bearbeitet]
hugaduga
Inventar
#5 erstellt: 04. Okt 2009, 10:13
@ not0815
Erstmal , wegen dem netten Treffen gestern.


@Mitleser

Gestern haben wir ein paar LS gehört (Vifa 2" Breitbänder TML, 3 Wege Standbox, den kleinen Schreihals CT 225 und eben die "Mission Possible").

Die "Mission Possible" war für mich das gelungenste Allround Paket. Auflösung, Räumlichkeit und Bass, ja Bass, waren komplett vorhanden.

Der Vifa war klein und klang schon sehr gut (braucht etwas feintuning)

3 Wege Box ging tief und klang ziemlich komplett

Die CT 225 konnte wirklich laut eine Unterhaltung war nicht mehr möglich, außer man beherrscht Gebärdensprache

Dann kam die "Mission Possible"!

a) sie wird nie nervig
b) sich kann laut, wenn man Leistung rein pumpt
c) für so ein kleines Chassis kommt sie soweit in den Frequenzkeller das man (außer bei Filmen) nie einen Wunsch nach einen Sub verspürt

Wenn ich die "Mission Possible" so vergleiche mit der allseits geliebten Stick . Stick verliert hier haushoch. Im Vergleich hat die Stick zu wenig Hochton Energie und klingt insgesamt nicht so ausgeglichen wie die "Mission Possible". Von Tiefgang her sind beide fast gleich.
Aus der Erinnerung heraus behaupte ich einfach das die "Mission Possible" auch besser ist als die Picolino (die wiederum besser ist als die Stick) von HobbyHifi.

Gehört hatten wir ein wenig Jazz, Supertramp und ein paar Schätzchen auf Vinyl.

Also wer momentan auf der Suche ist nach einem kleinen, feinen und günstigen Bausatz ist, kommt man an der "Mission Possible" in der Premiumversion nicht vorbei.

So gesehen ist die "Mission Possible" für mich ein Preis/Leistungswunder.


[Beitrag von hugaduga am 04. Okt 2009, 10:14 bearbeitet]
Pit48
Ist häufiger hier
#6 erstellt: 06. Nov 2009, 01:19
@not0815
"mission-possible" , das sind ja vieleicht "Zuckerböxlein"
also , für mich der absolute oberhammer , der mir in letzter
zeit untergekommen ist....
ich habe sie heute im rohbau fertiggestellt...ob da nun noch
furnier oder " nur " farbe draufkommen haben die boxen mir
heute selbst gesagt... " F U R N I E R " und zwar "ZEBRANO"
das ist dann ein kleid , das zu solchen wirklich tollen boxen passt....ich habe sie ca. 3 1/2 std.getestet...
ich habe sie mit klassik , jazz und popmusik gefüttert.
und sie spielt , ja sie spielt mit dem musikmaterial...
ich hätte nie geglaubt (hätte es mir jemand erzählt)was
diese kleinen boxen an auflösung und bass bringen bzw. mit
welcher leichtigkeit sie den klang (hoch,mittel und tiefton)
in den raum stellen...
klassik haben die "kleinen" z.b.beethovens 5. oder harfen
und flötenkonzerte oder die "orgelsynfonie von camille saint saens so etwas von grossartig wiedergegeben , dass ich
total begeistert bin...
auch beim jazz machten die " mission-possible" eine wirklich nahezu perfekte arbeit. wenn einem eine box dieser gröss
e " take-five von dave brubeck so in den raum "hämmert"
kann man schon etwas dumm aus der wäsche kucken..damit rechnest du bei einer " so kleinen box " nicht..
Herb Alpert Live at montreux 1996 konnte der kleinen box keine angst machen... mit diesem nun wirklich nicht einfachen musikmaterial ging sie ganz lässig um...



im pop bereich habe ich sie mit z.b.dire straits Brothers in arms , jo cocker u.ä. gefüttert..einfach nur
" G U T " beim dire straits album kam mein sohn rein
fragte welche boxen laufen denn ??? " MISSION_POSSIBLE"
war meine antwort und prompt kam.." mach doch erst mal den sub aus "....pustekuchen , denn der war aus... also ich bin restlos begeistert von diesem kleinen ding mit der 10 cm bass-membran...was da rauskommt...aber hallo !!!
mein sohn ( frisch gebackener diplom musikpädagoge) hat mich gebeten ihm die box zu überlassen bzw.ihm eine zu bauen. billiger kann ich kein geschenk zum musikdiplom bekommen...und..ich bin sicher , er wird seine freude daran haben...@not0815...meinen herzlichen glückwunsch. mit dieser box ist dir ein absoluter volltreffer gelungen und das noch zu einem CT-preis.....
gruss pit48
HaCkAttaCk2001
Ist häufiger hier
#7 erstellt: 10. Nov 2009, 05:20
Hiho.

Ich werde mir nun die Mission CP 10X bestellen. Die Frage ist jetzt nur: welche Weichenversion? Einerseits sehe ich die Ersparnis von 20 € beim Bau der Standardweiche gegenüber der Premiumweiche. Da frage ich mich natürlich, ob es sich "lohnt", das zu sparen.
Andererseits lese ich von Reserven des Hochtöners bei der Standardweiche und ich fänds schon in Ordnung, wenn es etwas lauter gänge.
Mich stört halt auch die Größe der Premiumweiche. Die Weiche muss mit ins Gehäuse, aber deswegen will ich es nicht größer bauen. Die Mission Possible hätte in ihrer Normalform ziemlich genau die Größe meiner alten Lautsprecher. Das sollte auch so bleiben.
Ich lese auch, dass die Box viel Leistung verträgt. Die Frage ist: wieviel? Sind 50 Watt pro Kanal an 4 Ohm zu wenig?

Geht statt Nadelfilz auch Tyrofoam oder Bondum 800? Dann könnte man alles in einem Paket bei h-audio.de bestellen.
Hm ok, die Weichenteile werden da aber extremst teuer, da es nicht viel Auswahl gibt:
2 x Audyn Cap MKP 250 V µF 2.2 €2.56EUR
2 x Audyn Cap MKP 250 V µF 3.3€7.20EUR
2 x Audyn Cap Q4 400 V µF 0.22€1.02EUR
2 x Widerstände Keramik 5W axial Ohm R 3.90 €1.02EUR
2 x Widerstände Keramik 5W axial Ohm R 8.20 €1.02EUR
2 x Widerstände Keramik 5W axial Ohm R 10.0 €1.02EUR
2 x Drosselspule 0,71mm mH 0.33€5.12EUR
2 x Drosselspule 1,00mm mH 1.5 14,24 EUR

Besonders bei letzterem klappt mir die Kinnlade herunter. Ich hab jeweils das günstigst-mögliche Bauteil genommen (abgesehen von den MKPs, da liegen die Unterschiede bei etwa 5 Cent)!


[Beitrag von HaCkAttaCk2001 am 10. Nov 2009, 06:11 bearbeitet]
not0815
Inventar
#8 erstellt: 10. Nov 2009, 10:55
@Pit48

es freut mich, wenn auch andere sich von der Mission Possible begeistern lassen.


@HaCkAttaCk2001

Der Aufwand für die Weiche in Premiumversion lohnt wirklich. Klanglich ist sie der preiswerteren Standardversion überlegen, die Mehrkosten sind bei günstigem Einkauf und Wahl vernünftiger Weichenbauteilqualitäten nicht sehr groß. Zur Wahl der Bauteilqualitäten im Detail verweise ich auf meine Original Baubeschreibung unter www.winboxsimu.de/Boxen13.html
Als Spulen im TMT-Zweig reichen z.B. IT Rohrkernspulen (z.B. HQR32/1,80/071 und HQR32/082/071) und im HT-Zweig 0.7mm Luftspule (z.B. IT LU32/039/071) völlig aus, Kosten für alle Spulen pro Premiumweichen max. 9,- EUR. Für alle Kondensatoren im TMT-Zweig können ohne klanglichen Verlust preiswerte bipolare Elkos verbaut werden, nur der Kondi über der 0.82mH Spule sollte ein MKT sein. Im HT-Zweig reichen aus klanglichen Gründen auch MKT-Kondis völlig aus.
Bei Aufbau auf zwei getrennten kleinen Trägern für HT- und TMT-Zweig ist selbst die Premiumversion der Weiche über die Montageöffnung des Chassis im Gehäuse unterzubringen.


Tyrofoam oder Bondum 800 sind in der Misssion Possible als Dämpfungsmaterial weniger gut geeignet. Nadelfilz und Volumenvlies sind hier die erste Wahl, Details siehe auch Dämpfungsplan in der Original Baubeschreibung unter www.winboxsimu.de/Boxen13.html

Die Mission Possible hat keinen sehr hohen Wirkungsgrad, so daß sie an kräftigen Verstärkern besonders spielfreudig ist. Die Mission Possible hat aber eine sehr hohe Nennimpedanz von 12 (!) Ohm selbst das Impedanzminimum liegt über 7 Ohm, d.h. entscheidend ist die Verstärkerleistung an hohen Impedanz (8 oder gar 16 Ohm), das niederohmige Stromleistungsvermögen des verstärkers hingegen ist nicht so wichtig. Mit Verstärkern ab 50 Watt an 8 Ohm ist die Mission Possible schon gut zu treiben.

Gruß
Sven


[Beitrag von not0815 am 10. Nov 2009, 11:15 bearbeitet]
HaCkAttaCk2001
Ist häufiger hier
#9 erstellt: 10. Nov 2009, 12:59
Hiho.

Danke für die Antworten :). Das Problem am Nadelfilz und dem Bedämpfungsplan auf deiner Webseite ist der Tipp, den du zum Bestellen der Sachen gibst. Der Anbieter will satte 9,xx € Versandkosten berechnen. Das ist mir zuwider und deshalb suche ich Alternativen, um diese woanders bestellen zu können.

Dann wirds wohl doch die Weiche in Premiumversion werden. Und der Filz... mal sehn ^^.


[Beitrag von HaCkAttaCk2001 am 10. Nov 2009, 13:00 bearbeitet]
not0815
Inventar
#10 erstellt: 10. Nov 2009, 13:26
Da ich meine Baupläne und -beschreibungen ohne jedes kommerzielle Interesse veröffentliche, sind meine Tipps zu Bezugsmöglichkeiten der erforderlichen Materialien auch nur beispielhaft. Die Suche nach genehmen Bezugsquelle ist ja auch zudem eine der typischen Aufgaben eines DIY-Fan.
Pit48
Ist häufiger hier
#11 erstellt: 10. Nov 2009, 21:58
@HaCkAttaCK2001

ich habe als bedämpfung volumenvlies (ganz eng aufgetackert)
verwendet dadurch ist es nicht so " bauschig)..so habe ich die seitenwände bedämpft. die linie dann auch mit
volumenvlies , jedoch locker gelassen d.h. nur wenige tacker-klammern...nach meinem empfinden ist der klang und
ebenso der bass so völlig ok....
gruss
pit48
not0815
Inventar
#12 erstellt: 26. Nov 2009, 19:24
Hier noch einige Fotos meiner nochmal neu nun aber in Multiplex erstellten Mission Possible.


Das nicht runde Chassis habe ich für schallwandplanen Einbau einfach in 5 mm Moosgummi-Einlage "versenkt"!

Gruß
Sven


[Beitrag von not0815 am 28. Nov 2009, 03:42 bearbeitet]
HaCkAttaCk2001
Ist häufiger hier
#13 erstellt: 27. Nov 2009, 03:16
Hiho.

Ich baue nun schon seit knapp 2 Wochen kontinuierlich hin und wieder an der Mission Possible.
Am längsten aufgehalten hat mich (Erstlingswerk) der Bau der Monstren von Frequenzweichen :).
Um mal ein wenig anzuteasen - hier hab ich gerade in einer Pappschachtel getestet, ob die Frequenzweichen in Ordnung sind:



Es war alles in Ordnung (mal ein wenig rumgetestet mit (leiser) Musik und Test Tone Generator 4). Über Nacht werden noch die fehlenden Seitenteile verleimt und dann kommen nach dem Schleifen 2 Schichten "Osmo Dekor Wachs, schwarz, deckend" auf das MDF. Und dann endlich das Chassis mit dem Gehäuse verheiraten :).

PS: JA, die Lüsterklemmen sind aus "guten alten Zeiten".

Edit: Auf Anraten von not0815 habe ich die Menge an Sonofil stark verringert. Ich habe pro Gehäuse 1 Matte benutzt, was zuviel ist. Ich habe nun nur 1/3 Matte jeweils, die ich fluffigst aufgezupft habe.
Erste Klangbeurteilung: bei Hardstyle fehlt ihr noch ein wenig der Biss (untenrum), aber obenrum gibts echt nichts zu meckern (bei heftigen HF-Attacken knirschts ein wenig, aber ich bin mir sicher, dass sich das noch legt), da kommt alles durch. Stimmen kommen auch begeisternd.
Bis jetzt bin ich erstmal zufrieden. Vor allem ist das Rundstrahlverhalten besser als bei einem Breitbänder, da kann man sich auch mal ein wenig im Zimmer bewegen.
Richtig laut habe ich mich noch nicht getraut. Bisher erstmal nur bis Needle-Maximallautstärke (mit FR35/8) ^^.
Ich lass die jetzt noch etwas dudeln, schraub und löte die Treiber wieder raus und dann wird endlich gefinished :).

Edit: Hm... etwas seltsam ists schon. Bei Yann Tiersen - Comptine d'une autre été knirschts auch ausm HT :-/. Ist halt Klavier...

Edit2: Ein harter Kick wie bei David Guetta feat. Akon - Sexy Bitch bringt die TTs ein wenig zum brummeln. Also man hört Membrangeräusche oder sowas. Mal sehen, was ich dagegen unternehmen kann.

Edit3: Man kann sagen, was man will, abseits solcher Extreme klingt es einfach nur toll bei Musik.
Wenn ich künstlich teste mit TTG4, weiß ich nicht, ob das normal ist, dass ein Sweep von 20 bis 20000 Hz im Hochton ein ordentliches Stück lauter ist?

Edit4: Mir fällt gerade auf, dass ich den Lautsprecher "falsch herum" eingebaut habe. Diese Klebernasen laufen bei dir nach unten. Bei mir laufen sie nach oben. Kritisch?

Edit5: Das Klirren lag an meinem Technics V2X. An einem anderen Verstärker klingt auch das gefürchtete Yann Tiersen - Comptine d'une autre été astrein. Selbst bei hoher Lautstärke.


[Beitrag von HaCkAttaCk2001 am 30. Nov 2009, 00:32 bearbeitet]
not0815
Inventar
#14 erstellt: 28. Nov 2009, 03:03
Für Pegel- und Bassorgien ist die Mission Possible sicher nicht die optimale Besetzung. Ihren Stärken liegen in einer nervfreien und entspannten Musikwiedergabe. Trotz des verblüffenden Bassvolumens sollte man immer bedenken, dass halt nur ein 10-Zentimeter-Treiber zum Einsatz kommen.

Wenn der HT unsauber klingt, ist entweder der Pegel zu hoch oder der HT defekt oder verspannt im TMT montiert.

Wenn Dir die Höhen zu dominant sind, dann einfach den Spannungsteiler im HT-Zweig anpasssen (-2dB=4,7Rs/6,8Rp; -4dB 6,8Rs/3,3Rp).
HaCkAttaCk2001
Ist häufiger hier
#15 erstellt: 28. Nov 2009, 03:54
Hiho.

Ich habe die Boxen heute den ganzen Tag bei Zimmerlautstärke verschiedenstes von sich geben lassen. Währenddessen war ich auf dem Weihnachtsmarkt und habe mir die Feuerzangebowle etwas näher angesehen.
Mittlerweile (wieder nüchtern) klingen die Lautsprecher wirklich toll. Auch bei geringen Lautstärken ist Bass da, der HT hat sich seine Schärfe auch abgewöhnt.
Das Kratzen des HTs ist nur bei wenigen Liedern zu provozieren. Am meisten überrascht da immer wieder das genannte Lied von Yann Tiersen. Ich habe schonmal im Auto gemerkt, dass es die Lautsprecher regelrecht zum Kratzen herausfordert (Lautstärke fast egal). Die Aufnahme ist aber in Ordnung. Auf manchen Anlagen klingt sie.

Man sagt auch von der Needle, dass sie keine Pegelorgien mitmacht, dabei langt es voll und ganz. Von der Mission Possible kann ich das ebenfalls sagen. Die erreichbare Lautstärke ist absolut ausreichend und unterbindet jede Unterhaltung. Der Klang ist zudem schön raumfüllend.

Intelligent wie ich war, ist die Weiche für den Hochtöner übrigens ziemlich weit drinnen in der Box. Da wird kein Widerstand mehr getauscht, sondern mein Hörempfinden ;).

Ich nehme mal an, dass es keinen Weg gibt, den Pegel des HTs über das gesamte Band, das er von der Weiche noch bekommt, nachträglich um 1 - 2 dB zu senken?

Derzeit habe ich die LS einfach leicht von den Ohren weggewinkelt.

Gerade höre ich mit geringer Lautstärke ein wenig Pendulum. Sehr hübsch :).


[Beitrag von HaCkAttaCk2001 am 30. Nov 2009, 00:29 bearbeitet]
not0815
Inventar
#16 erstellt: 28. Nov 2009, 04:12

HaCkAttaCk2001 schrieb:

Intelligent wie ich war, ist die Weiche für den Hochtöner übrigens ziemlich weit drinnen in der Box. Da wird kein Widerstand mehr getauscht, sondern mein Hörempfinden ;).

Ich nehme mal an, dass es keinen Weg gibt, den Pegel des HTs über das gesamte Band, das er von der Weiche noch bekommt, nachträglich um 1 - 2 dB zu senken?



Deine Weiche ist ja auch sehr platzraubend aufgebaut. Ich habe die Weiche (Premiumversion) so klein auf 2 Trägern aufgebaut, dass sie sich (mit etwas Mühe) über den Lautsprecherausschnitt einbauen ließ. Änderungen an der Weiche sind so jederzeit möglich.

Aber wenn Du den HT-Pegel um ca. 2 dB senken willst ohne die Weiche umzubauen, dann schalte einfach 22R3W parallel zum HT und 2,2R5W in Reihe (in die Zuleitung) zur HT-Weiche.


[Beitrag von not0815 am 28. Nov 2009, 04:17 bearbeitet]
HaCkAttaCk2001
Ist häufiger hier
#17 erstellt: 28. Nov 2009, 04:33
Du bist verrückt, dass du um diese Zeit noch hier antwortest ^^. Danke :).

Ich hatte schon bei dieser Aufbauart der Weiche teils ein paar Probleme dabei, zu sehen, ob ich auch keine Verbindung vergessen habe. Es kompakter zu bauen kann ich mir (noch) nicht vorstellen ;).

Ich werde erstmal noch eine Weile so horchen, dann guck ich mal, ob ich die Absenkung noch ranbammel :).


Und nun gute Nacht!


[Beitrag von HaCkAttaCk2001 am 30. Nov 2009, 00:33 bearbeitet]
perfectionner
Ist häufiger hier
#18 erstellt: 06. Dez 2009, 09:13
hi,
das ist mein erster Beitrag in diesem Forum.
Ich habe meine Microanlage , die ich mir vor 5 Jahren für 100 Euro gekauft habe, endgültig satt.
Deshalb muss ein Receiver [eventuell Onkyo TX-SR307(ca.200€ )] und Boxen her. Da man irgendwo mal anfangen muss(Bezug auf Receiver) und mein Budget als Student sehr bescheiden ist, ich aber auch schon von der 1/4 Receiver, 3/4 Lautsprecher Regel (die ich als Elektrotechnik-Student nachvollziehen kann) gehört habe, bleibt für die Stereo-Kompakt-Ls nicht mehr viel übrig(max. 250-300€ ).
Entweder ich kaufe gebrauchte Boxen oder ich baue mir selber welche(oder ich warte bis Weihnachten 2010 ). Da ich handwerklich sehr geschickt bin und eine 1A-Werkstatt zu Verfügung habe liegt zweites, auch für den ersten Ls-Bau, getreu einer guten Bauanleitung(die es hier Dank sehr netten Menschen gibt), nicht fern.

Die Mission Possible haben mir auf jeden Fall sehr gut gefallen auch wenn sie von den Ausgaben her ,sehr billig wirken(wobei teurer heißt ja nicht immer besser).
Sind diese akustisch wirklich so gut wie ihr hier schreibt, oder muss ich das im Verhältnis zum Preis sehen?


Was würdet ihr mir als beste Preis-Leistungs-Lösung, bezüglich meines Budget, für einen 16qm Raum raten(ich möchte einfach eine gute Klangwiedergabe ohne besondere
hohe Ansprüche)?

z.B.:
-bau die Mission Possible
-bau Ls mit deinem Budget-Maximum (eventuell Verweis auf eine Anleitung)
-kauf dir gebrauchte
-?

Danke für jede Antwort


[Beitrag von perfectionner am 06. Dez 2009, 09:24 bearbeitet]
A-Abraxas
Inventar
#19 erstellt: 06. Dez 2009, 10:33
Hallo,

die "Mission Possible" ist jedenfalls ein ordentlicher Lautsprecher .
Nach meinem Eindruck lohnt sich die aufwändigere Weiche - es klingt ausgewogener und bleibt ein sehr gutes Preis-/Leistungsverhältnis.

Natürlich gibt es auch andere empfehlenswerte Bausätze, aber für ein Erstlingswerk und für die Beschallung eines Raumes von 16 qm ist die Mission Possible jedenfalls gut geeignet (solange es bei - auch gehobener - Zimmerlautstärke bleibt).
Soll es richtig krachen oder ist Party angesagt , ist so ein kleiner TMT wie in der Mission Possible immer überfordert.

Viele Grüße
Con-Hoolio
Inventar
#20 erstellt: 06. Dez 2009, 14:52
Wenn Du kompaktlautsprecher haben willst, kannst Du die MissionPossible bauen. Ich habe sie zwar noch nicht gehört, aber sie machen einen plausiblen Eindruck.

Wenn es Standlautsprecher werden sollen, dann kann ich dir Cyburgs Needle mit dem Mark Audio Alpair 6 empfehlen. Wenn Du den Bausatz, das MDF und die Farbe zusammenrechnest, kommst Du auch in etwa auf 250,- €. Das Geld ist aber mehr als gut investiert. Für die Anpassung an den Alpair 6 musst Du das Gehäuse leicht abändern. Empfehlungen dafür kannst Du entweder von SDW oder von mir bekommen..

Ich werde die MissionPossible auf jeden Fall noch für meinen Computer bauen.
HaCkAttaCk2001
Ist häufiger hier
#21 erstellt: 12. Dez 2009, 01:23
Hiho.

Ich bin jetzt seit einer Woche mit der Mission Possible fertig.

Erstmal lasse ich ein zwei Bilder sprechen (größere Version, wenn ihr draufklickt):
Einmal das Innenleben der Mission Possible - in den oberen Teil kam dann noch 1/3 Matte Sonofil feinstens aufgezupft hinein


Und so stehen die Lautsprecher jetzt


Wie man sieht, hatte ich mir die Mission Possible als Computerlautsprecher gedacht. Und sie machen sich auch gut. Wenn not0815 sagt, dass die MP nicht für Bass- und Pegelorgien gedacht ist, hat er recht. Aber sie können laut und sie können Bass! Wie ich finde, sind sie vor allem für aktuellen Pop exzellent geeignet. Auch Rammstein kommt sehr gut rüber. Man muss nur etwas aufdrehen.
Wenn ich als kleiner Technofan am PC sitze und zu faul bin den Subwoofer einzustecken, drehe ich einfach den Bassregler am Verstärker eine viertel Umdrehung von der Normalposition weg. Da vermisst man nicht wirklich was im Bassbereich.
Jetzt aber der Haken: mein Setup ist eigentlich verkehrt. Ich sitze deutlich zu nah an den Mission Possible. Mein Wissen über Akustik ist zu gering, um es zuverstehen, aber wenn ich einen Meter mit dem Stuhl nach hinten rücke, dann merke ich erstmal, wieviel Bass die TMLs eigentlich produzieren. Im Nahfeld merkt man davon (außer zwischen Boxen) kaum etwas.
Mein Tipp also: die Mission Possible sind tolle Regallautsprecher. Der Subwoofer kann aus bleiben - und im Gegensatz zur Needle kommt hier auch schon tiefer Bass auf hörbarer Lautstärke! Die MP hat gegenüber der Needle zudem noch den Vorteil, dass sie ein besseres Rundstrahlverhalten hat, man kann sich also auch etwas im Raum bewegen, ohne, dass sich der Klang großartig verändert. Die Räumlichkeit ist auch unerwartet gut.
Schaltet man einen Subwoofer für mit Lowpass 80 Hz bei dezenter Lautstärke zu, fehlt überhaupt nichts mehr. Auch Filme (getestet mit Transporter 1 und Transformers 1) sind dann ein hübsches Erlebnis.

Zum Finish: ich habe bei meinen Lautsprechern die Kosten so gering wie möglich halten wollen. Ich habe mir deshalb Osmo Dekorwachs, deckend, schwarz bei eBay gekauft (0,75 Liter - damit könnte ich noch mindestens 3 - 4 Mission Possibles bauen!). Erstmal die Box komplett mit 100er Schleifpapier geschliffen, dann mit 180er. Anschließend entstaubt und den ersten Anstrich gemacht - sah furchtbar aus, überall kamen Leimreste durch und das MDF war noch viel zu sichtbar. Aber nicht umsonst steht auf der Dose "2 Anstriche". Der zweite Anstrich funktioniert irgendwie ganz anders als der erste. Es deckt sofort und satt, man braucht extrem wenig vom Dekorwachs. Leider arbeitete ich mit einem Pinsel - nach dem Trocknen waren überall die Pinselspuren sicht- und auch fühlbar. Ich habe also in den sauren Apfel gebissen und habe die Boxen komplett noch einmal mit 280er Schleifpapier geschliffen. Anmerkung: Wachs lässt sich extrem bescheiden schleifen - es setzt das Papier extrem schnell zu. Für die beiden MPs habe ich 2 Bögen 280er gebraucht, die jeweils etwas größer als A4 sind. Ich habe solange geschliffen, bis alles blind aussah (an manchen stellen guckte schon ein kleines bisschen MDF durch). Dann habe ich ein frisch gewaschenes Geschirrtuch ausgeschüttelt (wegen der Fusseln), in Dekorwachs getaucht und die Boxen eingerieben. Das klappte erstaunlich gut und man verbraucht dabei fast gar nichts. Am nächsten Tag war die Box transportabel. Der Lösemittelgeruch (aushaltbar, ich hab die mir sofort ins Zimmer gestellt) verschwand innerhalb von 7 Tagen. Ich finde das Finish toll. Seidenglänzend, deckend, leichte Struktur, sieht ein wenig aus wie eine richtige Holzstruktur.

Genug vom Finish geschrieben, hier gehts ja um die Mission Possible: wer nicht direkt davor sitzt, sollte sie bauen. Für das Geld kriegt man denke ich keine besseren Regalboxen mit Bass. Ach ja, der Hochton ist übrigens auch schön klar :). Ich habe den HT-Pegel nun doch nicht abgesenkt - es gefällt mir mittlerweile :).


[Beitrag von HaCkAttaCk2001 am 12. Dez 2009, 01:23 bearbeitet]
Bollerhenne
Ist häufiger hier
#22 erstellt: 12. Dez 2009, 14:31
Huhu HaCkAttaCk2001

Du sitzt definitiv zu nah dran. Räum mal deine Bude auf, nach hinten ist doch noch Platz

Wird ein bestimmter Mindestabstand unterschritten, verringert sich die Tieftonwahrnehmung. Das hat was mit Aplitude und Wellenlänge zu tun. Mh, irgendwie weiß ich gar nicht wie ich das erklären soll. Haben wir einen Lehrer hier? Einfach gezeigt wie auf diesem Bild.

http://s2.directupload.net/file/d/2006/ohmcbzl4_png.htm

Nehmen wir an, der Lautsprecher gibt einen 60Hz Ton wieder, dann erwischt dich der abgestrahlte Schall bevor er sich komplett aufbauen konnte, ist also leiser. Ich weiß, das Bild ist nicht ganz korrekt, aber ich will ja auch anderen Gelegenheit geben sich zu äußern
HaCkAttaCk2001
Ist häufiger hier
#23 erstellt: 12. Dez 2009, 14:34
*g* Danke für das Bild ^^. So in etwa hab ichs mir auch zusammengereimt.
Leider geht es vorerst nicht weiter hinter. Das Board, auf dem der Drucker steht, ist ordentlich verschraubt. Ein Umbau ist aber bereits für die Zeit um Weihnachten geplant ;).

Ach eins noch: bei mir ist aufgeräumt! Du möchtest gar nicht sehen was hier los ist, wenn ich mal wieder zum aufräumen ansetze ^^.
janningd
Ist häufiger hier
#24 erstellt: 12. Dez 2009, 15:13
sieht gut aus
HaCkAttaCk2001
Ist häufiger hier
#25 erstellt: 16. Jan 2010, 17:19
Hiho.

Ich mal wieder. Ich habe jetzt meinen Schreibtisch umgeräumt und auch die Druckerhalterung umgesetzt. Die Mission Possible können jetzt ziemlich weit hinten, fast an der Wand, stehen. Der Bass ist dadurch wesentlich besser geworden. Wenn ich nicht so ein Techno-Junkie wäre, würde mir das jetzt vollkommen reichen!
Das war der erste Punkt. Der zweite Punkt: alles, was ich jemals über die mögliche Lautstärke gesagt habe, ist falsch! Meine PC-Soundkarte ist einfach Scheiße. Die Chassis fangen über den PC ab gewissen (noch moderaten) Lautstärken an zu knarzen. Jetzt habe ich dieselbe Musik in meinen (neuerlich reparierten) CD-Player eingelegt... und ich kann aufdrehen und aufdrehen und aufdrehen. Die Lautstärke übersteigt gehobene Zimmerlautstärke erheblich (immer vorausgesetzt es ist kein HipHop oder Extremtechno)!
Ich höre gerade eine komplette Enya-CD auf für mich doch ziemlich hoher Lautstärke. Mit herrlich klaren Frauenstimmen und wunderschöner Bassuntermaltung. In diesem Moment durchfährt mich eine Gänsehaut. Einfach göttlich!


[Beitrag von HaCkAttaCk2001 am 16. Jan 2010, 17:22 bearbeitet]
digitalfrost
Stammgast
#26 erstellt: 16. Jan 2010, 17:54
Vielleicht übersteuert die Soundkarte ab einer gewissen Lautstärke, oder deinem Verstärker ist das Signal der Soundkarte zu laut.
Kannst du nicht die Lautstärke am PC etwas leiser lassen und dafür am Verstärker mehr aufdrehen?
HaCkAttaCk2001
Ist häufiger hier
#27 erstellt: 16. Jan 2010, 18:51
Moin Digitalfrost.
Nein, daran liegt es nicht, ich habe einfach alles mögliche an Kombinationen mit der Lautstärke an der Soundkarte und am Verstärker probiert. Ich habe WASAPI probiert statt DirectSound, ich habe Amarok von einer Linux Live-CD probiert...
Das Problem blieb immer in irgendeiner Form bestehen. Ab einer noch relativ normalen Lautstärke klang es, als wäre etwas im Luftspalt. Nichts täuscht darüber hinweg, dass ich derzeit nur eine Onboard-Soundkarte nutze!
Von CD ist das Problem verflogen... die erreichbaren Lautstärken übersteigen, was ich normalerweise zu hören pflege.
Partys gebe ich hier keine :).

PS: Ich muss mir schon wieder Gedanken um meine Nachbarn machen. Weil wenn ich doch mal "gut aufdrehe" (weils einfach doch irgendwie Spaß macht ^^), vibriert nicht nur der Tisch, auf dem die LS stehen, sondern auch mein Laminat. Und das hören meine Nachbarn untendrunter...
Die LS stehen derzeit auf 3 mm dicken Filzfüßen. Aber das entkoppelt nicht die Bohne, wie es scheint. Ich werde wohl Spikes montieren, die in Richtung der Boxen zeigen. Die Gehäusewände sind kräftig genug, um dann nicht wie Sau zu schwingen.


[Beitrag von HaCkAttaCk2001 am 16. Jan 2010, 18:54 bearbeitet]
Loki2010
Inventar
#28 erstellt: 17. Jan 2010, 03:11
Du koppelst dann einfach umgekehrt an.
Probiere es sonst mit Squash- oder Tennisbällen welche Du mit Unterlagsscheiben an Stelle hältst.

PA-1S
HaCkAttaCk2001
Ist häufiger hier
#29 erstellt: 17. Jan 2010, 04:07

PA-1S schrieb:
Du koppelst dann einfach umgekehrt an.

Das ist ein relativ schwieriges Thema. Entkoppeln mit dem Filz hat mir ja bisher absolut keine Besserung verschafft. Schaumstoff testweise auch nicht, deshalb werde ich es erstmal mit Spikes versuchen. Die LS stehen ja auf einem relativ harten Tisch und nicht direkt auf dem Laminat. Eventuell reicht der Diodeneffekt schon. Ob Spitze nach oben oder nach unten... manche sagen, es ist egal, manche sagen, Spitze nach unten schwingt der Tisch mehr (bei mir), Spitze nach oben schwingt der LS mehr... ausprobieren ist die Devise. Und wenns nicht klappt, kann ich immer noch meine Squashbälle zerschneiden. Ich hab eh schon ewig nicht mehr gespielt. ^^
Loki2010
Inventar
#30 erstellt: 17. Jan 2010, 12:13

HaCkAttaCk2001 schrieb:
... ausprobieren ist die Devise. Und wenns nicht klappt, kann ich immer noch meine Squashbälle zerschneiden.


In diesem Teil des Forums sowieso .
Viel Erfolg beim ausprobieren.

Ich habe bei mir die LS mit Spikes an eine Granitplatte angekoppelt und dann die Platte mit Gummipuffer vom Boden entkoppelt.

PA-1S
JohnD
Stammgast
#31 erstellt: 13. Feb 2010, 14:58
Ich stehe auch vor dem Problem, eine kleine Box für eine Freundin bauen zu wollen, die keinen Platz in der Wohnung hat.

Das Gehäuse gefällt mir total gut! Aber Frequenzweichen kann ich nicht und irgendwie mag ich die auch nicht.

Gibt es vielleicht auch einen Breitbänder, der in dieses Gehäuse passen würde, und der im Preis unter 40 € das Paar liegt?
not0815
Inventar
#32 erstellt: 13. Feb 2010, 17:00

JohnD schrieb:
Ich stehe auch vor dem Problem, eine kleine Box für eine Freundin bauen zu wollen, die keinen Platz in der Wohnung hat.

Das Gehäuse gefällt mir total gut! Aber Frequenzweichen kann ich nicht und irgendwie mag ich die auch nicht.

Gibt es vielleicht auch einen Breitbänder, der in dieses Gehäuse passen würde, und der im Preis unter 40 € das Paar liegt?


Das Gehäuse der Mission Possible ist spiezell für das Mission CP-10X Koaxial Chassis entwickelt. Einfach ein anderes Chassis - auch einen Breitbänder - in das Gehäuse einzusetzen wird nicht funktionieren. Der Klang mit anderem als dem Original wird mit sehr hoher Wahrscheinlichkiet schlecht sein und der Aufwand des Gehäuse sich nicht lohnen.

Die weit verbreiteten Meinungen Frequenzweichen seien "schlecht" oder "klangliches Teufelszeug", sind - wie wohl bei dir auch - i.d.R. auf massiv fehlende Kenntnisse über Freqeunzweichen zurückzuführen.

Für den kleinen Geldbeutel und geringere klangliche Ansprüche wurde ja auch eine Low-Cost-Weichenversion für die Mission-Possible dokumentiert.

Gruß
Sven
Con-Hoolio
Inventar
#33 erstellt: 13. Feb 2010, 22:04
Ich glaube hier geht es wohl eher um das Aufbauen der Frequenzweiche. Aber keine Sorge, löten ist eigentlich recht einfach. Und einen passenden Lötkolben kann man sich meist in der Nachbarschaft ausleihen - den muss man nicht gleich kaufen..
Music-Chancellor
Hat sich gelöscht
#34 erstellt: 03. Mrz 2010, 16:00
Hallo,

ich lese hier in dem sehr interessanten Hifi-forum schon sehr lange mit. Da es mich nun auch reizt einen eigenen Lautsprecher zu bauen, habe mich nun auch endlich angemeldet und gleich eine Frage.

Ich würde gern die Mission Box hier bauen habe aber keinerlei Erfahrung im Bauen von Elektronik. Ich kann zwar ganz gut mit Holz arbeiten aber löten habe ich noch nie versucht. Sollte ich bei diesen Voraussetzung besser die Finger davon lassen oder wo kann man ggf. praktische Hilfe oder Tipps erhalten und wo bekomme ich die erforderliche Teile her? Und kann man die Box vielleicht sogar irgendwo hören?

Außerdem frage ich mich, ob diese Box zu meinen alten Technics Receiver SA5170 passt oder ob er mit dieser Box überfordert wäre, da er nur 2x25 Watt hat. Nutzen will ich diese Box in meinem nur ca. 10m² Arbeitszimmer.

Danke.
Loki2010
Inventar
#35 erstellt: 03. Mrz 2010, 21:37
Willkommen im Forum

Wenn Du bei einem Lötkolben das heisse vom kalten Ende unterscheiden kannst (ist ganz einfach, dort wo`s weh tut ist das heisse Ende ) ist das Projekt absolut in Reichweite.
Du brauchst einfach einen Lötkolben und Lötzinn, gibts in jedem Baumarkt und ab und zu auch bei Aldi und Lidl.
Zum üben lötest Du einfach ein paar mal Lautsprecherkabel aneinander, dann merkst Du wie sich das Lötzinn verhält - kein Problem.

Der Verstärker wird nicht ausreichen um eine Pegelorgie im Fetenbereich zu machen aber für gemütliches Musikhören passt das schon.
Die LS sind ja auch keine Pegelschweine.

PA-1S
Music-Chancellor
Hat sich gelöscht
#36 erstellt: 05. Mrz 2010, 00:15
Das mit dem Löten werde ich mutig versuchen. Aber ich weis leider immer noch nicht wo ich die Bauteile für die Boxen bekommen kann. Bei Conrad habe ich weder die Lautsprecher noch die Weiche gefunden.

Und was soll es heißen "Die LS sind ja auch keine Pegelschweine", reicht mein Receiver für die so kleinen Lautsprecher nicht aus?

Und kann man wirklich nirgends die Mission mal hören?

Danke
M-C
Loki2010
Inventar
#37 erstellt: 05. Mrz 2010, 00:39
Verflixt, Bausatz verwechselt und den Beitrag wegen Unsinn gelöscht .

PA-1S


Und jetzt richtig:
Schau mal hier - Bei Strassacker.

Einfach dort die Frequenzweiche mailen und für einen Komplettpreis anfragen.
Sie werden dann ein Päckchen schnüren, wo alles drin ist.

Pegelschweine: Es handelt sich dabei um ein 10cm Chassis. Die erreichbaren Pegel sind begrenzt.
Dein Verstärker wird aber schon ausreichen damit genug dabei raus kommt.

PA-1S


[Beitrag von Loki2010 am 05. Mrz 2010, 00:49 bearbeitet]
HaCkAttaCk2001
Ist häufiger hier
#38 erstellt: 05. Mrz 2010, 00:56
Hiho.

not0815 empfahl selbst soweit ich weiß einen Verstärker mit 50 W an 4 Ohm pro Kanal, um die Mission Possible gut versorgen zu können. Die MP haben ja eine Nennimpedanz von 12 Ohm und sind nicht sehr wirkungsgradstark. Die 25 Watt werden aber schon ausreichen. Vom Klang her kannst du dir in der Größe kaum etwas bauen, dass derart ausgewogen klingt und auf einen Subwoofer wahrhaftig verzichten kann.
Einzige Einschränkung: der Bass baut sich in voller Stärke erst 1 - 1,5 m vor der Box auf, also sitz nicht zu nah dran! Dann ist sogar Hip Hop mit abgrundtiefen Bässen erstaunlich gut darauf anzuhören (natürlich nicht extrem laut).
"Normale Musik" ohne viel Kickbass und synthetischen Bass kann man aber auf SEHR gehobene Zimmerlautstärke drehen.
Music-Chancellor
Hat sich gelöscht
#39 erstellt: 05. Mrz 2010, 20:51
Danke für die Infos. Werde am Montag mal beim Lautsprechershop anrufen.

Schönes Wochenende
Music-Chancellor
Hat sich gelöscht
#40 erstellt: 02. Mai 2010, 20:06
Es hat etwas länger gedauert aber ich habe es geschafft. Seit gestern habe ich hier zwei Mission Possible stehen. Die recht große Weiche hat mit freundlicherweise ein Kollege zusammen- und eingebaut da ich keine Ahnung vom Löten habe. Das Outfit sieht zwar noch nicht so lecker aus (rohes MDF) aber kommt Zeit kommt Lack. Das Bauen hat sich wirklich gelonnt! Nachdem beide Boxen an meinen alten Technics Receiver angeschlossen waren, war ich schon nach den ersten Tönen total begeistert. Die alten Technics Boxen hatten nicht die Spur einer Chance gegen die neuen und das obwohl die alten 3-Wegeboxen und viel größer sind. Auch nachdem ich nun den halben 1.Mai und heute fast den ganzen Sonntag quer durch meine CD-Sammlung gehört habe komme ich aus dem Staunen nicht mehr raus. Nicht nur das die Wiedergabe sehr schön frei und räumlich ist auch der Bass ist für mich ein kleines Wunder er klingt besser und tiefer als mit meinen größeren alten Boxen. Für das Geld sind die Mission Possible echt super Boxen. Allerdings habe ich gemerkt das mein alter Receiver mit seinen 2x25 Watt doch recht schnell am Ende ist. Also wird auch hier demnächst mal etwas Neueres her müssen.

Fotos kann ich z.Z. leider keine machen da meine Kamera z.Z. auf Reisen ist. Wird aber noch nachgeholt.

cu
mc
Gnarcus
Neuling
#41 erstellt: 11. Jun 2010, 13:33
Hallo!

Die Mission Possible wird mein erster Selbstbau, scheint ja wirklich eine tolle Box zu sein: low budget, gute Größe, gute Klang-Reviews, einfach zu bauen... was will man mehr.

Die einzige Sache die mich irritiert:
Warum ist die chassis nicht mittig angebracht? Hat das irgendwie klangtechnische Gründe?

Bzw., das Umsetzen der chassis in die Mitte ist doch kein Problem oder?
hugaduga
Inventar
#42 erstellt: 11. Jun 2010, 13:54
Aussermittig solte es schon sein, da not0815 damit einige Frequenzwichenbauteile eingespart hat (Bafflestep). Wenn du jetzt die mittig positionierst, kommt es zu Überhöhungen im Hochtonbereich -> hört man zu 99% sehr deutlich.
Gnarcus
Neuling
#43 erstellt: 11. Jun 2010, 14:23
Bafflestep also. Danke, von Lautsprechertechnik habe ich keine Ahnung.
Dann muss ich mir das noch mal überlegen. Diese Unsymmetrie, ist schwer für mich, die immer im Blick zu haben.

Das über die Frequenzweiche zu regeln, geht vermutlich nicht ohne Neuvermessung?
hugaduga
Inventar
#44 erstellt: 11. Jun 2010, 14:26

Gnarcus schrieb:

Das über die Frequenzweiche zu regeln, geht vermutlich nicht ohne Neuvermessung?


Genau.

Und die Lautsprecher sollten auch spiegelverkehrt aufgebaut werden, damit hast du auch eine Art von Symmetrie im Ganzen.;)
not0815
Inventar
#45 erstellt: 11. Jun 2010, 16:34

Gnarcus schrieb:
Hallo!

Die Mission Possible wird mein erster Selbstbau, scheint ja wirklich eine tolle Box zu sein: low budget, gute Größe, gute Klang-Reviews, einfach zu bauen... was will man mehr.

Die einzige Sache die mich irritiert:
Warum ist die chassis nicht mittig angebracht? Hat das irgendwie klangtechnische Gründe?

Bzw., das Umsetzen der chassis in die Mitte ist doch kein Problem oder?


Durch die asymmetrische horizontale Position des Chassis auf der Schallwand wirken sich die Reflexionen an den Gehäusekanten nicht so gravierend aus wie bei mittiger Montage. Wenn Du das Chassis in die horizontale Mitte der Schallwand versetzt, wird der Frequenzgang in den Mitten deutlich welliger werden. Um ca. 1,5 kHz ergibt sich dann eine sehr deutliche Pegelüberhöhung von ca. 2,5 dB und bei ca. 3,5 kHz ein Delle von ca. -2dB. Dies ist mittels Weichen kaum (oder nur mit weiteren Saug- und Sperrfilterkreise etwas) in den Griff zu bekommen.....

Eine Änderung der vertikalen Chassisposition verändern die Bassabstimmung völlig und sollte deshalb unterlassen werden. Es sei denn, man weiß genau was man macht...

Wenn Dich die asymmetrische Optik stört, dann bau die Mission Possible doch mit Frontbespannung.

Gruß
Sven
hugaduga
Inventar
#46 erstellt: 11. Jun 2010, 19:04
Danke wieder was gelernt heute. War ja min. 50% Blödsinn was ich da oben geschrieben habe.
Gnarcus
Neuling
#47 erstellt: 06. Jul 2010, 22:25
Noch eine Frage von mir.
Macht es was aus mit der Schallwand über die ganze Breite zu gehen und dafür die Seitenteile um 16mm zu kürzen?
Black-Devil
Gesperrt
#48 erstellt: 06. Jul 2010, 23:14

Gnarcus schrieb:
Noch eine Frage von mir.
Macht es was aus mit der Schallwand über die ganze Breite zu gehen und dafür die Seitenteile um 16mm zu kürzen?


Nein, spielt absolut kein Rolle!
cptnkuno
Inventar
#49 erstellt: 07. Jul 2010, 09:53

Gnarcus schrieb:
Noch eine Frage von mir.
Macht es was aus mit der Schallwand über die ganze Breite zu gehen und dafür die Seitenteile um 16mm zu kürzen?

Der Nachteil ist aber natürlich, daß du den Port, der sich sonst einfach ergibt jetzt aus der Platte herausarbeiten mußt.
mbl103
Ist häufiger hier
#50 erstellt: 09. Jul 2010, 23:29
Ich habe demnächst auch vor, die Mission Possible zu bauen. Was mir nicht so gefällt, ist das Chassis, das auf diese Weise montiert ein bisschen seltsam aussieht. Die versenkte Montage ist schon OK und handwerklich für mich auch kein Problem. Das Chassis passgenau einzufräsen ist schon eine brauchbare Variante. Ich würde aber gerne 2 mm tiefer fräsen und das ganze mit einem (auf diese Weise wieder bündigen) Rahmen aus Aluminium o.ä. abdecken. Die Schrauben stören mich dabei nicht, ich würde Senkkopfschrauben nehmen und die Aluplatte genauso bohren wie das Chassis, den Zwischenraum mit z.B. Moosgummi ausfüllen und das Chassis mit der Abdeckung zusammen anschrauben.

Spricht etwas dagegen, den Lautsprecher 2 mm tiefer ins Gehäuse zu setzen? Falls ja, dann kam mir schon die Idee, für die Front eine 2 mm dickere Platte zu nehmen, was aber wieder die Resonanzfrequenz des Gehäuses beeinflussen könnte. Was meint ihr dazu?
Con-Hoolio
Inventar
#51 erstellt: 10. Jul 2010, 00:23
Ich denke das mit den zusätzlichen 2 Millimetern kannst Du vernachlässigen. Es stimmt zwar schon, dass sich die Resonanzfrequenz des Gehäuses dadurch rein rechnerisch etwas ändert - diese Änderenungen dürften allerdings nicht hörbar sein.
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