Sie sind bereits Community-Mitglied? Dann loggen Sie sich hier ein!

Auto-Login
Passwort vergessen?


Verzwickte Verkabelungssituation

+A -A
Autor
Beitrag
s.brauers
Ist häufiger hier
#1 erstellt: 07. Jul 2009, 22:33
Hallo Hifi-Gemeinde,

ein KH-Verstärker und Crossfeed suchen den Anschluss an meine Kette. Diese sieht folgendermaßen aus:

CD-Player (1 Chinch Ausgang, 1 Koax-Digitalausgang)

-> über Koaxkabel verbinden mit

DA-Wandler (1 Koax Eingang, 1 Cinch Ausgang)

-> über Cinchkabel verbunden mit

Verstärker (verschiedene Cinch Eingänge, kein Ausgang)

Dazu kommt jetzt der KHV (1 Cinch Eingang, 1 Cinch Ausgang, KH-Buchse) und das Crossfeed (1 Cinch Eingang, 1 Cinch Ausgang), welche auch vom DA-Wandler versorgt werden möchten.

Also: Entweder, ich gehe aus dem DA-Wandler ins Crossfeed, von da aus zum KHV und von dem aus zum Verstärker. Möchte ich also über meine Boxen hören, müsste ich immer darauf achten, das Crossfeed auszuschalten. Außerdem macht das Signal dann den weg durch 2 ungenutze Geräte. Das kann ich mir nicht gut vorstellen.

Zweite Möglichkeit: Ich splitte den Ausgang vom DA-Wandler. Nur womit? Könnte man ein Cinch Y-Kabel verwenden, wenn man immer nur einen Verstärker benutzt? Oder macht dann ein Teil der Elektroden sich zwangsläufig auf den Weg ins nicht benutzte Gerät?

Die letzte und sicherlich nur provisorische Lösung: Ich muss mich entscheiden, ob ich den Wandler für den Kopfhörer oder meine LS benutzen möchte. Z.B. den Wandler an den Verstärker und KHV/Crossfeed versorge ich mit Cinch Ausgang vom CD Player. Oder eben umgekehrt. Das könnte ich aber niemals entscheiden....

Ich hoffe doch sehr, mich mit diesem viel zu lang gewordenen Text einigermaßen verständlich ausgedrückt zu haben.

Schönen Sonntagabend!
tholan
Ist häufiger hier
#2 erstellt: 08. Jul 2009, 08:38

Oder macht dann ein Teil der Elektroden sich zwangsläufig auf den Weg ins nicht benutzte Gerät?

Die "Elektroden" sollten tunlichst da bleiben, wo sie sind!
Die Elektronen teilen sich natürlich auf bei einem angeschlossenem Y-Kabel
und der D/A muß etwas mehr Strom liefern.
Du möchtest also ein stereo Linesignal auf 2 Stereoeingänge verteilen.
Normalerweise ist ein Lineausgang auf bis zu 600Ohm angepaßt (nachgucken!).
Das ist also die höchste Last, die angeschlossen werden darf.
Lineeingänge haben im Allgemeinen einen Eingangswiderstand
von ca. 47Kiloohm und die Crossfeedschaltung ist hoffentlich eine aktive.
Wenn beide Geräte, Crossfeed und Amp, je einen Eingangswiderstand von ca, 50Kohm
besitzen, sollte es also funktionieren, ein einfaches Line-Y-Kabel anzuwenden,
da der Gesamtlastwiderstand dann bei 25Kohm liegt.
Also D/A-Ausgang -> Y-Kabel. Eine Seite speist den Verstärker,
andere Seite den Crossfeed vor dem KHV.
Vlt. ist ein vernünftiger Umschalter an dieser Stelle (2xum) sinnvoll?
man hört ja eigentlich nur exklusiv Kopfhörer oder Boxen.
s.brauers
Ist häufiger hier
#3 erstellt: 08. Jul 2009, 11:11
Hallo tholan, danke für die Info!


tholan schrieb:

Oder macht dann ein Teil der Elektroden sich zwangsläufig auf den Weg ins nicht benutzte Gerät?

Die "Elektroden" sollten tunlichst da bleiben, wo sie sind! :)

Sorry, ich meinte natürlich die Elektro!N!en



tholan schrieb:
Die Elektronen teilen sich natürlich auf bei einem angeschlossenem Y-Kabel
und der D/A muß etwas mehr Strom liefern.
Du möchtest also ein stereo Linesignal auf 2 Stereoeingänge verteilen.
Normalerweise ist ein Lineausgang auf bis zu 600Ohm angepaßt (nachgucken!).

Der Wandler ist ein Mission DAC5. Im Handbuch steht leider nichts von Quellimpedanz. Wenn ich das richtig verstanden habe, sind das ja normalerweise 600Ohm dBV.
Im Handbuch steht:
Nutzbare Dynamik: >100 dB
Ausgangspegel: 2 V
Kann man daraus irgendwas schließen? Messen kann man die Ausgangsimpedanz ja auch nicht so einfach mit einem Multimeter, oder?


tholan schrieb:
Das ist also die höchste Last, die angeschlossen werden darf.
Lineeingänge haben im Allgemeinen einen Eingangswiderstand
von ca. 47Kiloohm und die Crossfeedschaltung ist hoffentlich eine aktive.
Wenn beide Geräte, Crossfeed und Amp, je einen Eingangswiderstand von ca, 50Kohm
besitzen, sollte es also funktionieren, ein einfaches Line-Y-Kabel anzuwenden,
da der Gesamtlastwiderstand dann bei 25Kohm liegt.

Das Crossfeed ist ein selbstgebautes Corda Cross nach Anleitung von Jan Meier (anscheinend passiv?).

Der KHV ist ein selbstgebauter Eaton nach rille's Anleitung und mein Verstärker ist ein Musical Fidelity David.

Kann ich den Lastwiderstand bei den Geräten einfach nachmessen?


tholan schrieb:
Also D/A-Ausgang -> Y-Kabel. Eine Seite speist den Verstärker,
andere Seite den Crossfeed vor dem KHV.
Vlt. ist ein vernünftiger Umschalter an dieser Stelle (2xum) sinnvoll?
man hört ja eigentlich nur exklusiv Kopfhörer oder Boxen.

Genauso hatte ich das mit dem Y-Kabel dann vor. Allerdings werde ich, wie du richtig erkannt hast, wohl nie beide Verstärker gleichzeitig benutzen. Deshalb habe ich auch schon an einen Umschalter gedacht. Gibt es sowas in guter Qualität fertig oder sollte man sowas auch selber bauen?

Edit: Ich habe gerade mal die Lastwiderstände gemessen. Der Musical Fidelity hat 88,9 KOhm und der Eaton 98,6 KOhm. Parallelgeschaltet sind das also 46,7 kOhm. Das müsste doch dann super klapppen mit einem Y-Kabel.


[Beitrag von s.brauers am 08. Jul 2009, 14:05 bearbeitet]
tholan
Ist häufiger hier
#4 erstellt: 08. Jul 2009, 12:35
Tschööö,
Ich wollt eigentlich nicht von Impedanzen reden, das verkompliziert die Sache natürlich.
Sobald ein Kondensator im Signalweg ist, läßt sich natürlich mit nem Multimeter nix mehr messen.
Im Normalfall sollten sich jedenfalls bei Parallelschaltung von Eingängen Widerstände und Kapazitäten in etwa
kompensieren.
Die Crossfeedschaltung hat natürlich eine wechselnde Impedanz, die variiert je nach den Schalterstellungen.
Der Entkoppelkondensator des Verstärkers wirkt bei Nutzung eines Y-Kabels natürlich auch
auf die Crossfeedschaltung.
Da müßte man mal rausfrickeln, welcher Widestand mit welcher Kapazität bei welcher Schalterstellung
wie wirkt- zum Einen auf den Ausgang des Crossfeeds und natürlich auch auf den Eingang.
Zum Andern wird sich das auch auf die Kanaltrennung beim Amp auswirken.
Lange Rede...
Bei ner passiven, variablen Schaltung parallel zu ner festen Impedanz würd ich mir das mit nem Y-Kabel
nicht antun.
Ein 2xUm-Schalter wär wohl wesentlich weniger Klangbeeinflussend.
Die Erde würd ich durchverbinden, wenn hinter dem Schalter keine weitere leitende Verbindung
zwischen Amp, sowie Crossfeed mit KHV besteht.

p.s.
wenn S0 in Schalterstellung 2, von oben gezählt, steht,
dann tut die Schaltung nix mehr, benimmt sich also, wie ein Stück Draht.
In allen anderen Fällen wird in jedem Fall bei Nutzung eines
Y-Kabels auch beim Amp die Kanaltrennung negativ beeinflußt.


[Beitrag von tholan am 08. Jul 2009, 13:50 bearbeitet]
s.brauers
Ist häufiger hier
#5 erstellt: 08. Jul 2009, 14:16

tholan schrieb:
p.s.
wenn S0 in Schalterstellung 2, von oben gezählt, steht,
dann tut die Schaltung nix mehr, benimmt sich also, wie ein Stück Draht.
In allen anderen Fällen wird in jedem Fall bei Nutzung eines
Y-Kabels auch beim Amp die Kanaltrennung negativ beeinflußt.

Also heißt das, ich muss lediglich drauf achten, das Crossfeed immer auszuschalten, wenn ich ein Y-Kabel benutze. Die daraus resultierenden 46,7 kOhm sind ja nah an der Norm.

Dass es klangliche Einbußen gibt, falls ich das mal vergesse, ist klar. Aber kann mein Verstärker dadurch irgendeinen Schaden nehmen?

Und noch was: Mein Verstärker hat ja jetzt 88,9 kOhm am Eingang. Bedeutet das, dass ich den Volume Regler dann fast doppelt so weit aufdrehen muss, weil der Widerstand sich ja fast halbiert?
tholan
Ist häufiger hier
#6 erstellt: 08. Jul 2009, 22:21

Bedeutet das, dass ich den Volume Regler dann fast doppelt so weit aufdrehen muss, weil der Widerstand sich ja fast halbiert?

Mitnichten, die Widerstände liegen parallel.
Das ist kein Spannungsteiler.
Wenn der DAC auf 600Ohm arbeiten kann, dann wird bei direktem Parallelschalten noch nichts leiser.

Und nun mit Crossfeed:

kann mein Verstärker dadurch irgendeinen Schaden nehmen?

Der Verstärker ist nicht das Problem, der kann am Eingang sogar kurzgeschossen sein.
Dann rauscht er übrigens auch nicht so.
Problem ist nur, daß der D/A Wandler am Ausgang nicht quasi kurzgeschlossen werden soll.
Gehn wir mal vom "worst case" aus:
Alles was links von Schalter S0 ist, ist in Reihe, daher also ungefährlich.
Wenn S1 auf Stellung 6 steht und S2(links von S0) auf Stellung 2,
dann kann das bei hohen Frequenzen sehr wenig Widerstand werden.
Es bietet somit also auch keinen Schutz vor dem, was folgt.
S2 (rechts von S0)schaltet minimal 1K8 über den Kondensator nach Masse bei hohen Frequenzen.
Parallel dazu schaltet S3 minimal 10k direkt nach Masse.
Das sind dann summa summarum, pro Kanal ca. 1k5 nach Masse (Ohmscher worst case bei hohen Frequenzen),
zu dem dann noch die Eingangsimpedanz des Amps parallel liegt.
Wird nicht mehr schön klingen, sollte aber den Wandler noch nicht kaputt machen können.
Ich würd mich aber sicherheitshalber noch mal nach den Werten des DACs umsehen.
Wenn Du vorher feststellen könntest, ob der Ausgang kurzschlußfest ist,
dann wär man 100% Sicher.
Ich würde die Lösung mit dem Umschalter vorziehen.
Wenn Du einen 4-Kontaktigen Umschalter nimmst und je 2 Kontakte zusammenschaltest,
dann gibts auch nicht so schnell Kontaktprobleme.


[Beitrag von tholan am 08. Jul 2009, 23:02 bearbeitet]
s.brauers
Ist häufiger hier
#7 erstellt: 10. Jul 2009, 07:57
@tholan: Vielen Dank für die ausführlichen Erklärungen! Sowas ist immer viel besser, als einfach gesagt zu bekommen, so oder so...
Mit Hilfe deiner Erklärungen konnte ich mich jetzt ein wenig damit auseinandersetzen.
Ich habe mich auf jeden Fall für den Umschalter entschieden. Einziger Nachteil daran ist, dass ich schon wieder ein extra Gehäuse brauche. Das muss ich dann entweder auch wieder in Italien bestellen, oder es passt nicht zu den anderen Gehäusen.
tholan
Ist häufiger hier
#8 erstellt: 10. Jul 2009, 08:48

Einziger Nachteil daran ist, dass ich schon wieder ein extra Gehäuse brauche.

Hab ich mir fast vorstellen können.
Es gibt noch die Möglichkeit, vor die passive Schaltung eine kleine Impedanzwandlung zu setzen.
Die kann sehr klein sein und hätte vielleicht im Gehäuse des Crossfeeds noch Platz,
braucht aber selbstverständlich ne schöne, glatte Gleichspannung.
Damit würde der Crossfeed kaum mehr auf den Signalweg zwischen Amp und D/A zurückwirken.
Die äußerlichen Modifikationen lägen dann nur in einem Loch für die Stromzufuhr im Crossfeed.
Wär halt noch ne Alternative.
s.brauers
Ist häufiger hier
#9 erstellt: 10. Jul 2009, 11:38

tholan schrieb:

Einziger Nachteil daran ist, dass ich schon wieder ein extra Gehäuse brauche.

Hab ich mir fast vorstellen können.
Es gibt noch die Möglichkeit, vor die passive Schaltung eine kleine Impedanzwandlung zu setzen.
Die kann sehr klein sein und hätte vielleicht im Gehäuse des Crossfeeds noch Platz,
braucht aber selbstverständlich ne schöne, glatte Gleichspannung.


Und für die glatte Gleichspannung bräuchte ich dann noch ein vernünftiges Netzteil. Das baut man dann doch sicher auch am besten selber. Platz ist im Crossfeedgehäuse genug vorhanden. Das ist 124x170mm, die Platine misst aber gerade mal 100x70mm.
Zum Glück habe ich das Gehäuse noch nicht bearbeiten lassen. Die Platine ist ehrlich gesagt noch nichtmal bestückt, aber zumindest fertig geätzt. Also muss ich sowieso noch bei reichelt bestellen.


tholan schrieb:
Damit würde der Crossfeed kaum mehr auf den Signalweg zwischen Amp und D/A zurückwirken.
Die äußerlichen Modifikationen lägen dann nur in einem Loch für die Stromzufuhr im Crossfeed.
Wär halt noch ne Alternative.

Das scheint mir die sinnvollste Alternative zu sein.
Wie würde die Schaltung denn aussehen?

Somit könnte ich ja sogar ne LED mit einbauen, was bis jetzt wegen der fehlenden Spannungsquelle nicht möglich war.


[Beitrag von s.brauers am 10. Jul 2009, 11:42 bearbeitet]
tholan
Ist häufiger hier
#10 erstellt: 10. Jul 2009, 20:51
Impedanzwandlung oder Wechselspannungsfolger.
Das ist ne klassische Anwendung für nen Operationsverstärker
wie TL071 oder dem empfindlicheren NE5534AN.
Da gibts unglaublich viele, die sonst noch in Frage kommen,
da die Spannungsverstärkung aber bei nur 1 liegt, ist TL071 schon ne gute Adresse,
zudem ist der wirklich überall zu kriegen.
Ne Schaltung für einen Wechselspannungsfolger mit 100k Eingangsimpedanz könnte so aussehen:
http://s5b.directupload.net/file/d/1851/6oql4qzg_jpg.htm
Genau genommen ist das ein invertierender Verstärker mit der Verstärkung 1.
Hab was gekritzelt, weil ich nix passendes googeln konnte.
Das ist eine Stereoseite der Angelegenheit.
Der Spannungsverstärkungsfaktor wird bestimmt durch das Widerstandsverhältnis: R2/R1.
Der ist also, wenn beide Widerstände gleich sind: 1.
Die Eingangsimpedanz wird durch R1 bestimmt.
Die Anschlüsse des IC sind im Datenblatt bezeichnet.
Ich layoute bei so kleinen Dingern eigentlich nicht, da das bei mir alles auf Lochrasterplatinen Platz findet.
Die gesiebte Gleichspannung darf bis 30V betragen. Bei ca. 9V fängt das an zu funktionieren.
Wenn Du die Spannungsversorgung selbst bauen möchtest, würde ich 24V vorschlagen,
weils dafür noch Festspannungsregler gibt: 7824 oder der kleinere 78L24.
Du kannst das hier auch gerne noch mal in nem anderen Thread zur Diskussion stellen.
Diese Schaltungsart invertiert das Signal.
Bei der nichtinvertierenden Variante bin ich mir nicht so sicher, wie und wo die halbe Betriebsspannung rankommt.
Das hier habe ich schon ein paar mal erfolgreich als Summenverstärker für Mischpulte
und als Universalverstärker gebaut.
Die Toleranzen bei den Widerständen sind hier übrigens unkrittisch.


[Beitrag von tholan am 10. Jul 2009, 21:20 bearbeitet]
Uwe_Mettmann
Inventar
#11 erstellt: 12. Jul 2009, 08:27
Der KHV hat doch einen Cinchausgang. Ist im KHV dem Ausgang ein Impedanzwandler vorgeschaltet? Wenn ja, dann wäre die Lösung:

Vom D/A über Y-Adapter zum Verstärker und zum KHV und vom KHV ins Crossfeed.

Wenn der Ausgang des KHV nicht geeignet ist oder kein Impedanzwandler eingebaut ist, so würde ich den Impedanzwandler nicht ins Crossfeed einbauen sondern in den KHV. Das hat den Vorteil, dass du das vorhandene Netzteil nutzen kannst, welches ja auch noch die für einen OP optimale +/- Spannungsversorgung zur Verfügung stellt.


Gruß

Uwe
s.brauers
Ist häufiger hier
#12 erstellt: 12. Jul 2009, 12:22
Hallo Uwe,


Uwe_Mettmann schrieb:
Der KHV hat doch einen Cinchausgang. Ist im KHV dem Ausgang ein Impedanzwandler vorgeschaltet? Wenn ja, dann wäre die Lösung:

Vom D/A über Y-Adapter zum Verstärker und zum KHV und vom KHV ins Crossfeed.

leider sind beim KHV die Ein- und Ausgangsbuchsen einfach miteinander verbunden, ohne Impedanzwandler.


Uwe_Mettmann schrieb:
Wenn der Ausgang des KHV nicht geeignet ist oder kein Impedanzwandler eingebaut ist, so würde ich den Impedanzwandler nicht ins Crossfeed einbauen sondern in den KHV. Das hat den Vorteil, dass du das vorhandene Netzteil nutzen kannst, welches ja auch noch die für einen OP optimale +/- Spannungsversorgung zur Verfügung stellt.


Gruß

Uwe

Das ist eigentlich ein guter Vorschlag, gäbe es da nicht einen Haken: Das Crossfeed hat keine KH-Buchse. Gehe ich also vom Wandler direkt zum KHV und von da aus zum Crossfeed, dann müsste ich von da ja wieder zum KHV. Das geht aber nicht, weil der ja nur einen Eingang hat.

Am liebsten wäre mir mittlerweile, sowas wie einen kleinen passiven Vorverstärker zu bauen. Also ohne Lautstärkeregelung oder irgendwelche Klangverändernden Eigenschaften. Am besten mit verschiedenen Ein- und Ausgängen, die man dann miteinander per Drehschalter oder so kombinieren kann. Und dann noch so, dass man ein Effektgerät, wie Crossfeed, noch mit einschleifen kann. Ich glaube rille hat sowas auch schonmal in Angriff genommen.

Das würde aber wieder einiges Kosten, wegen dem Gehäuse aus Italien. Trotzdem stellt es glaube ich die eleganteste Lösung dar. Allerdings bin ich noch Schüler...

Für den Monat oder zwei, die ich dafür spare könnte ich mich auch zwischen internem und externem Wandler vom CDP jeweils für den Verstärker und KHV entscheiden.

Vielen Dank für eure Beiträge!
Das heißt jetzt nicht, dass der Thread sinnlos war. Ich habe auf jeden Fall einiges gelernt. Außerdem soll das jetzt auch noch keine Entscheidung sein. Nur eine aktuelle Tendenz.

Klangvolle Grüße und einen Schönen Sonntag euch allen!

Sebastian


[Beitrag von s.brauers am 12. Jul 2009, 12:24 bearbeitet]
Uwe_Mettmann
Inventar
#13 erstellt: 12. Jul 2009, 15:55

s.brauers schrieb:

Das ist eigentlich ein guter Vorschlag, gäbe es da nicht einen Haken: Das Crossfeed hat keine KH-Buchse. Gehe ich also vom Wandler direkt zum KHV und von da aus zum Crossfeed, dann müsste ich von da ja wieder zum KHV. Das geht aber nicht, weil der ja nur einen Eingang hat.

Wieso? Der Kopfhörerverstärker bleibt natürlich weiterhin am Eingang angeschlossen. Also geht es vom Eingang einmal zum Kopfhörerverstärker und zum anderen zum Impedanzwandlers.

Das ist auch die kostengünstigste Lösung, weil du nur ein paar Bauteile inklusiv Platine brauchst. Das Ganze baust du dann in den Kopfhörerverstärker ein. Der einzige Nachteil der Lösung ist, dass du immer den Kopfhörerverstärker einschalten musst, wenn du das Crossfeed benutzt.


Gruß

Uwe
s.brauers
Ist häufiger hier
#14 erstellt: 12. Jul 2009, 18:25

Uwe_Mettmann schrieb:

s.brauers schrieb:

Das ist eigentlich ein guter Vorschlag, gäbe es da nicht einen Haken: Das Crossfeed hat keine KH-Buchse. Gehe ich also vom Wandler direkt zum KHV und von da aus zum Crossfeed, dann müsste ich von da ja wieder zum KHV. Das geht aber nicht, weil der ja nur einen Eingang hat.

Wieso? Der Kopfhörerverstärker bleibt natürlich weiterhin am Eingang angeschlossen. Also geht es vom Eingang einmal zum Kopfhörerverstärker und zum anderen zum Impedanzwandlers.

Das ist auch die kostengünstigste Lösung, weil du nur ein paar Bauteile inklusiv Platine brauchst. Das Ganze baust du dann in den Kopfhörerverstärker ein. Der einzige Nachteil der Lösung ist, dass du immer den Kopfhörerverstärker einschalten musst, wenn du das Crossfeed benutzt.


Gruß

Uwe

Das verstehe ich nicht. Wie soll das Crossfeed eine Wirkung auf den KHV haben, wenn's erst danach geschaltet wird? Das Line Signal kommt vom Wandler. Wenn ich doch jetzt direkt zum KHV gehe, kann ich mir das Crossfeed ja sparen. Der Kopfhörer muss ja in den Verstärker eingesteckt werden, weil ja nur hier die Buchse ist. Oder steh ich auf'm Schlauch?

So müsste es meiner Meinung nach aussehen:

Wandler (Cinch out) --> Crossfeed (Cinch in)
Crossfeed (Cinch out) --> KHV (Cinch in)
KHV (KH-Buchse) --> Kopfhörer

Dein Vorschlag:

Wandler (Cinch out) --> KHV (Cinch in)
Wie soll ich jetzt noch das Crossfeed mit einbeziehen?
KHV (KH-Buchse) --> Kopfhörer

Das Crossfeed hat keine KH-Buchse!

Entweder wir schreiben ein bisschen aneinander vorbei oder ich hab heute nicht meinen Tag.

Gruß
Sebastian
Uwe_Mettmann
Inventar
#15 erstellt: 12. Jul 2009, 20:25
Ach so, sorry, dann habe ich dich missverstanden. Ich habe mich schon gewundert, was du hinter dem Crossfeed anschließen wolltest

Nun, dann kannst du den Impedanzwandler in das Crossfeed einbauen und die Spannungsversorgungsleitungen vom Kopfhörerverstärker zum Crossfeed ziehen. Bei dieser Lösung musst du allerdings etwas aufpassen, dass es keine Rückkopplungen gibt.

Eine sehr elegante Lösung ist, doch erst vom D/A-Wandler zum Kopfhörerverstärker zu gehen. Von da wird dann das Crossfeed eingeschleift. Damit nicht allzu viele Steckverbindungen notwendig sind, kannst du eine Kombisteckbuchse im Kopfhörerverstärker vorsehen, die die NF-Verbindungen hin zum Crossfeed, die zurück zum Crossfeed und die Spannungsversorgung im Crossfeed beinhaltet.

Der Weg ist also D/A- > Kopfhörerverstärker -> Kombisteckverbindung -> Crossfeed -> Kombisteckverbindung -> Kopfhörerverstärker. Der Impedanzwandler ist im Crossfeed und wird über die Kombisteckerverbindung vom Kopfhörerverstärker her mit Spannung versorgt.

Wenn du das Crossfeed nicht anschließt, so kannst du einen Blindstecker, der die NF-Verbindungen durchschleift, in die Kombibuchse einstecken.

So eine ähnliche Lösung habe ich auch schon mal realisiert, nur dass kein Blindstecker notwendig war, Wenn nichts an der Kombibuchse angeschlossen war, so wurde das NF-Signal durch ein Relais direkt durchgeschliffen.


Gruß

Uwe


[Beitrag von Uwe_Mettmann am 12. Jul 2009, 20:27 bearbeitet]
tholan
Ist häufiger hier
#16 erstellt: 12. Jul 2009, 22:38
@Uwe Mettmann:
Also,
ich sehe den Crossfeed und den KHV als Einheit.
Der Crossfeed wirkt als Stereokorrektur für den KHV und macht nur Sinn,
wenn er direkt und nur vor den KHV geschaltet wird.
Ein Bypass ist ja sogar über S0 (s.o.) schon drin.

@s.brauers:
Wenn Du einen vernünftigen Umschalter und noch 2 Cinchbuchsen in den Crossfeed
bekämst, dann wär Dein Problem gelöst.
Der Schalter schaltet dann hinter dem Eingang das Signal exklusiv entweder auf die Crossfeedschaltung
oder auf den 2. Stereoausgang für den Amp.
Frage ist halt nur, ob noch alles vernünftig mit ins Gehäuse paßt.

2. Lösung wär Y-Kabel am D/A und einfach Beides, Amp und Crossfeed anschließen.
Selbst, wenn der D/A das mitmacht, würde ich das allerdings als Provisorium Betrachten.
Wenn der D/A brav über ein Stereokabel mit dem Crossfeed arbeitet, dann wird die zusätzliche Belastung
durch Parallelanschluß des Verstärkers wahrscheinlich auch nicht mehr viel machen.
Ich halts somit zwar nicht für wahrscheinlich, daß dem D/A dabei was passiert.
ich gebe aber auch keine riskanten Tips, wenn ich mir nicht 100%ig sicher bin.

3. Und aufwendigste Lösung: Aus der passiven Schaltung mittels Impedanzwandlung eine, sagen wir halbaktive zu machen.
Selbst das halte ich für eine Provisorische Anpassung, denn,
wenn das Crossfeed aktiv konzipiert wäre und eine vernünftige und entkoppelte Eingangsimpedanz hätte,
dann würde die Schaltung sowieso ganz anders aussehen.
Sorry, meine Schuld, daß ich damit überhaupt angefangen habe.

Lösung 1 wär also für meine Begriffe das Optimum, was Sicherheit, Aufwand und Klangtreue betrifft,
bei diesen Gegebenheiten.


[Beitrag von tholan am 12. Jul 2009, 22:51 bearbeitet]
s.brauers
Ist häufiger hier
#17 erstellt: 13. Jul 2009, 08:24
Moin tholan und Uwe,

ich find echt klasse, wie sich das hier entwickelt.
Jeden Tag bekomme ich nen neuen tollen Vorschlag, von dem ich dann denke, das ist es, so mache ich es...

Tholan's letzter Vorschlag erscheint mir jetzt am sinnvollsten. Die zusätzlichen Cinch Buchsen mit ins Crossfeed zu bekommen ist kein Problem.
Wenn ich das richtig verstanden habe, brauch ich dann am Crossfeed einen Cinch Eingang und je einen Cinch Ausgang für KHV und Verstärker.
Womit sollte ich denn deiner Meinung nach den vernünftigen Umschalter bauen? Mittels Dreh- oder Schiebeschalter? Hast du vielleicht eine Empfehlung für nen Schalter?

Gruß
Sebastian
tholan
Ist häufiger hier
#18 erstellt: 13. Jul 2009, 11:22
Das mit dem Schalter hab ich schon mehrmals vorgeschlagen.
Ich hab nun den Crossfeed nicht gesehen und weiß nicht, obs paßt.
Aussehen wird ja wohl auch ne Rolle spielen.
Nimm doch noch mal den gleichen, wie für S0, dann ists optisch passend.
s.brauers
Ist häufiger hier
#19 erstellt: 13. Jul 2009, 12:59

tholan schrieb:
Das mit dem Schalter hab ich schon mehrmals vorgeschlagen.

Klar hast du das schon mehrmals voreschlagen. Allerdings hieß ein Umschalter für mich bis heute, dass ich dafür ein extra Gehäuse brauche. Durch deinen heutigen Vorschlag weiß ich, dass das gar nicht so ist.

tholan schrieb:
Ich hab nun den Crossfeed nicht gesehen und weiß nicht, obs paßt.
Aussehen wird ja wohl auch ne Rolle spielen.
Nimm doch noch mal den gleichen, wie für S0, dann ists optisch passend.

Klar spielt das Aussehen auch ne Rolle.
Also das ist so: Ich habe den reichelt Warenkorb für's Crossfeed mittlerweile schon seit mehreren Wochen als Tab geöffnet. Die Infos auf Jan Meier's Seite dazu sind ein bisschen spärlich. Der Schalter S0 ist das einzige Teil, wo ich mir bis jetzt nicht sicher bin, ob ich das richtige ausgewählt habe. In der Teileliste steht einfach C&K 2x2 toggle switch. Im Warenkorb habe ich jetzt folgendes:

MS 500F :: Kippschalter, 2-polig, 3A-250VAC, Ein-Ein
Klick

Kann man den für S0 benutzen?

Diesen gibt es aber nicht als 2xUM, welchen ich doch als Umschalter bräuchte.
Irgendwie finde ich bei reichelt keine gleich aussehenden Kippschalter, einmal Ein-Ein und einmal 2xUM.

Ich komme sowieso total durcheinander mit den Schalterbezeichnungen. Kann ich für S0 auch einen Schalter mit 2xUM benutzen?
tholan
Ist häufiger hier
#20 erstellt: 13. Jul 2009, 16:21
Das ist der Richtige. Bei "2xum" gibts eigentlich auch kein Vertun.
Ich bin allerdings kein Freund von versilberten Kontakten,
wenns um HiFi geht.
Das hält so lange, wie die Garantie und Du kennst sicher das nette Phänomen,
daß man bei älteren Schaltern, über die ein Audiosignal geschaltet wird
mitunter an der Wippe "rühren" muß, um das Signal wieder vernünftig durch zu bekommen.
Vergoldete Kontakte wärn schon besser nur kann ich dir leider keinen
Hinweis auf einen Anbieter von guten und langlebigen Signalschaltern geben.
Mich würde das ehrlich gesagt auch mal interessieren.
Suche:
Das könnte Dich auch interessieren:
optischer ausgang auf cinch?
Spitmode am 05.03.2004  –  Letzte Antwort am 08.03.2004  –  10 Beiträge
IPod über Cinch an Phono-Eingang? PIONEER PDX-Z9
Superelchi am 02.11.2008  –  Letzte Antwort am 03.07.2009  –  16 Beiträge
Mikrophon an HiFi Cinch Eingang ?
gunzales am 14.11.2009  –  Letzte Antwort am 15.11.2009  –  10 Beiträge
S/PDIF -> Cinch möglich?
hugelmopf am 18.11.2002  –  Letzte Antwort am 25.11.2002  –  31 Beiträge
Rauschen bei Anschluss von zweitem Cinch-Eingang
Fredde008 am 01.05.2013  –  Letzte Antwort am 02.05.2013  –  2 Beiträge
Was bedeutet Eingänge: 1 x symmetrisch (XLR) und 4 asymmetrische Eingänge (Cinch)?
sidvicious123 am 26.08.2005  –  Letzte Antwort am 29.08.2005  –  4 Beiträge
XLR-CINCH Beschaltung???? Brummen!
Merzwo am 24.10.2003  –  Letzte Antwort am 27.10.2003  –  4 Beiträge
4 Lautsprecher an 1 Ausgang?
OnAir am 05.11.2003  –  Letzte Antwort am 09.11.2003  –  7 Beiträge
Cinch und Masse
TheB am 07.10.2004  –  Letzte Antwort am 10.10.2004  –  17 Beiträge
Cinch - Verlängerung
Chreek am 22.01.2005  –  Letzte Antwort am 24.01.2005  –  4 Beiträge
Foren Archiv
2009

Anzeige

Aktuelle Aktion

Top Hersteller in Elektronik Widget schließen

  • Yamaha
  • Canton
  • Magnat
  • Denon
  • Klipsch
  • Heco
  • Onkyo
  • Marantz
  • Dali

Forumsstatistik Widget schließen

  • Registrierte Mitglieder806.995 ( Heute: 7 )
  • Neuestes MitgliedJoecocker1337
  • Gesamtzahl an Themen1.345.195
  • Gesamtzahl an Beiträgen17.660.783