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Hifi Verstärker Mono brücken?

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Beitrag
byspeed
Stammgast
#1 erstellt: 13. Nov 2011, 20:48
Servus!

Ich habe hier einen 8 Öhmigen Subwoofer, den ich gerne an einem Stereoverstärker (SM-5100 von Optonica) betreiben würde. Nun kann der Verstärker 8 und 4 Ohm handeln. Wenn ich die beiden Anschlüsse jedoch parallel setze und den Verstärker auf "Mono" schalte, dann liefert der Amp durch die beiden zusätzlichen Transistoren (oder FETs) doppelt so viel Power.

Nun frage ich mich jedoch, wie sich die Ausgangsimpedanz verschieben wird. Theoretisch sinkt sie von 4-8 Ohm auf 2-4 Ohm, liege ich da richtig?

Das würde bedeuten, dass ich den Verstärker so nicht an den Subwoofer anschließen kann. Wie ginge es sonst?

Ich habe zzt leider nicht das Geld für einen ordentlichen Monoblock (Student .. hmpf), daher muss so eine Lösung genügen.

Danke für die Hilfe.
Passat
Moderator
#2 erstellt: 14. Nov 2011, 10:40
Das funktioniert nicht, der Verstärker ist nicht brückbar.

Wenn ein Verstärker brückbar ist, dann hat er auch auf der Rückseite einen entsprechenden Schalter.

Grüsse
Roman
Mahathma
Stammgast
#3 erstellt: 18. Nov 2011, 23:47
Moin!

Hier muss ich doch wiedersprechen. Auch einen Vollverstärker kann man brücken. Dazu benötigt man eine kleine Operationsverstärkerschaltung, einen sogenannten Symmetrierer. Dieser hat einen Eingang und zwei Ausgänge. Ein Ausgang ist mit "+" bezeichnet, der andere mit "-". Das Signal beider Ausgänge ist um 180° phasengedreht, d.h. wenn "+" ins Positive "schwingt", tut "-" das ins Negative. Speißt man nun z.B. "+" in den linken Kanal und "-" in den rechten, hat man zwischen den Lautsprecherklemmen "links +" und "rechts +" die doppelte Ausgangsspannung und damit entsprechend mehr Leistung. Allerdings muss die Impedanz der Lautsprecher auch doppelt so hoch sein wie zuvor, sonst rauchts! Also bei einem Verstärker mit einer Mindestimpedanz von z.B. 4Ohm sind es dann eben 8Ohm. Am elegantesten ist zudem, wenn der Verstärker die Möglichkeit besitzt Vor- und Endstufe zu trennen. Dann benuzt man nur die Endstufen, also nur die "Main In". Ob das bei dem Optinica geht weiß ich nicht...

Ansonsten kann (und darf) man natürlich nicht einfach zwei Endstufen parallel schalten. Über die Gegenkopplung können die sich schon im Leerlauf wegen eines kleinen Offsets gegenseitig killen.

Michael
Passat
Moderator
#4 erstellt: 19. Nov 2011, 00:16
So pauschal ist das falsch.
Es gibt durchaus Verstärkerschaltungen, die man nicht brücken kann.

Grüsse
Roman
Jeck-G
Inventar
#5 erstellt: 19. Nov 2011, 00:35
Am Besten ist es, wenn man es so sieht:
Wird das Brücken im Handbuch (positiv) erwähnt und es ist eine entsprechende Anweisung vorhanden, so ist der Verstärker dafür geeignet. Ansonsten definitiv nicht.

Übrigens bringt Brücken mehr Nachteile als Vorteile...


[Beitrag von Jeck-G am 19. Nov 2011, 00:35 bearbeitet]
germi1982
Moderator
#6 erstellt: 20. Nov 2011, 18:12
Jup, die Mindestimpedanz steigt an. Wenn die vorher bei 4 Ohm lag die der Verstärker von den Boxen sehen wollte, dann sind es durch die Brückenschaltung nun 8 Ohm.

Zudem fällt der Dämpfungsfaktor in den Keller...
Mahathma
Stammgast
#7 erstellt: 20. Nov 2011, 23:45
Jeck-G schrieb:

Wird das Brücken im Handbuch (positiv) erwähnt und es ist eine entsprechende Anweisung vorhanden, so ist der Verstärker dafür geeignet. Ansonsten definitiv nicht.


Muss ich schon wieder widersprechen: Mann kann mit der erwähnten Zusatzschaltung so gut wie alle Stereoverstärker brücken. Garantieansprüche können dabei natürlich erlöschen und ob alles reibungslos funktioniert ist auch nirgends garantiert. Diese Lösung ist selbstverständlich für Bastler und Sachkundige.

Auch dürfte klar sein, dass die Eigenschaften einer Brückenendstufe nicht an die der einzelnen Endstufen heranreichen. Bei niedriger Versorgungsspannung (Auto) oder flexibler Einsatz im PA-Bereich haben Brückenendstufen durchaus ihre Berechtigung. Auch beim Einsatz als Subwooferendstufe sind die klanglichen Eigenschaften halb so wild. Bei einer (hoffentlich) aktiven Trennung ist das Chassis direkt an den Amp gekoppelt. Ohne Spule im Signalweg muss der Dämpfungsfaktor nicht extrem hoch sein...

Ansonsten sollten sich fast alle Verstärkerschaltungen brücken lassen. Die gängigen AB-Konzepte sowieso. Aber auch Eintaktverstärker, Klasse-A, Takt- (Digital-) verstärker, viele Röhrenschaltungen etc lassen sich brücken. Wie es klingt steht woanders ;). Beim angesprochenen Optonica sehe ich da kaum Hindernisse...

Michael
Böötman
Inventar
#8 erstellt: 20. Nov 2011, 23:51

Mahathma schrieb:
Dazu benötigt man eine kleine Operationsverstärkerschaltung, einen sogenannten Symmetrierer.


Für was einen OPV, löte einfach einen stecker vom Cinchkabel um. Ob der Amp gebrückt funktioniert kannst du ja im Vorfeld mit nem Multimeter ausmessen, ob sich die gebrückte Augangsspannung im vgl zum Einzelkanal verdoppelt hat oder nicht.
Passat
Moderator
#9 erstellt: 20. Nov 2011, 23:51
Ich schon.
bei Vollverstärkern läuft das Signal über den Lautstärkeregler.
Und die haben besonders im unteren Regelbereich keinen guten Kanalgleichlauf.
Die Endstufen werden also nicht gleich ausgesteuert.

Grüsse
Roman
Mahathma
Stammgast
#10 erstellt: 20. Nov 2011, 23:54
Ach ja, hab was vergessen: Schwierig ist es zwei Monoblöcke zu brücken. Dabei ist es egal ob sie in einem gemeinsamen Gehäuse oder getrennt sitzen. Beim Brücken muss man die galvanische Trennung aufheben. D.h. man muss die Betriebsmassen der einzelnen Endstufen verbinden, ansonsten überlastet man die Masseverbindung über die Signalleitungen. Ein solches Unterfangen ist aber alles andere als trivial, wenn man sich nicht massive Brummstöhrungen einhandeln will...
Mahathma
Stammgast
#11 erstellt: 20. Nov 2011, 23:59
Nee, Chinchkabel umlöten geht nicht! das gibt keine Phasendrehung.

Ansonsten hab ich schon erwähnt, dass es besser ist beim Brücken das Signal direkt in die Enstufen einzuspeisen. Also ohne die Vorstufe zu bemnutzen. Gleichlaufprobleme nehmen aber eher im unteren Austeuerungsbereich Leistung "weg". Weiter oben siehts im Allgemeinen besser aus. Geht also trotzdem, wenn auch wenig elegant.
Jeck-G
Inventar
#12 erstellt: 21. Nov 2011, 01:27
Ok, dann brückt eure Amps. Schadensersatzansprüche gehen an Mahatma!
Deinen "Ratschlag" solltest Du in einem Forum, wo auch technische Laien unterwegs sind, lieber lassen bzw. dich nicht so aufführen (widersprechen usw.). Darum gilt: Wird das Brücken im Handbuch (positiv) erwähnt und es ist eine entsprechende Anweisung vorhanden, so ist der Verstärker dafür geeignet. Ansonsten definitiv nicht.
Übrigens sollte der Mod drauf hinweisen...

Mag sein, dass einige Spezis einige Verstärker entsprechend umbauen können, aber das gleich für die allgemeinheit "zu empfehlen", ist falsch.

Beim angesprochenen Optonica sehe ich da kaum Hindernisse...
Willst DU die Verantwortung übernehmen?


Auch dürfte klar sein, dass die Eigenschaften einer Brückenendstufe nicht an die der einzelnen Endstufen heranreichen. Bei niedriger Versorgungsspannung (Auto) oder flexibler Einsatz im PA-Bereich haben Brückenendstufen durchaus ihre Berechtigung.
Diese sind in der Regel auch ab Werk dafür ausgelegt.

Was würdest du denn bei einem (Digital-)Verstärker mit H-Schaltung (nicht Class-H gemeint) empfehlen? Die sind durchaus gängig...


[Beitrag von Jeck-G am 21. Nov 2011, 01:28 bearbeitet]
Mahathma
Stammgast
#13 erstellt: 21. Nov 2011, 23:12
Eine H-Schaltung wird mitunter H-Brücke genannt.
Ansonsten habt ihr in absolut allen Punkten Recht. Selbstverständlich.

Schönen Abend noch.
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