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altes tape klingt mies

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Beitrag
hydro
Stammgast
#1 erstellt: 13. Okt 2004, 08:41
hi,

hab nach langer zeit wieder mein tape ausgegraben - und mit den alten kassetten hört sichs fies an - schwammig, wie mit verzogenen bändern - lagerung der kassetten müsste eigentlich halbwegs gut gewesen sein - kanns am tape liegen - tonkopf etc? was tun?
BassMan_69
Stammgast
#2 erstellt: 13. Okt 2004, 09:08
Hallo hydro,
erstmal würde ich die Tonköpfe reinigen. Etwas Alkohol aus der Apotheke und Q-Tips sollten da reichen. Ansonsten würde ich mal das besagte Tape bei nem Kumpel vergleichhören.

Ansonsten kommen Tapes in der Regel im vergleich mit CDs eh schlecht weg. Ist eben auch ne Frage der Hörgewohnheiten.

Gruß,
BassMan_69
hydro
Stammgast
#3 erstellt: 13. Okt 2004, 09:45
na, dass sie schlecht wegkommen ist mir schon klar... aber so schlecht hatte ich sie nicht in erinnerung...

das mit dem alk probier ich


[Beitrag von hydro am 13. Okt 2004, 09:47 bearbeitet]
1907_Jessi
Ist häufiger hier
#4 erstellt: 13. Okt 2004, 10:09
Hi,

den Tonkopf kannst du von einem Techniker einstellen lassen (Spur).
Wenn du es dir zutraust kannst du das auch selber machen.
Die Schraube ist meißtens rechts und mit einer Feder unterlegt.
Eine Kassette die du mit dem Gerät aufgenommen hast und ok ist einlegen.Dann die Schraube vorsichtig nach links oder rechts drehen.Wenn es am besten vom Hochtonbereich ist so stehen lassen.Die Schraube kannst du dann vorsichtig mit Nagellack fixieren.
Der Schraubendreher darf nicht magnetisch sein.
Tonkopf reiniegen:


Tonkopf Spur einstellen:



Gruß Jens


[Beitrag von 1907_Jessi am 13. Okt 2004, 10:25 bearbeitet]
Finglas
Inventar
#5 erstellt: 13. Okt 2004, 10:28
Hallo hydro,

reinigen ist auf jeden Fall angesagt. Ich nehme dazu 100% igen Isopropylalkohol (Isopropanol) aus der Apotheke - keinen Spiritus verwenden oder gar Nagellackentferner (Aceton). Entmagnetisieren des Tonkopfes kann auch nicht schaden - im Gegensatz zu CDs ist hier der Effekt wohl unumstritten
Dicke Staubschichten sollte man auch von den Andruckrollen putzen, allerdings hier Vorsicht mit Lösungsmitteln wegen Gummi.

Sollte das Band leiern, dann müsste man auch mal nach den Antriebsreimen sehen, ob der noch ok ist. Theoretisch wäre auch noch ein etwas dejustierter Tonkopf (Azimut) denkbar, aber das ist wohl eher selten meiner Erfahrung nach. Aber wenn, dann würde es auch eher dumpf klingen.

Ansonsten finde ich, dass man mit einem guten Tape schon Aufnahmen machen kann, die nahe an die CD ranreichen.

Cheers
Marcus

PS: Noch eine dumme Frage, da mir das selbst schon gelegentlich so gegangen ist: Dolby und Bandsortenwahl waren richtig eingestellt?
hydro
Stammgast
#6 erstellt: 13. Okt 2004, 11:12
dolby ok...

hab damals die kassetten extra gekennzeichnet, wie sie aufgenommen wurden

werde das ding heute abend mal mit alk säubern - kommt mir aber trotzdem komisch vor, weil es ja in der zwischenzeit nicht genutzt wurde - verschmutzung ist jedenfalls keine sichtbar - auch nicht an den rollen etc...
RealHendrik
Inventar
#7 erstellt: 13. Okt 2004, 11:18
Isopropanol ist schon o.k. Allerdings rate ich zu 70%igem, vor allem, wenn man auch die Andruckrolle säubern will. Isoprop neigt zur Dehydration, das heisst, dass möglicherweise die Gummiandruckrolle austrocknet, ihre Elastizität verliert und möglicherweise schneller versprödet als nötig. Durch den Wasseranteil in 70%igem Zeugs dürfte das einigermaßen verhindert werden. (Für die Tonköpfe ist es im übrigen egal, ob es sich um 70 oder 100 Prozent Isoprop handelt.)

Gruss,

hendrik
wolfi
Inventar
#8 erstellt: 13. Okt 2004, 12:33
Hallo,
sich einfach eine neue Kassette ( zum Testen ) können. Damit kann man ausschließen, dass es ( nur ) an den alten liegt ( falsche Lagerung etc. ).
Django8
Inventar
#9 erstellt: 13. Okt 2004, 13:06

Entmagnetisieren des Tonkopfes kann auch nicht schaden

Apropos entmagnetisieren: Bringt das wirklich was (bei Tapes natürlich)? Hätte nämlich gerne mal meine Tonköpfe entmagnetisiert – nur: So eine Entmagnetisierungsdrossel findet man nirgends mehr (ich weiss jedenfalls nicht wo und dumm und dämlich zahlen will ich mich auch nicht dafür). Daher wollte ich mal fragen, ob das entmagnetisieren wirklich was bringen würde. Mein Tape ist übrigens 25 Jahre alt und wurde wohl vor allem in den 80ern schon ziemlich häufig gebraucht (bin nicht der erste Besitzer) – heute allerdings nur noch selten (zum Aufnehmen eben).
wolfi
Inventar
#10 erstellt: 13. Okt 2004, 13:10
Hallo,
eine Entmagnetisierungsdrossel sollte man für 20,- u.a. beim Tonstudiobedarf Bluthard bekommen.
Finglas
Inventar
#11 erstellt: 13. Okt 2004, 13:52

Apropos entmagnetisieren: Bringt das wirklich was (bei Tapes natürlich)?


Meiner Erfahrung nach schon, mitunter deutlich hörbar. Ich hatte verschiedene Tapes gehabt (Philips, Technics, Onkyo), wobei es bei manchen häufiger nötig war mit deutlich hörbarem Effekt, bei anderen weniger häufig und etwas weniger deutlich.

Cheers
Marcus
Django8
Inventar
#12 erstellt: 13. Okt 2004, 14:24
[quote]Entmagnetisierungsdrossel sollte man für 20,- u.a. beim Tonstudiobedarf Bluthard bekommen[/quote
Dummerweise wohne ich in der Schweiz, was das Ganze nicht einfacher macht (Versand, Bezahlung etc.).
hf500
Moderator
#13 erstellt: 13. Okt 2004, 18:13
Moin,
das Entmagnetisieren von Tonbandgeraeten allgemein kann gute Resultate bringen.
Die Wiedergabe wird bei magnetisierten Greaeten etwas dumpfer, vor allem rauscht so ein Geraet stark und kann damit
auch die Baender 'anstecken'.

Wenn bei der Drossel keine Anleitung ist:
Geraete ausschalten!
Drossel einschalten und damit die zu behandelnden Teile 'abwischen', diese Teile allerdings nicht mit dem
Kern der Drossel beruehren. Wenn sie so ein stabfoermiges Ende hat, kann man ein Stueck Isolierschlauch
drueberziehen.
Ganz wichtig: Drossel nicht zu schnell vom Geraet entfernen und in 1,5-2m Abstand erst ausschalten.
Grund: Das magn. Wechselfeld muss am Geraet zu Null geworden sein, sonst kann man durch einfaches Ausschalten
im Zeitpunkt des groessten Feldes wieder aufmagnetisieren.

Nach dem, was vor ca. 25 Jahren mal in der 'Stereo'? stand, sind verschiedene Tonkoepfe unterschiedlich
anfaellig gegen Magnetisierung. Anfaellig sind vor allem Glas-Ferrit- und Sendustkoepfe, kaum dagegen Permalloykoepfe.
AKAI, einige Sony und der Grundig CNF350 z.B. haben Glas-Ferritkoepfe. Verschleissfest, aber...
Sonst hatten hochwertige Geraete aus den 80ern auch Sendustkoepfe. Die einfachen Klassen waren mit den billigeren
Permalloykoepfen ausgestattet.
Fast alle Geraete haben Ferritkoepfe fuer den Loeschkopf. Hat das Geraet keinen Loeschgenerator, der beim Ausschalten 'verhungert'
und so die Koepfe quasi entmagnetisiert, dann ist er eine der Ursachen fuer magnetisierte Koepfe. Ansonsten kaeme noch der schwache
Einfluss des Erdmagnetfeldes und Fehler des Geraetes in Frage, z.B. 'leckende' Koppelkondensatoren des AW-Verstaerkers.

Die groesste Quelle fuer Magnetisierung ist die Verwendung magnetisierten Werkzeuges bei Wartung und Reparatur.

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Peter
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