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Üble Stromstöße beim Anfassen

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cajun
Ist häufiger hier
#1 erstellt: 18. Dez 2004, 12:25
Hallo,
beim Anfassen meines Verstärkers oder des Tonarmes am Plattenspieler bekomme ich in der letzten Zeit ganz üble Stromstöße. Es schlägt richtig Funken. Da macht es gar keinen Spaß mehr Musik zu hören.

An was kann den das liegen ? Ich kann mir keinen Reim drauf machen. Im Sommer war das nicht der Fall.

Verkabelt ist das ganze wie folgt:
Der Plattenspieler hat 2 Torarme. Einer ist direkt am Phonoeingang des Verstärker incl. Masse angeschlossen. Der andere incl. Masse an einem Vorverstärker der dann wiederum an an einem line-Eingang des Verstärkers hängt.

- Bringt es was die beiden Massen der Tonarme zu verbinden?
- Soll ich das Plattenspielerlager mit in die Massenverbindung einbeziehen?
- Oder ist womöglich was an der Elektronik kaputt?
- Sonstige Tipps??
- Soll ich vielleicht die Luft befeuchten? Das ist aber sehr aufwendig.
- Gibt es vielleicht einen Trick wie ich mich "schonend" auf das Potential der Anlage bringen kann?

Wenn ich mich recht erinnere habe ich auch schon am CD-Spieler eine gelangt bekommen. Und eben grade am Türgriff nach draußen. Vielleicht hat mich der vorherige Griff zum Tonarmlift negativ gepolt und der Türgriff dann wieder positiv. Es macht echt keinen Spaß mehr....

Ich hoffe auf eure Hilfe.

Elektrisierende Grüße
cajun
Joe_Brösel
Hat sich gelöscht
#2 erstellt: 18. Dez 2004, 13:11
Hi,
das klingt nach elektrostatischer Aufladung. Ursache ist: die Schuhe laden sich am Teppich bzw. Bodenbelag auf. Im Winter, wenn geheizt wird und es trockener ist, tritt das stärker auf als wie im Sommer.
Abhilfe: barfuß gehen.
The_FlowerKing
Stammgast
#3 erstellt: 18. Dez 2004, 13:26
vorher nen heizkörper anfassen oder andere geerdete metallische sachen. es gibt aber auch kleine helfer, die den körper statisch wieder entladen - schau mal bei www.westfalia.de oder www.conrad.de oder www.reichelt.de . bei westfalia hatten sie sowas auf jeden fall mal
cajun
Ist häufiger hier
#4 erstellt: 18. Dez 2004, 13:30
Vielen Dank lieber Joe,
jetzt habe ich kalte Füße aber die Scheibe von Joan Baez ist gedreht ohne Funken und Schmerz. Ich habe richtig Bammel die Regler anzufassen.
Kaum zu glauben, daß 3 Meter Fußweg über Bodenfliesen sowas bewerkstelligen können sollen.
Ob es wirklich nur daran lag werde ich bald berichten.

Mit aufrichtiger Dankbarkeit grüßt
cajun
Joe_Brösel
Hat sich gelöscht
#5 erstellt: 18. Dez 2004, 13:34
Hi,
wenn es daran lag: es gibt auch Antistatikspray, das kann man auf den Teppich sprühen, und es gibt antistatische Teppiche....

Heizkörper anfassen: da kriegt er ja wieder eine gewischt
cajun
Ist häufiger hier
#6 erstellt: 18. Dez 2004, 15:24
Also es hilft wirklich. Vielen Dank.
Um die kalten Füße zu vermeiden mache ich jetzt vor der Anlage erst immer eine tiefe Verbeugung, fasse mit der Hand auf den Boden und bediene dann die Geräte. Dabei bekomme ich keinen Schlag, aber die Statik ist weg.
--> Das ist wahre Verehrung !!

Unterwürfige Grüße
cajun
pitt
Hat sich gelöscht
#7 erstellt: 18. Dez 2004, 15:37
Hi Cajun !

Diese (bis zu 2 cm langen ) Funken kenne ich auch !

Bei mir waren die Ursachen eine Decke ( 100% Polyester ) und Badelatschen, seit ich die Decke enfernt und grundsätzlich auf Socken zur Anlage gehe, ist alles i.O. .

Entweder werde ich jetzt nicht mehr aufgeladen oder die vorhandene Aufladung entläd sich auf dem Weg zur Anlage .
Ich habe mir wohl weniger Sorgen um meine Gesundheit gemacht, als um diverse Bauteile meiner PIOs !

mfg Pitt
cajun
Ist häufiger hier
#8 erstellt: 18. Dez 2004, 18:55
Also jetzt hat's sogar mit meiner Frau gefunkt (hat's eigentlich schon lange ). Beim Küssen hat's erst mal richtig Funken geschlagen. Das liegt mit Sicherheit nicht an der Erdung des Plattenspielers. Da war ich wohl ganz auf der falschen Fährte.
Sagenhaft: Ich variiere jetzt an meinen Hauschuhen um die Bedienung der Stereo-Anlage zu otimieren. Na ja, die Variationen von diversen Kabel, Tonarmen, Tonabnehmern, Verstärken, Lautsprechern habe ich ja schon hinter mir. Da muß man neue Wege gehen...
Ich bin fest davon überzeugt: Die richtigen Hausschuhe sind wichtiger als die richtigen Netzkabel, etc. Nochmals vielen Dank!
cajun
Stere0
Inventar
#9 erstellt: 18. Dez 2004, 19:19
hi,

was für hausschuhe trägt denn deine frau ?

greez
stere0
revolver
Stammgast
#10 erstellt: 18. Dez 2004, 23:48

Ich habe richtig Bammel die Regler anzufassen.


ich getraue mich nicht metallische türfallen anzufassen, im winter zwickt es mich andauernd ! liegt wohl an meiner jacke mit synthetischem innenfutter...

meine mutter hat am autoschlüssel so einen anhänger. den hält sie vor dem ins autosteigen stets an die karosserie, ein kleine glühbirne am anhänger leuchtet kurz auf un dann kann sie das auto gefahrenlos berühren !

gruss
Uwe_Mettmann
Inventar
#11 erstellt: 18. Dez 2004, 23:52
Hallo cajun,

nimm doch einfach einen metallischen Gegenstand, den Du mit Erdpotential verbindest und direkt neben den Plattenspieler und Deiner Anlage legst.

Damit keine schmerzhafte Entladung stattfindet, wenn Du den metallischen Gegenstand anfasst, machst Du die Verbindung zum Erdpotential nicht direkt, sondern lötest einen Widerstand von mindestens 100 kOhm dazwischen.

Bevor Du jetzt den Plattenspieler oder die Anlage anfasst, berührst Du kurz mal den metallischen Gegenstand, um die Ladung abzuführen. Tritt die Entladung trotzdem noch auf, berührst Du den Gegenstand mit der einen Hand, während Du die Anlage mit der anderen bedienst.

Wenn Du dass Erdpotential vom Schutzleiteranschluss einer Steckdose holen willst, musst Du sicherstellen, dass sich die Leitung nicht lösen kann und Verbindung mit den spannungsführenden Anschlüssen bekommt. Am besten, Du nimmst einen normalen Schukostecker, den man selber anschrauben kann. Dann entfernst Du die beiden Stifte, über die normalerweise die 230V zugeführt werden. Die entstehenden Löcher klebst Du zu. Die Leitung zu dem Widerstand klemmst Du an den Schutzleiteranschluss des Steckers an.

Gruß

Uwe
cajun
Ist häufiger hier
#12 erstellt: 19. Dez 2004, 12:38
Klasse Uwe,
das ist ne gute Idee!
Meinst Du das geht auch wenn ich die Masse meines Phono-Preamp über den Widerstand mit dem Schutzkontakt verbinde und ich dann die metallische Oberfläche des kleinen Gehäuses als "Anfaßfläche" benutze? Der Phono-Pramp hat keinen Schukostecker und schwebt damit potentzialmäßig doch wohl irgendwo herum.
Oder ist der über die chinch-Kabel mit der Masse meines Vollverstärkers und dessen Schuko-Stecker doch voll an Masse angeschlossen?

Wie kommst Du eigentlich auf die min. 100kOhm? Ab welcher Spannung springt ein (schmerzhafter) Funke. Ab welchen Strömen?

Güße
cajun
Uwe_Mettmann
Inventar
#13 erstellt: 19. Dez 2004, 13:15

cajun schrieb:
Meinst Du das geht auch wenn ich die Masse meines Phono-Preamp über den Widerstand mit dem Schutzkontakt verbinde und ich dann die metallische Oberfläche des kleinen Gehäuses als "Anfaßfläche" benutze? Der Phono-Pramp hat keinen Schukostecker und schwebt damit potentzialmäßig doch wohl irgendwo herum.
Oder ist der über die chinch-Kabel mit der Masse meines Vollverstärkers und dessen Schuko-Stecker doch voll an Masse angeschlossen?


Hallo cajun,

Du kannst es ja ausprobieren. Wenn das Gehäuse leitenden Kontakt zum Cinchstecker hat, wird es nicht funktionieren.


cajun schrieb:
Wie kommst Du eigentlich auf die min. 100kOhm? Ab welcher Spannung springt ein (schmerzhafter) Funke. Ab welchen Strömen?

Den Wert von 100kOhm habe ich frei Schnauze festgelegt (Erfahrungswert). Bei solchen Entladungen können Spannungen von 8kV und mehr auftreten. Mit 8kV werden Geräte geprüft, ob sie gegen elektrische Endladungen sicher sind. Bei welcher Spannung und welchem Strom es schmerzhaft wird, weiß ich nicht. Darüber habe ich noch nichts gelesen und Selbstversuche lehne ich ab.

Gruß

Uwe
Gelscht
Gelöscht
#14 erstellt: 20. Dez 2004, 22:14
guck dir auch mal deine Steckdose an ...

Hast du evtl. kürzlich beim renovieren auch schööön die Schutzkontakte (Erdung) angemalt ?
Albus
Inventar
#15 erstellt: 22. Dez 2004, 13:23
Tag,

also, Strom und Durchströmungseffekte:
ab 2 mA Wahrnehmung des Stroms,
ab 15 mA Muskelkrampf, Schwierigkeiten beim Loslassen,
bis 80 mA Schweißbildung, Gefahr des Hautdurchschlags, bei längerer Dauer Bewußtlosigkeit,
80 - 300 mA Herzkammerflimmern, Herzstillstand bei einer Durchströmungsdauer von über 30 Sekunden,
5 A Sofortiger Tod durch innere Verbrennungen.

Vgl.: Michael Dickreiter, Handbuch der Tonstudiotechnik, Band 2, Seite 252, im Kapitel Arbeitssicherheit.

MfG
Albus
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