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Verstärker für Induktionsschleife

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Beitrag
flori73
Neuling
#1 erstellt: 25. Mrz 2005, 14:04
Hallo,

ich bin hörbehindert und möchte meinen Fernseher an einer Verstärker anschliessen, der statt mit Lautsprecherboxen, mit einem Kabel verbunden wird, welcher im Raum ausliegt. Das Kabel erzeugt ein Magnetfeld (Induktion), welche von Hörgeräten über die sog. T-Spule "aufgenommen" werden kann.

Es gibt eine Menge Verstärker und ich bin damit überfragt, worauf ich achten muß. Ich habe mir einen in Erwägung gezogen:ELTAX TANGENT AMP-50 VERSTÄRKER mit 2 x 40 W

Was haltet ihr davon ? Was sollte ich beachten, gerade wenn ich keine Lautsprecher anschliesse. Kann es zu einem Kabelbrand kommen ?

Oder sollte ich mir etwas anderes anschaffen ?

Vielen Dank und Gruß
Flori73
HiFi_Addicted
Inventar
#2 erstellt: 25. Mrz 2005, 15:02
Wie wärs mit Kpfhöhrern und einen Equalizer um deine eventuell vorhandene Frequenzfehler auszugleichen. ??? Damit gehts auch Stereo. Ich hab mal für einen Freund eine Spule gebaut um ein Höhrgerät anzusteuern. Dass dort was Rauskam brauchte man aber ein knappes kW Verstärkerleistung auf 8 Ohm

MfG Christoph
flori73
Neuling
#3 erstellt: 25. Mrz 2005, 19:03
Hallo HiFi_Adicted,

leider sind Kopfhörer nichts, denn

a) Schränkt dies die Bewekungsfreiheit ein und verursacht Kabelsalat

b) ohne Hörgerät brauche ich eine Verstärkung von 100 db, mit Kopfhörer und Hörgerät wäre das Rückkopplungspfeiffen unerträglich

Man kann Induktionsschleifenverstärker kaufen, sind aber sehr teuer.

Gruss
Flori
palucca
Hat sich gelöscht
#4 erstellt: 26. Mrz 2005, 17:38
hallo flori73,

einn normaler Verstärker ist mit einer Induktionsschleife total überfordert, da diese extrem niederohmig ist (fast Kurzschluß. Deshalb sind diese speziellen Verstärker auch so teuer, weil ein sehr hoher Strom durch die Schleife fließt.

Hier habe ich einen für 188,-EUR gefunden:

http://www.reha-com-tech.de/

und hier, wie ein normaler Verstärker benutzt werden kann:

http://www.dhi-onlin..._handy/handy_03.html

Infos:
http://www.taubertun...tive_hoeranlagen.pdf
richi44
Hat sich gelöscht
#5 erstellt: 29. Mrz 2005, 12:59
Das Problem ist normalerweise, dass die Induktionsschlaufe wie erwähnt sehr niederohmig ist und ein genügend starkes Magnetfeld aufbauen muss.
Nun ist das mit dem Magnetfeld folgendermassen: Für die magnetische Wirkung, die entsteht, benutzt man den Begriff Ampere-Windungen. Das bedeutet, dass entweder beispielsweise eine Windung mit 10A oder 10 Windungen mit 1A nötig sind. Die Wirkung auf Dein Hörgerät wäre beide male die Selbe.
Wenn man nun einen Draht (20m) rund ums Wohnzimmer legt, so hat man eine Windung. Dieser Draht hätte dann möglicherweise einen Widerstand von 0,35 Ohm und es müsste ein Strom von mindestens 4 A fliessen.

Das Problem ist aber immer noch der zu tiefe Widerstandswert. Das kannst Du verhindern, wenn Du beispielsweise einen dünneren Draht entsprechend länger wählst und diesen dafür mehrmals ums Zimmer führst.
Gut geeignet ist besonders ein Mehrfach-Telefonkabel. Das sind Kabel mit jeweils 4 Drähten, die zu einem Bündel verdrillt sind. So gibt es 1x4, 2x4, usw.

Die Drähte sind entsprechend dünner und haben dadurch einen höheren Widerstand. Wenn man also beispielsweise ein 1x4 von 20m verwendet und einen normalen Verstärker anschliesst, indem man die Plus-Klemme am weissen Draht anschliesst, diesen nach der "Zimmerrunde" mit dem blauen verbindet, den blauen mit dem türkisfarbenen und dieser mit dem violetten und das violette Ende dann mit der Minus-Klemme des Verstärkers, so hat man das Zimmer viermal mit dem dünnen Draht umrundet und bekommt so rund 7 Ohm Widerstand. Das schafft jeder normale Verstärker und der Leistungsbedarf ist gar nicht so gross, möglicherweise kann man dieses 1x4 Kabel anstelle des TV-Lautsprechers direkt vom TV aus ohne zusätzlichen Verstärker betreiben.
Allerdings gibt es da kein Stereo. Das ist mit dem Hörgerät nicht möglich.

Je näher Du dem Draht bist, desto stärker die Wirkung. Also wäre es ideal, den Draht bei Deinem Sitzplatz anzubringen. Du könntest nun den Draht mehrmals um den Sessel schlingen, bezw. ihn so am Boden verlegen. Dazu könntest Du ein entsprechend kürzeres Stück verwenden mit mehr Adern und diese dann hintereinander schalten (4m 5x4).
Mühsam ist dabei, dass bei so einem Viererbündel die Farben türkis und violett immer wieder vorkommen, genau wie weiss bei Kabeln mit bis zu 5x4 Drähten. Es wechselt also nur die Farbe blau zu orange usw. Folglich geht die richtige Verschaltung nur mit einem Messinstrument. Das Kabel bekommst Du bei einem Elektriker, der Telefoninstallationen ausführt.
flori73
Neuling
#6 erstellt: 30. Mrz 2005, 21:47
Vielen Dank für Eure Antworten, sie haben mir sehr geholfen. Jetzt bin ich schlauer :-)

Danke nochmals!
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