Wann überhitzen AVM M4 (Class A)?

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The_FlowerKing
Stammgast
#1 erstellt: 19. Nov 2005, 01:36
Nabend allerseits,

heute nachmittag wurden meine neuen wunderbaren AVM M4-Monoblöcke geliefert und ich hab sie auch gleich angeschlossen. Auf die klanglichen Fähigkeiten möchte ich nicht weiter eingehen. Nur kurz: Ich bin mal mehr mal weniger positiv überrascht! Tendenziell gefällts mir viel besser als mit A/B-Schaltung.

Mein Raum hier hat ständig ca. 18-20°C Raumtemp. und die Monos stehen auf dem Boden direkt nebeneinander, jedoch zu den Seiten und nach oben offen - also beheizen sich nur die Innenseiten gegenseitig.

Wenn ich 1-2 Stunden höre und mal oben drauffasse, verglüht man sich fast die Finger Ihr kennt das bestimmt

Sollte man nach einer Stunde eine Pause einlegen, damit sie sich abkühlen?
Wieviel Hitze vertragem diese Monos wohl?
Und würde es sich evtl positiv auswirken, das Gehäuse zu entfernen? Staub kommt hier nicht viel drauf und Katzen, Kinder etc gibts auch nicht..

Ich genieße ja wirklich jede Sekunde Musik damit, aber mache mir doch Sorgen als ehemaliger A/B-Besitzer.

Zu guter letzt möcht ich noch wissen, ob man die AVM M4 auch im Heimkinobetrieb laufen lassen kann. Die LS sind Phonar P40 IIs und laufen dann "Small".

Danke euch
d2mac
Stammgast
#2 erstellt: 19. Nov 2005, 19:23
Die Finger verbrennt man sich ab ca. 60°C, dann kann man Sachen nicht mehr länger anfassen.
Die Transistoren der Endstufe können meistens 120°C Innentemperatur (Sperrschicht)ab.
Abhängig vom Wärmewiderstand des Kühlkörpers ergibt das dann eine Kühlkörpertemperatur in der Nähe des Transistors von 80-100°C.
Also, wenn du auf den Kühlkörper spuckst, und es zischt, sind die Transistroen in Gefahr.... ;-)
Allerdings denke ich schon, dass bei einem Gerät dieser Preisklasse alles korrekt ausgelegt ist.
The_FlowerKing
Stammgast
#3 erstellt: 19. Nov 2005, 20:17
Also ich hab Herrn Mania dazu gefragt, er meinte in etwa dasselbe: "Die Elkos der M4 sind für 105 Grad Dauertemperatur ausgelegt, die Halbleiter und Widerstände halten sogar 120°. Die "Hitze", die das Gerät entwickelt spielt sich bei etwa 60° ab, daher kein Problem."

Also wär das Problem schon gegessen ... hab mir irgendwie Sorgen gemacht
pelmazo
Hat sich gelöscht
#4 erstellt: 19. Nov 2005, 23:38

The_FlowerKing schrieb:
Also ich hab Herrn Mania dazu gefragt, er meinte in etwa dasselbe: "Die Elkos der M4 sind für 105 Grad Dauertemperatur ausgelegt, die Halbleiter und Widerstände halten sogar 120°. Die "Hitze", die das Gerät entwickelt spielt sich bei etwa 60° ab, daher kein Problem."


Ja und nein.

Elkos, die für 105°C ausgelegt sind, werden typischerweise für mindestens 1000h Lebensdauer bei 105°C spezifiziert. Das ist keine besonders lange Zeit. Jede Senkung der Temperatur von 10° verdoppelt die Lebensdauer. Es empfiehlt sich also, Elkos so kühl wie möglich zu betreiben, auch wenn sie für 105° spezifiziert sind. Ich glaube aber kaum daß die Betriebstemperatur der Elkos im Monoblock tatsächlich so hoch ist.

Bei Halbleitern und Widerständen muß man natürlich berücksichtigen, daß sie je nach Funktion in der Schaltung selbst Hitze abgeben, das heißt daß sie heißer werden als ihre Umgebung. Je nach Wärmewiderstand zwischen Halbleiterchip und der Umgebungsluft kann natürlich auch ein Halbleiterchip zu heiß werden, der sich in 60° Umgebungsluft befindet. Aber auch hier ist zu erwarten, daß das bei der Entwicklung berücksichtigt wurde.

Ich persönlich finde allerdings, daß man sich an einem Hifi-Gerät nicht die Finger verbrennen können sollte. Vielleicht wäre etwas mehr Kühlfläche sinnvoll gewesen.
-scope-
Hat sich gelöscht
#5 erstellt: 20. Nov 2005, 13:59
Hallo,

Die M4 habe ich schon ab und an "überholt". Viel Hitze, wenig "Raum". Das Gerät kränkelt im Alter an maroden (brüchigen) Lötstellen und Elkos, deren Schrumpfschlauchüberzüge schon den "Rückzug" gemacht haben, was eine Folge der Backofenatmosphäre ist
Das ist bei vielen anderen Class A Geräten (im alter) aber auch nicht besser...Viele "hot"-Class A Geräte mussen sogar mit den mechanisch temperaturempfindlicheren Hartpapierplatinen auskommen.

Das AVM PS1 Akku-Versorgungsteil meiner Vorstufe habe bereits komplett nachlöten müssen. Im inneren herrschen im Ladevorgang Brat-Temperaturen, die ich nur schätzen kann ...

Reine Class A Geräte, sowie alles was derat heiss wird altert schneller. Eine einzige kalte Lötstelle kann den dauerhaften (teuren) Totalausfall bedeuten.

Keine Panikmache , aber eine regelmäßige Inspektion (all 24 Monate) ist sinnvoll, wenn das Gerät oft in Betrieb ist.


[Beitrag von -scope- am 20. Nov 2005, 14:19 bearbeitet]
The_FlowerKing
Stammgast
#6 erstellt: 20. Nov 2005, 16:05
gut zu wissen, wo die Geräte ja schon 8 Jahre alt sind
-scope-
Hat sich gelöscht
#7 erstellt: 20. Nov 2005, 16:33
Hallo,

nach 8 Jahren kann so ein Gerät durchaus schon "morsch" sein. Es hängt davon ab, wie lange es der (die) Vorbesitzer eingeschaltet haben.
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