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Autor
Beitrag
benedikt
Schaut ab und zu mal vorbei


   erstellt: 10. Mai 2003, 20:48
Hi Leute !
Was ist einem Class-A-Verstärker eigentlich schlechter oder besser als an "normalen" ?

Dank im voraus !
Benedikt
jan
Ist häufiger hier
   erstellt: 10. Mai 2003, 21:30
er wird schön warm - so dass ein bisschen kaminstimmung aufkommt.

es klingt ein bisschen besser sagt man. ich habe den class A Mode in der Regel ausgeschaltet und es fehlt mir an nichts... bis auf die wärme halt.
also ich höre evtl. dass es alles ein bisschen besser aufgelöst klingt. beim hi-hat merke ich i.d.R. einen unterschied. es klingt ein bisschen mehr wie es klingen sollte.
das kann aber auch einbildung sein. was ich bislang im forum gehört habe, hat noch niemand einen riesenunterschied ausmachen können. was dabei technisch passiert, kann dir jemand anders bestimmt besser erklären.

gruss
jan
Denonfreaker
Inventar
   erstellt: 10. Mai 2003, 21:34
Hi!

Klangtechnisch wird klasse A immer besser als klasse A/B.
Manche receiver arbeiten im klasse C/D betrieb. Klasse a hat zwei nachteile.

1: hitze. Wirklich im reinen klasse A arbeiteten geraten werden sehr heis 50 grad Celsius ist kein problem.. sehr interessant im winter , amp an und mann braucht keine heizung mehr!

2: strom, reine klasse A gerate brauchen viel strohm , der Energie lieferant wird sich freuen!!

aber fur mich ist das kein problem , ich bin es gewohnt seit fast 10 jahren hab ich meinen Biest der auch pur klasse a ist und Power ohne ende hatt!!
EWU
Moderator
   erstellt: 11. Mai 2003, 01:28
Vorteil: im Class-A Betrieb wird mehr Strom geliefert, dh.auch beim Leisehören ist der Klang voller.

Nachteil:diese Geräte verbrauchen auch mehr Strom und werden tüchtig heiß.

Manche Class A Verstärker klingen wie Röhre.

________
Ich bin geboren ohne es zu wollen,
ich muß sterben ohne dass ich es möchte,
so lasst mich wenigstens Leben wie ich es will.
Tantris
Hat sich gelöscht
   erstellt: 11. Mai 2003, 12:43
Hallo,

da sind hier ja einige ganz schön wirre, teils falsche Aussagen...

Die Einteilung von Verstärkerstufen in Klassen besagt im wesentlichen, an welchem Arbeitspunkt die entsprechenden Transistoren arbeiten bzw. welcher Bereich der Kennlinie tatsächlich benutzt wird.
Class A bedeutet, daß der Nullpunkt mitten im linearen Bereich der Verstärkerkennlinie liegt. Damit arbeitet der Verstärker ohne größere schaltungstechnische Kniffe recht linear und verzerrungsarm, allerdings fließen auch hohe Ruheströme und es sind sehr hohe Verlustleistungen (sprich Abwärme) zu beseitigen, der Wirkungsgrad ist sehr niedrig. Für Hifi-Anwendungen, wo mittlere bis hohe Leistungen notwendig sind, ist das unwirtschaftlich, bei Kopfhörerverstärkern etc. kann es sinnvoll sein.

Heutige Hifi-Verstärker arbeiten i.d.R. im Class-B bzw. AB-Betrieb mit variablem Arbeitspunkt. Obwohl es hier theoretisch die Gefahr von Übernahmeverzerrungen gibt, lassen sich diese mit entsprechenden Schaltungen weit unter die Hörschwellen drücken, so daß entsprechende Verstärker nicht per se einen Klangnachteil aufweisen, dafür aber einen erheblich höheren Wirkungsgrad als Class A (und bei gleichen Kosten i.A. erheblich höhere Leistungen ermöglichen).

Daß Class A Verstärker "per se besser klingen" als andere, halte ich für Unsinn, ebenso, pauschale Klangbeschreibungen für diese oder jene Verstärkerklasse aufzustellen. Völliger Blödsinn sind Aussagen wie von EWU - sorry - daß der Klang durch "mehr Stromlieferung voller würde" oder "ähnlich wie Röhre" klingen würde.

zu Audiofreaker:

Welche Verstärker arbeiten denn bitte im Class-C-Betrieb? Ist mir in der NF-Technik völlig unbekannt, und was soll bitte ein kombinierter C/D-Betrieb sein???

Die Bezeichnung "Class A Verstärker" wird in der Werbung für High-End-Produkte leider gern als Gütesiegel für "kompromißlosen Klang" und "Klangreinheit" verwendet, aber auf solche Aussagen sollte man nicht viel geben...

Gruß, T.
olli_werner
Ist häufiger hier
   erstellt: 11. Mai 2003, 13:05
Besser sind die geringeren nichtlinearen Verzerrungen. Verstärker arbeiten häufig im Gegentaktbetrieb. Dabei werden zwei Transistoren in Reihe zwischen dem Lautsprecher geschaltet. Jeder der Transistoren verstärkt eine Halbwelle. Aber im Übernahmebereich. d.h. bei kleinen Strömen hat die Steuerkennlinie einen nichtlinearen Verlauf (Schwellspannung der Basisemitterdiode) und der Verstärker verzerrt. Im AB Betrieb wird ein kleiner Ruhestrom über die Transistoren geleitet. Die Verzerrungen werden kleiner der Verstärker arbeitet linear, jedoch kann durch Vollaussteuerung der Ruhestrom durch die jeweils negative Halbwelle gegen Null gehen; der Verstärker wechselt in den verzerrenden B Betrieb. Der Class A Verstärker hat einen so großen Ruhestrom, das dieser auch bei Volllast keine Übernahmeverzerrungen produziert. Harken: Der Ruhestrom verbraucht im Leistungsteil einen Großteil der möglichen Leistung d.h. es steht nur ca. 1/3 Leistung (gegenüber AB) als Abgabe bereit. Weil AB Verstärker aber erst bei hohen Leistungen in den B Betrieb kommen, ist das ein guter Kompromiss und Unterschiede hört man sowieso erst bei hohen Leistungen.

Praktisch: Ein guter AB Verstärker kommt erst bei so hoher Leistung in den B-Betrieb,welche ein gleichbemessener A-Verstärker gar nicht erreicht.

Olli
olli_werner
Ist häufiger hier
   erstellt: 11. Mai 2003, 13:12
Ja, da war Tantris schneller.
Zu unterstreichen ist nochmal das die Aussage, dass EWU falsch liegt.

---Vorteil: im Class-A Betrieb wird mehr Strom geliefert, dh.auch beim Leisehören ist der Klang voller---

Genau beim Leisehöhren gibt es eben keinen Unterschied !! da haben beide genug Ruhestrom.
Außer man vergleicht einen schlechten AB mit einem guten A.
Olli
Denonfreaker
Inventar
   erstellt: 11. Mai 2003, 18:28
Tantris,

ich hatte mahl 3 receiver : technics , sony und erres (eigentlich ein hitachi) .

der technics hatte stk verstarker der war class C (stand auch so in der bedienungsanleitung) er war 2 x 35 watt an 8 ohm ( 20 - 20.000hz) (+/- 1.5db) rms , thd 0.1% (35w/ch)
der sony (str-gx40) gab an 2 x 55 watt ( gemessen wurde: 2 x 40 watt (max) 3% klirr 20-18.000 hz (8 ohm)
der erres war klass c/d 2x55 watt din (45.500) also 1khz 1% klirr burlington endtransitoren. (stand auch so in der betreibsanleitung)

der technics war aus 1984 (plm) der sony aus 1990 und der erres aus 1977!
DB
Inventar
   erstellt: 11. Mai 2003, 20:08
Hallo Audiofreaker,

C-Betrieb ist für NF-Verstärkung unmöglich, weil im C-Betrieb das Verstärkende Bauteil weniger als eine Halbwelle einer Sinusschwingung Strom führt. C-Betrieb wendet man bei Sendern an, weil diese auf einen Resonanzkreis arbeiten, dem nur im richtigen Moment Strom zugeführt werden muß (trotzdem schwingt der Resonanzkreis sinusförmig).

Die Transistoren in dem Erres waren sicher Darlingtontypen.

MfG

DB

________
"Gute Technik ist auch immer schön." (Claude Dornier)
Denonfreaker
Inventar
   erstellt: 12. Mai 2003, 07:38
@ db.

Ich weis auch nicht mehr so genau was der name des technics war aber er hat klanglich nie uberzeugt.

Stimmt ich habe mich da verschrieben es sollte naturlich Darlington transitoren sein statt burlington! da war wieder die schreibteufel
DDCK
Neuling
   erstellt: 11. Nov 2003, 21:07
Eine kurze Anmerkung zu euren Erleuterungen über A A/B betrieb. Ja es gibt die verschiedenen arten in der Schaltungstechnik...
Über das was ihr redet sind aber die unterschiedlichen arten von verstärkern.
A: Voll Analog....hohe Strom aufnahme so wie ihr es gesagt habt.
bis D
D: Voll digitaler Verstärker geringere Verluste d.h. kaum erwärmung.
MH
Inventar
   erstellt: 11. Nov 2003, 21:51
bis auf die bereits erwähnte Wärmeentwicklung konnte ich zwischen A und B keinen besonderen Unterschied feststellen. Ausser natürlich, dass unterschiedliche Verstärker unterschiedliche Stärken und Schwächen haben.

Gruß
MH

P.s.: a ist mir ein wenig klein, B und C sehr akzeptabel

________
verkaufe Ayre V1
Arminschen
Stammgast
   erstellt: 12. Nov 2003, 12:55
Aha!

was bitte ist dann optical-class A???

bei Denon endstufen POA 4400 zb.?

Arminschen

________
Klingt geil, mach mal lauter.....
UweM
Moderator
   erstellt: 12. Nov 2003, 13:25


aber fur mich ist das kein problem , ich bin es gewohnt seit fast 10 jahren hab ich meinen Biest der auch pur klasse a ist und Power ohne ende hatt!!


Hi Audiofreaker

Welchen Verstärker hast du denn, der Class A ist? Ich konnte den in deinem Profil nicht finden.

Grüße,

Uwe

[Beitrag von UweM am 12. Nov 2003, 13:27 bearbeitet]
UweM
Moderator
   erstellt: 12. Nov 2003, 13:31



was bitte ist dann optical-class A???



das ist meines Wissens auch eine AB-Schaltung bei der die Ruhestromregelung über einen Optokoppler galvanisch getrennt ausgeführt wurde.

Mit Class A hat das immer noch nichts zu tun, aber die Marketingabteilungen glänzen regelmäßig mit neuen Wortschöpfungen, die Class A suggerieren sollen. Besonders einfallsreich war hier Technics.

Grüße,

Uwe
AR9-lover
Stammgast
   erstellt: 12. Nov 2003, 16:35
Hi,

habe auch ne Frage zu ClassA - deshalb häng´ich mich mal an den Thread mit dran.

Ich habe von Euch schon gelernt das Watt=Watt ist (also kein Unterschied zwischen ClassA, AB,... Watt besteht) - ein kleiner Vollverstärker mit 2x60W bringt also die gleiche Leistung wie meine große 2x60 Watt ClassA Endstufe.

Wie verhält es sich dann, daß eine Luxman M-02 (2x150W / 8 Ohm - IMHO solide und gut - Leistungsangaben von Lux waren auch eher konservativ) an meinen LSP bei hoher Lautstärke und entsprechenden Bassattacken abgeschaltet hat, während die 60W-ClassA-Endstufe sauber weiterläuft ??? Könnte die vielleicht mit niedrigen Impedanzen zusammenhängen ???

Danke für Eure kurze Antwort und Grüsse
AR9-lover

________
Lieber ein Ende mit Schrecken - als BOSE for Life.
UweM
Moderator
   erstellt: 12. Nov 2003, 17:01


Wie verhält es sich dann, daß eine Luxman M-02 (2x150W / 8 Ohm - IMHO solide und gut - Leistungsangaben von Lux waren auch eher konservativ) an meinen LSP bei hoher Lautstärke und entsprechenden Bassattacken abgeschaltet hat, während die 60W-ClassA-Endstufe sauber weiterläuft ??? Könnte die vielleicht mit niedrigen Impedanzen zusammenhängen ???


Ja, genau,

wenn die Impedanzen mal niedrige Werte, insbesondere im leistungsintensiven Bassbereich erreichen, tritt bei manchen Endstufen eine Strombegrenzung in Kraft.
Das ist zunächst mal unabhängig von dem Schaltungsprinzip.

Grüße,

Uwe
lechno
Ist häufiger hier
   erstellt: 06. Aug 2005, 18:54
Dear friends....
Meine Erfahrungen mit einem class a amp,sprich Accuphase P-260, sind da durchwachsen. Er wird sehr warm, nach 15 min wird das Klangbild schärfer, aufgelöster, hm, denke schon besser, aber es ist nicht der Megaquantensprung ! muss nicht unbedingt sein. Zumal ich als Harz 6 Empfänger sparen muss und unsere Strommafia viel verlangt.(hihi)

Euer Lechno........

________
Accuphase E-203,Accuphase P-260,Pioneer SG-9,Pioneer CT-F-700,Pioneer TX-606, Thorens 320 mit Goldring 1022,MB Quart QL SP 4, CD JVC(unwichtig)
technicsteufel
Inventar
   erstellt: 06. Aug 2005, 19:34
Hallo,
ich habe da einen Surround Receiver von Technics der hat die "new class H".
Und mein CD-Player hat den Aufdruck "Class A D/A Converter".

Was hat das denn zu bedeuten?

Gruß Rolf

________
Mangelnder Musikverstand lässt sich in Dezibel messen.
2_XP
Stammgast
   erstellt: 06. Aug 2005, 23:04
Hallo

Meine Yamaha M60 Endstufe hat eine zuschaltbare Class A.
Weder an meiner T&A160MK2 noch an meinen Ergo SCL Kann ich einen wirklichen Unterschied feststellen.
Im Class A Betrieb kann man wie hier schon öfters erwähnt bald Spiegeleier auf dem Blech machen.
Der Class A Betrieb ist für leiser Lautstärken ausgelegt.
Der Yamaha schaltet selbst bei eingeschaltetem Class A ab 20 Watt Ausgangsleistung den Class A Modul ab. (ist bei anderen herstellern auch im High Ebdbereich ähnlich, oder haben erst keine höere Ausgangsleistung) Bei den 20 Watt hat man aber auch schon eine ganzschöne Lautstärke erreicht.
Die Leistung des M60 ist an 8 Ohm bei Kges 0,003% 160 Watt und an 4 Ohm bei Kges 0,o2% 220Watt pro Kanal.
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Dipak
Moderator
   erstellt: 07. Aug 2005, 02:03
hallo zusammen

mein jungson ja-88d liefert 2x80w in class a; kein b-betrieb..
anständig warm wird er auch, stromverbrauch kann ich noch nicht beeurteilen..

zum "klanglichen":
meinen alten revox schlägt er klar
war näher am classic 16.0 (röhre) als der classic 6.6 (transistor)
die (digitale) lautstärkeregelung geht bis 99, mit den kompakten kam ich nicht über 20, mit den neuen final hybrid-elektrostaten gehe ich selten mal über 30
schon bei kleinsten laustärken (höre nachts auf 2) klingt es gut; ohne jegliche klangregler


inwiefern diese beobachtungen jetzt class a oder dem amp selber zuzuschreiben ist, lässt sich natürlich nur vermuten..


gruss viktor

________
"Im allgemeinen muss einer ja zuerst sterben, bevor er unsterblich wird." - Willi Ritschard

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