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Class A Vorteile ?

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nolie
Stammgast
#1 erstellt: 29. Aug 2013, 19:00
Moin gibt es vorteile von Class A Verstärkern ? Ich meine sie haben eine geringere Ausgangsleistung und verbrauchen mehr Strom... irgendetwas muss es ja geben oder ?

grüße
Nolie =)
chro
Inventar
#2 erstellt: 29. Aug 2013, 19:11
soviel mein angelesenes Halbwissen hergibt nutzen Class A Verstärker von den Transistoren nur den optimalen Arbeitsbereich, womit die restliche Energie in Abwärme abgeleitet wird.

Nun sagen natürlich Entwickler und Verstärkerklangverfechter das es natürlich etwas bringt klanglich.

Im selbsttest habe ich verschiedene Verstärker zuhause getestet. Class A (Jungson JA-88D, KMT 500N PA-Endstufe, Denon POA 1500 class A/B, ELV Röhrenamp)

Der für mich schönste Klang war nur der ELV zuzuschreiben, wobei das ja eindeutig dann an der Röhre lag. Alle anderen konnte ich beim besten Willen nicht auseinander halten. Meiner Meinung nach merkt man das nur bei der Stromrechnung

nolie
Stammgast
#3 erstellt: 29. Aug 2013, 19:25
ok vielen dank !

hat denn jemand erfarung mit sinovt Röhrenverstärker ?

grüße
Amperlite
Inventar
#4 erstellt: 29. Aug 2013, 21:51

nolie (Beitrag #1) schrieb:
. irgendetwas muss es ja geben oder ?

Suchstichwort "Übernahmeverzerrungen".
Ein Problem, das ein halbwegs anständiger Entwickler aber auch mit sämtlichen anderen Schaltungstypen in Bereiche drücken kann, die nicht mehr hörbar sind. Kann er das nicht, sollte er sich nen neuen Job suchen.

Ansonsten ist der Hauptvorteil, dass man im Winter weniger Heizöl braucht. Ansonsten nur Nachteile.
P@Freak
Inventar
#5 erstellt: 29. Aug 2013, 22:22
Hallo,

den Unterschied höhrt man sehr wohl, auch im Kleinsignalbetrieb. Gibt ja auch Verstärker bei denen man zwischen a/b und reinem a Betrieb umschalten kann so wie bei meinen Pioneer M-73. Moderne grosse teure Verstärker sind aber eh meist so ausgelegt das sie erst später bei höheren Leistungen in den a/b Bereich aussteuern weil der Ruhestrom da so hoch ist das die ersten 10-20Watt komplett im A-Betrieb abgegeben werden.
Es muß also nicht unbedingt ein Verstärker sein der komplett und nur im A-Betrieb läuft ...

Grüz P@Freak


[Beitrag von P@Freak am 29. Aug 2013, 22:48 bearbeitet]
Soundscape9255
Inventar
#6 erstellt: 31. Aug 2013, 15:23

nolie (Beitrag #1) schrieb:
irgendetwas muss es ja geben oder ?


Ja, man kann sie für teuer Geld verkaufen, weil manche Leute glauben, dass sie besser klingen. (Was aber nicht der Fall ist)
audiophilanthrop
Inventar
#7 erstellt: 01. Sep 2013, 17:11
Jeder Verstärker ist ein Kompromiß zwischen:
* Performance (Verzerrungsverhalten etc.)
* Schaltungskomplexität
* Stromverbrauch

Mit Ausgangstreibern im A-Betrieb holt man mit relativ wenig aktiven Bauelementen noch eine gute Performance heraus (da die Ausgangsstufe die größe Quelle nichtlinearer Verzerrungen zu sein pflegt), auf Kosten erheblicher Ruheströme und damit einhergehend aufwendiger Kühlung.

Das war noch vor 40 Jahren auch im Bereich Lautsprecherverstärker interessant, denn gute, schnelle Leistungstransistoren waren noch dünn gesät und teuer. (In den 60er Jahren mußte Grundig den Frequenzgang eines frühen Transistorverstärkers anscheinend gar noch mit einer MITKOPPLUNG (!) aufpolieren, weil die Endtransistoren so abartig lahm waren. Was ich allerdings noch mal nachprüfen müßte, nicht daß es sich um eine übliche Bootstrap-Schaltung zur Verbesserung der Schleifenverstärkung auf Kosten der Lastunabhängigkeit handelte.) Da nahm man Mehraufwand bei Netzteil, Kühlkörpern und höhere Stromkosten gern in Kauf. Und aus dieser Zeit kommt auch der Mythos "Class A".

Nun ist es längst so, daß man auch Verstärker im AB-Betrieb mit praktisch vernachlässigbaren Verzerrungswerten bauen kann ("blameless", wie Douglas Self sich ausdrückt). Da geht es teilweise um Werte von weit unter 0,001% Klirr bei Vollaussteuerung, 20 Hz - 20 kHz. Das leistet nicht jedes verkaufte Gerät, aber es ist machbar. Parallel sind die Preise für Metalle (und daraus bestehen Kühlkörper nun mal) und Strom erheblich gestiegen, während Halbleiter nicht mehr so der extreme Kostenfaktor sind (auch wenn gute Endtransistoren schon noch 3-5€ das Stück kosten).

A-Betrieb lohnt sich heute höchstens noch im Kopfhörerbereich, wo sich der bauliche Aufwand in Grenzen hält. Und auch dort findet man eher "fetten" AB-Betrieb, d.h. AB mit soviel Ruhestrom, daß es im Normalfall A-Betrieb ist. Class-A-Lautsprecherverstärker dagegen sind derweil primär die Domäne der begeisterten Selbstbauer und der Unverbesserlichen.

Wenn man mal sehen will, was sich eigentlich getan hat, dann braucht man nur mal so einen futzeligen MP3-Player anzuschauen. Meiner schafft so 13 Stunden Laufzeit mit einem Akku zu 200 mAh @ 3,7 V nominell, und auch wenn ich ihn nicht unbedingt mit deutlich weniger als 32 Ohm plagen wollte, an 100 Ohm aufwärts kann ich da kein bißchen klagen. Der Ruhestrom der KH-Treiberstufe liegt bei so 1-2 mA, glaube ich...
Soundscape9255
Inventar
#8 erstellt: 01. Sep 2013, 17:21
@audiophilanthrop :Sehr schöner Beitrag, dem ist nur noch eines hinzuzufügen:


audiophilanthrop (Beitrag #7) schrieb:
("blameless", wie Douglas Self sich ausdrückt).


Wen die Thematik wirklich interessiert, sollte sich folgende "Bibel" (allerdings englisch) zulegen:

http://www.amazon.de...eywords=douglas+self

Wie es scheint gibts sogar ne neue Ausgabe:

http://www.amazon.de...eywords=douglas+self

(Meine ist noch von 2006, vllt. mal ein Update fahren )
Mer0winger
Stammgast
#9 erstellt: 11. Sep 2013, 12:36
phuu, ich bin zwar technisch nicht so weit in der Materie wie Audiophilanthrop, jedoch traue ich mir zu auf ordentlichen Boxen stets den Unterschied zwischen reinem Class A und AB/B zu hören.
Ich besaß selbst schon 2 Musical Fidelity A1 und einen Accuphase E550. Auf wirkungsgradstarken Lautsprechern klang nichts so gut wie ein reiner Class-A Verstärker. Ich fand den Klang immer sehr musikalisch jedoch weiterhin neutral also nicht weich oder ähnliches.
Falls jemand wirklich Interesse an solchen Verstärkern und passende Lautsprecher hat, sollte er mal bei einem Händler vorbei gehen und sich den Unterschied vorführen lassen.

Grüße
Fhtagn!
Inventar
#10 erstellt: 11. Sep 2013, 12:41
In Class A ist der Klang wärmer.

(Weil sich die Bude aufheizt).

Ausserdem haben die Schwafler und Phantasten von der Presse was zum fabulieren.

cr
Moderator
#11 erstellt: 11. Sep 2013, 16:14
Class-A war die einfachste Schaltung in meinem seinerzeitigen Kosmos-Kinderspielzeug-Elektronikkasten
Soundscape9255
Inventar
#12 erstellt: 11. Sep 2013, 20:54

Mer0winger (Beitrag #9) schrieb:
phuu, ich bin zwar technisch nicht so weit in der Materie wie Audiophilanthrop, jedoch traue ich mir zu auf ordentlichen Boxen stets den Unterschied zwischen reinem Class A und AB/B zu hören.


Mal abgesehen davon, dass es mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit Autosuggestion war: Du hast bestenfalls den Unterschied zwischen zwei Verstärkern gehört. Der Unterschied zwischen A und AB ist unhörbar.
Zaianagl
Inventar
#13 erstellt: 17. Jul 2015, 19:17
Ich grab den Fred mal aus, da ich glaube einen Unterschied zu hören, wenn ich an meinem AA Max 450 zwischen A und AB switche.
Wäre es denkbar, daß die Hersteller hier nen kleinen Filter oder EQ einbauen, um dem User die Sinnhaftigkeit vom Class A Betrieb zu suggerieren?

Und wenn ich das jetz richtig verstanden habe, dann wird der Amp im Class A Betrieb auch dann warm, wenn kein Signal anliegt?
Es empfiehlt sich also nicht (mal von Stromkosten abgesehen), einen Amp in Class A über Stunden laufen zu lassen, auch ohne Signal, weil er nur unnötig heiß wird und die Bauteile dadurch evtl schneller altern?
cr
Moderator
#14 erstellt: 17. Jul 2015, 19:24
Stellt sich als erstes wohl die Frage, ob er in den beiden Varianten gleich laut ist, was man ja mit jedem Multimeter leicht feststellen kann. Vorher brauchen wir über gar nichts spekulieren.
8erberg
Inventar
#15 erstellt: 18. Jul 2015, 10:18
Hallo,

natürlich sind Class A-Verstärker in erster Linie elektrische Heizungen...

Die Leute die es "heraushören" können: die Flasche Winzersekt die ich dafür reserviert habe liegt noch immer hier...

Der Dreh einer Lautsprecherbox um 1,2 mm nach links bringt mehr Veränderungen.

Peter
cumbb
Gesperrt
#16 erstellt: 18. Jul 2015, 12:23
Lieber unterscheiden zwischen SE (EIN Charakter) und Gegentakt (ZWEI, GLEICHE Charaktere) und Komplementär-Transen-Gegentakt (ZWEI, UNGLEICHE!!! Charaktere). Pro verstärkende, aktive Stufe!

Wenn eine Komplementär-Transen-Endstufe in A oder A/B schaltbar ist, läuft ja nur die "Stromstufe", evtl. die "Treiberstufe" in A oder A/B. Der meist riesige Rest davor, klanglich katastrophal, hat wesentlicheren Einfluß als ein, zwei Stufen in A. Klar, daß da (fast) nix zu hören ist.
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