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MTX-Filter? DOLBY B&C?

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azen24
Schaut ab und zu mal vorbei
#1 erstellt: 05. Okt 2006, 13:16
Hi ihr Experten!

Ich hab letztens einen Harman/Kardon TD-420 Tapedeck erworben, jedoch ohne Bedienungsanleitung. Man sagte mir, dass man damit eine sehr gute Aufnahmequalität erzielen würde. Jetzt sind da aber Funktionen, deren Einfluss auf die Aufnahme gerne genauer erklärt haben möchte. Das der MPX-Filter und Dolby B+C irgendetwas rausfiltern sollen ist klar, aber wann setzte ich sie ein? Ach ja...und was ist CD-Sync und Intro-Scan.

Bitte helft einen Grünschnabel...Danke!
Hörbert
Moderator
#2 erstellt: 05. Okt 2006, 14:48
Hallo!

Also den MPX-Filter brauchst du eigentlich nur wenn du einen alten Analogtuner mit schlechten Filtern hast, er dient dazu die Reste vom Pilotton bei Stereroaufnahmen rauszufilteren. Dolby B und C sind Rauschunterdrückungsverfahren verschiedener Wirksamkeitsstufen, mit Dolby B aufgenommene Kassetten kanst du auch in Geräten ohne Dolby noch relativ gut anhören bei C klingts eigentlich nur auf dem selben Deck gut auf dem es Aufgenommen wurde. Mit CD-Sync kannst du wohl die Aufnahme zeitgleich mit einem CDP der gleichen Firma starten. Intro Scan bedeutet wohl daß er dir alle Stücke auf einer Kassette anspielt vorrausgesetzt er erkennt die Pausen.


MFG Günther
richi44
Hat sich gelöscht
#3 erstellt: 08. Okt 2006, 07:09
Dolby C sind im Prinzip zwei Dolby B-Bausteine hintereinander, um die Wirkung zu erhöhen. So jedenfalls ist Dolby C entstanden. Heute ist es natürlich ein eigener Baustein.

Dolby B und C verändert die Höhen-Aufnahmen und -Wiedergabe in Abhängigkeit des Musikpegels. Bei leisen Passagen werden die Höhen bei der Aufnahme angehoben und bei der Wiedergabe um den gleichen Betrag abgesenkt. Damit sinkt das gehörte Rauschen. Damit es nicht zu Übersteuerungen kommt, funktioniert die Sache nur bei kleinen Pegeln. Sobald es laut ist, wird der Pegel nicht mehr beeinflusst.

Bei UKW Stereo wird ein Pilotton von 19kHz mit 10% Pegel mit übertragen. Dieser Pilotton dient als Stereokennung und als Referenz für die Gewinnung des Differenzsignals. Ohne diese Pilotton wäre eine UKW-Stereoübertragung nicht möglich.
In einem UKW-Stereotuner wird dieses Signal am Ausgang ausgefiltert, da es bei der Aufnahme mit Dolby das Kassettengerät stören würde. Es würde diesem eine bestimmte Höhen-Lautstärke vormachen, die in der Musik nicht vorhanden ist. Das bedeutet, dass der Dolby Baustein immer glauben würde, es seien viele Höhen da und damit eine Nachregelung unnötig. Erst wenn dieser Pilotton weg ist, kann das Dolby Ding richtig funktionieren.
Jetzt will man aber nicht nur von einem Stereotuner aufnehmen, sondern vielleicht auch mal ab einem kleinen Kofferradio. Der ist Mono und hat somit kein Filter für die 19kHz. Also ist der Pilotton da und stört. Und genau dafür wird dann das MPX-Filter (Pilottonfilter) eingeschaltet. Man braucht es also NUR bei UKW, und da eigentlich auch nur bei Mono-Radios.
HiFi_Addicted
Inventar
#4 erstellt: 08. Okt 2006, 07:49
@richi44

Bei meinem Pioneer VSX-609 RDS und meinem Cambridge T500 liegt der Pilotton mit vollem Pegel an....

MfG Christoph
richi44
Hat sich gelöscht
#5 erstellt: 08. Okt 2006, 08:57
Willst Du damit sagen, dass Deine Geräte keine 19kHz-Filter eingebaut haben? Sowas führt aber zwangsläufig zu Intermodulationen und ist daher kaum vorstellbar. Das NF-Signal muss vor dem Demultiplexen vom Pilotton befreit werden. Und somit sollte eigentlich der Pilot nach dem Decoder nicht mehr vorhanden sein.
HiFi_Addicted
Inventar
#6 erstellt: 08. Okt 2006, 10:40


Der Piloton (19kz) und das RDS/ARI (57kHz) schlagen beim Cambridge T500 gut durch. Das DSSC Modulierte differenzsignal um 38kHz ist auch gut zu sehen.

Was da bei 75kHz und 95kHz zu sehnen ist weiss ich nicht.

MfG Christoph
hf500
Moderator
#7 erstellt: 11. Okt 2006, 18:18
Moin,
dann wuerde ich sagen, das Geraet hat keine nennenswerten Pilottonfilter.
Und die sind bei Stereotunern eigentlich immer notwendig, da das NF-Signal
immer mit 19 und 38kHz behaftet ist, weil es aus einem Schalter kommt,
der mit eben dieser Frequenz schaltet (Multiplexverfahren).

Mit Monoempfaengern (Kofferradios) hatte ich noch nie Probleme mit dem Pilotton.
Ich vermute, es ist eher der Schalter der Decodermatix die Ursache fuer den hohen Pilottonpegel,
nicht die "Mitgabe" desselben im NF-Signal, wo er bei Monoempfaengern in der Deemphasis haengen bleibt.

73
Peter
Heiliger_Grossinquisito...
Inventar
#8 erstellt: 12. Okt 2006, 00:24

Dolby C sind im Prinzip zwei Dolby B-Bausteine hintereinander, um die Wirkung zu erhöhen. So jedenfalls ist Dolby C entstanden. Heute ist es natürlich ein eigener Baustein.

Dolby B und C verändert die Höhen-Aufnahmen und -Wiedergabe in Abhängigkeit des Musikpegels. Bei leisen Passagen werden die Höhen bei der Aufnahme angehoben und bei der Wiedergabe um den gleichen Betrag abgesenkt. Damit sinkt das gehörte Rauschen. Damit es nicht zu Übersteuerungen kommt, funktioniert die Sache nur bei kleinen Pegeln. Sobald es laut ist, wird der Pegel nicht mehr beeinflusst.




Noch genauer, Dolby B arbeitet ab 1000Hz und unterdrückt ab hier Bandrauschen.

Dolby C sind ja zwei hintereinandergeschaltete B Bausteine, und durch diese Wirkungssteigerung arbeitet C bereits ab 500Hz.

Später kam noch Dolby S welches über den gesamten hörbaren Bereich arbeitet, funktioniert aber etwas anders als B oder C.

Um die erwähnte unwirksamkeit zu verhindern sollte man Aufnahmen mit Dolby nicht über 0 bis 1 dB aussteuern (im Levelmeter meist auch ein Dolby Symbol). Die meisten Decks machen aber keine Probs wenn man trotzdem bis 3dB geht.
richi44
Hat sich gelöscht
#9 erstellt: 12. Okt 2006, 06:29

...0 bis 1 dB aussteuern (im Levelmeter meist auch ein Dolby Symbol).


Ein Bandgerät (ob Kassette oder Spule ist egal) wird auf einen vorgegebenen Bandfluss eingemessen. Bei diesem Bandfluss und einem Spitzen-Anzeigeinstrument (also KEIN VU-Meter) ist die Aussteuerung 0dB beim angegebenen Bandfluss. Für Dolby wird ein geringerer Bandfluss verlangt. Wenn man also ein Bezugsband hat mit Dolby-Pegel, so darf dies bei der Wiedergabe nur bis zur Dolby-Marke anzeigen.
Die eigentliche Aufnahme kann dann problemlos höher ausgesteuert sein, wenn Gerät und Band den höheren Fluss ohne Klirren verarbeiten. Mssgebend ist einfach, dass der Punkt, bei denen die Dolby Kompression einsetzt, beim richtigen Bandfluss stattfindet und dass bei Wiedergabe die Expansion beim genau gleichen Bandfluss arbeitet.
hf500
Moderator
#10 erstellt: 12. Okt 2006, 16:29
Moin,
mein erstes Dolby-Cassettendeck konnte ich problemlos bis Anschlag (+5dB) aussteuern, ohne
dass der Klirr hoerbar anstieg.
Erst viel spaeter fand ich die Ursache heraus. Die VU-Meter waren falsch eingestellt.
Sie hatten etwa 5dB Vorlauf bei normalem Programmaterial, so dass ich 5dB an der Aussteuerung verschenkt
und damit ca. 100 Cassetten aufgenommen habe.

Nochwas zur Information, der Dolby-Bandfluss betraegt 250pWb/mm bei 333Hz, Vollausteuerung wird bei Heimtonbandgeraeten
auf 3% k3 bezogen.
Irgendwann wurde der Bandfluss geaendert. Fuer aeltere Geraete (vor 1980? frueher?) gelten 200pWb/mm.
Je nach verfuegbarem Referenzband muss das beruecksichtigt werden.

73
Peter
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