Phono > digitalisieren: Mit oder ohne Phonovorstufe

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Amati
Stammgast
#1 erstellt: 19. Nov 2006, 14:26
Hallo @all,
Ich weiß nicht , ob ich im richtigen Forumsteil bin hier, aber ich denke schon.
Einige meiner Vinylplatten möchte ich digitaliseren. Als A/D Wandler möchte ich den Behringer SRC 2496 einsetzen. Ist es zwingend notwendig zwischen den Plattenspieler und dem A/D Wandler eine Phonovorstufe zu setzen, oder kann ich direkt vom Plattenspieler in den A/D-Wandler?

Gruß

Peter
_axel_
Inventar
#2 erstellt: 19. Nov 2006, 14:33
Eine Phonovorstufe ist nötig.
Sie wird hierbei aus dem selben Grund benötigt, aus dem sie auch beim Hören benötigt wird:
Das Signal vom Player ist kein 'normales' Signal, wie es zB. vom Tuner oder CDP kommt. Es muss erst vorbehandelt werden.

Es ist zwar theoretisch denkbar, dass es spezielle DA-Wandler gibt, die eine integrierte Phonovorstufe haben (was ich aber eine ziemlich abwegige Produktidee fände). Aber dann wäre dies als klares Sonderfeature sicher groß in der Produktbeschreibung herausgestellt. Schließlich wären dann div. Zusatzangaben (MM/MC, Empfindlichkeit(en), ...) nötig.

Gruß


[Beitrag von _axel_ am 19. Nov 2006, 14:40 bearbeitet]
HiFi_Addicted
Inventar
#3 erstellt: 19. Nov 2006, 15:38
Einen Phonostufe ist nicht nötig. Ohne Phonopre kann man sogar einen bessere Qualität erreichen wenn man das Signal nur verstärk dass man den Wandler vernünftig aussteuern kann wie zB mit dem Beherionger MIC 2200 und die RIAA Kurve Softwaremässig mit eine Phasenlinearen EQ rausrechnet. Überspielungen mit halber geschwindigkeit = präzisere Abtastung sind so auch möglich.

MfG Christoph
_axel_
Inventar
#4 erstellt: 19. Nov 2006, 15:47
Hallo Christoph,
ich lerne ja gerne dazu:

Ist es nun ohne Zusatzgerät (Phono-Pre, MIC2200, ...) nun sinnvoll möglich oder nicht?

Gibt es viele Plattenspieler, die LPs mit halber Geschwindigkeit abspielen können?

Gruß


[Beitrag von _axel_ am 19. Nov 2006, 15:47 bearbeitet]
Das.Froeschle
Inventar
#5 erstellt: 19. Nov 2006, 16:25

_axel_ schrieb:
Gibt es viele Plattenspieler, die LPs mit halber Geschwindigkeit abspielen können?
Gruß


IMHO konnten das alte Dual PS wie z.B. der 1019.
Der bietet
78 U/min (Schellack)
45 U/min (Singles)
33 1/3 U/min (LP)
und 16 U/min (Sprechplatten?)

ob jetzt die 16 exakt 16 2/3 = 33 1/3 DIV 2 entspricht,
entzieht sich meiner Kenntnis.

HTH
Volker

P.S. war immer Lustig, bei Platten an der Geschwindikeit zu drehen; von Micky-Mouse (78) bis Schweinegrunzen (16)
Amati
Stammgast
#6 erstellt: 19. Nov 2006, 16:45

_axel_ schrieb:
Eine Phonovorstufe ist nötig.
Sie wird hierbei aus dem selben Grund benötigt, aus dem sie auch beim Hören benötigt wird:
Das Signal vom Player ist kein 'normales' Signal, wie es zB. vom Tuner oder CDP kommt. Es muss erst vorbehandelt werden.

Es ist zwar theoretisch denkbar, dass es spezielle DA-Wandler gibt, die eine integrierte Phonovorstufe haben (was ich aber eine ziemlich abwegige Produktidee fände). Aber dann wäre dies als klares Sonderfeature sicher groß in der Produktbeschreibung herausgestellt. Schließlich wären dann div. Zusatzangaben (MM/MC, Empfindlichkeit(en), ...) nötig.

Gruß



Kann man sowas den dazu verwenden, oder ist das einfach nur grottenschelcht?

http://www.behringer.com/PP400/index.cfm?lang=ger
silberfux
Inventar
#7 erstellt: 19. Nov 2006, 17:05
Hi,

den VV von Behringer kenne ich nicht. All zu viel sollte man für 22 € nicht erwarten. Außerdem hast Du noch keine Angaben zu Dreher und Abtastsystem gemacht, so dass man nicht beurteilen kann, ob alles überhaupt zusammen passt.

Den SRC 2496 verwende ich selber für diesen Zweck und bin recht zufrieden.

Die Ratschläge von Christoph (er möge es mir bitte nicht übel nehmen ) sind immer sehr expertig, aber für den Hausgebrauch manchmal zu kompliziert und / oder zu teuer.

Gruß Silberfux
HiFi_Addicted
Inventar
#8 erstellt: 19. Nov 2006, 17:54
Es sollte sich eigentlich so gut wie jeder Plattenspieler mit Wechselstrom motor auf Variable geschwindigkeit umrüsten lassen mit einem Siemens Micromaster 410 Frequenzumrichter.

Das ist gelegentlich mit Atombombenauf Spatzen schiesse wenn keinen Kanone zur hand ist ist wohl hier schon bekannt.

MfG Christoph
Amati
Stammgast
#9 erstellt: 19. Nov 2006, 18:29

silberfux schrieb:
Hi,

den VV von Behringer kenne ich nicht. All zu viel sollte man für 22 € nicht erwarten. Außerdem hast Du noch keine Angaben zu Dreher und Abtastsystem gemacht, so dass man nicht beurteilen kann, ob alles überhaupt zusammen passt.

Den SRC 2496 verwende ich selber für diesen Zweck und bin recht zufrieden.

Die Ratschläge von Christoph (er möge es mir bitte nicht übel nehmen ) sind immer sehr expertig, aber für den Hausgebrauch manchmal zu kompliziert und / oder zu teuer.

Gruß Silberfux



Momentan habe ich noch ein prähistorischen Onkyo mit DL 103
http://cgi.ebay.at/E...tem#ebayphotohosting

soll sich aber demnächst ändern in Thorens TD 2030
_axel_
Inventar
#10 erstellt: 19. Nov 2006, 23:57
So, der Tatort ist zu Ende ...


Amati schrieb:
Kann man sowas den dazu verwenden

... keine Ahnung (habe es mir aber auch nicht angesehen, sorry).

Ähm, Du hast Platten und einen Plattenspieler ... und sicher auch einen Verstärker mit Phono-Eingang(?).
Warum nicht einfach diesen nehmen und über Tape-Out in den A/D-Wandler gehen?

Gruß


[Beitrag von _axel_ am 19. Nov 2006, 23:58 bearbeitet]
silberfux
Inventar
#11 erstellt: 20. Nov 2006, 00:38
Ja, Axel, das ist exakt die richtige Frage!!!
Gruß Silberfux
Amati
Stammgast
#12 erstellt: 20. Nov 2006, 11:06

_axel_ schrieb:
So, der Tatort ist zu Ende ...


Amati schrieb:
Kann man sowas den dazu verwenden

... keine Ahnung (habe es mir aber auch nicht angesehen, sorry).

Ähm, Du hast Platten und einen Plattenspieler ... und sicher auch einen Verstärker mit Phono-Eingang(?).
Warum nicht einfach diesen nehmen und über Tape-Out in den A/D-Wandler gehen?

Gruß


Ja ich habe Platten, allerdings liegen die seit langem brach, da ich eben keine Phonovorstufe habe. Bin derzeit auf der Suche nach einem guten VV mit Phonovorsstufe. Aber zunaächstmal wollte ich ein paar alte Schreiben digitalisieren, möglichst nicht unter exorbitantem Aufwand. Ich dachte es wäre relativ einfach ohne Phonovorstufe zu machen

Gruß Peter
_axel_
Inventar
#13 erstellt: 20. Nov 2006, 12:26

Amati schrieb:
allerdings liegen die seit langem brach, da ich eben keine Phonovorstufe habe.

Ah, verstehe. An sowas in der Art hatte ich gedacht, wollte nur nochmal zu Sicherheit nachfragen.
Gruß
hf500
Moderator
#14 erstellt: 20. Nov 2006, 20:30
Moin,
bei mir sieht das so aus:
Dual CS-741Q -> Grundig MXV100 -> Soundkarte im Rechner.

Der Grundig hat einen Line-Ausgang mit eigenem Verstaerker davor, der gut zum Line-Eingang der Soundkarte passt.

Zur Ueberwachung treibt der Grundig ein Paar XM600 Aktivboxen oder die Soundkarte ein Paar Autiorama 8000.
(Schon erstaunlich, was man mit 2x 4W alles anstellen kann ;-)

Wie auch immer, trotz eher simpler Soundkarte (SB AWE64 ISA-PnP) gelingen damit vollkommen zufriedenstellende
Ueberspielungen der Platte auf CD.
(Mit Gramofile/Aumix unter Linux).

Was hier noch nicht angesprochen wurde:
Auch, wenn man die Schneidkennlinie erst im Rechner dazugibt, fuer einen magnetischen Tonabnehmer braucht man auf
jeden Fall einen Vorverstaerker, der das Signal auf Line-Pegel bringt. Und wenn man den Softwareweg geht, ist das ein Linearverstaerker.
Auch dieser muss einen Eingangswiderstand von 47k Ohm haben, damit der Tonabnehmer seine korrekte Last sieht.
Sonst produziert er einen falschen Frequenzgang.

Es gibt uebrigens keinen Grund, fuer 22,- Euro keine zufriedenstellende Phonovorstufe bauen zu koennen. Das Teuerste daran sind
Stromversorgung und Gehaeuse ;-) Ansonsten besteht sowas aus 4 Transistoren oder einem rauscharmen Doppel-OP mit etwas Beiwerk.

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Peter
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