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"Brummspannung" nach Steckernetzteil filtern

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Bruxelles
Stammgast
#1 erstellt: 24. Nov 2006, 11:52
Hallo,

hier eine "geht das so"-Frage:

Habe für eine (nicht-HiFi) Musikübertragungslösung einen alten AKG VHF-Sender zweckentfremdet. Frequenzgang und Geräuschspannungsabstand für die Zwecke ausreichend.

Der Sender wird mit einem 9 Volt-Block gespeist und hat eine Aufnahme von schätzungsweise maximal 100 mA.

Schließe ich an den Sender ein billiges Steckernetzteil (an die Polklemmen des Batteriefachs) an, bekomme ich einen wunderbaren 50 Hz Sinus + dessen Oberwellen in die Übertragung eingestreut. Dieses Brummen möchte ich nun möglichst kostengünstig loswerden, und da dachte ich mir, ich Bastele nachgeschaltet nach dem Netzteil noch ne Siebung dran. Denkt ihr, das bringt den gewünschten Erfolg? Meine Idee sähe so aus (sorry, grad keine Möglichkeit, einen Schaltplan zu zeichen:

Ausgang Netzteil --> parallel Ladekondensator --> in Reihe Siebwiederstand --> parallel Siebekondensator --> Verbraucher.

Da der zu erwartende Strom ja nicht sehr hoch ist (<= 100mA) könnte ich mir auch eine Stabilisierungsschaltung mit Z-Diode vorstellen, sprich ein Widerstand in Reihe und die Diode parallel zwischen Quelle und Verbraucher - aber löst diese Schaltung auch das Problem?

Was würdet ihr mir raten?

Oder direkt n gescheites Netzteil kaufen? Hab das jetzige - ein billiges Steckernetzteil - nur ausprobiert, weil es noch rumlag. Ich vermute, daß es mit Einweggleichrichtung auskommt...
Kann dessen Ausgang ja mal an den Oszi hängen (oder lieber nicht... :cut)

Danke und viele Grüße,
Ralph
Heiliger_Grossinquisito...
Inventar
#2 erstellt: 24. Nov 2006, 12:20
Mach halt mal ne richtige Gleichrichtung rein falls wirklich nur ne Einweggleichrichtung drin ist.

Kondensator, Widerstand und nochmal ein C sind sicherlich auch nicht verkehrt.
Bruxelles
Stammgast
#3 erstellt: 24. Nov 2006, 15:42

Heiliger_Grossinquisitor schrieb:
Mach halt mal ne richtige Gleichrichtung rein falls wirklich nur ne Einweggleichrichtung drin ist.


War so ne Vermutung von mir. Ist nur mit Gewalt zu öffnen. Werd ich dann aber wohl mal machen und nachsehen.
armindercherusker
Inventar
#4 erstellt: 24. Nov 2006, 15:54

TSD15 schrieb:
...Oder direkt n gescheites Netzteil kaufen? ...

Das ist schon mal ´ne gute Idee . . .
Zumindest ist es einfacher gegenüber der Bastelei - aber teurer.

Doch wenn Du Spaß an der Elektronik hast, wirst Du es sicherlich hinbekommen ( Stabi wäre natürlich die beste Lösung ).

Gruß
Hörbert
Moderator
#5 erstellt: 24. Nov 2006, 16:09
Hallo!

Hat dein Steckernetztil noch Spannungsreserve? Ich denke du solltest wenn, dann Nägel mit Köpfen machen. Mit einer Spannungsreserve von drei Volt könntest du mit einem 78L09, einem 47 Microfaradkondensator und einem 0,1 Microfaradkondesator als Blocker gegen Schwingungen alle Störungen eliminieren, Unkosten ca 0,5-1 Euro.

MFG Günther
hf500
Moderator
#6 erstellt: 24. Nov 2006, 18:44
Moin,
billige Steckernetzteile sind nicht stabilisiert und haben einen grossen Innenwiderstand.
Allerdings auch meist Zweiweggleichrichtung, der Brumm sollte 100Hz haben ;-)

Mich wuerde es nicht wundern, wenn der arme Sender mit 12V leben muss, das ist durchaus realistisch.

Den Tip mit einem 3-Beinregler 7809 wuerde ich hier auch anbringen, aber er wurde ja schon gegeben ;-)
Den Ladekondensator kann man ruhig auf 470µF vergroessern, dann steigt auch die Rohspannung noch ein wenig.

73
Peter
Bruxelles
Stammgast
#7 erstellt: 29. Nov 2006, 15:05
Hallo,

danke für den Tip mit dem Regler, der ist Spitze.
Das Netzteil soll angeblich stabilisiert sein, und hat auch noch genug Reserve. Bin leider noch nicht zum Nachmessen gekommen.

Als Alternative hab ich noch n Labornetzgerät, aber nen 100 VA-Trafo ans Netz hängen, wenn der Verbraucher nur 100 mA benötigt... Da ist die Verlustleistung doch was hoch.

Grüße,
TSD
hf500
Moderator
#8 erstellt: 29. Nov 2006, 22:22
Moin,
ein stabilisiertes Netzteil darf am ausgang im Rahmen seines Lastbereiches keine Brummspannung haben.
Keine heisst, mehr als etwa 10mV.
Wenn es trotzdem brummt, dann ist entweder die Regelung defekt, ueberlastet oder sie fehlt...

;-)

73
Peter
Heiliger_Grossinquisito...
Inventar
#9 erstellt: 29. Nov 2006, 23:13
Kann man so nicht sagen.

Kommt auf den Aufbau des Netzteils und der Art der Stabilisierung an. Vor allem haben integrierte Spannungsregler meist noch ein Eigenrauschen.

Ganz so einfach ist es nicht.
armindercherusker
Inventar
#10 erstellt: 30. Nov 2006, 07:02
Da ist die Frage, ob´s brummt oder rauscht . . .

Is´ halt alles nich´ so einfach

Grüße
Heiliger_Grossinquisito...
Inventar
#11 erstellt: 30. Nov 2006, 13:54
Schon klar, aber auch diese einfachen Spannungsregler lassen Brumm durch wenn man sie mit Minimalbeschaltung einbaut.

Ob mans immer hört is was anderes.
hf500
Moderator
#12 erstellt: 30. Nov 2006, 19:44
Moin,
die Dreibeinregler haben m.W. eine Brummdaempfung von etwa 40-50dB, das ist mehr als ausreichend.
Die Brummspannung am Ausgang ist dann so gering, dass sie nomalerweise nicht mehr hoerbar ist.

Fuer praktische Belange kann man die Ausgangsspannung der Dreibeinregler als Brummfrei ansehen.
Die stabilisierten Universalnetzteile mit umschaltbarer Ausgangsspannung benutzen in der Regel einen
LM317. Auch damit kann man eine brummfreie Ausgangsspannung erzielen.

Wenn es dann immer noch brummt, ist entweder der Regler defekt, ueberlastet oder man hat einen
systematischen Fehler in den Signalleitungen.

73
Peter
-scope-
Hat sich gelöscht
#13 erstellt: 01. Dez 2006, 12:44

Vor allem haben integrierte Spannungsregler meist noch ein Eigenrauschen.


...welches in Hi-Fi Foren immer wieder Anlass zu heftigen Diskussionen ist.

Das Rauschen der ganz einfachen 78XX ist sicher vorhanden, und es gibt für wenig Geld auch diesbezüglich etwas bessere Regler

Ich meine, dass das Thema in vielen Anwendungsfällen dramatisiert wird. Das tüfteln und das ständige (wenngleich theoretische) verbessern von Stromversorgungen gehört sicher zum Hobby dazu, aber es wird m.E. zu oft mit den "falschen" Argumenten gerechtfertigt.


[Beitrag von -scope- am 01. Dez 2006, 12:45 bearbeitet]
Heiliger_Grossinquisito...
Inventar
#14 erstellt: 02. Dez 2006, 02:13
Drum schrieb ich ja dann noch ob man es hört is wieder ne andere Frage.

Aber man kann sich da schon ganz nett austoben beim basteln

Meist hilft schon der einstellbare LM3xx, zwar auch billig, aber hat schon weniger Eigenrauschen und in der Regel auch ne bessere Brummdämpfung.

Wenns etwas mehr kosten darf, die LT Typen oder gleich Transe mit Zehnerdioden, oder usw., gibt da noch so manches.

Vieles was man bastelt bzw. was Hersteller machen ist wohl manchmal wirklich zu übertrieben. Aber es beruhigt
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