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Goldbrücke oder Kabel: Was leitet besser?

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Ypsilon_87
Neuling
#1 erstellt: 04. Sep 2003, 21:55
Hi Leute,

ich bin neu hier im Forum.

Und ich hätte da gleich mal eine Frage:

Meine Vector 77 können Bi-Wiring und haben somit 4 Anschlüsse an jeder Box.
Sie sind jedoch nur mit einem Kabel pro Box an meinen Receiver angeschlossen, also ohne Bi-Wiring.
Dabei sind die Kabel im Moment in den oberen zwei Anschlüssen befestigt, und diese sind mit der mitgelieferten vergoldeten Brücke mit den zwei unteren unbenutzten verbunden.

Nun habe ich die Frage: Würde es etwas bringen, die Goldbrücken durch ein kleines Stück gutes Audiokabel zu ersetzen oder leiten diese sowieso besser als jedes versilberte Kabel?

Mein Receiver kann leider kein Bi-Amping, und Bi-Wiring soll ja nicht viel bringen. Oder ist das anders? Muss da der Receiver auch etwas dazu "können", oder könnte ich einfach die zwei freien Lautsprecheranschlüsse mit den freien an den Boxen verbinden, sodass jede Box praktisch wie zwei Boxen an den Receiver angeschlossen ist?

Sorry falls das jetzt eine sehr unintelligente Frage war, aber mit HiFi kenne ich mich nicht soo aus, ich will nur einfach gut Musik hören ;-)

Ypslion
cr
Moderator
#2 erstellt: 04. Sep 2003, 21:59
Bringt im Gegensatz zu dem, was in HiFi-Zeitschriften verkündet wird, gar nichts, weil der Widerstand einer so kurzen Metallbrücke so minimal ist, dass er nicht mal mehr unter ferner liefen fällt.
Ypsilon_87
Neuling
#3 erstellt: 04. Sep 2003, 22:18
Ok, danke.

Und was ist mit Bi-Wiring? Haltet ihr das für sinnvoll?
Oliver67
Inventar
#4 erstellt: 05. Sep 2003, 06:43
Ja, wenn Du die Brücke gleichzeitig dran läßt! Dann hast Du einen größeren Querschnitt und damit einen kleineren Widerstand.
Kannst natürlich gleich vernünftig dicke LS-Leitungen benutzen.
In Technik-Sat auf der Nubert-Homepage, läßt sich Herr Nubert ausführlich über Sinn und Unsinn des Bi-Wiring aus.

Oliver
Bruno
Stammgast
#5 erstellt: 05. Sep 2003, 06:52
Hey Ypsilon_87,

"Mein Receiver kann leider kein Bi-Amping, und Bi-Wiring soll ja nicht viel bringen"
Über bi-wiring ist hier schon mehrfach diskutiert worden, Du findest sicher einige (zum Teil sogar noch relativ junge) Threads wenn Du die Suchfunktion nutzt.

Grüsse
Bruno
jakob
Hat sich gelöscht
#6 erstellt: 05. Sep 2003, 07:26
Hi Ypsilon87,

ich kenne Dein Lautsprechermodell leider nicht, aber solange nicht klar ist, aus welchem Material die Brücken wirklich gefertigt sind (d.h. unter dem schönen goldfarbenen Überzug) kann man auch nicht abschätzen, ob ein Austausch sinnvoll ist.
Der von cr angeführte ohmsche Widerstand spielt eine Rolle, ist aber nicht der einzig wichtige Parameter.

Ein Experiment mit kurzen, echten Audiokabeln ist doch schnell und billig gemacht. Um einen ersten Eindruck zu bekommen, könntest Du auch die LS-Kabel am unteren Klemmenpaar anschliessen, anstelle des oberen.

Gruss

P.S. Über die Suchfunktion kannst Du so manchen Thread über Hörtests, Beeinflussungen finden, und einige Tipps wie man verhindern kann, sich selbst zu betrügen

P.P.S Nimm alle Antworten der Forumsmitglieder mit einer gewissen Skepsis. Du wirst zu den meisten Fragen widersprüchliche Antworten bekommen. Da aber niemand mit Deinen Ohren hören kann, wirst Du meistens um eigene Versuche nicht herumkommen.
nathan_west
Gesperrt
#7 erstellt: 05. Sep 2003, 08:03
Und verlass dich nicht auf Testergebnisse und Messungen!
Die Ohren hören mehr als die Physik nachweisen kann!

Sprich: Wenn physikalisch bewiesen ist das Bi-Wiring und das Ersetzen der Brücken für´n A**** ist heisst das nicht das man nichts hören kann wenn man will. (sarkasmus wieder aus)

Btw, bei den Vektor 77 würdest du eh nichts hören weil bei der Qualität der Boxen solche feinen Nuancen schon garnicht mehr rauskommen können... my 0.02ct


[Beitrag von nathan_west am 05. Sep 2003, 08:04 bearbeitet]
jakob
Hat sich gelöscht
#8 erstellt: 05. Sep 2003, 09:00
Hallo Nathan_West,

noch kein Grund für gesteigerten Sarkasmus

Ich kann nicht beurteilen, ob die Vector-LS feine Nuancen widergeben können, aber ein Versuch ist hier doch schnell und überaus kostengünstig zu machen, also warum nicht?

Könntest Du den physikalischen Nachweis, das Bi-Wiring wirkungslos ist, nicht nochmals posten?
Ist für mich immer interessant

BTW, die Physik kann meistens etwas nachweisen, wer, wenn nicht die Ohren sollten entscheiden, ob man etwas auch hören kann?

Gruss
Ypsilon_87
Neuling
#9 erstellt: 05. Sep 2003, 10:29
Mhh, jo das mit der Skepsis erscheint plausibel ;-)

Ich hatte früher die Kabel an den unteren Anschlüssen, und dann habe ich es geändert und empfand daraufhin den Bass als ein ganz klein Bisschen weniger ausgeprägt.
Ich werde es nochmal tauschen und hören, weil das schon nen Weilchen her ist.

Ich habe jetzt hier ein wenig rumgestöbert, und ich wundere mich, was viele von euch gegen die Vector haben. Ich habe als ich die Anlage gekauft habe mehrere Boxen vieler Hersteller angehört, und in ihrer Preisklasse waren die Vector einfach am besten, und ich bin mit ihnen voll zufrieden.

Ach, und man muss die Brücke dranlassen beim Bi-Wiring? Mhh. Naja, im Moment habe ich sowieso nicht vor, 90 Euro für ein weiteres Paar Kabel auszugeben (die sind bei mir ziemlich lang, darum so teuer).

Ich werd die Kabel jeden Fall nochmal unten anschließen und testen ob sich was ändert am Klang.
Battlepriest
Stammgast
#10 erstellt: 05. Sep 2003, 12:22

Der von cr angeführte ohmsche Widerstand spielt eine Rolle, ist aber nicht der einzig wichtige Parameter.


Ja, dann nenne doch die anderen Parameter.



Die Ohren hören mehr als die Physik nachweisen kann!


Tja, das ist wohl wahr, denn das Ohr ist kein kalibrierbares Messgerät. Es ist völlig subjektiv und der voreingenommen des Hirns das sie flankieren ausgeliefert. Umgekehrt wird sogar ein Schuh draus, was sich messtechnisch nachweisen lässt wird noch lange nciht gehört.

Anyway. Fakten zählen eh nicht, wenn man nur glauben will.
jakob
Hat sich gelöscht
#11 erstellt: 05. Sep 2003, 14:13
Hi battlepriest,

es scheint, da seien zwei Posts durcheinandergeraten

Ein anderer wichtiger Parameter ist eben das Material der Brücken, wäre es beispielsweise Stahl, wäre das Verhalten bezüglich des Skineffektes, wie bei anderen Ferromagnetika, schwer vorhersagbar.

Nathan_West war, so glaub ich, noch im Sarkasmus-Mode, als er über die Ohren schrieb.

Ich gebe Dir ja völlig recht, daß der Hörsinn nicht per se unbestechlich ist, aber welches Messgerät soll Dir Aufschluß darüber geben, was ein bestimmter Hörsinn erfassen kann?

Gruss


P.S. "Anyway. Fakten zählen eh nicht, wenn man nur glauben will."

Auch, wenn es Dir anders scheinen will, bei ganz nüchterner Betrachtung fußt bei beiden, "Nichthörern" wie "Hörern" , sehr viel auf Glauben.


[Beitrag von jakob am 05. Sep 2003, 14:18 bearbeitet]
_axel_
Inventar
#12 erstellt: 05. Sep 2003, 14:36
ich hatte damals getauscht. mit positivem erfolg.

allerdings waren es bei mir stäbchen (vergoldet), die in runde löcher geklemmt waren. durch die rundungen war die kontaktfläche eher klein.

ersetzt habe ich sie durch sauber mit kabelschuhen (vergoldet) konfektionierten stückchen vom originalkabel, die nun breitkontaktig (gibt es so ein wort) unter einer mutter festgeschraubt sind. die zuleitungs-bananenstecker haben einen eigenen steckplatz.

ob man z.b. mit unkonfektionieren enden (lose litzenbündel), von denen womöglich je zwei in einen anschluss zusammengestopft werden (die zuleitung und das brückenende zum 2. anschluss) --um mal den worst case zu nennen-- ähnliche erfolge erzielen kann, wage ich in meiner unendlichen arroganz anzuzweifeln.

auch sind gut vergoldete brückenbelche, die guten und festen kontakt haben ohne die zuleitung zu stören, vermutlich nicht die schlechteste lösung.

axel
der bi-wiring-terminals sch... findet.


[Beitrag von _axel_ am 05. Sep 2003, 14:37 bearbeitet]
UweM
Moderator
#13 erstellt: 05. Sep 2003, 14:58


Ein anderer wichtiger Parameter ist eben das Material der Brücken, wäre es beispielsweise Stahl, wäre das Verhalten bezüglich des Skineffektes, wie bei anderen Ferromagnetika, schwer vorhersagbar.


Hallo Jakob
au weia, siehst du wirklich im Audiofrequenzbereich den Skineffekt eines 3 cm langen Metallstückchens als wichtigen Parameter an?

Kann das sein, dass dir da die Perspektiven etwas durcheinander geraten?

Grüße,

Uwe
UweM
Moderator
#14 erstellt: 05. Sep 2003, 15:00



der bi-wiring-terminals sch... findet.


Wäre es nicht konsequent und am kontaktsichersten, im inneren der Box eine Kebelbrücke zwischen den Frequenzweichenteilen zu löten?

Dann wäre das Thema gegessen.

Grüße,

Uwe
_axel_
Inventar
#15 erstellt: 05. Sep 2003, 15:22
Hallo Uwe,
ja, konsequent wäre es vermutlich.

Dazu müßte ich an die Weiche ran, die in diversen Kilo Gummigranulat (frei verdrahtet, glaube ich) rumlungert.
Und einen Lötkolben besorgen ... am Besten mit 'jemand dran', der ihn bedient (zur Not könnte ich es zwar selbst, hätte aber Angst, wg. ungeübtem rumbratens naheliegende Bauteile zu stark zu erhitzen).

Wäre alles machbar.
Spontan ist mir das aber zuviel tamtam.
Vielleicht gärt die Idee ja noch etwas :-) Wenn der zu erwartende Fortschritt vergleichbar dem durch Austausch "Stäbchen / Kabel" wäre ...

Vielleicht traut sich Ypsilon bei sich ran?

Gruß
Axel
jakob
Hat sich gelöscht
#16 erstellt: 05. Sep 2003, 15:49
Hi UweM,

"au weia, siehst du wirklich im Audiofrequenzbereich den Skineffekt eines 3 cm langen Metallstückchens als wichtigen Parameter an?

Kann das sein, dass dir da die Perspektiven etwas durcheinander geraten?"

Natürlich kann das sein, aber einen Effekt von vornherein als vernachlässigbar einzuschätzen, der recht unvorhersagbar ist, erscheint mir verwegen.

Gruss

P.S. Wenn Du nähere Informationen zum Skineffekt bei Ferromagnetika hast, bin ich für Fundstellen dankbar.
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