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Wieviel Spannung führt LS-Kabel?

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dunglass
Ist häufiger hier
#1 erstellt: 24. Apr 2006, 19:08
Moin.

Kann es sein, dass man am LS-Kabel (bei eingeschaltetem Amp) eine "gewischt" kriegt?

Stefan
DasNarf
Inventar
#2 erstellt: 24. Apr 2006, 21:03
Definitiv nein.

Grüße, DasNarf
Crazy-Horse
Inventar
#3 erstellt: 25. Apr 2006, 10:05
Je nach Leistung der Endstufe können auf den Leitungen, je nach Last schon über 20V drauf sein, bei sehr leistungsstarken Endstufen kann sogar noch höhere Spannung anliegen, also durchaus gefährlich!

Wenn ich mich nicht verrechnet habe, entsprechen 144W bei 4Ohm exakt 24V.
visir
Inventar
#4 erstellt: 25. Apr 2006, 14:29
und was ist an 24V gefährlich?

Ja, bei 24V kriegt man einen leichten Schlag (man spürt ja auch etwas, wenn man mit der Zunge an die Laschen einer 4,5V-Batterie kommt), aber 24V ist genau das, was man gerade noch als "Kleinspannung" bezeichnet, und damit harmlos.

Und so nebenbei: Wenn du in einem halbwegs normalen Wohnzimmer deine Anlage wirklich auf 144W aufdrehst, ist die Gefahr für deine Ohren wesentlich größer als die Gefahr durch direkten Kontakt mit den Lautsprecherkabeln.

Also: bei normalen Pegeln wirst du bei Berührung kaum etwas spüren.
Mehr "Angst" hätte ich bei Kurzschluss - nämlich um den Verstärker.

lg, visir
kishu
Ist häufiger hier
#5 erstellt: 25. Apr 2006, 14:58
Hi,

also ich hatte mal von nem kumpel nen passivsub da den ich mir zwecks wackelkontakt mal anschauen sollte.

hab dann einfach die kabelenden meiner anlage an die klemmen gehalten und ihm gesagt er soll langsam aufdrehen.

also dann schon richtig "was kam" habe ich schon deutlich ein kribbeln gespürt, dh der strom war schon sehr hoch und die spannung dementsprechend "angemessen" weil an der 12 v autobatterie hast ja auch nen enormen strom aber die spannung ist zu gering. das muß beides schon in relation stehen, aber evtl hatte ich ja nur extrem feuchte finger???

das gute daran(by the way) ich habe das linke kabel mal wieder abisoliert und beim nächsten hören wunderte ich mich über die feinere hochtonwiedergabe des linken LS...

hat alles seine vorteile

GREETZ

jonathan
aldi2106
Stammgast
#6 erstellt: 25. Apr 2006, 17:24
ähem... eigentlich ist es doch so, dass "normale" LS mit 3-4 Volt laufen. Man möge mich korrigieren, aber ich glaube, bei höheren Wattzahlen erhöht sich der Strom und nicht die Spannung. Also könntet ihr bei 24V eure Lautsprecher als Grillkohle verwenden

(wo liegt da bloß der Denkfehler... )

gruß
aldi2106
zucker
Moderator
#7 erstellt: 25. Apr 2006, 17:52
Hallo,


Kann es sein, dass man am LS-Kabel (bei eingeschaltetem Amp) eine "gewischt" kriegt?


definitv "Ja".

Im PA Sektor sind deshalb seit geraumer Zeit Spaekonanschlüsse Standart, um eine Berührung ausschließen zu können.
500W sin an 4R lassen einen Wechselstrom von 11.18A fließen. Die anliegende Spannung beträgt 44.7V~.
Selbst 100W an 4R bringen es immer noch auf 5A~ bei 20V~.

Bedenkt man, daß ein Strom von 30mA durch den Körper tödlich sein kann, der Hautwiderstand der Finger (die wahrscheinlich hochohmigste Stelle des Körpers, weil Hornhaut) zwischen 100K und 1M liegt, dann kann bei 45V immerhin schon mal ein Strom von 4.5mA fließen. Bei nassen Händen wird sich das drastisch erhöhen.
Ein Hifi Verstärker mit 20V am Ausgang wird da sicher freundlicher sein.

Schlimmer wird es, wenn eine Endstufe für 8R oder mehr und der zugehörigen Leistung ausgelegt ist. Die Ausgangsspannung ist in dem Fall um etwas mehr als 50% höher als bei einer Endstufe, die für 4R ausgelegt ist.

R = U/I

Diese Formel hat direkt einen magischen Verfolgungswahn durch das Leben der Elektronik.
visir
Inventar
#8 erstellt: 26. Apr 2006, 08:14
immer diese Misch-Infos.

Heim-Lautsprecher werden bei normalen Leistungen wohl im Bereich von 3-4 Volt liegen. Höhere Wattzahlen werden aber dadurch erreicht, dass sich die Spannung erhöht, und dadurch auch der Strom. Der Widerstand bzw. die Impedanz der Box ändert sich ja nicht, nur weil ich am Lautstärkeregler drehe. Siehe Ohm'sches Gesetz, das Zucker angeführt hat.
Die gerechneten 24V sind also schon möglich.

PA-Leistung ist natürlich eine andere Welt. Aber auch dort ist mir wurscht, wieviel Strom durch den Lautsprecher fließt, denn der Strom durch mich ist nur von der Spannung und meinem Widerstand abhängig. Da werde ich bei "100W" (am Lautsprecher) ein kräftiges Kribbeln spüren (dem ich mich sicher nicht länger aussetzen will), aber keinen Schlag. Bei 500W sieht es sicher anders aus. Die 44,7V liegen schon nahe an den 50V, die als potentiell lebensgefährlich eingestuft werden.
So nebenbei: man rechnet beim Menschen grob 1000 Ohm Gesamtwiderstand. Alternativ wird auch mit 600 Ohm pro Gliedmaße - Arm, Bein - gerechnet. Die Grenze, wo Strom tödlich sein KANN, wird üblicherweise mit 50mA angegeben, wenn der Strom über das Herz fließt. Das gilt speziell für die 50Hz des Stromnetzes. Andere Frequenzen sind weniger problematisch.
Wenn man mit zwei Fingern der selben Hand hingreift, kann der Strom leicht einmal mehr als die 50mA sein (kleiner Widerstand wegen kurzem Weg), ist aber nicht tödlich. Wenn ich mit der Zunge eine 4,5V-Batterie prüfe, kann da wohl auch 1A fließen (sofern die Batterie das hergibt), ohne dass es mir was tut.

Subwoofer ziehen natürlich auch kräftig Leistung, und fahren (stärker aufgedreht) mit entsprechenden Spannungen. Das Kribbeln ist auch dort zu erwarten. Wer das ausprobiert, sollte aber noch einen weiteren Test machen: die Reglerstellung merken, wo es kribbelt, und dann Musik auf der gleichen Reglerstellung spielen. Aber nur zu einer Tageszeit, wo man die Nachbarn nicht stört.

Fazit: daheim muss man sich schon ziemlich anstrengen, um sich am Strom des Lautsprecherkabels wirklich weh zu tun.

lg, visir
.halverhahn
Stammgast
#9 erstellt: 26. Apr 2006, 09:13
Wenn es gefährlich wäre die Lautsprecherleitungen zu berühren, wären die Anschlüsse (LS-Klemmen) mit sicherheit nicht so wie sie i.A. sind (Metall-Rändelmuttern, Bananenstecker, blanke Kabelenden etc.). Der VDE hat das letzte Wort was zulässig ist.


[Beitrag von .halverhahn am 26. Apr 2006, 09:15 bearbeitet]
Nice1XD
Stammgast
#10 erstellt: 03. Feb 2014, 18:14
Sry für's OT: aber warum müssen die Anschlüsse für Bananenstecker jetzt eigentlich abgedeckt sein?
Slatibartfass
Inventar
#11 erstellt: 03. Feb 2014, 18:33
Damit sie bei sehr eng nebeneinander liegenden Anschlussklemmen keinen Kurzschluss verursachen können.

@aldi2106
Die Spannung erhöht sich bei steigender Leistung, woraus sich der Strom über die Impedanz (Scheinwiderstand) der Lautsprecher gemäß I=U/R ergibt. Hieraus errechnet sich die Leistung mit P=U*I.

Slati
Nice1XD
Stammgast
#12 erstellt: 03. Feb 2014, 18:36
meinte die Öffnungen des Terminals.


[Beitrag von Nice1XD am 03. Feb 2014, 18:36 bearbeitet]
HP-UX
Stammgast
#13 erstellt: 04. Feb 2014, 07:42
Hallo zusammen, das lässt sich relativ leicht selbst ausrechnen.

Wurzel aus (Leistung x Widerstand) = Spannung

z.Bsp.
Leistung 200W
Impedanz 4 Ohm

Spannung = Wurzel aus (200W x 4Ohm) = 28,3 V

Es gibt auch noch 100V ELA Anlagen, die Spannungen von 100V haben.
Diese werden aber üblicherweise nicht im Bereich Home HiFi betrieben

In der Elektrotechnik gelten allgemein Spannung unter 50V als ungefährlich (Kleinspannung)

Gruß
Martin


[Beitrag von HP-UX am 04. Feb 2014, 08:36 bearbeitet]
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