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Lautsprecher: Ist grösser immer besser?

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ev13wt
Stammgast
#1 erstellt: 13. Sep 2010, 14:02
Im laufe der Zeit ist es ja so das die "meissten" Lautsprecher immer kleiner geworden sind. In den 70gern und auch noch 80gern konnten eigentlich immer 30 oder auch größere Basstreiber in den LS gefunden werden. Dann waren es eher 25iger, dann 20iger. Heute ist der "Trend" ja dann ganz kleine LS mit seperatem Woofer. (Hab jetzt extra nicht subwoofer gesagt...
Auch Regalboxen sind heute vielen schon zu gross, aber gehen angeblich "sehr tief" runter, unter anderem mit elektronischen Tricks.

Ich vertrete die Meinung: "Volumen muss sein!" Die Frage die ich habe ist, stimmt das denn auch so?

Bei Streichern fällt das nicht so sehr auch, aber wenn ein Pianist ruckartig eine ausklingende Note beendet indem vom Pedal geht, hört sich das bei meinen grossen Stand LS einfach echter an als bei meinen Regalboxen. Von Schlagzeug will ich nicht reden, da fehlt einfach der Schalldruck im unteren Frequenzbereich. Können gute, aka moderne kleinen Lautsprecher das?

Was meint ihr dazu?


[Beitrag von ev13wt am 13. Sep 2010, 14:04 bearbeitet]
Hüb'
Inventar
#2 erstellt: 13. Sep 2010, 14:05
Hi,

da gibt es eigentlich nicht sonderlich viel zu "meinen", da sich die Physik nicht überlisten lässt.

Grüße
Frank
Murray
Inventar
#3 erstellt: 13. Sep 2010, 14:05
Hi,


Können gute, aka moderne kleinen Lautsprecher das?


bis zu einem gewissen Pegel/Dynamikumfang: Ja. Wir reden dann alleridngs von ordentlichen und nicht mehr billigen Kompaktlautsprechern. Brüllwürfel im Tetrapakformat können das schon mal gar nicht.

Harry
Haiopai
Inventar
#4 erstellt: 13. Sep 2010, 14:10
Moin , tief herunter ist relativ .

Ein vernünftiger Regallautsprecher reicht heute durchaus linear bis 60 Hz herunter , die Frage die dann kommt ,aber mit welchem Maximalpegel .

Relativierend kann man aber sagen , das die heutigen schlanken Standlautsprecher auch nicht viel tiefer kommen , bei 50 Hz linear ist das auch häufig Schluss , das Ganze meist aber ein wenig lauter .

Nach meiner Erfahrung kann man , wenn man diese Frequenzen einhält, darunter gut einen Subwoofer einbinden .

Reden wir von kleineren Lautsprechern , die eben höhere Übergangsfrequenzen erfordern wird es zunehmend problematisch .

Gruß Haiopai


[Beitrag von Haiopai am 13. Sep 2010, 14:11 bearbeitet]
MarkusNRW
Inventar
#5 erstellt: 13. Sep 2010, 14:15
also ich besitze die heco statement.
optisch und klanglich ein sehr sehr guter lautsprecher wie ICH finde.

das is schon ein klopper,gross,schwer.

aber als ich vor längerer zeit mal wieder bei uns in duisburg bei ACAPELLA war,und mir die kleine fidelio 2 angehört habe,hätte ich am liebsten sofort getauscht.

was das kleine dingen den raum füllt und ne dynamik und bühne zaubert,gigantisch.

also ich bin der meinung,dass gross nicht immer besser ist(wie im wahren leben )
ev13wt
Stammgast
#6 erstellt: 13. Sep 2010, 14:28
Das mit den Subwoofern ist so ne Sache, oder? Um da ein ordentlichen Ergebniss zu erziehlen, muss schon einiges stimmen.

Bei kleinen LS ist es natürlich "schwerer" den Raum anzuregen.

Ich sehe die meisten von euch sind auch der Meinung, das genug Volumen ein wichtiger Faktor im LS ist.

Wie ist es denn mit den Treibern? 2x 20 Zoll = 1x 40? Nein, das ist natürlich eine Milchmädchenrechnung, aber dennoch - was ist denn der Vorteil von grossen Membranen gegenüber kleineren? Eine PA box macht gute Mittenfrequenzen auch mit 30gern, also sind sie ja "schnell" genug - im Auto Bereich hört man immer wieder 30iger sind laut aber schwammig, 20iger bringen den Kickbass.
audiophilanthrop
Inventar
#7 erstellt: 13. Sep 2010, 23:32
Grundsätzlich ist zu bemerken, daß man es sich heute weit eher leisten kann, auf Kennschalldruck (Membranfläche) zu verzichten - Verstärkerleistung kostet nicht mehr die Welt, und solange die erreichbaren Pegel im Tieftonbereich dabei im grünen Bereich bleiben, who cares? Es zählt die Gesamtperformance.

Membranfläche ist allerdings auch heute noch unverzichtbar, wenn es richtig laut zugehen soll. Weit in den Mittenbereich kommst du mit einem 30er aber nicht, wenn das Bündelungsverhalten nicht allzu tannenbaumig werden soll. Und in Sachen Verzerrungsverhalten bekleckern sich sehr effiziente Treiber auch selten mit Ruhm (bzw. sind die guten $$$).

Zum Thema Volumen mögen sich die TSP-Jongleure äußern. Das hängt von der Gesamtgüte Qts und der Lautsprecherkonzeption (geschlossen, BR etc.) ab. Oder mal die Abteilung Hifi-Wissen konsultieren.
firephoenix28
Inventar
#8 erstellt: 14. Sep 2010, 16:47
nein sie sind nicht immer besser

in kleinen räumen machen sie den ganzen klang kaputt.

die lautsprechergröße hat mir der raumgröße am ehesten zutun
lens2310
Inventar
#9 erstellt: 14. Sep 2010, 19:33
Es kommt nicht nur auf die Gehäusegröße an, sondern auch auf die Chassisparameter.
Die Größe allein sagt noch nichts über die untere Grenzfrequenz und deren Pegel aus.
wergel
Stammgast
#10 erstellt: 15. Sep 2010, 06:25

audiophilanthrop schrieb:
Grundsätzlich ist zu bemerken, daß man es sich heute weit eher leisten kann, auf Kennschalldruck (Membranfläche) zu verzichten - Verstärkerleistung kostet nicht mehr die Welt, und solange die erreichbaren Pegel im Tieftonbereich dabei im grünen Bereich bleiben, who cares? Es zählt die Gesamtperformance.


Vor allem in kleineren Räumen würde ich diesen Rat berherzigen. Klassische, evolutionsbedingte Rangehensweise (insbesondere von mir ): je größer das Mammut, desto länger kann die Familie davon essen. Jetzt passt aber so ein Mammut nicht durch den Höhleneingang...Dann wurde das downsizing erfunden.

Will sagen: Man tendiert instinktiv zu den Großvolumigen und ist oftmals gezwungen in teuren Prozessen die Lautsprecher den Raumgegebenheiten anzupassen.

Also: Erst Fackel aufstellen, dann Höhle ausmessen, dann Probeessen ausmachen (Clan einladen).
zuglufttier
Inventar
#11 erstellt: 15. Sep 2010, 06:38
Warum sollte ein großer Lautsprecher schlechter als ein kleiner Lautsprecher in einem kleinen Raum klingen?
wergel
Stammgast
#12 erstellt: 15. Sep 2010, 17:26
Diese Frage ist bestimmt ebenfalls berechtigt- war aber nicht die Ausgangsfrage, die ja in etwa lautete: "kann mans mit der Größe übertreiben ?" . Ich denke, man kann.
Scatto
Stammgast
#13 erstellt: 15. Sep 2010, 18:02

zuglufttier schrieb:
Warum sollte ein großer Lautsprecher schlechter als ein kleiner Lautsprecher in einem kleinen Raum klingen?


Ich finde, meist wegen dem Bass. Wenn der Raum zu klein ist, kann dieser alles erschlagen. Der Rest kommt dann nicht mehr mit. Ich finde den Hinweis, einen LS nach der Raumgröße auszuwählen, legitim. Ich habe sehr ähnliche Erfahrungen sammeln können.
Murray
Inventar
#14 erstellt: 15. Sep 2010, 18:35
Hi,


Wenn der Raum zu klein ist, kann dieser alles erschlagen.


daß schafft man ebenfalls mit Kompaktlautsprechern, die viel zu "warm" abgestimmt sind. Umgekehrt kann man auch große Lautsprecher perfekt in kleinere Räume integrieren, wenn sie denn passend abgestimmt sind.


Ich finde den Hinweis, einen LS nach der Raumgröße auszuwählen, legitim.


Eine leider falsche Pauschalaussage.

Harry
Scatto
Stammgast
#15 erstellt: 15. Sep 2010, 18:52
Ich sehe das nicht so.
Für mich macht es schon einen Unterschied, ob ein 8- oder ein 10 Zöller spielt. Sicherlich, es gibt viel zu warm abgestimmte LS, die Regel ist das aber sicher nicht.

Und auch, wenn ein LS warm spielt- wenn ich das doch weiß, muss ich ja wieder nach Raumgröße auswählen.

BSP:
Ich habe ein paar Celestion Ditton 662, mit 33cm TT.
Frequenzgang sehr linear, aber starker Antrieb. Spielt sauber in den Keller. In meinem Raum aber sicher zu viel. Was man dem LS eben nicht vorwerfen kann ist, dass er zu warm spielt.


[Beitrag von Scatto am 15. Sep 2010, 18:55 bearbeitet]
Murray
Inventar
#16 erstellt: 15. Sep 2010, 19:22
Hi,


Ich sehe das nicht so.


daß sei Dir belassen. Objektiv ist deine Aussage aber leider nicht haltbar.


Frequenzgang sehr linear, aber starker Antrieb.


Das eine hat mit dem anderen nichts zu tun, zumal starke antriebe eher problematisch sind, um Tiefgang zu erzeugen.


Sicherlich, es gibt viel zu warm abgestimmte LS, die Regel ist das aber sicher nicht.


Doch, 90% der Kompaktlautsprecher haben eine Grundton/Bassüberhöhung drin. Klingt dann halt größer.

Harry
LineArray
Hat sich gelöscht
#17 erstellt: 17. Sep 2010, 15:52

Murray schrieb:

...
Doch, 90% der Kompaktlautsprecher haben eine Grundton/Bassüberhöhung drin. Klingt dann halt größer.
...


Hallo Murray,

in gewissen Grenzen habe ich dafür sogar Verständnis.

Der Unterschied zw. einem LS mit 40Hz unterer
Grenzfrequenz und einem mit 60Hz ist in schon
deutlich (ansonsten gleiches Qualitätsniveau angenommen).

Wenn zu dem mangelnden Tiefbass noch eine sehr
präsente und/oder brillante Abstimmung hinzukommt,
kann es schnell zum Weglaufen werden.

Die Versuchung ist sicher groß, mangelnden Tiefbass
zumindest in seiner subjektiven Auswirkung durch eine
etwas wärmere Abstimmung zu kaschieren.

Für mich stellt eine untere Grenzfrequenz von 40Hz eine
brauchbare Marke dar, welche man für gute Wiedergabe
benötigt. Da sollte dann auch die Versuchung aufhören,
mit dem "Sound" zu basteln.

Tiefer in den Keller zu gehen ist sicher schön, aber
der Aufwand steigt m.E. überproportional in Relation
zum subjektiven Qualitätsempfinden.

Den Raum lasse ich jetzt mal zur Vereinfachung außen
vor.


http://books.google....#v=onepage&q&f=false

In diesem alten Schinken ist auf Seite 127 ein Diagramm
zu Qualitätsempfinden und Bandbreite.

Subjektiv deckt es sich ganz gut mit meiner Einschätzung.

40 Hz sind für mich eine Marke, welche auch von
etwas ausgewachseneren Regallautsprechern bei
hinreichender Pegelfestigkeit erreicht werden
können.

Die Klein- oder Kompaktboxen sind allerdings eher
aussen vor und damit ein Subwoofer angeraten.


Viele Grüße

Oliver


[Beitrag von LineArray am 17. Sep 2010, 16:14 bearbeitet]
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